Wusstest du schon? Was bedeutet Netzfrequenz?
Ob zu Hause, im Büro oder in der Industrie – Strom ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Damit diese Energie jederzeit zuverlässig zur Verfügung steht, muss im Hintergrund ein sensibles Gleichgewicht gewahrt werden. Ein entscheidender Faktor dabei: die Netzfrequenz. Sie ist der unsichtbare Taktgeber unseres Stromsystems und zeigt an, ob Stromerzeugung und Stromverbrauch im Einklang sind. Doch warum ist die Netzfrequenz so entscheidend – und welche Rolle spielt sie für Stromversorger und Netzbetreiber im täglichen Betrieb? Genau das schauen wir uns jetzt an.
Was ist die Netzfrequenz?
Die Netzfrequenz beschreibt, wie oft sich die Richtung des Wechselstroms pro Sekunde ändert. Dieser Wert wird in Hertz (Hz) angegeben.
- In Europa, Asien und Afrika liegt sie bei 50 Hz.
- In Nordamerika beträgt sie 60 Hz.
Das bedeutet: Der Strom „schwingt“ 50- bzw. 60-mal pro Sekunde. Diese Frequenz ist kein Zufallswert – elektrische Geräte, Maschinen und ganze Netzinfrastrukturen sind exakt darauf ausgelegt.
Warum ist die Netzfrequenz so wichtig?
Die Netzfrequenz ist ein Schlüsselindikator für die Stabilität des Stromnetzes. Gerät das Gleichgewicht zwischen Verbrauch und Erzeugung aus der Balance, reagiert die Frequenz sofort:
- Sinkt die Frequenz, wird mehr Strom verbraucht als erzeugt: Motoren laufen langsamer, Maschinen verlieren Leistung.
- Steigt die Frequenz, wird mehr Strom erzeugt als verbraucht: Geräte können überlastet und beschädigt werden.
Schon geringe Schwankungen sind für Netzbetreiber ein Warnsignal, denn sie zeigen an: Das Netz ist aus dem Gleichgewicht geraten.

Wie wird die Netzfrequenz stabil gehalten?
Kraftwerke, Speicheranlagen und Netzdienstleister arbeiten eng zusammen, um die Frequenz konstant bei 50 Hz zu halten. Der Ausgleich erfolgt automatisch:
- Kraftwerke passen ihre Leistung kontinuierlich an, wenn der Verbrauch steigt oder fällt.
- Moderne Regelenergiesysteme gleichen kurzfristige Schwankungen aus.
- Batteriespeicher können innerhalb von Sekundenbruchteilen reagieren.
- Intelligente Netze (Smart Grids) helfen, Erzeugung und Verbrauch besser zu steuern.
Diese Prozesse laufen im Millisekundenbereich ab – oft völlig unbemerkt, aber essenziell für die Versorgungssicherheit.
Die Rolle erneuerbarer Energien
Wind und Sonne liefern nicht immer konstant Energie. Dadurch wird das Stabilisieren der Netzfrequenz komplexer. Netzbetreiber setzen deshalb verstärkt auf:
- Regelenergie
- Lastmanagement
- Energiespeicher
- digitale Mess- und Steuerungstechnik
So lässt sich trotz schwankender Einspeisung aus erneuerbaren Energien ein stabiles Netz gewährleisten.

Was bedeutet das für Stromversorger und Netzbetreiber im Alltag?
Für Netzbetreiber ist die Netzfrequenz einer der zentralen Werte. Sie wird rund um die Uhr überwacht. In der täglichen Arbeit bedeutet das:
- permanente Echtzeitüberwachung der Stromflüsse und Frequenzdaten
- schnelles Erkennen von Abweichungen
- automatisches Gegensteuern über Regelenergie oder Kraftwerksleistung
- Koordination mit Kraftwerken, Speichern und anderen Netzgebieten
- proaktive Planung, um Lastspitzen und Engpässe zu vermeiden
Die Netzfrequenz ist somit der „Puls“ des Stromnetzes – und Netzbetreiber achten sehr genau darauf, dass dieser stabil bleibt.
Wenn die Netzfrequenz aus dem Takt gerät: Gefahr eines Blackouts
Kommt es zu einer starken oder langanhaltenden Frequenzabweichung, kann das ernste Folgen haben:
Kraftwerke schalten sich in solchen Fällen automatisch ab, um Schäden zu vermeiden. Dadurch kann weitere Erzeugung wegbrechen. Das wiederum kann eine Kettenreaktion auslösen – im schlimmsten Fall bis hin zu einem großflächigen Blackout.
Um solche Szenarien zu verhindern, verfügt das europäische Verbundnetz über mehrstufige Sicherheitsmechanismen, automatische Abschaltungen, Notreserven und klare Wiederanlaufstrategien.
Spannende Fakten rund um die Netzfrequenz
Die Netzfrequenz bewegt sich im Normalbetrieb zwischen 49,8 und 50,2 Hz.
In Europa sind über 30 Länder zu einem gemeinsamen Stromverbund vernetzt – von Portugal bis in die Türkei.
Alte elektrische Uhren nutzen die Netzfrequenz als Zeitmaß. Bei Abweichungen gehen sie falsch.
Fazit
Die Netzfrequenz ist viel mehr als eine technische Größe: Sie ist der Herzschlag des Stromnetzes. Ihre Stabilität sorgt dafür, dass Strom jederzeit zuverlässig verfügbar ist – im privaten Haushalt ebenso wie in Industrie und Infrastruktur.
Für Netzbetreiber bedeutet das: modernste Technik, präzise Überwachung und ein perfektes Zusammenspiel verschiedenster Akteure. Denn nur wenn die Netzfrequenz stabil bleibt, bleibt auch unsere Stromversorgung sicher.
Mehr zu den Netzbetreibern der enviaM-Gruppe erfährst du in unseren Blogbeiträgen zu MITNETZ STROM und MITNETZ GAS.
Weitere spannende Erklärungen zu Themen rund um die Energie gibt es in unseren „Wusstest du schon?-Beiträgen“:
Was heißt klimaneutral?
Was ist eine Molchschleuse?
Was ist eine bifaziale Solarzelle?
Was sind Zufallsgewinne?
Was ist Power-to-Heat?
Was versteht man unter Rebound-Effekt?
Seit wann gibt es Elektroautos?
Was sind Wärmebrücken?
Was ist ein Zweirichtungszähler?
Was ist ein Wechselrichter?
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Klimaneutralität für Deutschland
Deutschland verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden. Damit liegt die Bundesrepublik fünf Jahre vor dem EU-Ziel, das eine vollständige Klimaneutralität bis 2050 vorsieht. Um dieses ambitionierte Vorhaben zu erreichen, gelten strenge Zwischenziele: Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen um 65 Prozent gegenüber 1990 sinken, bis 2040 um 88 Prozent. Der Kohleausstieg erfolgt bis spätestens 2038. Ein zentraler Hebel ist die Energiewende, die den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent steigern soll. Dafür sind massive Investitionen in Windkraft, Photovoltaik und den Netzausbau nötig. Auch die Wasserstoffwirtschaft spielt eine Schlüsselrolle, um Industrieprozesse und Energiespeicherung klimafreundlich zu gestalten.
Wo stehen wir heute?
Die Energiewende hat bereits deutliche Fortschritte gebracht: Rund 60 Prozent des deutschen Stroms stammen inzwischen aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne. Seit 1990 konnte Deutschland seine Emissionen um etwa 46 Prozent senken. Doch der Weg zu den Zielen bleibt anspruchsvoll. Der Energiebedarf steigt weiter, weshalb Speichertechnologien und intelligente Netze unverzichtbar sind. Photovoltaik trägt erheblich zur Kostensenkung bei: Allein 2024 sparte Solarstrom rund 6,1 Milliarden Euro. Bis 2030 sollen 115 Gigawatt Windkraft an Land und 215 Gigawatt Photovoltaik installiert sein. Parallel dazu wird der Aufbau eines Wasserstoffkernnetzes von 9.040 Kilometern bis 2032 vorangetrieben. Problematisch bleibt der Verkehrssektor, in dem die Emissionen stagnieren. Elektromobilität, Ladeinfrastruktur und alternative Antriebe müssen deutlich schneller wachsen, um die Klimaziele zu erreichen.

Regionale Klimaschutzpläne
Auch die Bundesländer leisten ihren Beitrag. Sachsen setzt mit seinem Energie- und Klimaprogramm auf den Ausbau von Photovoltaik und Windkraft sowie auf eine eigene Wasserstoffstrategie. Bis 2030 sollen 11 Gigawatt Photovoltaik und 3,4 Gigawatt Windkraft installiert sein. Sachsen-Anhalt verfolgt ähnliche Ziele und fördert Elektromobilität, grünen Wasserstoff und die Digitalisierung der Energienetze. Brandenburg will bis 2030 die Emissionen um 75 Prozent senken. Der Fokus liegt hier auf dem Ausstieg aus der Braunkohle, dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs und einer Solarausbauoffensive. Thüringen strebt eine nahezu vollständige Emissionsreduktion bis 2040 an und unterstützt Kommunen mit Förderprogrammen für Klimaschutzmaßnahmen. Eine neue Klimaanpassungsstrategie ist in Arbeit, um die Folgen des Klimawandels besser zu bewältigen.

Klimaschutz in Europa
Die Europäische Union verfolgt mit dem „Fit-for-55“-Paket ehrgeizige Ziele: Bis 2030 sollen die Emissionen um 55 Prozent gegenüber 1990 sinken, der Anteil erneuerbarer Energien auf mindestens 42,5 Prozent steigen und die Energieeffizienz deutlich verbessert werden. Für 2040 ist eine Reduktion um 90 Prozent vorgesehen, bevor die EU bis 2050 klimaneutral wird. Neue Instrumente wie der Emissionshandel für Gebäude und Verkehr sollen ab 2028 zusätzliche Anreize schaffen. Der „Green Deal Industrial Plan“ soll zudem die Produktion von grünen Technologien in Europa stärken.

Fazit
Deutschland und Europa stehen vor einer gewaltigen Aufgabe, die nicht nur technologische Innovationen, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen erfordert. Die bisherigen Fortschritte sind beachtlich. Doch die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die Weichen für eine klimaneutrale Zukunft zu stellen. Investitionen von über 500 Milliarden Euro bis 2030, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft sind dabei zentrale Bausteine.
Details zur europäische Energie- und Klimapolitik findest du auf www.enviaM-Gruppe.de/Energiezukunft. Digitale Stromzähler sind ein Schlüssel zur Zukunft: In unserem Blogbeitrag erfährst du alles Wissenswerte zu diesem Thema. Um Versorgungssicherheit zu gewährleisten, werden die Stromnetze immer weiter ausgebaut und modernisiert. Oft stellt sich hier die Frage: Erdkabel oder Freileitung? Alle Pro’s und Contra’s gibt es hier.
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Safety Stop: Wie wir das Thema Arbeitssicherheit in den Fokus rücken
Die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter der enviaM-Gruppe steht an erster Stelle. Ein sicheres Arbeitsumfeld bildet die Grundlage unserer täglichen Arbeit und ist Voraussetzung dafür, dass wir als Unternehmen erfolgreich sein können. Genau deshalb haben wir als enviaM-Gruppe am 9. Februar gemeinsam mit dem gesamten E.ON-Konzern einen bewussten Moment des Innehaltens geschaffen – den Safety Stop: Unter dem Motto „Heute sicher handeln. Morgen gesund erleben.“ standen einen Vormittag die Themen Sicherheit, Gesundheit und Verantwortung im Arbeitsalltag im Fokus.
Heute sicher handeln. Morgen gesund erleben.
Der Safety Stop ist ein bewusst geschaffener Raum, um sich mit dem Thema Arbeitssicherheit auseinanderzusetzen. Ziel ist es, unser aller Arbeiten noch sicherer zu gestalten und füreinander Verantwortung zu übernehmen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Innehalten, der Austausch mit den Kollegen und das gemeinsame Weiterentwickeln unserer Sicherheitskultur.
Rund 3.300 Mitarbeiter der enviaM-Gruppe sowie 330 Vertreter von 177 Partnerfirmen haben aktiv am Safety Stop teilgenommen. Und die Resonanz war überwältigend: Über 90 Prozent der Teilnehmer haben den Safety Stop mit sehr gut bewertet.

Auf Nummer sicher gehen
Gesundheit und Sicherheit betreffen jeden Einzelnen von uns.
Insbesondere beim Umgang mit elektrischen Anlagen ist im Arbeitsalltag höchste Vorsicht geboten. Nichtsdestotrotz können Arbeitsunfälle in allen Bereichen passieren – ganz gleich ob im Büro oder unterwegs im gewerblichen Umfeld. Oft sind es dabei die kleinen Dinge, die große Wirkung erzielen – den Handlauf beim Treppensteigen zu benutzen, das Handyklingeln beim Autofahren zu ignorieren oder Kolleginnen und Kollegen auf potenzielle Gefahren hinzuweisen.
Ein starkes Zeichen für mehr Arbeitssicherheit ist unsere Ersthelferquote, die wir zuletzt enorm gesteigert haben. Aktuell sind knapp 90 Prozent aller Mitarbeiter der enviaM-Gruppe als Ersthelfer ausgebildet.
Gemeinsam vor Ort. Gemeinsam im Fokus.
Nach dem zentralen Livestream zum Safety Stop mit wichtigen Botschaften der Vorstände und Führungskräfte ging jedes Team im Anschluss gemeinsam in den Austausch.

In interaktiven Praxisformaten, die individuell für jeden Bereich ausgewählt wurden, arbeiteten die Teams – auch mit unseren Partnerfirmen – zu Themen wie mentaler Gesundheit, persönlichen Ankern für mehr Gesundheit oder typischen Alltagssituationen. Dabei stand der offene Dialog im Mittelpunkt und zeigte, welche Kraft entsteht, wenn ein ganzes Unternehmen innehält, reflektiert und Verantwortung übernimmt.
Füreinander hinschauen. Voneinander lernen.
Schnell wurde klar, dass Sicherheit mehr ist als Arbeitsschutz. Auch mentale Gesundheit spielt eine zentrale Rolle. Steigende Anforderungen und hohe Arbeitsdichte erfordern Aufmerksamkeit füreinander und den Mut, Veränderungen anzusprechen.
Arbeitssicherheit ist keine Chefsache: Jeder trägt Verantwortung für sich selbst und für andere. Führungskräfte haben eine besondere Vorbildrolle, doch Sicherheitskultur lebt vom Mitmachen aller.
Dranbleiben im Arbeitsalltag
Dieser bewusste Moment war kein Endpunkt. Entscheidend ist, die Impulse aus dem Tag in den Arbeitsalltag zu tragen und aufmerksam zu bleiben. Gesundheit und Sicherheit entstehen durch unser tägliches Handeln. So sorgen wir gemeinsam dafür, dass alle Mitarbeiter jeden Tag so gesund nach Hause kommen, wie sie morgens zur Arbeit gegangen sind.

Wir in der enviaM-Gruppe leben, reflektieren und entwickeln HSE – also Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz – weiter, wie beispielsweise beim „Tag der Sicherheitsbeauftragten“.
Weil Gesundheit unser wichtigstes Gut ist, steht unsere Diplom-Psychologin Bianka allen Mitarbeitern als Ansprechpartnerin bei Fragen zu mentaler Gesundheit zur Seite. Für Azubis ist Sozialpädagoge Andreas Ansprechpartner bei Fragen und Herausforderungen. Beide erzählen im Interview über ihren Arbeitsalltag bei der enviaM-Gruppe.
Mehr Informationen zum Arbeits- und Umweltschutz in der enviaM-Gruppe findest du auf unserer Website.
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Kunst im Netzgebiet: MITNETZ STROM und MITNETZ GAS bringen Farbe ins Ortsbild
Graffitis machen graue Wände bunter – so auch in unserem Netzgebiet. MITNETZ STROM und MITNETZ GAS haben 2025 Anlagen nicht nur technisch modernisiert, sondern ihnen zugleich ein neues, farbenfrohes Erscheinungsbild verliehen. Professionelle Graffiti-Künstler verwandelten triste Infrastruktur in echte Hingucker.
Warum wir unsere Anlagen gestalten – ein Projekt für die Region
Ob Gas- oder Stromanlagen – sie stehen oft mitten im Ort und prägen ihr Umfeld. Die farbigen Designs bringen Abwechslung in den Alltag und werten öffentliche Räume sichtbar auf. Dabei geht es nicht nur um Ästhetik: Die Oberflächen der Anlagen sind speziell versiegelt. So lassen sich unerwünschte Graffiti künftig einfach abwaschen oder werden von vornherein verhindert. Wild besprühte „Schandflecken“ gehören damit der Vergangenheit an.

MITNETZ GAS: Gasdruckregelanlagen als farbenfrohe Blickfänger
2025 hat MITNETZ GAS zahlreiche Gasdruckregel und Messanlagen sowie eine Übernahmeregelanlage in Großkugel künstlerisch neugestaltet. So hat der Leipziger Künstler Marc Knust mit seinen Motiven aus funktionalen Bauwerken echte Kunstobjekte gemacht.











Neben der künstlerischen Gestaltung wurden die Anlagen auch technisch überholt und auf den neuesten Stand gebracht, ein gelungenes Zusammenspiel aus Funktionalität, Sicherheit und Design.
Auch in diesem Jahr geht das künstlerische Projekt weiter. Geplant sind Umgestaltungen von Anlagen in Alexisbad, Crimmitschau, St. Egidien sowie Lößnitz.
Mehr Farbe im Netzgebiet – auch bei MITNETZ STROM
Auch MITNETZ STROM setzt auf eine optische Aufwertung seiner Infrastruktur. Rund 150 Trafostationen und fünf Umspannwerke im gesamten Versorgungsgebiet erhalten in diesem Jahr eine professionelle Graffiti-Gestaltung – ebenfalls mit Motiven regionaler Künstler.
Trafostationen wirken naturgemäß funktional und eher trist. Mit künstlerischen Motiven fügen sie sich harmonischer in ihr Umfeld ein – innerorts freundlicher, im ländlichen Raum naturnäher.
Je nach Standort entstehen Motive, die sich an lokalen Besonderheiten orientieren. Die Motivauswahl entsteht in enger Zusammenarbeit zwischen MITNETZ STROM, dem Künstler sowie den Kommunen.









Hast du auch eine Trafostation oder Anlage in deiner Nähe, die noch nicht gestaltet wurde?
Wenn deine Kommune Interesse an einer künstlerischen Aufwertung hat, kann sie sich jederzeit an unseren zuständigen Kommunalbetreuer wenden oder ganz unkompliziert hier online einen Antrag stellen.
Wer sich gern selbst einmal an der Dose ausprobieren möchte, erfährt in diesem Blogbeitrag mehr dazu. Welche tierische Verwandlung an der Fassade der Kita Sennewitz erfolgt ist, liest du hier.
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Fast 90 Prozent Ersthelferquote: Warum Erste Hilfe bei der enviaM-Gruppe selbstverständlich ist
Erste Hilfe braucht Wissen, Übung und die Bereitschaft zu handeln. Als enviaM-Gruppe haben wir unsere Ersthelferquote in den vergangenen zwei Jahren deutlich gesteigert. Dahinter steht ein klarer Anspruch: Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin sollen sicher arbeiten können.
Sicherheit als Teil des Arbeitsalltags
Sichere Arbeit entsteht nicht allein durch Regeln und Vorgaben. Entscheidend ist, wie Verantwortung im Alltag gelebt wird. Genau hier setzt die enviaM-Gruppe an. In nur zwei Jahren ist unsere Ersthelferquote von 37 Prozent auf fast 90 Prozent gestiegen. Unter den Führungskräften liegt sie sogar bei 92 Prozent.
Es gibt viele Regeln, Richtlinien und Vorschriften, um unsere Arbeit sicher zu machen. Wirklich ent-scheidend ist aber, wie wir diese leben und umsetzen. Deshalb haben wir die 'Vision 0' ins Leben gerufen. Sie symbolisiert unser großes Ziel: Keine Arbeitsunfälle mehr. Jeder, der bei oder für uns in der enviaM-Gruppe arbeitet, verlässt seinen Arbeitsplatz sicher und gesund.
Warum wir über gesetzliche Vorgaben hinausgehen
Je nach Betriebsart schreiben gesetzliche Regelungen nur einen vergleichsweise kleinen Anteil an Ersthelfern vor. Als enviaM-Gruppe setzen wir bewusst einen anderen Maßstab. Unser Ziel ist eine flächendeckende Ersthelferqualifikation.
Der Gedanke dahinter ist einfach: Erste Hilfe soll kein Spezialwissen sein, sondern eine Fähigkeit, auf die jeder im Ernstfall zurückgreifen kann – im Job genauso wie im privaten Umfeld. Daher erhalten alle unsere Mitarbeiter eine umfassende Schulung.

Was Du in den Ersthelferschulungen lernst
In unseren Schulungen geht es um Situationen, die plötzlich auftreten können und schnelles Handeln erfordern. Du lernst, eine Unfallsituation richtig einzuschätzen und ruhig zu reagieren. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander.
Typische Inhalte sind unter anderem:
- vorbeugende Maßnahmen, damit Unfälle gar nicht erst entstehen
- richtiges Verhalten bei Unfällen und medizinischen Notfällen
- prüfen von Bewusstsein, Atmung und Kreislauf
- Wiederbelebung mit Herzdruckmassage und Beatmung
- sicherer Einsatz eines Defibrillators
- Versorgung von Wunden, Blutungen, Verbrennungen und Verletzungen
- absichern von Unfall- und Gefahrenstellen
- besonderer Fokus auch auf Unfälle im Zusammenhang mit Strom
Der Schwerpunkt liegt auf praktischen Übungen, damit Abläufe im Ernstfall nicht neu sind, sondern sicher sitzen. Ob Herzdruckmassage oder stabile Seitenlage – wer es einmal geübt hat, weiß, wie es sich anfühlt und hat weniger Hemmungen, die gelernten Griffe einzusetzen. Denn wie wir wissen, zählt in Notsituationen jede Minute.
So erhöhen wir kontinuierlich die Quote
Um die hohe Ersthelferquote zu erreichen, setzen wir auf ein klares und verlässliches Vorgehen:
- regelmäßige Schulungen an allen großen Standorten
- transparentes Reporting der Teilnahmequoten
- gezielte Nachsteuerung bei Neueinstellungen oder Terminlücken
- sichtbare Vorbildfunktion unserer Führungskräfte
Eine begleitende interne Kommunikation sorgt dafür, dass Erste Hilfe im Arbeitsalltag präsent bleibt.
100 Prozent in der Praxis zu erreichen, bleibt eine Herausforderung.
Neue Einstellungen, wie beispielsweise zum Start des Ausbildungsjahres, wirken sich kurzfristig auf die Quote aus. Trotzdem geht die Entwicklung klar nach oben: 2024 lag sie noch bei 70 Prozent. Heute berichten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, dass sie ihr Wissen in konkreten Situationen anwenden und aktiv helfen konnten. Und genau das wollen wir bewirken. Denn jeder ist dankbar, wenn ihm in Notsituationen jemand zur Seite steht.

Fazit
Fast 90 Prozent Ersthelferquote sind kein Selbstzweck. Sie stehen für einen pragmatischen Umgang mit Sicherheit und für die Überzeugung, dass gute Vorbereitung den Unterschied macht. Als enviaM-Gruppe arbeiten wir weiter daran, Erste Hilfe fest im Arbeitsalltag zu verankern.
Alle Beiträge zur enviaM-Gruppe als Arbeitgeber findest du hier. Verantwortung endet für uns nicht beim Thema Sicherheit: Was wir als enviaM-Gruppe 2025 beim Thema Nachhaltigkeit erreicht und welche Ziele wir uns für 2026 gesteckt haben, erfährst du in diesem Beitrag.
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Unsere Benefits: Mehr als nur Gehalt
Was macht einen Arbeitsplatz wirklich attraktiv? Für uns in der enviaM-Gruppe ist es die Mischung aus fairer Vergütung; Angeboten, die den Alltag erleichtern und persönliche Entwicklung fördern. Deshalb bieten wir unseren Mitarbeitern und Auszubildenden eine Vielzahl an Benefits, die zu ihren jeweiligen Lebenssituationen passen – egal, ob für sportlich Aktive, für Familien, für sicherheitsbewusste Anleger oder für alle, die ihre Karriere voranbringen wollen. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über unsere wichtigsten Angebote und zeigen, wie wir unsere Mitarbeiter im Arbeitsalltag begleiten.
Gesundheit
Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Unsere betriebsärztliche Betreuung unterstützt bei medizinischen Fragen, Impfungen, Rehabilitation und vielem mehr.
Doch wir kümmern uns nicht nur um die physische Gesundheit sondern auch um die mentale. Daher bieten wir psychosoziale Beratung an. Unsere Mitarbeiter können sich entweder an unsere Betriebspsychologin oder das Fürstenberg-Institut als externen Unterstützer wenden. Ob in stressigen Zeiten, bei Konflikten am Arbeitsplatz oder zuhause sowie bei persönlichen Herausforderungen erfolgt die Beratung diskret und professionell. Das stärkt das Wohlbefinden und die Resilienz unserer Teams.

Weitere Benefits aus dem Bereich Gesundheit:
- Zuschuss zur Mittagsversorgung sowie kostenfreie Wasserspender und Kaffeeautomaten
- Beratung und Suchtprävention
- Gesundheitstage
- Check15 zur Feststellung von Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen
- bewegte Pause im Rahmen einer gemeinsamen Online-Sporteinheit
Freizeit, Sport & Familie
Arbeit ist nur ein Teil unseres Lebens. Mit unseren vielfältigen Mitarbeitervergünstigungen auf verschiedenen Plattformen profitieren alle Kolleginnen und Kollegen auch im Alltag – sei es beim Einkaufen, Reisen oder in der Freizeitgestaltung.
Für den Einen oder Anderen ist es jedoch noch wertvoller, Entgelt in Freizeit umzuwandeln. Bis zu zehn zusätzliche freie Tage pro Jahr sind dadurch möglich. Die können unsere Mitarbeiter für Familie, Hobbys oder einfach zur Erholung nutzen.

Weitere Benefits im Bereich Freizeit, Sport & Familie:
- Familienstartzeit im Rahmen einer bezahlten Freistellung von 4 Wochen
- spezielle Seminare für pflegende Angehörige
- Mitarbeitertarif für Strom und Gas
- e-Sports
- Sport- und Familientag sowie Betriebssportgemeinschaft
- Zugang zur Nachhilfeplattform Sofatutor für Kinder
Lernen und Weiterbilden
Wir investieren in Wissen. Weiterbildungen, Seminare, Tagungen und Fernlehrgänge unterstützen Mitarbeiter dabei, fachlich auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich persönlich weiterzuentwickeln. Jeder hat die Möglichkeit, sich auf internen oder externen Seminaren weiterzubilden, an einer Vielzahl von Workshops teilzunehmen oder auf Fach-Konferenzen über den Tellerrand zu blicken.
Unsere Lernplattform MyGenius bietet zusätzlich Zugang zu Inhalten wie LinkedIn Learning oder GetAbstract. Lernen wird damit flexibel und individuell.
Soziales Engagement
Wir fördern Gemeinschaft. Beim Betriebsausflug unterstützen wir gemeinsame Erlebnisse mit einer jährlichen Zuwendung – für Aktivitäten, die den Teamspirit stärken.
Außerdem kann sich jeder Mitarbeiter für ein Mitarbeiter-vor-Ort-Projekt bewerben und einen Geldbetrag sowie Arbeitsstunden für sein soziales Herzensprojekt in seiner Heimatstadt erhalten. Mit diesem Engagement machen viele Kollegen Jahr für Jahr unsere Region bunter und lebenswerter.

Aber auch die Kleinsten liegen uns am Herzen. Zur Geburt oder Adoption eines Kindes gibt es ein Kinderbegrüßungsgeld in Höhe von 250 Euro brutto. Ein Zeichen der Wertschätzung in einer besonderen Lebensphase.
Weitere soziale Benefits:
- Dienstjubiläum
- Geburtstage
- Verabschiedung in den Ruhestand
Mobilität
Der Weg ins Büro sollte stressfrei sein. Mit unserem Zuschuss zum Deutschlandticket fahren Mitarbeiter günstig und flexibel mit Bus und Bahn – und das nicht nur zur Arbeit, sondern auch in ihrer Freizeit.
Wer elektrisch unterwegs ist, lädt sein privates E-Fahrzeug kostenfrei an unseren Firmenstandorten. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern unterstützt auch einen nachhaltigen Lebensstil.

Und wer lieber an der frischen Luft unterwegs ist und gern radelt, kann sich über JobRad ein Fahrrad zu günstigen Konditionen leasen.
Mehr Infos zu Deutschlandticket, JobRad & Co findest du in diesem Blogbeitrag.
Unterstützung beim Vermögensaufbau
Wir denken bereits heute an morgen. Unsere betriebliche Altersvorsorge trägt aktiv zum Vermögensaufbau bei und ergänzt im Ruhestand die gesetzliche Rente. Neben der klassischen Entgeltumwandlung können Mitarbeiter jährlich 20 Stunden Arbeitszeit in Versorgungslohn umwandeln. Das bedeutet: mehr Sicherheit im Alter, steuerliche Vorteile und die Freiheit, die eigene Vorsorge selbst zu gestalten.
Ein weiteres Highlight ist das Mitarbeiteraktienprogramm der E.ON SE. Mit Zuschüssen vom Konzern erwerben Mitarbeiter Aktienpakete und sparen dabei bis zu 70 Prozent. So profitieren sie direkt vom Unternehmenserfolg und bauen gleichzeitig Vermögen ohne großen Aufwand auf.
Weitere Benefits:
- beitragsfreie Gruppenunfallversicherung für unsere Mitarbeiter
- Beteiligung am Unternehmenserfolg
Fazit
Unsere Benefits sind so vielfältig wie unsere Mitarbeiter: Ob finanzielle Sicherheit, nachhaltige Mobilität, Gesundheit, Freizeit, Weiterbildung oder soziale Unterstützung – wir haben für jede Lebenssituation das passende Angebot. Denn wir möchten ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich alle rundum wohlfühlen.
In diesen Beiträgen erfährst du noch mehr über den Arbeitsalltag in der enviaM-Gruppe? So wird bei uns die Vereinbarkeit von Beruf und Familie großgeschrieben: Alle Infos dazu gibt es hier.
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Trafowechsel im Umspannwerk Finsterwalde – ein Meilenstein für die Energiezukunft
Wir als enviaM-Gruppe investieren permanent in das Stromnetz und die Versorgungssicherheit unserer Kunden. Somit gehören auch technische Updates von Anlagen zum Tagesgeschäft: Das Umspannwerk Finsterwalde versorgt die südbrandenburgische Region zuverlässig mit Strom. Energie wird hier von der 110 Kilovolt (kV) Hochspannungsebene auf die Mittelspannungsebene transformiert – bisher auf 15 kV. Doch ein neuer EU-Standard schreibt 20 kV vor, um das Netz zukunftsfähig zu halten. Daher tauschten die Kollegen einen 34 Jahre alten Transformator aus, da dieser nur über einen 15-kV-Ausgang verfügte.
Projektvorlauf und Planung
Aufgrund des technischen Erfordernisses begann die kaufmännische Planung bereits Ende 2022. Aber die Beschaffung des neuen Trafos beanspruchte eine Menge Zeit: Die Bestellung erfolgte im Juni 2023, die Lieferung im September 2025. Doch darüber waren die Kollegen sehr glücklich, denn der erste genannte Liefertermin hätte im Februar 2026 gelegen. Jedoch rückte unser Auftrag durch den Tausch von Fertigungsslots im Siemens-Werk Dresden vor.

Umspannwerke – wie funktioniert das nochmal?
Ein Umspannwerk ist ein essenzieller Knotenpunkt im Stromnetz, an dem elektrische Energie zwischen verschiedenen Spannungsebenen umgewandelt und verteilt wird. Die Anlage transformiert Strom von der Hochspannungsebene auf die Mittelspannungsebene. Diese Umwandlung ermöglicht es, Strom effizient über weite Strecken zu transportieren und ihn anschließend sicher und passend für den Endverbraucher verfügbar zu machen.

Gleichzeitig müssen Umspannwerke hohen Sicherheitsstandards genügen und sind mit umfangreicher Schutz-, Leit- und Überwachungstechnik ausgestattet. Das ist wichtig, um Störungen frühzeitig zu erkennen und einzugreifen. Umspannwerke werden aus der Ferne betrieben, wodurch sie nahezu vollständig überwach- und fernsteuerbar sind.
Warum erfolgt eine Umstellung auf 20 kV?
Die Umstellung auf 20 kV bringt klare Vorteile. Durch die Leistungserhöhung werden Engpässe vermieden und unseren Kunden ein noch sicherer Anschluss ermöglicht. Die Umstellung im Mittelspannungsnetz im Bereich Finsterwalde erstreckte sich über ein Vierteljahr im Sommer 2025. Den eigentlichen Trafowechsel führten die Kollegen im Oktober durch. Insgesamt dauerte er drei Wochen.
Es ist für uns im Brandenburger Netzgebiet die letzte Umstellung von 15 kV auf 20 kV. Das bedeutet für uns eine Vereinheitlichung in der Geräteauswahl und Betriebsführung. Da sind wir schon stolz drauf, das ist ein Meilenstein.
Logistische Herausforderung und Nachhaltigkeit
Der Trafowechsel stellte uns vor eine logistische Herausforderung. Zunächst wurde das alte Gerät demontiert und abtransportiert, bevor der neue Trafo aufgestellt und angeschlossen werden konnte. Da der neue Trafo die doppelte Leistung besitzt, mussten die Sammelschienen für die 20-kV-Leistungsabführung mit Kupferschienen verstärkt werden. Das erhöhte den Montage- und Zeitaufwand gegenüber üblichen Wechseln.

So waren viele Kolleginnen und Kollegen am Gesamtprojekt beteiligt, auch wenn beim eigentlichen Trafowechsel nur wenige Personen direkt im Einsatz waren. Neben MITNETZ STROM unterstützte eine Elektromontagefirma und übernahm das Ab- und Anklemmen der Trafos sowie die Anpassung der Anschlussschienen. Dank dieser engen Zusammenarbeit verlief die Aktion reibungslos.
Neben dem Trafo-Hersteller und der Spedition des Trafoherstellers war ebenfalls ein Montageteam des Käufers des alten Trafos beteiligt. Denn dieser kann weiterhin genutzt werden. Mit seinen Parametern passt er perfekt für das Umspannwerk Hennigsdorf beim Schwester-Netzbetreiber E.DIS. Dort wird er bis an sein technisches Lebensende weiter betrieben. So leisten wir einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Umspannwerke sind Knotenpunkte im Stromnetz – alle Infos findest du in diesem Beitrag. Wie Trafos recycelt werden, erfährst du in unserem Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Warum Netzausbau erforderlich ist und wieviel Geld wir investieren, erklärt dieser Beitrag.









