envia SERVICE – Service mit Kompetenz und Leidenschaft
Wir stellen vor: envia SERVICE – Service,- IT- und Ingenieurdienstleister. Bei uns in der enviaM-Gruppe ist das Unternehmen der Experte für Abrechnung, Kontokorrentmanagement und Marktkommunikation. envia SERVICE setzt auf hohe Servicequalität, Flexibilität sowie passgenaue Lösungen und begegnet den Herausforderungen der Energiewende mit zukunftsorientierten Dienstleistungen.
SERVICE wird bei uns großgeschrieben
Die 100-prozentige Tochtergesellschaft der enviaM wurde im Jahr 2004 gegründet. Mit 314 Mitarbeitern setzt das Unternehmen nicht nur auf vielfältige Dienstleistungen, sondern auch auf Ingenieurkompetenz. Das Portfolio umfasst neben der Rechnungslegung ebnso die Überwachung der Verbraucherdatenerfassung, eine transparente Zahlungseingangsverarbeitung sowie ein effizientes Forderungsmanagement.
envia SERVICE übernimmt in der enviaM-Gruppe die Abrechnung von über einer Million Kunden sowie rund 1,5 Millionen Zählpunkten.
Was ist eigentlich ein Zählpunkt?
Ein Zählpunkt bezeichnet in der Energiewirtschaft eine eindeutig identifizierbare Stelle im Strom- oder Gasnetz, an der Energie gemessen wird. Jeder Zählpunkt hat eine eigene Zählpunktbezeichnung – meist eine lange Nummer. Der Zählpunkt bleibt gleich, auch wenn der Zähler ausgetauscht wird. Der Netzbetreiber nutzt diese Information, um den Energiefluss zu dokumentieren und abzurechnen. Ein Zählpunkt ist einfach gesagt, der Ort, wo dein Zähler hängt. Ein Haushalt kann mehrere Zählpunkte haben. Wenn du beispielsweise eine Photovoltaik-Anlage oder einen Stromspeicher hast, so kann ein zusätzlicher Zählpunkt für die Einspeisung oder den Eigenverbrauch erforderlich sein.

Kurz gesagt: envia SERVICE sorgt dafür, dass alle Zahlungen korrekt und pünktlich sind. Denn nur so kann gewährleistet werden, dass ein Unternehmen liquide bleibt – also die eigenen Ausgaben aus Ressourcenbeschaffung, Produktion, Miete, Gehältern und so weiter auch selbst bezahlen kann. Hier schafft das Unternehmen passgenaue, individuelle Lösungen.
Integration von Service, Innovation und Engineering
Neben den Verbrauchsabrechnungen für private und gewerbliche Kunden realisiert envia SERVICE die Planung und Projektierung von Bauvorhaben im Bereich Neu- und Ausbau des Stromnetzes bzw. Telekommunikation. Eine Verknüpfung von Service und Engineering ermöglicht es, die Herausforderungen der modernen Energieversorgung effektiv anzugehen.

Aktuell projektiert envia SERVICE zum Beispiel zahlreiche Batteriespeicheranlagen im Versorgungsgebiet. Dabei ist das Unternehmen für die Lieferung der Übergabestationen und die Montage der gesamten Verkabelung verantwortlich. Diese beinhaltet die Anschlüsse, die Erdung, Blitzschutz und Videoüberwachung. Nach Beendigung der Erdarbeiten erfolgt die Inbetriebnahme der gesamten Batteriespeicheranlagen.
Ingenieursdienstleistungen wie diese bilden das Rückgrat technologischen Fortschritts. Die Ingenieure von envia SERVICE nutzen ihre Fachexpertise und Kreativität, um passgenaue Dienstleistungen erfolgreich umzusetzen. Es werden neue Produkte entwickelt, Prozesse optimiert und komplexe technische Herausforderungen bewältigt.
Als regionaler Abrechnungs-, Kundenbetreuungs- und Ingenieurdienstleister begegnen wir mit hoher Produktivität sowie bedarfsgerechten Portfolioerweiterungen den Herausforderungen der Energiewende. Dank der Digitalisierung eröffnen sich im Kundenservice völlig neue Möglichkeiten. Unser Ziel ist es, künftig alle Standard-Kundenanfragen vollkommen automatisch zu bearbeiten. Dies kommt unseren Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen zugute. Die Digitalisierung berührt alle Unternehmen und Branchen. Deshalb ist es uns wichtig, sich untereinander zu vernetzen und voneinander zu lernen.
Junge Talente bei envia SERVICE
envia SERVICE übernimmt auch gesellschaftliche Verantwortung: Seit 20 Jahren bildet das Unternehmen aus. Derzeit gestalten hier 17 Auszubildende ihre berufliche Zukunft. Alle Jahre wieder sucht die Gesellschaft Auszubildende in den Bereichen Kauffrau/-mann für Büromanagement, Fachinformatiker/-in für Anwendungsentwicklung und künftig auch Kauffrau/-mann für Digitalisierungsmanagement. Dabei setzt envia SERVICE auf eine moderne und digitale Ausbildung, die vor allem kundenorientierte Kommunikation und eine enge Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern vermittelt. Dabei lernen die angehenden Kaufleute beispielsweise Kundenbeziehungen zu gestalten, zu dokumentieren und zu pflegen. Mit modernster IT-Technik führen sie die kaufmännische Sachbearbeitung externer und interner Dienstleistungsprozesse durch. Das umfasst die Auftragsannahme, Angebotserstellung, Rechnungslegung und Überwachung von Zahlungseingängen. Die Azubis entwickeln so ein breites Spektrum an Fähigkeiten, die sie zu unverzichtbaren Teammitgliedern im Unternehmen machen.

Während der praxisorientierten Ausbildung zum Fachinformatiker/-in erwerben die jungen Menschen umfassende Kenntnisse in der Planung, Entwicklung und Pflege von Softwareanwendungen – von der Analyse von Kundenanforderungen über die Konzeption von Lösungen bis hin zur Implementierung und Fehlerbehebung.
Mit einem klaren Blick in die Zukunft und einem festen Engagement für die Region Cottbus leistet envia SERVICE einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung und bietet gleichzeitig jungen Menschen eine berufliche Perspektive.
In den folgenden Beiträgen stellen wir dir die enviaM-Gruppe und die einzelnen Gesellschaften näher vor.
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12 Sommermythen rund um Energie
Der Sommer ist nun endlich da, so dass wir doch noch in den Genuss von sonnigen Tagen und lauen Abenden kommen. Auch Klimaanlage, Kühlschrank und Solarpanele laufen derzeit auf Hochtouren. Mit Blick auf das Thema Energiesparen kursieren hierbei viele Behauptungen: Klimaanlagen sind Stromfresser, Kühlschränke müssen bei hohen Außentemperaturen besonders kalt sein und Solarpanels funktionieren nur bei direkter Sonneneinstrahlung. Aber was stimmt wirklich? Wir klären die größten Irrtümer auf und geben dir fundierte Fakten und praktische Tipps an die Hand.
Mythos 1: Ventilatoren kühlen den Raum ab
Nein, Ventilatoren kühlen den Raum nicht wirklich ab. Sie bewegen lediglich die Luft, wodurch der Schweiß auf deiner Haut schneller verdunstet und dir ein kühleres Gefühl gibt. In Wirklichkeit bleibt die Raumtemperatur unverändert oder steigt durch die Wärme des Ventilatormotors sogar minimal an.

Unser Experten-Tipp:
Verwende einen Ventilator in Kombination mit einer Schale Eiswürfel vor dem Gerät. Die Verdunstungskälte verstärkt den kühlenden Effekt des Ventilators.
Mythos 2: Ventilatoren verbrauchen kaum Strom
Ventilatoren gelten oft als sparsame Alternative zur Klimaanlage – und das stimmt grundsätzlich auch. Dennoch solltest du deren Energieverbrauch nicht unterschätzen: Bei Dauerbetrieb über mehrere Stunden täglich kommen über Wochen hinweg merkliche Stromkosten zusammen. Besonders nachts oder bei Abwesenheit laufen viele Geräte unnötig weiter. Dabei lässt sich der Stromverbrauch ganz einfach senken – durch eine integrierte Timerfunktion, smarte Steckdosen oder bewusste Nutzung nur in den Räumen, in denen du dich tatsächlich aufhältst.
Unser Experten-Tipp:
Verwende Ventilatoren in Kombination mit Zeitschaltuhr oder Bewegungsmelder – so läuft das Gerät nur, wenn es wirklich gebraucht wird.
Mythos 3: Klimaanlagen sind die größten Stromfresser
Klimaanlagen haben einen hohen Energieverbrauch. Jedoch sind moderne Geräte recht effizient. Durch richtiges Einstellen und regelmäßige Wartung verbraucht eine durchschnittliche Klimaanlage etwa 1 bis 2 Kilowattstunden. Achte beim Kauf daher auf das Energielabel und wähle Geräte mit hoher Effizienzklasse, um Energie zu sparen.

Unser Experten-Tipp:
Optimiere die Leistung deiner Klimaanlage, indem du Isolationsfolien für die Fenster verwendest. Diese verringern die Wärmeübertragung und sorgen dafür, dass der Raum länger kühl bleibt. Somit sinkt auch der Stromverbrauch der Klimaanlage.
Mythos 4: Je niedriger die Temperatur bei der Klimaanlage eingestellt ist, desto schneller kühlt der Raum ab
Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Eine Klimaanlage kühlt den Raum nicht schneller, wenn du eine extrem niedrige Temperatur einstellst. Sie arbeitet mit gleichbleibender Geschwindigkeit, unabhängig von deiner Eingabe. Wir empfehlen, das Thermostat auf 25°C zu stellen. Das ist ausreichend und spart Energie.
Unser Experten-Tipp:
Setze ein intelligentes Thermostat ein, um die Klimaanlage effizienter zu nutzen. Programmiere es so, dass es sich automatisch abschaltet, wenn du nicht zu Hause bist und sich rechtzeitig einschaltet, bevor du zurückkehrst. Das spart Energie und maximiert deinen Komfort.
Mythos 5: Nachts das Fenster zu öffnen, spart Energie
Es kann helfen, nachts die Fenster zu öffnen, um kühlere Luft hereinzulassen und so die Innentemperatur zu senken. Dies reduziert den Energiebedarf deiner Klimaanlage am nächsten Tag. Allerdings funktioniert das nicht, wenn es draußen immer noch warm ist oder die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. Optimal ist es, in den frühen Morgenstunden zu lüften und tagsüber die Fenster geschlossen zu halten.

Unser Experten-Tipp:
Verwende wärmeabweisende Vorhänge oder Rollos, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren und dein Zuhause kühl zu halten.
Mythos 6: Kühlschrank im Sommer auf maximale Kühlstufe stellen
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass der Kühlschrank im Sommer besonders kalt eingestellt werden muss, um Lebensmittel sicher zu lagern. Ein unnötig niedriger Temperaturwert erhöht aber nur den Stromverbrauch – ohne nennenswerten Zusatznutzen. Die optimale Temperatur liegt bei rund 7 Grad Celsius im Kühlschrankinneren. Viel wichtiger ist es, warme Speisen erst vollständig abkühlen zu lassen, bevor du sie hineinlegst, und die Tür nicht zu lange offenzulassen.
Unser Experten-Tipp:
Platziere deinen Kühlschrank an einem kühlen Ort in deiner Küche, fernab von direkter Sonneneinstrahlung und anderen Wärmequellen. Dadurch verhinderst du eine übermäßige Erwärmung des Geräts und sparst Energie.
Mythos 7: Kalte Duschen helfen gegen Sommerhitze
Kalte Duschen sorgen zwar kurzzeitig für Abkühlung, regen aber den Körper an, die eigene Wärmeproduktion zu erhöhen. Lauwarmes Duschen bei etwa 20 bis 25°C ist besser geeignet, um deinen Körper angenehm zu kühlen.

Unser Experten-Tipp:
Nutze natürliche Kühleffekte, indem du dein Duscherlebnis mit ätherischen Ölen wie Minze oder Eukalyptus ergänzt. Diese verleihen dir ein erfrischendes Gefühl.
Mythos 8: Heizen im Sommer, um Luftfeuchtigkeit zu reduzieren
Heizen im Sommer, um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, ist extrem ineffizient. Es erhöht nicht nur die Raumtemperatur unnötig, sondern verbraucht auch viel Energie. Effektiver sind Luftentfeuchter. Diese verbrauchen im Schnitt etwa 200 bis 400 Watt pro Stunde und können eine sinnvolle Investition sein.
Unser Experten-Tipp:
Nutze Pflanzen zur natürlichen Entfeuchtung. Bestimmte Pflanzen wie Farn oder Friedenslilie sind nicht nur schöne Dekorationen, sondern auch natürliche Luftentfeuchter. Sie nehmen überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft auf und geben sie durch ihre Blätter wieder ab.
Mythos 9: Solaranlagen bringen bei großer Hitze den höchsten Ertrag
Viele glauben, dass Photovoltaikanlagen bei Hitze besonders viel Strom produzieren. Tatsächlich sinkt die Leistung der Module bei sehr hohen Temperaturen sogar leicht, da sich ihre Effizienz mit steigender Zelltemperatur verringert. Am besten arbeiten Solarmodule an sonnigen, aber eher kühlen Tagen. Wer die Anlage richtig montiert, etwa mit ausreichender Hinterlüftung auf dem Dach, sorgt dennoch auch im Sommer für stabile Erträge. Entscheidend ist dabei nicht die Hitze, sondern die direkte Sonneneinstrahlung – und die ist im Sommer natürlich reichlich vorhanden.

Unser Experten-Tipp:
Eine regelmäßige Reinigung sowie die freie Belüftung der Module erhöhen die Effizienz – besonders bei starker Sommerhitze.
Mythos 10: Solarbeleuchtung ist immer die beste Wahl
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Solarlampen immer die optimale Lösung für nachhaltige Beleuchtung sind. Obwohl Solarleuchten zweifellos umweltfreundlich sind und keine Stromkosten verursachen, sind sie in Gebieten mit begrenzter Sonneneinstrahlung oder in schattigen Bereichen möglicherweise nicht die effizienteste Option. Hinzu kommen Umweltbedenken bezüglich der Herstellung und Entsorgung von Solarbatterien.
Unser Experten-Tipp:
Prüfe vor der Installation deiner Solarbeleuchtung sorgfältig die Sonneneinstrahlung und Eignung des zukünftigen Standorts.
Mythos 11: Grillen ist immer umweltfreundlich
Die Annahme, dass Grillen grundsätzlich umweltfreundlich ist, weil es den Energieverbrauch im Haus reduziert, ist weit verbreitet. Doch die Realität sieht komplexer aus. Die Umweltfreundlichkeit des Grillens hängt von verschiedenen Faktoren ab – wie der Art des Grills, der Brennstoffquelle und der Häufigkeit. So trägt beispielsweise der Einsatz von herkömmlichen Holzkohlegrills zu Luftverschmutzung und CO2-Emissionen bei. Im Vergleich dazu werden Elektrogrills oft als bessere Alternative betrachtet, da sie keine direkten Emissionen verursachen und keinen Bedarf an fossilen Brennstoffen haben. Allerdings ist der Betrieb eines Elektrogrills auch mit einem erhöhten Stromverbrauch verbunden, welcher bei etwa 2 bis 3 Kilowattstunden Strom pro Stunde liegt. Das entspricht ungefähr dem Energieverbrauch eines Wasserkochers oder eines Bügeleisens.

Unser Experten-Tipp:
Wenn du umweltbewusst grillen möchtest, solltest du auf einen hochwertigen Elektrogrill setzen und ihn mit Ökostrom betreiben. Achte auch auf die Herkunft deiner Lebensmittel und verwende nachhaltige Brennstoffe oder umweltfreundliche Alternativen wie Grillkohle aus Kokosnussschalen.
Mythos 12: Nachhaltiges Leben bedeutet Verzicht auf Spaß und Komfort
Viele Menschen denken, dass ein nachhaltiger Lebensstil zwangsläufig mit Verzicht auf Spaß und Komfort einhergeht. Um umweltbewusst zu leben, glauben sie, auf Fernreisen, kühle Wohnungen oder auf den Genuss von Gegrilltem verzichten zu müssen. Dies führt allerdings oft dazu, dass Menschen zögern, nachhaltige Entscheidungen zu treffen.
Unser Experten-Tipp:
Ein nachhaltiger Lebensstil bedeutet nicht zwangsläufig Verzicht, sondern vielmehr bewusste Entscheidungen und Kompromisse. Du kannst weiterhin Spaß haben und den Sommer genießen, während du gleichzeitig umweltfreundliche Alternativen erkundest. Zum Beispiel könntest du öfter auf das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, saisonale Produkte genießen oder kreative DIY-Projekte für eine umweltfreundliche Garten- oder Balkongestaltung ausprobieren.
In diesem Sinne: Genieße den Sommer – nachhaltig, energiesparend und mit viel Spaß!
Wie du energiesparend deine Wohnung kühlst, erfährst du in diesem Beitrag und wie du bei der Hitze einen kühlen Kopf bewahrst, erklären wir hier.
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Energiewende hautnah: Wie Politik und Netztechnik unsere Zukunft klimafreundlicher gestalten
Die Energiewende ist längst kein Zukunftstraum mehr – sie ist bereits in vollem Gange. Mit neuen Gesetzen, smarter Technik und gemeinsamen Willen gestalten wir eine Energieversorgung, die sauber, bezahlbar und zuverlässig ist. Aber was genau passiert aktuell auf politischer Ebene? Wie schätzen wir die neuesten Entwicklungen ein – und vor allem: Was hast du am Ende davon? Genau das erfährst du in diesem Blogartikel. Wir erklären dir die aktuellen politischen Rahmenbedingungen, welche Chancen sich daraus ergeben und wie du persönlich von der Energiewende profitieren kannst.
Warum wir heute schon profitieren
Bis 2030 sollen 80 Prozent unseres Stroms aus Sonne, Wind und Co. kommen – und das ist kein leeres Versprechen. Das Osterpaket 2022 legt die Grundlage für diesen großen Schritt. Mit deutlich vereinfachten Genehmigungsverfahren und erhöhten Ausbauzielen für erneuerbare Energien bringt es die Energiewende in Fahrt.
Was ist das Osterpaket?
Das Osterpaket ist ein Gesetzespaket, das die Ausbauziele für Wind- und Solaranlagen deutlich erhöht. Außerdem werden bürokratische Hürden abgebaut, um Projekte schneller umzusetzen und den Weg zu klimaneutraler Stromversorgung bis 2035 zu ebnen. Für dich als Verbraucher bedeutet das mehr grüner Strom aus der Region, geringere Kosten durch den Ausbau moderner Infrastruktur und mehr Sicherheit, dass dein Strom künftig klimafreundlich ist.
Das Osterpaket ist ein echter Meilenstein, der nicht nur den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt, sondern auch die Beteiligung der Bürger erleichtert.
Netzengpässe? So sorgen wir für Stabilität
Der Ausbau erneuerbarer Energien läuft auf Hochtouren. Doch manchmal führt genau das zu Engpässen im Stromnetz. Wenn mehr Strom eingespeist als verbraucht wird, muss der Strom in das Übertragungsnetz ausgespeist oder die Erzeugungsanlagen gedrosselt werden – und das ist ineffizient und teuer.

Um das zu verhindern, schlagen wir die Einführung eines sogenannten Redispatch-Vorbehalts vor. Dies bedeutet, dass es keine Entschädigung mehr für neue Anlagen in überlasteten Netzgebieten gibt, wenn sie abgeregelt werden müssen. Das entlastet den Netzbetrieb und senkt die Netzentgelte, was schließlich den Kunden zugutekommt. Wir sprechen hier von sogenannten netzdienlichen Standorten: Orte, an denen die erzeugte Energie auch verbraucht werden kann, sodass ein Redispatch nicht notwendig ist.
Was ist Redispatch?
Redispatch bezeichnet die Steuerung von Stromerzeugungsanlagen, um das Stromnetz stabil zu halten. Wenn an einem Ort zu viel Strom produziert wird, kann die Einspeisung an anderen Stellen reduziert oder erhöht werden, um Engpässe zu vermeiden.
Ein starkes und intelligentes Stromnetz ist die Voraussetzung dafür, dass wir mehr erneuerbare Energie effizient nutzen und gleichzeitig Kosten für Verbraucher senken können.
Netz- und Standortvorteile: Gemeinsam stark für die Zukunft
Der Netzausbau ist der Schlüssel, damit der grüne Strom auch dort ankommt, wo er gebraucht wird – in deinem Haushalt, deinem Unternehmen und deiner Gemeinde. Dabei ist es wichtig, dass der Ausbau der Stromnetze dem Ausbau der erneuerbaren Energien nicht hinterherläuft. Nur wenn der Ausbau synchron abläuft, erreichen wir den maximalen Nutzen.

Was bringt der Koalitionsvertrag?
Die neue Bundesregierung setzt klare Schwerpunkte: Die Energiepreise sollen sinken, Stromnetze werden ausgebaut und digitaler und die Genehmigungsverfahren für neue Projekte beschleunigt.
Damit wird die Energieversorgung nicht nur nachhaltiger, sondern auch bezahlbarer und sicherer. Denn die Stromnetze sind das Rückgrat der Energiewende – für eine klimaneutrale Zukunft, die alle mitgestalten können.
Digitaler Netzausbau
Die Digitalisierung der Stromnetze bedeutet, dass Anlagen, Speicher und Verbraucher zukünftig smart vernetzt sind. Das ermöglicht eine bessere Steuerung und Ausnutzung der Energiequellen, spart Kosten und erhöht die Versorgungssicherheit.
Was heißt das für dich?
Die Energiewende ist kein abstraktes Konzept – sie verändert deinen Alltag. Mit moderner Infrastruktur, intelligenten Netzen und digitalen Services profitierst du von:
- zuverlässigerer Energieversorgung, ohne plötzliche Stromausfälle
- bezahlbaren Tarifen, die flexibel auf deinen Verbrauch reagieren
- Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme, z.B. mit Smart Metern und digitalen Tools

Gemeinsam in die grüne Zukunft
Die Energiewende gelingt nur, wenn alle an einem Strang ziehen: Politik, Energieversorger und Verbraucher. Wir alle profitieren von einer sauberen, bezahlbaren und sicheren Energieversorgung. Gemeinsam gestalten wir eine nachhaltige Zukunft – für uns und kommende Generationen.
Wie Dialog auf Augenhöhe funktioniert und was Akzeptanzmanagement bedeutet, kannst du in diesem Beitrag nachlesen. Unter „Netzausbau, aber nachhaltig!“ erfährst du, worauf wir beim Ausbau der Netze achten, um unsere Umwelt zu schützen. Details zum Redispatch gibt es im Beitrag „Warum Windräder manchmal stillstehen„.Was ein intelligentes Stromnetz auszeichnet, erklären wir auf unserer Internetseite.
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Mein Alltag mit dem dynamischen Stromtarif – ein Erfahrungsbericht
Alle Stromanbieter sind verpflichtet, einen dynamischen Tarif anzubieten. Dieser orientiert sich an den schwankenden Preisen der Strombörse. Das bedeutet: Der Preis, den du für deinen Strom zahlst, ändert sich je nach Tageszeit und Marktlage. Für ein solches Produkt hat sich auch unser Kunde Holger Löbel entschieden. Der Familienvater lebt in einem 4-Personen-Haushalt und nutzt seit März 2025 den dynamischen Tarif „Mein Strom Vision“. Familie Löbel besitzt ein E-Auto und nutzt in ihrem Heim klassische Haushaltsgeräte. Wie es zu dieser Entscheidung kam und ob Holger Löbel damit zufrieden ist, erzählt er im Interview.
Herr Löbel, Sie nutzen seit März 2025 unseren dynamischen Stromtarif "Mein Strom Vision". Was war für Sie der Auslöser, sich dafür zu entscheiden?
Ich bin generell technikaffin und interessiere mich für neue Energielösungen. Als ich vom dynamischen Tarif gehört habe, war ich sofort neugierig. Die Vorstellung, Strom dann zu nutzen, wenn er besonders günstig – oder sogar negativ – bepreist ist, fand ich spannend. Gleichzeitig war es mir wichtig, aktiv etwas zur Energiewende beizutragen.
Wie sieht Ihr Alltag mit dem Tarif aus? Haben Sie eine feste Routine entwickelt?
Ich schaue meist am Nachmittag in die iONA-App, um die Strompreise für den nächsten Tag zu checken. Danach plane ich, wann ich welche Geräte laufen lasse. Am Wochenende lade ich das E-Auto mittags oder nutze die Waschmaschine gezielt zu den günstigsten Zeiten. Man muss sich ein wenig damit beschäftigen, aber es lohnt sich.

Was war bisher Ihr persönliches Highlight mit dem Tarif?
Definitiv der 11. Mai: Zur Mittagszeit waren die Strompreise negativ. Da haben wir fast alles gleichzeitig eingeschaltet – E-Auto, Spülmaschine, Waschmaschine, sogar die Backofenselbstreinigung. Am Ende haben wir in dieser Zeit sogar Geld „verdient“, weil wir Strom abgenommen haben, der überschüssig war.
Das passiert immer dann, wenn zu viel Strom durch Solar- und Windenergie eingespeist und zu wenig Strom durch Großverbraucher abgenommen wird.
Welche technischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um den Tarif nutzen zu können?
Das Wichtigste ist ein digitaler Stromzähler, ein so genannter Smart Meter. Den hatte ich schon. Ansonsten hilft ein bisschen technisches Interesse – und natürlich Geräte, die sich zeitlich flexibel einsetzen lassen, wie z. B. ein E-Auto oder eine Waschmaschine.

Für wen lohnt sich der Tarif besonders – und wem würden Sie eher abraten?
Lohnenswert ist der Tarif vor allem für Menschen mit größeren Verbrauchern wie E-Autos oder Batteriespeichern, die flexibel geladen oder genutzt werden können. Wer keine Möglichkeit hat, Strom gezielt zu verbrauchen, profitiert weniger stark. Aber: Einfach mal ausprobieren! Die Vertragslaufzeiten sind kurz und ein Vertragswechsel jederzeit möglich.
Haben Sie schon Ideen, wie Sie den Tarif in Zukunft noch besser nutzen können?
Wir überlegen, eine Speicherbatterie anzuschaffen. Damit könnten wir nicht nur das E-Auto flexibler laden, sondern auch Strom gezielt speichern, wenn er besonders günstig bepreist ist – und ihn später nutzen, wenn die Preise höher sind. Das steigert unsere Unabhängigkeit vom Markt, glättet unseren Eigenverbrauch und macht uns auch ein Stück weit unabhängiger von künftigen Preisschwankungen. Gerade bei einem dynamischen Tarif bietet eine Batterie also zusätzlichen Spielraum – sowohl finanziell als auch ökologisch.
Für uns hat sich die Umstellung auf einen dynamischen Tarif definitiv gelohnt.
Alle Details zu unserem dynamischen Tarif erfährst du auf unserer Website. Wie es zu „Mein Strom Vision“ kam, erzählen unsere Produktentwickler im Interview. So sieht der deutsche Strommix aus. Wie smarte Thermostate helfen, den Stromverbrauch zu senken, erklären wir in diesem Blogbeitrag.
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Zwei Milliarden Euro Wertschöpfung für Ostdeutschland
Unser wirtschaftlicher Erfolg ist wichtig für die Region. Auch 2024 hat die enviaM-Gruppe das wieder bewiesen. Die regionale Wertschöpfung stieg erneut auf rund zwei Milliarden Euro, wie die aktuelle Studie des Forschungs- und Beratungsinstituts CONOSCOPE aus Leipzig zeigt.
Mehr Einkaufsvolumen und neue Arbeitsplätze
Wertschöpfung beschreibt in der Wirtschaft den Prozess, bei dem durch unternehmerisches Handeln ein Mehrwert entsteht – etwa durch die Produktion von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen. Sie ist ein Motor für Beschäftigung, Innovation und regionale Entwicklung. Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, schaffen nicht nur Produkte, sondern auch Perspektiven.
So haben wir als enviaM-Gruppe im vergangenen Jahr mehr regional eingekauft und viele neue Kollegen eingestellt. Damit sorgen wir für Wachstum und sichern direkt und indirekt rund 19.000 Arbeitsplätze in Ostdeutschland. Das sind 2.000 mehr als im Jahr 2023.

Partner für die Region
2024 war für uns ein richtig starkes Jahr. Die enviaM-Gruppe vergab rund 893 Millionen Euro an Aufträgen, 21 Prozent mehr als im Jahr davor. Besonders erfreulich: 61 Prozent davon, also etwa 549 Millionen Euro, gingen direkt an Unternehmen aus Ostdeutschland. Insgesamt flossen ungefähr 43.000 Einzelaufträge an lokale Firmen. Damit zeigen wir nicht nur, dass wir in der Energiebranche ganz vorne mitspielen, sondern auch, dass wir als Motor der regionalen Wirtschaft funktionieren.
Als führender regionaler Energiedienstleiser tun wir alles, um den Standort Ostdeutschland noch attraktiver zu machen. Mit unserer Wertschöpfung leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse. Davon profitieren Länder, Kommunen, Unternehmen und Bürger gleichermaßen.

Was bedeutet eigentlich Auftragsvolumen?
Mit dem Begriff Auftragsvolumen ist die Gesamtsumme gemeint, die die enviaM-Gruppe für externe Leistungen ausgegeben hat, also für alle Projekte und Dienstleistungen, die von Partnerfirmen übernommen wurden. Diese Leistungen reichen vom Tiefbau über Elektroinstallationen bis hin zu IT-Dienstleistungen oder Beratungsaufträgen.
Ein besonders wichtiger Aspekt: Wir vergeben diese Aufträge bewusst an Unternehmen in Ostdeutschland. Das stärkt nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern schafft auch Sicherheit durch langfristige Partnerschaften, insbesondere in einer Zeit, in der viele Unternehmen mit steigenden Kosten kämpfen.
Nachhaltige Strategie statt kurzfristigem Sparen
Wir als enviaM-Gruppe verfolgen seit Jahren die Strategie, regional zu investieren, statt auf kurzfristige Einsparungen durch Anbieter aus anderen Regionen oder dem Ausland zu setzen. Besonders in sensiblen Bereichen wie dem Netzbetrieb, also dem Betrieb und der Wartung der Strom- und Gasleitungen, sind verlässliche und ortskundige Partner entscheidend. Das gilt ebenso für Bau- und Instandhaltungsarbeiten oder IT-Dienstleistungen, bei denen Know-how über lokale Infrastruktur von Vorteil ist.

Der Zuwachs beim Auftragsvolumen ist ein handfestes Signal. Es macht deutlich, dass die enviaM-Gruppe nicht nur auf eigenes wirtschaftliches Wachstum, sondern auch auf eine nachhaltige Entwicklung der Region setzt.
Gerade im Kontext der Energiewende ist diese Investitionsoffensive von zentraler Bedeutung. Sie trägt nicht nur dazu bei, neue technische Herausforderungen zu bewältigen, sondern auch die wirtschaftliche Basis Ostdeutschlands zu stärken, und zwar langfristig.
Blick nach vorn
Die aktuelle Wertschöpfung zeigt heute, wie wichtig die Unterstützung für die Region ist. Doch wir denken natürlich auch an morgen: Mit gezielten Investitionen in erneuerbare Energien treiben wir die Energiewende aktiv voran und sorgen dafür, dass die Region fit für die Zukunft bleibt.

Gleichzeitig schaffen wir attraktive Ausbildungsplätze, um jungen Menschen echte Perspektiven zu bieten und den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Und nicht zuletzt bringen wir die Digitalisierung voran, damit Unternehmen und Kommunen von modernen, effizienten Lösungen profitieren können. So wird deutlich: Die enviaM-Gruppe ist nicht nur heute ein starker Partner für Ostdeutschland, sondern bleibt es auch in den kommenden Jahren.
Mehr Infos zur enviaM-Gruppe gibt es in unserem Beitrag „Eine Gruppe voller Power“. Nachhaltigkeit ist bei uns im Fokus: Rück- und Ausblicke dazu findest du hier.
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Erdkabel oder Freileitung? Das ist hier die Frage…
Die Stromversorgung der Zukunft ist eines der wichtigsten energie- und wirtschaftspolitischen Themen. Der Ausbau erneuerbarer Energien, der wachsende Bedarf für Mobilität, Heizung und KI sowie die steigenden Anforderungen an Versorgungssicherheit erfordern eine effiziente und nachhaltige Netzinfrastruktur. Beim Ausbau des 110-Kilovolt(kV)-Hochspannungsnetzes, dem Rückgrat des Verteilnetzes, stellen Stakeholder immer wieder die Frage: Warum kann die Hochspannungsübertragung nicht mittels Erdkabel erfolgen?
Technische Grundlagen und Unterschiede
Die Freileitung ist die traditionelle Lösung für die Hochspannungsübertragung. Die ältesten Freileitungen in der Hochspannung bei MITNETZ STROM sind bereits über 100 Jahre alt! Sie bestehen aus Leiterseilen, die von Mast zu Mast verlaufen. Vorteile sind die vergleichsweise niedrigen Baukosten, einfache Wartung und die bewährte Technik. Nachteile ergeben sich vor allem durch die Sichtbarkeit, mögliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und die Anfälligkeit bei extremen Wetterbedingungen wie Sturm oder Schnee bzw. Eislast.

Erdkabel hingegen verlaufen unterirdisch in speziell gebetteten Kabelgräben. Die Kabel werden dabei in Schutzrohren geführt. Bei offener Verlegung – es gibt auch andere Verfahren, wie zum Beispiel das Spülbohrverfahren – wird der Bodenaushub sortenrein gelagert und der Graben wieder in gleicher Reihenfolge aufgefüllt. Erdkabel bieten den Vorteil eines geringeren Flächenverbrauchs, sie sind weniger störanfällig bei Witterungseinflüssen und beeinträchtigen das Landschaftsbild kaum. Allerdings sind die Baukosten meist deutlich höher. Wartung und Reparaturen gestalten sich aufwändiger. Echte Langzeit-Erfahrungen, zum Beispiel über die Haltbarkeit der Kabel im Boden, gibt es noch nicht.

Gesetzliche Rahmenbedingungen und Planungsrecht
Die rechtlichen Vorgaben für den Leitungsbau sind unter anderem im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), im Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) sowie in den Landesplanungsgesetzen verankert. Wesentliche Aspekte sind:
- Genehmigungsverfahren: Für Trassen, egal ob Kabel oder Freileitung, sind umfangreiche Planungs- und Genehmigungsverfahren notwendig, die Umweltverträglichkeitsprüfungen, Öffentlichkeitsbeteiligung und sonstige Abwägungen umfassen.
- Vorrang für Erdkabel: Das EnWG sieht vor, dass bei Neubauprojekten in der Hochspannung, Erdkabel als technische Lösung bevorzugt werden müssen. Allerdings gilt dieser Vorrang nur, wenn die Kosten der Erdverkabelung nicht höher sind als die Kosten einer entsprechenden Freileitung multipliziert mit dem Faktor 2,75. Das heißt: Kostet die Erdkabelvariante mehr als das 2,75-fache der Freileitungsvariante, scheiden Erdkabel als technische Lösung aus.
- Abstandsregelungen: Für Freileitungen gelten bestimmte Mindestabstände zu Wohngebäuden und Naturschutzgebieten, die die Trassenführung beeinflussen. Bei der Planung ist die Breite der Schutzstreifen relevant.
Da das EnWG den Erdkabel-Vorrang in der Hochspannungsebene festschreibt, geht MITNETZ STROM bei der Planung einer neuen 110-kV-Leitung ergebnisoffen in das Genehmigungsverfahren. Die Kostenrelation zwischen Freileitung und Erdkabel muss nachgewiesen werden. Sie entscheidet letztlich für die eine oder andere Lösung. Untersuchungen, die im Rahmen der Genehmigungsverfahren erstellt werden und praktische Erfahrungen zeigen, dass die Gesamtkosten für Erdkabel auf der gesamten Leitungslänge in der Regel höher sind als die für Freileitungen. Der Faktor 2,75 wird deutlich überschritten. Dies ist vor allem in Gebirgsregionen der Fall oder bei schwierigen Bodenverhältnissen. Auch die Kosten für die Materialien und die Baukosten selbst fließen in die Berechnung des Faktors ein.
Umweltaspekte und gesellschaftliche Akzeptanz
Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Entscheidung zwischen Erdkabel und Freileitung sind die Umweltverträglichkeit und die gesellschaftliche Akzeptanz. Erdkabel haben den Vorteil, dass sie das Landschaftsbild kaum beeinträchtigen und somit in sensiblen Gebieten, wie Naturschutz- oder Erholungsgebieten, bevorzugt werden.

Dies kann die Genehmigungsverfahren erheblich vereinfachen und beschleunigen. Im Gegensatz dazu sind Freileitungen sichtbare Eingriffe in die Landschaft, die oftmals auf Widerstand in der Bevölkerung stoßen. Die Akzeptanzprobleme können zu Verzögerungen im Planungsprozess führen und zusätzliche Kosten verursachen.

MITNETZ STROM wird immer wieder seitens der Stakeholder mit der Frage konfrontiert, warum eine Leitung nicht als Erdkabel ausgeführt wird. Dass Erdkabelpassagen möglich sind – auch wenn der Kostenfaktor die 2,75 überschreitet – zeigt der dritte Bauabschnitt der Leitung Crossen-Herlasgrün. In Neumark und Rotschau hat MITNETZ STROM gemeinsam mit den Bürgerinitiativen und Vertretern der Kommunen an „Runden Tischen“ einen technischen Kompromiss erarbeitet: Obwohl die rund 17 Kilometer lange Leitung größtenteils als Freileitung gebaut wird, führt MITNETZ STROM die Trasse in den beiden Ortslagen auf mehreren hundert Metern freiwillig als Erdkabel aus. Dieser Mehraufwand hat für eine breite Akzeptanz des Leitungsbauvorhabens gesorgt. Die Bauarbeiten konnten 2024 ohne Gegenklagen beginnen.

Abwägung zwischen Kosten, Umwelt und Gesetzgebung
Eine nachhaltige und gesellschaftlich verträgliche Energieinfrastruktur erfordert eine sorgfältige Abwägung aller Faktoren. Der im EnWG festgeschriebene Erdkabelvorrang mit dem beschriebenen Kostenfaktor bleibt dabei ein wichtiger Richtwert bei der Kostenplanung. Letztlich entscheiden jedoch auch die individuelle Projektkonstellation, die Umweltverträglichkeit und die gesellschaftliche Akzeptanz über die Wahl der optimalen Lösung.
Welche Rolle Nachhaltigkeit beim Netzausbau spielt und worauf wir dabei konkret achten, erfährst du im Blogbeitrag „Netzausbau, aber nachhaltig!„. Weitere Infos zum Erfolg des Projektes Crossen-Herlasgrün gibt es auf unserer Internetseite zum Thema. 2025 investiert MITNETZ STROM mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Netzausbau und damit in die Versorgungssicherheit unserer Kunden.
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Hausbau, Teil 34: Garage oder Carport?
Jeder Bauherr stellt sich früher oder später die Frage: Reicht ein Stellplatz am Haus für das Auto oder ist es sinnvoller, etwas Massives zu errichten? Denn neben einem oder zwei Fahrzeugen gibt es meistens auch Fahrräder, die einen Unterstand benötigen sowie Gartenmöbel und andere Dinge, welche aufbewahrt werden müssen. Ist das Grundstück groß genug, entscheiden sich viele für eine Garage oder sogar für eine Doppelgarage. Aber auch ein Carport ist eine gute Wahl und bietet verschiedene Möglichkeiten wie beispielsweise einen angebauten Schuppen oder ein ausgebautes Dach. In diesem Blogbeitrag schauen wir uns die Vor- und Nachteile sowie die Kosten für Garage bzw. Carport genauer an.
Freistehend oder direkt am Haus?
Wer ein Haus plant, berücksichtigt oft gleich die Parkmöglichkeit für Fahrzeuge. Gerade Garagen lassen sich so bereits gut in bzw. an das Haus integrieren. Wer direkt an eine Hauswand baut, spart sich die Baukosten für eine extra Garagenwand. Auch die Bedachung des Hauses kann als verlängertes Dach über die Garage oder den Carport gezogen werden oder optisch passend an das Haus angelehnt werden. Eine Durchgangstür zum Wohnbereich erweist sich als praktisch und bietet kurze und trockene Wege. So können beispielsweise die Einkäufe direkt ins Haus getragen werden.

Wer aber nicht auf eine fensterlose Hausseite verzichten möchte und das Grundstück andere Optionen bietet, baut freistehend.
Prinzipiell ist der Bau einer Garage deutlich aufwendiger und kostenintensiver als die Errichtung eines Carports. Die Nutzungsmöglichkeiten sind dafür deutlich vielfältiger. Wer groß genug plant, hat gleich noch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Ski, Surfbretter, Gartengeräte oder die Option einer kleinen Werkstatt.
Bei der Platzierung einer Garage oder eines Carports auf dem Grundstück sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen:
- Zufahrtsmöglichkeiten: Zwischen Garage bzw. Carport und öffentlichem Straßenverkehr sollte ein Abstand von mindestens 3 Metern bestehen; besser sind 5 Meter, um ein zweites Fahrzeug vor der Garage parken zu können. Viele Gemeinden fordern bereits zwei Stellplätze auf dem Grundstück.
- Planungsrechtliche Vorgaben: Die Landesbauordnungen geben vor, dass die Zufahrt zur Unterstellmöglichkeit leicht zu befahren sein sollte und nicht zu steil sein darf. Ebenso sind dort Größen wie Grundflächen und Wandhöhen festgeschrieben.
- Erreichbarkeit vom Haus: Kurze Wege und ein möglicher Zugang zum Garten erhöhen den Nutzungskomfort.
Standardlösung oder individuelle Planung?
Beim Bau einer Garage ist die Auswahl der richtigen Materialien entscheidend für die Festigkeit, Stabilität und Gesamtqualität. Einerseits gibt es Fertigteilgaragen, die weniger individuell dafür aber kostengünstiger sind. Andererseits bevorzugen die meisten Bauherren eine Stein-auf-Stein-Bauweise. Für das Eindecken des Daches kommen Ziegel, Schiefer oder Stahlblech in Betracht.

Fenster und Türen in einer Garage können sinnvoll sein, um Tageslicht sowie einen einfachen Zugang zu ermöglichen. Eine praktische Seitentür sorgt für einen Übergang zur Garage, ohne dass das Tor geöffnet werden muss. Fenster lassen Tageslicht hinein und schaffen eine Sichtverbindung nach außen. Vor allem wenn die Garage auch als Werkstatt oder Bastelraum genutzt wird, sind Fenster sinnvoll.
Die Kosten für den Bau einer Garage variieren je nach Größe, Material und Bauweise: Eine Fertiggarage kostet zwischen 6.000 und 11.000 Euro. Der Preis für die gemauerte Variante liegt zwischen 12.000 und 30.000 Euro. Doppelgaragen oder Spezialanfertigungen sind deutlich teurer.

Auch bei der Errichtung eines Carports ist das Material ausschlaggebend. Holz, Aluminium oder Stahl sind hierbei denkbar.
- Holz: Holzcarports sind optisch ansprechend und fügen sich gut in die Umgebung ein. Sie benötigen jedoch regelmäßige Pflege und Schutzanstriche, um witterungsbeständig zu bleiben.
- Aluminium: Aluminium ist leicht, rostet nicht und benötigt wenig Wartung. Dieser Werkstoff ist jedoch deutlich teurer als Holz.
- Stahl: Carports aus Stahl erweisen sich als sehr stabil und langlebig. Allerdings sind die Anschaffungskosten recht hoch und der Bau durch das Gewicht der einzelnen Elemente schwieriger.
Für die Bedachung eines Carports können ebenso verschiedene Materialien verwendet werden. Am gängigsten sind Dachziegel – aber auch Bitumendachbahnen, Wellblech oder transparente Materialien wie Plexiglas eignen sich dafür.

Die Kosten für den Bau eines Carports variieren stark je nach Größe, Material und Bauweise. Hier sind einige Richtwerte: Ein ganz einfacher Holz-Bausatz kostet ab ca. 200 Euro, ein Aluminium-Bausatz ab ca. 1.200 Euro, einer aus Stahl ab 4.000 Euro. Hochwertigere und individuell geplante Modelle mit Fundament und Dachkonstruktion schlagen mit etwa 7.000 Euro zu Buche. Doppelcarports sind in Holz ab 1.300 Euro zu haben, als Aluminium-Bausatz ab ca. 5.300 Euro und in der Variante aus Stahl ab 6.000 Euro. Auch hier gilt: Je individueller und hochwertiger, desto teurer. Preistreiber sind beispielsweise die Art des Holzes, mit oder ohne Fundament, Flachdach oder Satteldach, zum Selbstaufbau oder inklusive Montage. Außerdem beeinflussen zusätzliche Ausstattungen wie Seitenwände oder ein Abstellraum die Kosten erheblich.
Garage vs. Carport
Je nach individuellen Bedürfnissen kann sowohl eine Garage als auch ein Carport sinnvoller sein.
Für eine Garage sprechen folgende Punkte:
- Diebstahlschutz: Durch die Geschlossenheit steht ein Auto in einer Garage sicherer.
- Witterungsschutz: Das Auto ist vor Schnee, Hagel und anderen Witterungsbedingungen vollständig geschützt.
- Zusätzlicher Stauraum: Neben dem Auto finden auch Fahrräder, Gartengeräte und andere Gegenstände ihren Platz.
- Versicherungsrabatte: Viele Versicherungen gewähren Rabatte, wenn das Auto in einer Garage geparkt wird.
Natürlich gibt es auch Nachteile: Ein größerer Platzbedarf und höhere Kosten stehen dabei an erster Stelle. Für den Bau einer Garage ist eine Baugenehmigung erforderlich. Garagentore und Böden müssen regelmäßig instandgehalten werden.

Die Vorteile eines Carports sind folgende:
- Wetterschutz: Ein Carport schützt das Fahrzeug vor Regen, Schnee, Hagel und Sonneneinstrahlung.
- Belüftung: Die offene Bauweise sorgt für eine gute Luftzirkulation und verhindert Feuchtigkeitsansammlungen.
- Kostengünstig: Carports sind sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt kostengünstiger.
- Flexibilität: Ein Carport kann flexibler auf die Gegebenheiten eines Grundstücks angepasst sowie als offene oder geschlossene Variante errichtet werden. Ebenfalls kann ein Schuppen integriert werden.
- Genehmigungsfrei: In vielen Bundesländern gilt ein Carport als genehmigungsfrei, wenn er bestimmte Bedingungen erfüllt.
Fazit: Ob Garage oder Carport ist eine ganz individuelle Entscheidung je nach persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnissen. Beide Objekte bieten einen großen Mehrwert für Hausbesitzer, denn sie sind nicht nur Parkplatz, sondern auch Lager, Werkstatt und Stauraum. Sie bieten auf ihren Dächern Platz für Solarmodule und unter dem Dach Schutz für eine Wallbox, so dass sich viele Vorteile auf relativ kleinem Raum ergeben.
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