Erdkabel oder Freileitung? Das ist hier die Frage…
Die Stromversorgung der Zukunft ist eines der wichtigsten energie- und wirtschaftspolitischen Themen. Der Ausbau erneuerbarer Energien, der wachsende Bedarf für Mobilität, Heizung und KI sowie die steigenden Anforderungen an Versorgungssicherheit erfordern eine effiziente und nachhaltige Netzinfrastruktur. Beim Ausbau des 110-Kilovolt(kV)-Hochspannungsnetzes, dem Rückgrat des Verteilnetzes, stellen Stakeholder immer wieder die Frage: Warum kann die Hochspannungsübertragung nicht mittels Erdkabel erfolgen?
Technische Grundlagen und Unterschiede
Die Freileitung ist die traditionelle Lösung für die Hochspannungsübertragung. Die ältesten Freileitungen in der Hochspannung bei MITNETZ STROM sind bereits über 100 Jahre alt! Sie bestehen aus Leiterseilen, die von Mast zu Mast verlaufen. Vorteile sind die vergleichsweise niedrigen Baukosten, einfache Wartung und die bewährte Technik. Nachteile ergeben sich vor allem durch die Sichtbarkeit, mögliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und die Anfälligkeit bei extremen Wetterbedingungen wie Sturm oder Schnee bzw. Eislast.

Erdkabel hingegen verlaufen unterirdisch in speziell gebetteten Kabelgräben. Die Kabel werden dabei in Schutzrohren geführt. Bei offener Verlegung – es gibt auch andere Verfahren, wie zum Beispiel das Spülbohrverfahren – wird der Bodenaushub sortenrein gelagert und der Graben wieder in gleicher Reihenfolge aufgefüllt. Erdkabel bieten den Vorteil eines geringeren Flächenverbrauchs, sie sind weniger störanfällig bei Witterungseinflüssen und beeinträchtigen das Landschaftsbild kaum. Allerdings sind die Baukosten meist deutlich höher. Wartung und Reparaturen gestalten sich aufwändiger. Echte Langzeit-Erfahrungen, zum Beispiel über die Haltbarkeit der Kabel im Boden, gibt es noch nicht.

Gesetzliche Rahmenbedingungen und Planungsrecht
Die rechtlichen Vorgaben für den Leitungsbau sind unter anderem im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), im Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) sowie in den Landesplanungsgesetzen verankert. Wesentliche Aspekte sind:
- Genehmigungsverfahren: Für Trassen, egal ob Kabel oder Freileitung, sind umfangreiche Planungs- und Genehmigungsverfahren notwendig, die Umweltverträglichkeitsprüfungen, Öffentlichkeitsbeteiligung und sonstige Abwägungen umfassen.
- Vorrang für Erdkabel: Das EnWG sieht vor, dass bei Neubauprojekten in der Hochspannung, Erdkabel als technische Lösung bevorzugt werden müssen. Allerdings gilt dieser Vorrang nur, wenn die Kosten der Erdverkabelung nicht höher sind als die Kosten einer entsprechenden Freileitung multipliziert mit dem Faktor 2,75. Das heißt: Kostet die Erdkabelvariante mehr als das 2,75-fache der Freileitungsvariante, scheiden Erdkabel als technische Lösung aus.
- Abstandsregelungen: Für Freileitungen gelten bestimmte Mindestabstände zu Wohngebäuden und Naturschutzgebieten, die die Trassenführung beeinflussen. Bei der Planung ist die Breite der Schutzstreifen relevant.
Da das EnWG den Erdkabel-Vorrang in der Hochspannungsebene festschreibt, geht MITNETZ STROM bei der Planung einer neuen 110-kV-Leitung ergebnisoffen in das Genehmigungsverfahren. Die Kostenrelation zwischen Freileitung und Erdkabel muss nachgewiesen werden. Sie entscheidet letztlich für die eine oder andere Lösung. Untersuchungen, die im Rahmen der Genehmigungsverfahren erstellt werden und praktische Erfahrungen zeigen, dass die Gesamtkosten für Erdkabel auf der gesamten Leitungslänge in der Regel höher sind als die für Freileitungen. Der Faktor 2,75 wird deutlich überschritten. Dies ist vor allem in Gebirgsregionen der Fall oder bei schwierigen Bodenverhältnissen. Auch die Kosten für die Materialien und die Baukosten selbst fließen in die Berechnung des Faktors ein.
Umweltaspekte und gesellschaftliche Akzeptanz
Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Entscheidung zwischen Erdkabel und Freileitung sind die Umweltverträglichkeit und die gesellschaftliche Akzeptanz. Erdkabel haben den Vorteil, dass sie das Landschaftsbild kaum beeinträchtigen und somit in sensiblen Gebieten, wie Naturschutz- oder Erholungsgebieten, bevorzugt werden.

Dies kann die Genehmigungsverfahren erheblich vereinfachen und beschleunigen. Im Gegensatz dazu sind Freileitungen sichtbare Eingriffe in die Landschaft, die oftmals auf Widerstand in der Bevölkerung stoßen. Die Akzeptanzprobleme können zu Verzögerungen im Planungsprozess führen und zusätzliche Kosten verursachen.

MITNETZ STROM wird immer wieder seitens der Stakeholder mit der Frage konfrontiert, warum eine Leitung nicht als Erdkabel ausgeführt wird. Dass Erdkabelpassagen möglich sind – auch wenn der Kostenfaktor die 2,75 überschreitet – zeigt der dritte Bauabschnitt der Leitung Crossen-Herlasgrün. In Neumark und Rotschau hat MITNETZ STROM gemeinsam mit den Bürgerinitiativen und Vertretern der Kommunen an „Runden Tischen“ einen technischen Kompromiss erarbeitet: Obwohl die rund 17 Kilometer lange Leitung größtenteils als Freileitung gebaut wird, führt MITNETZ STROM die Trasse in den beiden Ortslagen auf mehreren hundert Metern freiwillig als Erdkabel aus. Dieser Mehraufwand hat für eine breite Akzeptanz des Leitungsbauvorhabens gesorgt. Die Bauarbeiten konnten 2024 ohne Gegenklagen beginnen.

Abwägung zwischen Kosten, Umwelt und Gesetzgebung
Eine nachhaltige und gesellschaftlich verträgliche Energieinfrastruktur erfordert eine sorgfältige Abwägung aller Faktoren. Der im EnWG festgeschriebene Erdkabelvorrang mit dem beschriebenen Kostenfaktor bleibt dabei ein wichtiger Richtwert bei der Kostenplanung. Letztlich entscheiden jedoch auch die individuelle Projektkonstellation, die Umweltverträglichkeit und die gesellschaftliche Akzeptanz über die Wahl der optimalen Lösung.
Welche Rolle Nachhaltigkeit beim Netzausbau spielt und worauf wir dabei konkret achten, erfährst du im Blogbeitrag „Netzausbau, aber nachhaltig!„. Weitere Infos zum Erfolg des Projektes Crossen-Herlasgrün gibt es auf unserer Internetseite zum Thema. 2025 investiert MITNETZ STROM mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Netzausbau und damit in die Versorgungssicherheit unserer Kunden.
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Hausbau, Teil 34: Garage oder Carport?
Jeder Bauherr stellt sich früher oder später die Frage: Reicht ein Stellplatz am Haus für das Auto oder ist es sinnvoller, etwas Massives zu errichten? Denn neben einem oder zwei Fahrzeugen gibt es meistens auch Fahrräder, die einen Unterstand benötigen sowie Gartenmöbel und andere Dinge, welche aufbewahrt werden müssen. Ist das Grundstück groß genug, entscheiden sich viele für eine Garage oder sogar für eine Doppelgarage. Aber auch ein Carport ist eine gute Wahl und bietet verschiedene Möglichkeiten wie beispielsweise einen angebauten Schuppen oder ein ausgebautes Dach. In diesem Blogbeitrag schauen wir uns die Vor- und Nachteile sowie die Kosten für Garage bzw. Carport genauer an.
Freistehend oder direkt am Haus?
Wer ein Haus plant, berücksichtigt oft gleich die Parkmöglichkeit für Fahrzeuge. Gerade Garagen lassen sich so bereits gut in bzw. an das Haus integrieren. Wer direkt an eine Hauswand baut, spart sich die Baukosten für eine extra Garagenwand. Auch die Bedachung des Hauses kann als verlängertes Dach über die Garage oder den Carport gezogen werden oder optisch passend an das Haus angelehnt werden. Eine Durchgangstür zum Wohnbereich erweist sich als praktisch und bietet kurze und trockene Wege. So können beispielsweise die Einkäufe direkt ins Haus getragen werden.

Wer aber nicht auf eine fensterlose Hausseite verzichten möchte und das Grundstück andere Optionen bietet, baut freistehend.
Prinzipiell ist der Bau einer Garage deutlich aufwendiger und kostenintensiver als die Errichtung eines Carports. Die Nutzungsmöglichkeiten sind dafür deutlich vielfältiger. Wer groß genug plant, hat gleich noch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Ski, Surfbretter, Gartengeräte oder die Option einer kleinen Werkstatt.
Bei der Platzierung einer Garage oder eines Carports auf dem Grundstück sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen:
- Zufahrtsmöglichkeiten: Zwischen Garage bzw. Carport und öffentlichem Straßenverkehr sollte ein Abstand von mindestens 3 Metern bestehen; besser sind 5 Meter, um ein zweites Fahrzeug vor der Garage parken zu können. Viele Gemeinden fordern bereits zwei Stellplätze auf dem Grundstück.
- Planungsrechtliche Vorgaben: Die Landesbauordnungen geben vor, dass die Zufahrt zur Unterstellmöglichkeit leicht zu befahren sein sollte und nicht zu steil sein darf. Ebenso sind dort Größen wie Grundflächen und Wandhöhen festgeschrieben.
- Erreichbarkeit vom Haus: Kurze Wege und ein möglicher Zugang zum Garten erhöhen den Nutzungskomfort.
Standardlösung oder individuelle Planung?
Beim Bau einer Garage ist die Auswahl der richtigen Materialien entscheidend für die Festigkeit, Stabilität und Gesamtqualität. Einerseits gibt es Fertigteilgaragen, die weniger individuell dafür aber kostengünstiger sind. Andererseits bevorzugen die meisten Bauherren eine Stein-auf-Stein-Bauweise. Für das Eindecken des Daches kommen Ziegel, Schiefer oder Stahlblech in Betracht.

Fenster und Türen in einer Garage können sinnvoll sein, um Tageslicht sowie einen einfachen Zugang zu ermöglichen. Eine praktische Seitentür sorgt für einen Übergang zur Garage, ohne dass das Tor geöffnet werden muss. Fenster lassen Tageslicht hinein und schaffen eine Sichtverbindung nach außen. Vor allem wenn die Garage auch als Werkstatt oder Bastelraum genutzt wird, sind Fenster sinnvoll.
Die Kosten für den Bau einer Garage variieren je nach Größe, Material und Bauweise: Eine Fertiggarage kostet zwischen 6.000 und 11.000 Euro. Der Preis für die gemauerte Variante liegt zwischen 12.000 und 30.000 Euro. Doppelgaragen oder Spezialanfertigungen sind deutlich teurer.

Auch bei der Errichtung eines Carports ist das Material ausschlaggebend. Holz, Aluminium oder Stahl sind hierbei denkbar.
- Holz: Holzcarports sind optisch ansprechend und fügen sich gut in die Umgebung ein. Sie benötigen jedoch regelmäßige Pflege und Schutzanstriche, um witterungsbeständig zu bleiben.
- Aluminium: Aluminium ist leicht, rostet nicht und benötigt wenig Wartung. Dieser Werkstoff ist jedoch deutlich teurer als Holz.
- Stahl: Carports aus Stahl erweisen sich als sehr stabil und langlebig. Allerdings sind die Anschaffungskosten recht hoch und der Bau durch das Gewicht der einzelnen Elemente schwieriger.
Für die Bedachung eines Carports können ebenso verschiedene Materialien verwendet werden. Am gängigsten sind Dachziegel – aber auch Bitumendachbahnen, Wellblech oder transparente Materialien wie Plexiglas eignen sich dafür.

Die Kosten für den Bau eines Carports variieren stark je nach Größe, Material und Bauweise. Hier sind einige Richtwerte: Ein ganz einfacher Holz-Bausatz kostet ab ca. 200 Euro, ein Aluminium-Bausatz ab ca. 1.200 Euro, einer aus Stahl ab 4.000 Euro. Hochwertigere und individuell geplante Modelle mit Fundament und Dachkonstruktion schlagen mit etwa 7.000 Euro zu Buche. Doppelcarports sind in Holz ab 1.300 Euro zu haben, als Aluminium-Bausatz ab ca. 5.300 Euro und in der Variante aus Stahl ab 6.000 Euro. Auch hier gilt: Je individueller und hochwertiger, desto teurer. Preistreiber sind beispielsweise die Art des Holzes, mit oder ohne Fundament, Flachdach oder Satteldach, zum Selbstaufbau oder inklusive Montage. Außerdem beeinflussen zusätzliche Ausstattungen wie Seitenwände oder ein Abstellraum die Kosten erheblich.
Garage vs. Carport
Je nach individuellen Bedürfnissen kann sowohl eine Garage als auch ein Carport sinnvoller sein.
Für eine Garage sprechen folgende Punkte:
- Diebstahlschutz: Durch die Geschlossenheit steht ein Auto in einer Garage sicherer.
- Witterungsschutz: Das Auto ist vor Schnee, Hagel und anderen Witterungsbedingungen vollständig geschützt.
- Zusätzlicher Stauraum: Neben dem Auto finden auch Fahrräder, Gartengeräte und andere Gegenstände ihren Platz.
- Versicherungsrabatte: Viele Versicherungen gewähren Rabatte, wenn das Auto in einer Garage geparkt wird.
Natürlich gibt es auch Nachteile: Ein größerer Platzbedarf und höhere Kosten stehen dabei an erster Stelle. Für den Bau einer Garage ist eine Baugenehmigung erforderlich. Garagentore und Böden müssen regelmäßig instandgehalten werden.

Die Vorteile eines Carports sind folgende:
- Wetterschutz: Ein Carport schützt das Fahrzeug vor Regen, Schnee, Hagel und Sonneneinstrahlung.
- Belüftung: Die offene Bauweise sorgt für eine gute Luftzirkulation und verhindert Feuchtigkeitsansammlungen.
- Kostengünstig: Carports sind sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt kostengünstiger.
- Flexibilität: Ein Carport kann flexibler auf die Gegebenheiten eines Grundstücks angepasst sowie als offene oder geschlossene Variante errichtet werden. Ebenfalls kann ein Schuppen integriert werden.
- Genehmigungsfrei: In vielen Bundesländern gilt ein Carport als genehmigungsfrei, wenn er bestimmte Bedingungen erfüllt.
Fazit: Ob Garage oder Carport ist eine ganz individuelle Entscheidung je nach persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnissen. Beide Objekte bieten einen großen Mehrwert für Hausbesitzer, denn sie sind nicht nur Parkplatz, sondern auch Lager, Werkstatt und Stauraum. Sie bieten auf ihren Dächern Platz für Solarmodule und unter dem Dach Schutz für eine Wallbox, so dass sich viele Vorteile auf relativ kleinem Raum ergeben.
Du willst mehr zum Thema Hausbau erfahren? Wir haben weitere Tipps für dich.
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Solarthermie
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Auf das Wasser, fertig, los! Ferienhighlight Stand-Up-Paddling
Stand-Up-Paddling – kurz SUP – hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Wassersportarten entwickelt. Es kombiniert Spaß, Fitness und Naturerlebnis auf eine einzigartige Weise. Beim SUP werden mehrere wichtige körperliche Fähigkeiten trainiert. Es schult optimal das Gleichgewicht, verbessert die Koordination und stärkt die Muskelkraft. Damit ist es der ideale Ausgleich zum Alltagsstress und bietet ein umfassendes Training für den ganzen Körper. Weder ein guter Wellengang noch ausreichend Wind sind erforderlich, was es zu einer vielseitigen Sportart macht, die du fast überall ausüben kannst.

Welches Board wofür
Wie bei fast allen Sportgeräten gibt es auch für das SUP unterschiedliche Bretter für verschiedene Bedürfnisse.
- Allround-Boards sind stabil und ideal für Anfänger auf Seen und Flüssen.
- Touring-Boards eignen sich für lange Strecken dank ihrer Geschwindigkeit und Stauraum.
- Race-Boards sind schmal und schnell, perfekt für Wettkämpfe.
- Yoga-Boards bieten eine breite, stabile Plattform für Yoga auf dem Wasser.
- Wave-Boards sind kurz und wendig, ideal für das Surfen auf Wellen.

Wähle dein SUP-Board entsprechend deiner Vorlieben und den Gewässern, die du erkunden möchtest. Dein Board sollte einfach zu transportieren sein. Viele Modelle sind aufpumpbar, kompakt und lassen sich leicht zusammenlegen, was die Mitnahme und Lagerung erleichtert.
Tipps zur Eroberung des Wassers
Für ein sicheres und spaßiges Paddel-Erlebnis haben wir hier einige nützliche Tipps für dich:
- Sicherheitsausrüstung: Trage immer eine Schwimmweste und eine Leash (Sicherungsleine), die dich mit dem Board verbindet.
- Wetterbedingungen: Informiere dich über das Wetter und die Wasserbedingungen. Vermeide starke Strömungen und Gewitter.
- richtige Technik: Achte auf eine korrekte Paddeltechnik, um Verletzungen zu vermeiden und effizienter zu paddeln. Nutze deinen Oberkörper und nicht nur die Arme.
- Balance halten: Beuge leicht die Knie und stehe hüftbreit auf dem Board, um deine Balance zu verbessern.
- richtige Kleidung: Je nach Wassertemperatur solltest du die passende Kleidung wählen. Ein Neoprenanzug kann bei kälteren Bedingungen sinnvoll sein.

Nachhaltigkeit beim SUP
Wer Spaß haben möchte, sollte sich auch verantwortlich fühlen. Sobald du zu einem Gewässer gehst, achte auf deine Umwelt. Um nachhaltig zu paddeln, investiere in langlebige Boards aus umweltschonenden Materialien, wie recyceltem Kunststoff oder Holz. Nimm immer eine Mülltüte mit und sammle Abfall, den du auf dem Wasser oder Ufer findest. Achte darauf, keine sensiblen Ökosysteme zu stören, bleibe auf ausgewiesenen Routen und halte Abstand zu Tieren. So steht deinen Ferien auf dem Wasser nichts mehr im Wege.
See oder Fluss?
Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt bieten zahlreiche Möglichkeiten, um mit dem SUP-Board auf Erkundungstour zu gehen. Hier einige Highlights:
- Leipziger Neuseenland: Die Seen rund um Leipzig sind perfekt für entspannte Paddeltouren. Besonders der Cospudener See und der Markkleeberger See sind sehr beliebt.
- Elbe: Die Elbe bietet abwechslungsreiche Strecken und beeindruckende Aussichten, insbesondere im Abschnitt durch die Sächsische Schweiz.
- Goitzsche See: Perfekt für einen Familienbesuch – der klare See bietet viele Buchten und Inseln.
- Stechlinsee: Der sehr klare und tiefe See ist bekannt für seine hervorragende Wasserqualität. Besonders die naturbelassenen Ufer bieten perfekte Bedingungen für Naturfreunde und nach Ruhe suchenden Paddlern.

SUP trifft Kultur: Paddelabenteuer in der Kulturhauptstadtregion Chemnitz 2025
Chemnitz ist Kulturhauptstadt Europas 2025 – ein Titel, der die Stadt und ihre Umgebung in den Fokus kultureller Aufmerksamkeit rückt. Unter dem Motto „C the Unseen“ lädt Chemnitz dazu ein, verborgene Schätze und unbekannte Perspektiven zu entdecken.
Für Wassersportbegeisterte bietet die Region ebenfalls attraktive Möglichkeiten. Die Talsperre Kriebstein, ein aufgestauter Abschnitt der Zschopau, ist ein beliebtes Ziel für Stand-Up-Paddler.

Hier kannst du auf etwa zehn Kilometern Länge durch eine reizvolle Landschaft mit steilen Felswänden und bewaldeten Ufern paddeln. Ein guter Ausgangspunkt ist das Abenteuercamp Lauenhain, das neben Parkplätzen auch Bootseinsatzstellen bietet.
An vielen Seen kannst du nicht nur ein Board ausleihen, sondern auch einen Kurs buchen. Denn wer mit der richtigen Paddeltechnik vertraut ist, hat meist mehr Spaß dabei, weil es weniger anstrengend ist. Ein tolles Erlebnis mit Freunden ist die Fahrt auf einem Mega-SUP. Hier geht es weniger ums sportliche Paddeln, als viel mehr um den Spaß auf und um das Brett. Probiere es einfach aus!
Bist du eher Typ Wanderer, Kletterer oder Radler? Dann haben wir ebenfalls Tipps für deine Ferientour. Ein besonderes Highlight 2025 ist eine Wanderung auf dem PURPLE PATH. Dieser Kunst- und Skulpturenweg verbindet Chemnitz mit 38 umliegenden Städten und Gemeinden. Entlang der Strecke findest du an 40 Stationen Kunstwerke von über 60 Künstlern.
Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken!
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Artenvielfalt für das ökologische Gleichgewicht
Aktuell stehen wir vor einer globalen Herausforderung: Freilebende Tier- und Pflanzenarten sind weltweit durch verschiedene Ursachen bedroht. Menschliche Aktivitäten wie beispielsweise Waldrodung, Bebauung oder Änderung beziehungsweise Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung führen dazu, dass natürliche Lebensräume zunehmend verkleinert, verändert oder verschmutzt werden. Der Natur- sowie Artenschutz rückt daher immer stärker in den Fokus und wird zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit.
Warum ist Artenvielfalt so wichtig?
Artenvielfalt ist für das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten von entscheidender Bedeutung. Jede Spezies erfüllt eine einzigartige Rolle in den Ökosystemen, sei es als Bestäuber, Pflanzenfresser oder Raubtier. Das Zusammenspiel dieser Arten sichert die Nahrungsketten, den Fortbestand von Lebensräumen und damit auch die Stabilität der Umwelt.

In den letzten Jahrzehnten lag die Bandbreite der geschätzten Zahl aller Tier- und Pflanzenarten zwischen 3,6 Millionen bis hin zu 112 Millionen weltweit. Mit der rapide steigenden Bevölkerungszahl und der globalen Zunahme der Auswirkungen menschlicher Aktivitäten geht die Gesamtartenanzahl jedoch drastisch zurück. Nach einem Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES ist das Artensterben heute mindestens Dutzende, wenn nicht sogar Hunderte Male größer als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre. Bis zu eine Million Arten sind dem Bericht zufolge vom Aussterben bedroht. Der Verlust dieser Pflanzen und Tiere führt zu einem Ungleichgewicht, das letztlich die ganze Menschheit betrifft. Somit bedeutet Artenschutz, die Vielfalt an Pflanzen und Tieren zu bewahren, den Artenschwund zu stoppen und vor allem ihre Lebensräume zu erhalten.
Wichtige Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt
Um die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen, sind dringend Maßnahmen erforderlich. Regierungen, Organisationen und auch Einzelpersonen sollten zusammenarbeiten, um den Verlust von Lebensräumen zu stoppen und geschützte Gebiete zu errichten. Dafür ist die Förderung von nachhaltigen Landwirtschaftspraktiken und der Schutz der Wälder von Bedeutung. Die Umweltpolitik muss sich ändern. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat zum Beispiel für das Klimaschutzprogramm 2030 ein Paket von zehn Klimaschutzmaßnahmen entwickelt, die sich besonders auf die Sektoren Landwirtschaft sowie Landnutzung beziehen.

Beim Schutz der Biodiversität ist jedoch nicht nur die Politik gefragt, sondern auch die Bevölkerung. Wir müssen unseren Konsum und unsere Lebensweise überdenken, um den Druck auf natürliche und vor allem wertvolle Ressourcen zu verringern. Dabei spielen vor allem Bildung und Bewusstseinsbildung eine Rolle. Es besteht nur die Chance auf Veränderungen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene, wenn immer mehr Menschen über die Bedeutung der Artenvielfalt informiert und für den Naturschutz sensibilisiert werden. Zentrale Elemente dafür sind eine nachhaltige Lebensweise und Ernährung.
Umweltschutz in Aktion bei der enviaM-Gruppe
Die enviaM-Gruppe engagiert sich aktiv für den Schutz der Artenvielfalt und den Erhalt natürlicher Lebensräume in der Region. Durch gezielte Maßnahmen schaffen und sichern wir Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen: von Blühwiesen über Streuobstwiesen bis hin zu ökologisch bewirtschafteten Flächen.
Von 2023 bis Juli 2025 haben wir 20.000 neue Bäume für die Aufforstung und den Lebensraum der Tiere im Versorgungsgebiet gepflanzt.

Im Jahr 2024 leisteten unsere Mitarbeitenden über 2.300 Stunden ehrenamtliche Arbeit: Sie unterstützten Naturhöfe, stellten Lebensräume wieder her und setzten Projekte zur Artenvielfalt um. Beispielsweise wurde ein Spendenradeln für den guten Zweck organisiert. Bei der Mitmach-Aktion kamen 1.300 Euro für einen neuen Unterstand der Hochlandrinder in den „Wölperner Wiesen“ zusammen.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Ausbau erneuerbarer Energien. Denn der Klimawandel stellt eine der größten Bedrohungen für die Artenvielfalt dar. Durch den Umstieg auf nachhaltige Energiequellen reduzieren wir Emissionen und tragen aktiv zum Klimaschutz bei. Wir fördern außerdem aktiv den Vogelschutz entlang unserer Infrastruktur: Jährlich beringen wir rund 60 Greifvögel. Auf etwa 170 Strommasten intallierten wir Nisthilfen. Auch in Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetzen setzen wir Schutzmaßnahmen um.

2024 haben wir unser ökologisches Trassenmanagement weiter ausgebaut: Auf über 650 Hektar Fläche unter Hochspannungsleitungen fördern wir gezielt naturnahe Vegetation und Biodiversität.

Gleichzeitig fördern wir das Umweltbewusstsein durch Bildungsprojekte, Informationsveranstaltungen und die Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden. So stärken wir das Wissen über ökologische Zusammenhänge – nicht nur im Unternehmen, sondern auch in der Gesellschaft.

Ob Benjeshecken, Totholzstrukturen oder artenreiche Saumstreifen: Wir setzen vielfältige Projekte um, die zur ökologischen Aufwertung beitragen.
Dieses Engagement zeigt: Naturschutz ist bei enviaM nicht nur ein Ziel, sondern gelebte Praxis. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden, Partnern und der Region machen wir Umwelt und Artenschutz erlebbar und wirksam.
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Schritt für Schritt mit der Natur im Einklang: Wandern in unserer Heimat
Nachhaltig muss nicht immer kompliziert oder aufwändig sein. Manchmal reicht es auch, sich den Rucksack und ein paar feste Schuhe zu nehmen und raus in die Natur zu verschwinden. Einen Tag die Sonne genießen, sich bewegen und ganz nebenbei tolle Landschaften anschauen – das kann wahrlich therapeutisch wirken.
Mini-Urlaub für den Kopf
Die Natur hat einen positiven Effekt auf unsere Stimmung und unsere Psyche. Vielleicht kennst du das Gefühl: Kaum betrittst du den Wald, wird es stiller. Der Alltagslärm verblasst, du hörst auf das Hier und Jetzt – das Knistern des Bodens unter den Füßen, das Rauschen des Windes in den Wipfeln und das Singen der Vögel in den Bäumen. Du kommst zur Ruhe, lässt deine Gedanken schweifen. Und manchmal kommt dir dabei sogar eine richtig gute Idee für diese eine Sache, die dir vorher viel komplizierter erschien.

Während des Wanderns werden Endorphine freigesetzt, die ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit vermitteln. Forderst du dich selbst heraus und probiert immer wieder neue Strecken mit neuen Hürden und Höhepunkten, gesellt sich noch ein Gefühl des Erfolgs hinzu.
Aber auch in einer Gruppe zu wandern, macht Spaß. Gemeinsam als Familie oder Freunde könnt ihr schöne Erinnerungen sammeln, immer wieder Neues erleben und dabei näher zusammenrücken.
Dein Körper dankt es dir
Nicht nur deine Psyche sondern auch dein Körper profitiert vom Wandern: Durch die Bewegung in der Natur wird die Muskulatur beansprucht – und das ganz anders als im Alltag. Eventuell verbessert sich sogar deine Haltung und dein Gleichgewicht. Denn den unebenen Boden balanciert dein Körper automatisch aus. Gleichzeitig trainierst du deinen Kreislauf.
Wichtig ist natürlich immer: Nimm ausreichend Wasser und Essen mit, um genügend Energie für deinen Ausflug zu haben.

Auch die richtige Kleidung (möglichst in Schichten, die du flexibel an- oder ausziehen kannst) und passendes Schuhwerk sind für eine erfolgreiche Tour wichtig. Höre während der Wanderung immer auf deinen Körper, um Verletzungen und Überanstrengung zu vermeiden. Steigere deine Wanderziele lieber langsam, bis du für anspruchsvolle Routen gut trainiert bist.
So wanderst du nachhaltig
Nimmst du Snacks, Wasserflaschen und sonstige Verpackungen mit auf die Wanderung, solltest du diese auch wieder mit nach Hause nehmen oder in Mülleimern entsorgen. Dazu zählen ebenso Taschentücher und Kaugummis. Viele Abfälle verrotten nur schlecht und können gefährlich für Tiere werden, wenn diese etwas davon fressen.

Außerdem solltest du auf den ausgeschriebenen Wanderwegen bleiben. So kannst du dich einerseits nicht verlaufen und schützt andererseits die Natur. Denn abseits der Wege kann es sein, dass du versehentlich Pflanzen oder Wurzeln zertrittst, die für den Erosionsschutz des dort vorherrschenden Ökosystems wichtig sind. Begegnest du unterwegs Wildtieren, störe diese nicht. Erzwinge bitte keinen Kontakt und füttere sie auch nicht.
Wohin soll die Wanderung gehen?
Solltest du noch keine Idee haben, wo dich deine nächste Wanderung hinführt, informierst du dich am besten im Internet. Beispielsweise bietet die Seite „Wanderbares Deutschland“ eine erste Übersicht über Wanderregionen und Touren, die dich interessieren könnten. Hast du dich auf eine Region festgelegt, lohnt es sich, noch einmal genauer zu recherchieren. Meist bieten die Gebiete eigene Übersichten mit vorgeschlagenen Touren und konkreten Hinweisen zu diesen. Auch Apps wie Komoot können dir bei deinen Wanderungen helfen – egal ob bei der Routenplanung oder als Navigation für unterwegs.
Unterwegs in der Sächsischen Schweiz
Wie wäre es denn mit einer kleinen Tour auf dem bekannten Malerweg in der Sächsischen Schweiz? Mit insgesamt 116 Kilometern besticht dieser mit landschaftlicher Schönheit. Daher stammt auch sein Name: Er inspirierte immer wieder Maler, innezuhalten und besonders schöne An- und Ausblicke festzuhalten.
Für deine Familie bietet sich auf dieser Strecke eine Rundwanderung mit Start und Endpunkt in Wehlen an. Starte die Tour elbaufwärts zum Steinernen Tisch. Der Fremdenweg führt dich anschließend zur Basteiaussicht, an der du den Blick ins Elbtal genießen kannst.

Weiter geht es über die bekannte Basteibrücke zur mittelalterlichen Felsenburg Neurathen. Von dort wanderst du zum Gansweg und die Stufen durch die Schwedenlöcher hinab in den Amselgrund mit dem Amselsee. Um die müden Beine auszuruhen, laden hier Ruderboote zu einer Partie über den See ein. Anschließend geht es talwärts in Richtung Elbe bis zum Kurort Rathen. Der letzte Abschnitt deiner Route führt dich über den Rauenstein zurück auf den Malerweg.
Über Wiesen im Harz
Oder wie wäre es mit einem etwa 4-stündigen Rundweg im schönen Harz mit Start und Ende im idyllischen Harzdorf Stiege, bis nach Hasselfelde und zurück? Dein Weg schlängelt sich vorbei an malerischen Seen und über weite Wiesen, von denen du einen fantastischen Blick auf die Harzer Berge wie den Brocken und den Wurmberg hast. Anschließend folgst du den Gleisen der Selketalbahn. Kurz vor Hasselfelde kommst du am Meriansblick an – einem Aussichtspunkt, an dem du eine Pause einlegen kannst. Sobald du in Hasselfelde bist, führt dich dein Weg am Bahnhof vorbei zur Tourist-Information mit Heimatstube und Blumenau Museum, zur St. Antoniuskirche und schließlich durch den Kurpark. Von dort aus folgst du dem Weg der Deutschen Kaiser und Könige zurück nach Stiege. Kurz vor der Domäne Stiege lohnt es sich auch, einen Abstecher zum Aussichtspunkt „Am Lerchenberg“ mit Brocken-Panorama zu machen. Wenn die Strecke doch zu weit ist, kannst du deinen Ausflug auch in Hasselfelde nach beenden und mit dem Bus oder der Harzer Schmalspurbahn nach Stiege zurückkehren.

Glasklares Wasser im Ruppiner Seenland
Für alle Brandenburger empfehlen wir eine Wanderung über den Wummsee-Rundweg und durch das dortige Naturschutzgebiet. Start und Ende der 4-stündigen Tour ist der Parkplatz „Grüne Hütte“, nördlich von Flecken-Zechlin. Auf deiner Strecke folgst du immer dem ausgeschriebenen Wanderweg (grüner Punkt auf weißem Grund) und läufst im Uhrzeigersinn rund um den Großen und Kleinen Wummsee sowie den Kappellensee. Es bieten sich viele schöne Ausblicke auf die teils glasklaren Wasserflächen der drei Seen. Auf dem Rundweg gibt es einige Highlights, die zum Innehalten einladen: Am Obelisken „Maronstein“ gibt es einen gemütlichen Rastplatz für historisch Interessierte. Alle Wasserbegeisterten können sich an der offiziellen Badestelle des Wummsees erfrischen. Auf den letzten Kilometern des Wanderwegs um den kleineren Kappellensee hast du einen grandiosen Blick in die offene Landschaft und kommst nach einem kleinen Waldspaziergang geschafft aber glücklich wieder am Wanderparkplatz an.
Kunst erleben – unterwegs auf dem PURPLE PATH
Wer beim Wandern nicht nur Natur, sondern auch Kultur sucht, wird in der Kulturhauptstadt Europas 2025 fündig. Chemnitz und die umliegende Region laden mit dem PURPLE PATH zu einer ganz besonderen Entdeckungstour ein: Einem Skulpturen-Museum unter freiem Himmel, das sich über 38 Städte und Gemeinden erstreckt – von Mittweida bis Schwarzenberg, von Glauchau bis Seiffen.

Auf alten Bahntrassen, durch Wälder, entlang von Flussufern oder zwischen charmanten Altstädten – der PURPLE PATH lässt sich wunderbar mit nachhaltigen Wanderungen verbinden. Die Werke von über 60 internationalen und regionalen Künstlern fügen sich in die Landschaft ein und erzählen Geschichten: vom Erzgebirge, vom Bergbau, von Industriekultur, Solidarität und Transformation. Sie treffen auf Schlösser, Museen, Kirchen und historische Orte – und laden ein, innezuhalten, nachzudenken und die Region neu zu erleben.
Mit festem Schuhwerk und neugierigen Augen wird der PURPLE PATH so zu einem außergewöhnlichen Wandererlebnis. Die Etappen führen vorbei an Skulpturen, Installationen und überraschenden Kunstmomenten – mal mitten in der Natur, mal an unerwarteten urbanen Orten. Wer mehrere Tage unterwegs sein möchte, kann das gut ausgebaute Netz von Bus und Bahn nutzen, um flexibel anzureisen oder einzelne Streckenabschnitte zu überbrücken. So lässt sich die Region ganz ohne Auto und mit gutem Gewissen erkunden.

Wandern auf dem PURPLE PATH heißt: Kunst erleben im Rhythmus der eigenen Schritte – draußen, entschleunigt und bewusst. Für alle, die ihre Auszeit aktiv, nachhaltig und mit kulturellen Impulsen gestalten möchten, bietet dieser lilafarbene Faden durch Sachsen eine einmalige Gelegenheit.
Bist du eher Typ Radler? Dann haben wir hier Routenvorschläge für deine Ferientour. Oder erklimmst du lieber Felsen? Tipps zum Klettern und Bouldern findest du in diesem Beitrag.
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Energiesparend die Wohnung kühlen
Wenn die Temperaturen auf Rekordhöhe klettern und sich in den eigenen vier Wänden die Hitze staut, gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Unsere Erfrischungstipps für die heißen Sommertag verhelfen energiesparend zur willkommenen Abkühlung.
Sonnenschutz statt Klimaanlage
Um einen ungewünschten Temperaturanstieg zu verhindern, ist es am besten, die Hitze erst gar nicht ins Haus zu lassen. Eine fachgerechte Dämmung und Sonnenschutz wie Markisen, Jalousien oder Rollläden halten Räume über längere Zeit angenehm kühl. Denn direkte Sonneneinstrahlung bringt die meiste Wärme in die Wohnung. Dabei bieten reflektierende und außen liegende Rollos den besten Sonnenschutz, da bei innen liegenden Vorrichtungen die Sonneneinstrahlung bereits in den Raum gelangt.

Eine günstigere Variante bietet eine Sonnenschutzfolie. Um diese fachgerecht von außen anzubringen, brauchst du aber gegebenenfalls die Genehmigung deines Vermieters. Wegen der Tönung solltest du dir allerdings im Klaren darüber sein, dass deine Fenster auch in den Wintermonaten weniger licht- und wärmedurchlässig sind.
Kühle Brise für die Wohnung
Ein frischer Luftzug verspricht Abhilfe bei flirrender Hitze. Öffne Türen und Fenster am besten nachts oder in den frühen Morgenstunden, wenn die Luft am kältesten ist. Tagsüber weht der Wind nur zusätzliche Hitze in die ohnehin schon warme Wohnung. Zu dieser Zeit sollten die Fenster geschlossen bleiben. Gezieltes Stoßlüften sorgt dafür, dass angestaute warme Luft vollständig aus den Räumen entweicht. Hierbei sollten für circa 15 Minuten alle Türen und Fenster weit geöffnet werden.

Vergiss auch Schranktüren nicht, denn hier staut sich ebenso die Wärme. In mehr-etagigen Häusern oder Wohnungen kannst du dir zusätzlich den Kamineffekt zunutze machen: indem beim Lüften die Fenster auf verschiedenen Etagen geöffnet werden, entweicht die warme Luft schneller.
Wer zusätzlich noch eine kühle Brise vertragen kann, dem ist für wenig Geld auch mit einem Ventilator geholfen. Bewegte Luft fühlt sich kühler an und der Ventilator ist weder in Anschaffung noch Betrieb so energie- und kostenintensiv wie eine Klimaanlage. Einen ähnlichen Effekt wie letztere bringt ein nasses Handtuch über einem Wäscheständer. Das Verdampfen der Feuchtigkeit kühlt die Umgebungsluft merklich und der Ventilator hilft dabei, die Luft zu verteilen.

Kühlere Temperaturen dank Wärmepumpe
Besitzer einer Wärmepumpe sollten für heiße Sommermonate eine Umrüstung auf zusätzliche Kühlung überdenken. Gebläsekonvektoren aus einem Wärmeüberträger und einem Ventilator liefern energieschonend die effektivste Erfrischung. Auch Fußboden- oder Wandflächenheizung bieten diesbezügliche Umrüstungsoptionen
Elektrogeräte abschalten
Ein Tipp, der sich in jedem Energiesparratgeber befindet, ist auch für eine kühlere Wohnung von Nutzen: Elektronisch betriebene Geräte erzeugen zwar nur geringe Mengen an Abwärme, doch in Summe hat der laufende Betrieb von Fernseher, Computer & Co. einen spürbaren Einfluss auf die Raumtemperatur. Am meisten hilft es, wenn der Backofen an besonders heißen Tagen aus bleibt. In dem Fall sind kalt zubereitete Gerichte die rundum angenehmere und für den Körper verträglichere Variante.
Der Stoff, aus dem Träume gemacht sind
Wer sich in schwül-warmen Sommernächten schweißgebadet und schlaflos durch die Laken wälzt, kann mit der Wahl der richtigen Bettwäsche entscheidend zur besseren Schlafqualität beitragen. Leichte Stoffe aus Satin, Leinen, Jersey oder Seersucker-Baumwolle bringen einen kühlenden Effekt, um nachts entspannter ein- und durchzuschlafen. Für zusätzliche Kühlung können Bettbezug und Co. für einige Zeit in den Gefrierschrank gepackt werden und so das Einschlafen angenehmer gestalten.

Ob sich Ventilator und Klimaanlage lohnen, erklären wir dir in diesem Artikel. Außerdem findest du auf unserem Blog Energiespartipps für Sommer, Garten und Swimmingpool.
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Genieß die Freiheit in deinen Ferien! Urlaub auf zwei Rädern
Nachhaltige und sportliche Ferien bringen Körper, Geist und Natur in Einklang. Indem du umweltbewusste Entscheidungen triffst und klimafreundliche Aktivitäten wählst, verbesserst du nicht nur die eigene Gesundheit, sondern leistest auch einen positiven Beitrag zum Schutz der Umwelt: Auf den Sattel – fertig – los. Radfahren ist weit mehr als nur ein Fortbewegungsmittel – es ist eine Leidenschaft, eine Möglichkeit, die Welt zu erkunden und gleichzeitig fit zu bleiben.
Abenteuer und Aktivität
In den Ferien bietet Radfahren eine perfekte Balance aus Abenteuer, Entspannung und sportlicher Aktivität. Mit dem Rad erkundest du versteckte Ecken, die mit dem Auto unzugänglich sind und dabei die Natur hautnah erleben. Du kannst in das lokale Leben eintauchen, authentische Begegnungen erleben und die Umgebung in einem gemächlichen Tempo genießen. Zudem bietet Radfahren gesundheitliche Vorteile: Es stärkt das Herz-Kreislauf-System, verbessert die Ausdauer und fördert das Wohlbefinden.

Wer die Wahl hat: Fahrradtypen
Die Wahl des richtigen Fahrrads hängt von den individuellen Vorlieben und dem geplanten Einsatzgebiet ab. Hier ein Überblick über die gängigsten Fahrradtypen:
- E-Bike: Ideal für längere Strecken und hügelige Landschaften. Mit elektrischer Unterstützung können auch weniger trainierte Radfahrer lange Touren meistern und genießen. Mehr Infos zu E-Bikes findest du in diesen Blogbeiträgen.
- Rennrad: Perfekt für Geschwindigkeit und lange Strecken auf asphaltierten Straßen. Rennräder sind leicht, aerodynamisch und ermöglichen hohe Geschwindigkeiten.
- Mountainbike: Das richtige Rad für abenteuerliche Offroad-Touren. Mit breiten Reifen und stabiler Bauweise sind Mountainbikes bestens für unwegsames Gelände und steile Abfahrten geeignet.
- Tourenrad: Ein Allrounder für lange Radreisen. Tourenräder sind robust, bequem und mit Gepäckträgern ausgestattet, um alles Notwendige für die Reise zu transportieren.
- Citybike: Optimal für den Stadtverkehr. Citybikes sind komfortabel, oft mit einem tiefen Einstieg und praktischen Extras wie Körben oder Gepäckträgern ausgestattet.

Schutz unseres Planeten
Radfahren ist eine der umweltfreundlichsten Fortbewegungsarten. Wir grübeln ständig über eine möglichst klimaneutrale Fortbewegung, dabei gibt es diese schon seit mehr als 200 Jahren. Fahrradfahren verursacht keine Emissionen und reduziert den Bedarf an fossilen Brennstoffen. Fahrräder benötigen weniger Ressourcen in der Herstellung und Wartung als Autos. Darüber hinaus hilft Radeln, die Verkehrsbelastung und Luftverschmutzung in Städten zu reduzieren. Wer im Urlaub den Drahtesel nutzt, setzt ein Zeichen für umweltbewusstes Reisen und trägt aktiv zum Schutz unseres Planeten bei.

Tipps zum Urlaub auf dem Rad
Um das Beste aus den Radferien herauszuholen, haben wir hier ein paar Tipps für dich:
- Richtige Planung: Informiere dich im Vorhinein über die besten Radwege und Routen, Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke.
- Passende Ausrüstung: Investiere in ein gutes Fahrrad und passende Ausrüstung wie Helm, Handschuhe und wetterfeste Kleidung.
- Sicherheitsvorkehrungen: Überprüfe regelmäßig den Zustand deines Fahrrads und halte grundlegende Reparaturwerkzeuge bereit. Auch einen Schlauch solltest du dabei haben. Trage immer einen Helm und achte auf Verkehrssicherheit.
- Pausen einlegen: Plane regelmäßige Pausen ein, um Kräfte zu sammeln und die Umgebung zu genießen. Trinken und ausreichende Verpflegung sind ebenfalls wichtig.
- Nachhaltigkeit beachten: Versuche, Müll zu vermeiden und respektiere die Natur. Halte dich an ausgewiesene Wege und schütze die Tier- und Pflanzenwelt.

Orte und Routenvorschläge in deiner Region
Laut Komoot, einer Internetseite bzw. App für sportliche Touren und Routenplaner, ist die beliebteste Radstrecke in Sachsen eine 45 Kilometer mittelschwere Fahrradtour im Leipziger Neuseenland. Gestartet wird am geschichtsträchtigen Völkerschlachtdenkmal in Leipzig (Unbedingt von oben einen Blick auf die Stadt werfen!), verläuft die Tour weiter über den Markkleeberger bis hin zum Störmthaler See. Badesachen nicht vergessen!
Wer Sachsen-Anhalt entdecken möchte, dem empfehlen wir eine Tour auf dem Elberadweg. Diese führt auf 361 Kilometern von Priesitz bis Rogätz. Dabei erkundest du unter anderem Magdeburg, Dessau-Rosslau und Barby. Wie wäre es mit dem Besuch des Elbauenparks in der Landeshauptstadt bzw. des Bauhaus-Museums in Dessau? Oder erfahre in Barby, was das Prinzesschen ist.

Wenn du ein geübter Radfahrer bist und schon immer einmal in den Spreewald wolltest, warten knapp 75 Kilometer Spreeradweg darauf, von dir entdeckt zu werden. Die anspruchsvolle Tour führt von Cottbus nach Lübben. Auf dem Weg liegt die Spreewehrmühle, der Bismarckturm sowie der Spreehafen in Burg, die Dubkowmühle und der Barzlin. Eine Teilstrecke ist als Gurkenradweg bekannt und erstreckt sich von Leipe nach Lübbenau. Dieser führt teilweise direkt am Kanal entlang und bietet somit das perfekte Ambiente für entspannte Ferien. Denke unbedingt an Sonnenschutz und Mückenspray.

Kulturhauptstadt-Highlights
Die Kulturhauptstadt Chemnitz und ihre Partnerkommunen bieten auch in puncto Radfahren einige Veranstaltungen an.
European Peace Ride 2025
Vom 10. bis 13. September 2025 findet der European Peace Ride statt – eine besondere Friedensfahrt, die nicht als klassisches Rennen, sondern als kulturell-sportliches Gemeinschaftsprojekt konzipiert ist. Rund 200 Radfahrer aus verschiedenen Ländern setzen ein Zeichen für Frieden und europäische Verbundenheit. Die Route führt durch Chemnitz und weitere Orte der Kulturhauptstadtregion.
STADTRADELN 2025
Vom 1. bis 21. September beteiligt sich Chemnitz erneut am STADTRADELN – einer internationalen Fahrradkampagne zur Förderung des Radverkehrs und des Klimaschutzes. In diesem Zeitraum sammeln die Teilnehmer Kilometer auf dem Rad, begleitet von Events wie der #chemnitzdrehtamradtour und einer großen Abschlussfahrt durch die Stadt.
Übrigens kann jeder beim Stadtradeln mitmachen. Es ist eine internationale Kampagne von Klima-Bündnis-Services. Auf der Website zum Stadtradeln findest du deine Kommune, um teilzunehmen.
Geführte Fahrradtouren
Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2025 werden spezielle geführte Fahrradtouren angeboten. Diese führen zu kulturellen Projekten und historischen Orten und geben so spannende Einblicke in Chemnitz‘ Wandel zur Kulturhauptstadt Europas.

Fazit: Radfahren ist also die perfekte Mischung für sportliche Naturliebhaber. Egal, ob du dich für ein E-Bike, Rennrad oder Mountainbike entscheidest – die Möglichkeiten sind vielfältig und für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Erklimmst du gern Felsen? Tipps zum Klettern und Bouldern findest du in diesem Beitrag. Wer sich für Kultur interessiert, wandert auf dem PURPLE PATH – dem Kunst- und Skulpturenweg, welcher Chemnitz mit 38 umliegenden Städten und Gemeinden verbindet und Werke von über 60 Künstlern an rund 40 Stationen präsentiert.
Wenn du für deine Heimatstadt Geld erradeln möchtest, mach bei unserem Städtewettbewerb mit. Ob er auch deiner Nähe Station macht, siehst du hier.






