Innovation, Nachhaltigkeit und neue Arbeitswelten – die Zukunft aktiv gestalten
Die Welt verändert sich rasant – technologischer Fortschritt, nachhaltige Entwicklungen und ein tiefgreifender Wandel der Arbeitswelt prägen unser tägliches Leben und unsere Zukunft. Die enviaM-Gruppe will diese Trends nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Zukunftstrends – mit einem besonderen Fokus auf die Energiebranche und unsere Verantwortung als Teil der Gesellschaft.
Technologie der Zukunft verändert Alltag und Energiewirtschaft
Künstliche Intelligenz (KI) und das Internet der Dinge (IoT) sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Sie entwickeln sich zu zentralen Pfeilern moderner Lebens- und Arbeitswelten – auch in der Energiebranche. Vernetzte Sensoren, intelligente Netze und automatisierte Prozesse sorgen für eine effizientere Energieverteilung, bessere Netzstabilität und mehr Kundennähe.
Beispiel Smart Metering: Durch intelligente Messsysteme können Haushalte und Unternehmen ihren Energieverbrauch in nahezu Echtzeit analysieren und optimieren. Gleichzeitig profitiert die Netzsteuerung von präzisen Daten, die eine flexible Reaktion auf Energiebedarf und Einspeisung aus erneuerbaren Quellen ermöglichen.

Auch KI spielt im Stromnetz eine immer größere Rolle: Sie hilft bei der Prognose von Strombedarf, bei der Wartung von Anlagen und bei der Entwicklung individueller Energieprodukte. Die enviaM-Gruppe testet und integriert solche Technologien bereits heute, um für die Energiezukunft bestens aufgestellt zu sein.
Nachhaltigkeit – ein zentrales Handlungsprinzip
Nachhaltigkeit ist kein Modethema, sondern die Basis für eine zukunftsfähige Gesellschaft – und damit auch für uns als Energieunternehmen. Unsere Verantwortung gegenüber Umwelt, Klima und zukünftigen Generationen ist uns ernst. Deshalb investieren wir gezielt in erneuerbare Energien, fördern regionale Klimaschutzprojekte und unterstützen Kommunen bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele.
Ein Beispiel dafür ist der stetige Ausbau regenerativer Energieerzeugung. Photovoltaikanlagen, Windkraftprojekte und kommunale Energiekonzepte sind entscheidend, um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren und die Region unabhängig von fossilen Energien zu machen. In den letzten Jahren beobachteten wir einen starken Anstieg der Photovoltaik-Anlagen, wozu auch der Boom der Balkonkraftwerke beigetragen hat. Bereits heute stehen wir deshalb vor der Herausforderung, die zunehmenden dezentralen Anlagen in ein steuerbares System einzugliedern.

Auch im Unternehmensalltag leben wir Nachhaltigkeit: Sei es durch den Einsatz von Elektromobilität, Digitalisierung zur Ressourcenschonung oder durch gezielte Schulungen für unsere Mitarbeitenden – wir wollen aktiv mit gutem Beispiel vorangehen.
Flexibilität und Sinnstiftung im Fokus
Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Homeoffice, hybride Teams und flexible Arbeitszeiten sind nicht mehr nur kurzfristige Reaktionen auf Krisen, sondern feste Bestandteile moderner Arbeitsmodelle. Auch in der enviaM-Gruppe setzen wir auf flexible Strukturen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen.
Denn moderne Arbeitsplätze sind mehr als nur Orte der Leistungserbringung – sie bieten Raum für Entwicklung, Zusammenarbeit und persönliche Entfaltung. Unsere Mitarbeitenden profitieren von digitalen Tools, mobilen Arbeitsmöglichkeiten und gezielten Weiterbildungsangeboten.

Ein weiterer Aspekt: Der Wunsch nach Sinnhaftigkeit wird immer wichtiger. Besonders junge Talente möchten nicht nur „einen Job“, sondern einen Beitrag leisten – zum Beispiel zur Energiewende, zur digitalen Transformation oder zur nachhaltigen Entwicklung ihrer Heimatregion. Die enviaM-Gruppe bietet hierfür den idealen Rahmen: sinnstiftende Tätigkeiten in einem systemrelevanten Sektor mit regionaler Verankerung und zukunftsorientierter Ausrichtung.
Zukunft braucht Menschen, die gestalten können
Die digitale Transformation betrifft nicht nur Technik und Wirtschaft, sondern auch Bildung und Gesundheit. Mit dem Wandel zur „Bildung 4.0“ entstehen neue Lernformen, digitale Weiterbildungen und hybride Wissensformate. Als Arbeitgeber fördern wir gezielt die Entwicklung digitaler Kompetenzen – sowohl für Berufseinsteiger als auch für erfahrene Mitarbeitende.
Gleichzeitig legen wir großen Wert auf Gesundheitsförderung. Denn wer die Zukunft gestalten will, braucht Energie – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Mit vielfältigen Gesundheitsprogrammen, mentaler Unterstützung und einem achtsamen Arbeitsumfeld sorgen wir dafür, dass unsere Teams langfristig leistungsfähig und motiviert bleiben.

Zukunft gestalten – gemeinsam mit der enviaM-Gruppe
Ob intelligente Netze, nachhaltige Energieversorgung oder moderne Arbeitswelten – die Trends der Zukunft sind Chancen, die wir in der enviaM-Gruppe aktiv nutzen. Unser Ziel ist es, eine lebenswerte, innovative und nachhaltige Zukunft für unsere Region zu schaffen. Dabei setzen wir auf Offenheit, Mut zur Veränderung und den festen Willen, die Energiezukunft gemeinsam zu gestalten – mit unseren Mitarbeitenden, Partnern und den Menschen in der Region.
Grundlage für eine grüne Energiezukunft sind unsere Netze. Daher investieren wir auch 2025 wieder eine halbe Milliarde in den Ausbau der Netze. Bei all unseren Maßnahmen und Projekten steht das Thema Nachhaltigkeit im Fokus. Welche Ziele wir uns dahingehend für dieses Jahr gesetzt haben, erfährst du im Beitrag „Nachhaltigkeit in der enviaM-Gruppe: Rückblick & Ausblick„.
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MITNETZ STROM goes Silicon Valley: Einblicke in die Netzinfrastruktur der USA
Wie ist die Netzstruktur in den Vereinigten Staaten aufgebaut? Wie wird dort die Energie verteilt und gemessen? Und was können wir in Deutschland davon lernen? Mit diesen Fragen im Gepäck sind unsere MITNETZ STROM-Kollegen Robert und Matthias für sechs Wochen ins Silicon Valley aufgebrochen. Ihr Ziel: Neue Impulse, smarte Technologien und starke Netzwerke rund um die Digitalisierung unserer Stromnetze kennenlernen.
Smartifizierung
Bei der Smartifizierung des Stromnetzes werden herkömmliche Trafostationen durch fernsteuerbare digitale Ortsnetztrafostationen, sogenannte „digiONS“, ersetzt. Diese sind mit modernsten Mess- und Steuereinheiten ausgestattet. Die digitalen Trafostationen erfüllen eine wichtige Aufgabe bei der Energiewende, denn sie zeigen Spannungs- und Lastverhältnisse im Niederspannungsnetz auf. So können wir mehr Strom aus erneuerbaren Energien lokal nutzen – ohne dabei die Netzstabilität zu gefährden. Ein entscheidender Baustein für die Energiewende in unserer Region.

Aufbruch in eine smartere Zukunft
Der Startschuss fällt im Silicon Valley, dem Herzen der technologischen Innovation. Es ist bekannt für seine Vorreiterrolle im Bereich Technologie und damit der ideale Ort, um neue Ideen und Ansätze zu entdecken. Hier befindet sich das E.ON Innovation Hub, die Homebase von Robert und Matthias. Die ersten spannenden Termine und Workshops stehen bereits im Kalender, viele weitere Möglichkeiten warten vor Ort.
Robert ist Gruppenleiter im Bereich Qualitätssicherung. Im Rahmen dieses Austauschs wird er sich vor allem mit der technischen Infrastruktur beschäftigen: Wie sind Stromnetze in den USA aufgebaut? Welche Hardware kommt zum Einsatz? Matthias ist Gruppenleiter in der Systementwicklung – Technische Systeme und fokussiert sich deshalb auf die Datenebene: Wie werden Netz- und Verbrauchsdaten erfasst, analysiert und genutzt?
Gemeinsam wollen sie Ideen sammeln, Lösungen testen und ein internationales Expertennetzwerk aufbauen, das auch über die Reise hinaus bestehen bleibt.
Ich war noch nicht in Amerika, von daher bin ich auch sehr gespannt, was uns dort erwarten wird. Einerseits vom technischen Aspekt, das heißt: Wie betreiben die Kollegen dort drüben die Netze? Aber was mich persönlich auch sehr interessiert ist die Arbeitsmentalität der Amerikaner.
Eine Reise mit großem Potenzial – auch für die Heimatregion
Die Stromnetze der Vereinigten Staaten stehen aufgrund geografischer Gegebenheiten vor verschiedenen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Einige dieser Lösungsansätze könnten auch für uns in Deutschland von großem Vorteil sein. Die Reise von Robert und Matthias ist somit mehr als nur ein Austauschprogramm. Die beiden erhoffen sich, ihre Erkenntnisse für die regionale Netzinfrastruktur adaptieren zu können und somit unsere Netze noch stabiler und smarter zu machen.
Ich bin einfach froh, dort arbeiten zu dürfen und nicht dort Urlaub zu machen. So baut man mehr Connection auf und kann die Mentalität der Kollegen und neuen Bekanntschaften viel besser erfassen.

Klingt spannend für dich? Bei uns gibt es viele interessante Jobs. Werkstudentin Lisanne, Sozialpädagoge Andreas und Diversity Managerin Renate geben einen Einblick in ihren Arbeitsalltag.
Auch ein weiterer Kollege durfte bereits spannende Einblicke im Silicon Valley sammeln, alles über die Reise unseres Leiters Digital Enablement in die USA erfährst du hier.
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Duales Studium: Der perfekte Mix aus Theorie und Praxis
Das Abitur ist geschafft – und wie geht’s jetzt weiter? Dir stehen viele Wege offen. Das ist großartig, kann aber auch ganz schön anspruchsvoll sein. Studium oder Ausbildung – beides hat seine Vor- und Nachteile, und genau deshalb fällt die Entscheidung oft nicht leicht. Doch zum Glück gibt es das duale Studium – auch bei uns in der enviaM-Gruppe – denn es vereint beide Wege in einem und bietet den perfekten Mix für alle, die sowohl studieren als auch praktisch arbeiten möchten.
Warum dual studieren?
Ein duales Studium vereint das Beste aus zwei Welten, denn es verbindet Wissen aus dem Studium mit praktischer Erfahrung. Das Konzept umfasst zwei Elemente: das akademische Studium an einer Hochschule und die Praxis im Betrieb. Während des Semesters besuchst du regulär Vorlesungen, in der vorlesungsfreien Zeit bist du im Einsatz bei deinem Unternehmen.

Die Vorteile liegen auf der Hand:
Du wendest dein fachliches Wissen nicht nur direkt im Berufsalltag an, sondern sammelst dabei auch wertvolle Praxiserfahrung. Gleichzeitig verdienst du schon während des Studiums dein eigenes Geld, was dir finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht. Und nach dem Abschluss hast du sehr gute Chancen, direkt übernommen zu werden – denn das duale Studium bereitet dich optimal auf den Berufseinstieg vor. Ein starker Start in deine Karriere – und genau dafür bietet auch die enviaM-Gruppe verschiedene duale Bachelor-Studiengänge an. Darüber hinaus gibt es bei uns ein besonderes Modell, nämlich das sogenannte KIA-Studium, das Studium und Ausbildung miteinander verbindet.
KIA-Studium: Ausbildung und Studium in einem
KIA steht für „Kooperative Ingenieurausbildung“ – ein ausbildungsintegriertes Studium, das eine technische Berufsausbildung mit einem Hochschulstudium kombiniert.

In der enviaM-Gruppe sieht das konkret so aus: Mit dem Bachelor Elektrotechnik erhältst du im Rahmen der Kooperativen Ingenieurausbildung (KIA) einen doppelten Abschluss, denn die Ausbildung verbindet den Beruf Elektroniker für Betriebstechnik (m/w/d) mit einem Studium zum Bachelor of Engineering.
Dual studieren in der enviaM-Gruppe: Erfahrungen aus erster Hand
Clemens und Alexander sind beide duale Studenten in der enviaM-Gruppe, und sie haben uns einige persönliche Einblicke in ihr Studium gegeben. Clemens studiert Gebäude-, Energie- und Umwelttechnik und arbeitet aktuell an seiner Bachelorarbeit. Seine Zukunft ist bereits gesichert, denn nach dem Studium übernimmt er eine Festanstellung in der Schaltleitung:
„Ich bin total froh, mich damals für ein Duales Studium entschieden zu haben. Studieren macht mir Spaß, ich bin aber auch gern in der Firma und arbeite an ‚echten‘ Projekten. Hinzu kommt, dass ich von den Benefits, die die enviaM-Gruppe bietet, mit profiziere. Gehalt, Gesundheitsangebote, Führerschein- und Lehrmittelzuschuss: All das gibt’s bei einem regulären Studium nicht. Und, dass ich nach dem Studium direkt fest im Unternehmen einsteigen kann, macht mich richtig stolz.“

Alexander steckt mitten im KIA-Studium und kombiniert den Bachelor Elektrotechnik mit der Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik:
„Das besondere an meinem Studium ist, dass ich immer vier Wochen lang studiere und danach vier Wochen lang Ausbildung habe. Dann wieder Studium und so weiter. In den Semesterferien bin ich im Betrieb. Das KIA-Modell finde ich perfekt, denn ich kann sofort in der Praxis anwenden, was ich in der Theorie gelernt habe. Ich würde jedem empfehlen, dual zu studieren. Man gewinnt direkt Eindrücke in die Firma und lernt auch schon genau die Leute kennen, mit denen man später zusammenarbeiten wird.”

Finde das duale Studium, das zu dir passt
Egal, ob du das duale Studium oder das KIA-Modell wählst – bei uns findest du den Studiengang, der nicht nur zu deinen Interessen passt, sondern auch deine persönlichen Stärken fördert.
Unsere dualen Studiengänge im Überblick:
• Bachelor Elektrotechnik
• Bachelor Gebäude-, Energie- und Umwelttechnik
• Bachelor Betriebswirtschaft
• Bachelor Wirtschaftsinformatik
• Bachelor Informations- und Kommunikationstechnik
Weitere Infos dazu gibt es hier. Du studierst bereits regulär, möchtest aber trotzdem nebenbei praktische Erfahrungen sammeln und eigenes Geld verdienen? Dann ist eine Werkstudententätigkeit genau das Richtige für dich. Hier bekommst du nicht nur einen Einblick ins Berufsleben, sondern kannst auch wertvolle Kontakte für deine berufliche Zukunft knüpfen. In diesem Blogartikel erfährst du alles zum Arbeitsalltag als Werkstudent.
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Wusstest du schon? Was macht eine Gasdruckregelanlage?
Gasdruckregelanlagen (GDRA ) oder Gasdruckregel- und -messanlagen (GDRMA) sind wichtige Bestandteile der Gasversorgung und essenziell für die sichere und effiziente Verteilung von Erdgas – vom Hochdrucknetz über das Mitteldrucknetz bis hin zu den Endverbrauchern im Niederdrucknetz. GDRA regeln den Gasdruck an den Übergabepunkten entsprechend der Druckstufen der jeweiligen Netze. Die Anlagen setzen sich aus verschiedenen Hauptbestandteilen wie Absperrarmaturen, Filtern, Vorwärmern, Sicherheitseinrichtungen, Reglern und Messgeräten zusammen.
Funktionsweise einer Gasdruckregelanlage
Das deutsche Erdgasnetz besteht aus etwa 40.000 Kilometern Fernleitungsnetz und 555.000 Kilometern Verteilnetz. Mehr als 60.000 Gasdruckregelanlagen bilden dabei die Schnittstelle sowohl zwischen den Netzen unterschiedlicher Druckstufen als auch zu den Verbrauchsanlagen.

Das Netzgebiet von MITNETZ GAS – dem Gasverteilnetzbetreiber der enviaM-Gruppe – erstreckt sich über Westsachsen, den Süden Sachsen-Anhalts und Teile Thüringens und Brandenburgs und umfasst ca. 7.000 Kilometer. Davon gehören rund 2.100 Kilometer zum Hochdruck-, 3.300 Kilometer zum Mitteldruck- und 1.300 Kilometer zum Niederdrucknetz. Im Netz von MITNETZ GAS gibt es rund 1.000 GDRMA.
Gasdruckregelanlagen haben dabei verschiedene Aufgaben:
- Druckreduzierung: Die eigentliche Aufgabe besteht darin, den hohen Druck des Erdgases, welches aus dem Fernleitungsnetz kommt, auf einen niedrigeren Druck zu reduzieren, so dass es für die Verteilnetze und Endverbraucher geeignet ist.
- Filterung: Vor der Druckreduzierung wird das Gas gefiltert, um Verunreinigungen zu entfernen, die die Anlage oder nachfolgende Systeme beschädigen könnten.
- Vorwärmung: Das Gas kühlt sich bei der Druckreduzierung ab. Um ein Einfrieren der Anlage zu verhindern, wird es vorgewärmt.
- Sicherheitseinrichtungen: Diese schützen die Anlage und nachfolgende Systeme vor hohem oder zu niedrigem Gasdruck.
- Messung und Registrierung: Die wichtigsten Parameter wie Druck, Temperatur und Gasmenge werden gemessen und registriert.
- Odorierung: Dem Gas wird ein Geruchsstoff – ein sogenanntes Odoriermittel – beigemischt, um Leckagen schnell erkennen zu können.
Über den Eingang einer GDRMA kommt das Gas zum Filter und wird gesäubert, gezählt und durch einen Regler in die gewünschte Druckstufe geregelt. Am Ende verteilt sich das Gas in die Haushalte der Region.

Beispiel aus der Praxis
Erdgas wird oft als weniger umweltschädlich im Vergleich zu anderen fossilen Brennstoffen wie Kohle und Erdöl angesehen, da es bei der Verbrennung weniger CO₂ freisetzt. Allerdings ist es dennoch ein fossiler Brennstoff und somit endlich. Daher sind die Bestrebungen groß, Erdgas in der Zukunft teilweise durch Wasserstoff zu ersetzen. Dafür kann im Idealfall die bestehende Erdgasinfrastruktur genutzt werden. Im Forschungsprojekt „H2-Infra“ im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen wird eine Gasdruckregelanlage genutzt, um die Wasserstofftauglichkeit von Energieträgern und Infrastruktur zu bewerten.

Auf einem 12.000 Quadratmeter großen Gelände sind rund 1.200 Meter Leitungen aus verschiedenen Materialien verlegt, eine Gasdruckregelanlage errichtet und Geräte für eine Endverbrauchersimulation angeschlossen. Die Erkenntnisse sind vielversprechend. Die Anlagen zeigen sich im Praxistest als technisch dicht und für den Transport von Wasserstoff geeignet, so dass diese weitergenutzt und an die neuen Anforderungen angepasst werden könnten.
Wer mehr Details zum Wasserstoffdorf erfahren möchte, erhält in unserem Beitrag „Ein Blick in die Energiezukunft“ einen tieferen Einblick ins Projekt. Noch mehr Wissenswertes zum Unternehmen MITNETZ GAS gibt es in diesem Blogbeitrag. „Spürnasen“ registrieren Gaslecks und sorgen so für Sicherheit. Aber auch E-Roller kommen bei der Suche nach Undichtheiten zum Einsatz.
Mehr spannende Erklärungen zu Themen rund um die Energie gibt es in unseren „Wusstest du schon?-Beiträgen“:
Was heißt klimaneutral?
Was ist eine Molchschleuse?
Was ist ein Zweirichtungszähler?
Was ist eine bifaziale Solarzelle?
Was sind Zufallsgewinne?
Was versteht man unter Rebound-Effekt?
Seit wann gibt es Elektroautos?
Was sind Wärmebrücken?
Was ist Power-to-Heat?
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Frag Lisa – Kunden fragen, Lisa antwortet
Lisa ist Kundenberaterin für enviaM und MITGAS und sitzt im Energieladen. Sie arbeitet seit ihrer Ausbildung 2014 bei der enviaM-Gruppe. Ihre Hauptaufgaben sind die Beratung zu Strom- und Gastarifen, Rechnungserläuterungen sowie das Lösen von Kundenproblemen. Im Interview klärt sie über häufig gestellte Kundenanfragen rund um Tarife, Rechnungen und Umzug auf.
Hallo Lisa, stell dich bitte kurz vor.
Hallo, ich bin Lisa und arbeite im Energieladen in Limbach-Oberfrohna. Jeden Tag kommen Kunden mit ihren Fragen zu den Themen Preise und Verträge zu mir.

Wissenswertes rund um Tarife und deinen Vertrag
Alles klar, dann starten wir mit den Fragen, die häufig von Kunden gestellt werden: Warum gibt es verschiedene Tarife bei enviaM?
Wir wollen, dass unsere Kunden den Tarif bekommen, der zu ihrem Leben passt. So kannst du für dich entscheiden, ob dir Preisstabilität, Flexibilität oder Umwelt am wichtigsten ist.
Meine Preise wurden gesenkt, der Abschlag aber nicht. Warum? Was kann ich tun?
Der Abschlag wird bei einer Preisanpassung nicht automatisch angepasst. Du kannst uns allerdings deinen aktuellen Zählerstand online oder per Mail melden. Oder du kommst persönlich im Energieladen vorbei. Dann können wir gern deinen Abschlag neu berechnen.
Was ist die Marktlokations-ID, und wo finde ich sie?
Die Marktlokations-ID wird ab dem 06. Juni 2025 verpflichtend und hängt direkt an deiner Zählernummer. Diese findest du entweder unter dem Punkt Vertragsinformation oder wenn du neu einziehst beim Vormieter, Vermieter oder Netzbetreiber heraus.
Ich verstehe die Rechnung nicht. Was ist für mich relevant, warum ist sie so lang?
Keine Sorge, das erklär ich dir Schritt für Schritt: Deine Stromrechnung hat viele wichtige Informationen, da wir rechtlich verpflichtet sind, dir alle Details zu liefern. Zum Überblick findest du alle wesentlichen Informationen auf Seite 1: dein Guthaben, deine Nachzahlungen, deinen neuen monatlichen Abschlag, sowie deinen aktuellen Jahresverbrauch. Ein wichtiger Punkt in deiner Rechnung sind die Vertragsinformationen. Dort siehst du dein aktuelles Produkt, die Laufzeiten und Kündigungsfristen sowie die Zählernummer und die Marktlokations-ID.
Ich habe geheiratet und heiße jetzt anders. Was muss ich beachten?
Herzlichen Glückwunsch! Nach einer Hochzeit ändert sich oft der Nachname und das sollte schnellstmöglich im Vertag geändert werden. Sende uns einfach eine Kopie der Heiratsurkunde oder deines neuen Ausweises zu: per E-Mail, online oder komm in einen Energieladen in deiner Nähe.

Alles rund um den Umzug
Ich ziehe zu meinem Partner. Was muss ich beachten?
Wenn du zu deinem Partner ziehst, meldest du einfach deinen aktuellen Vertrag ab. Dein Partner bleibt bei seinem bestehenden Vertrag.
Ich ziehe um, was muss ich beachten?
Wenn du deinen Auszug melden möchtest, brauchen wir nur deinen aktuellen Zählerstand sowie deine Adresse. Du möchtest auch an der neuen Wohnung von uns beliefert werden? Dann melde dich online, per E-Mail oder komm in unseren Energieläden vorbei. Dazu brauchst du nur die Zählernummer und den Zählerstand.
Meine Mutter zieht ins Pflegeheim, was muss ich tun?
Wenn ein Angehöriger ins Pflegeheim zieht, gibt es wichtige Dinge zu beachten. Zum Beispiel brauchst du eine Vollmacht, damit du den Vertrag des Angehörigen beenden kannst, einen aktuellen Zählerstand, sowie eine Adresse wohin wir die Schlussrechnung schicken dürfen.
Energieversorger vs. Netzbetreiber
Unterschied MITNETZ STROM und enviaM – warum kann ich nicht alle meine Anliegen an einer Stelle platzieren?
Das liegt daran, dass enviaM und MITETZ STROM zwei verschiedene Aufgaben haben. Aber das erkläre ich dir gern genauer: MITNETZ STROM ist Eigentümer des Netzes und verantwortlich für Aufbau, Ausbau und Instandhaltung. enviaM beliefert dich zuverlässig mit Strom, ist dein Vertragspartner und kümmert sich um die Abrechnung. Wenn du den Unterschied ganz konkret verstehen möchtest, lies gern unseren Blogbeitrag „Energieversorger vs. Netzbetreiber – ein Blick hinter die Kulissen der Energiewirtschaft“ dazu.

Balkonkraftwerk anmelden
Balkonkraftwerk – wo muss ich es anmelden? Warum geht das nicht bei enviaM?
Ein Balkonkraftwerk ist eine tolle Idee, um selber Strom zu erzeugen. Aber dabei gibt es wichtige Schritte zu beachten: Du musst das Balkonkraftwerk nicht bei uns, sondern bei der Bundesnetzagentur anmelden. Die Bundesnetzagentur kümmert sich nun um alles Weitere. Detaillierte Informationen findest du hier.
Wenn du noch Fragen hast, melde dich gerne bei mir: entweder per E-Mail, online oder komm direkt in einen unserer Energieläden.
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Manege frei für junge Talente
Lichter flackern, Trommelwirbel, das Zelt füllt sich mit Spannung – und plötzlich heißt es: Manege frei! Für viele Kinder beginnt in diesem Moment eine Woche voller Magie, Mut und Miteinander. Statt Mathe und Deutsch stehen Balanceakte, Clownsnasen und waghalsige Pyramiden auf dem Stundenplan. In der Welt des Zirkus dürfen sie laut lachen, Neues wagen und über sich hinauswachsen. Seit über 18 Jahren begleiten wir als enviaM-Gruppe diese besonderen Momente. Mit unserer Unterstützung machen wir Zirkusprojekte an Grundschulen möglich – Erlebnisse, die mehr sind als nur ein Highlight im Schulalltag. Sie fördern Kreativität, stärken das Selbstbewusstsein und schweißen Kinder zu echten Teams zusammen. So entsteht aus Fantasie, Bewegung – und einer ordentlichen Portion Energie – ein starkes Stück Gemeinschaft.
Zirkusprojekt als Team-Erlebnis
Seit 2007 setzen wir bei der enviaM-Gruppe auf Zirkusprojekte als ein unvergessliches Erlebnis für Grundschüler – und das mit großem Erfolg! Fast 100-mal haben wir diese bereits ermöglicht. Dabei bieten wir den Kindern eine einmalige Gelegenheit, ihre Talente zu entdecken und zu entfalten. Für viele Schüler ist es ein echtes Highlight, die Welt des Zirkus hautnah zu erleben. Doch bei diesen Projekten geht es nicht nur um das Erlernen von Kunststücken – sie bieten vor allem eine wertvolle Lektion in Teamarbeit, Vertrauen und Verantwortung. Die wahre Kraft zeigt sich in der Zusammenarbeit. Hier lernen die Kinder, wie sie gemeinsam Herausforderungen meistern, sich aufeinander verlassen und zusammen Erstaunliches erreichen. Jede Aufführung ist das Ergebnis harter Arbeit und gemeinsamer Anstrengung, und das dabei entstehende Gemeinschaftsgefühl ist einzigartig. Es ist dieser Teamgeist, der den Kindern nicht nur Spaß, sondern auch wichtige Werte für ihr Leben vermittelt.

Um solche Erlebnisse zu realisieren, leisten wir einen Zuschuss von 1.000 Euro, der den Schulen hilft, das Zirkusprojekt auf die Beine zu stellen. Dieser Betrag trägt dazu bei, die hohen Kosten zu decken, die mit der Organisation verbunden sind – von der Zirkusfamilie, die die Kinder fachkundig anleitet, bis hin zu den Materialien und der Ausstattung für die mitreißenden Aufführungen.
Vom Klassenzimmer in die Manege
Eine ganze Woche lang tauchte die Grundschule Theuma aus dem Vogtland in die aufregende Welt des Zirkus ein. Jetzt ging es nicht um Lesen, Schreiben oder Rechnen – es ging darum, sich ganz anders auszuprobieren und Neues zu entdecken. Wie bringt man als Clown die Zuschauer zum Lachen? Wie schafft man es, eine Pyramide aus vielen Kindern zu bauen, ohne dass sie umkippt? Und wie hält man die Jonglierbälle in der Luft?

Der Ablauf eines Zirkusprojekts ist ebenso spannend wie lehrreich. In dieser Projektwoche arbeiten mehr als 40 Schüler unter professioneller Anleitung vom Zirkus „Bertollini’s Kids Entertainment” und lernen, was es heißt, als Team zu agieren. Vom ersten Tag an übernimmt jeder Schüler eine Rolle – sei es als Clown, Jongleur oder Akrobat. Dabei erfahren sie schnell, dass Zirkus nicht nur Geschicklichkeit und Fitness erfordert, sondern auch Kreativität und Teamgeist. Die Kinder müssen sich gegenseitig vertrauen und gemeinsam auf die Bühne gehen, um ihre Vorstellungen zu realisieren. Am Montag begann das Abenteuer im Zirkuszelt. Aufgeregt nahmen die Kinder Platz, und schon bald wurden die Gruppen eingeteilt. Eine Woche voller Bewegung, Spaß und Spannung verging im Flug, bis die Kinder schließlich ihr Können in zwei Galavorstellungen vor Eltern, Freunden und Mitschülern präsentierten. Neben der physischen Herausforderung förderte das Zirkusprojekt auch die Entwicklung in verschiedenen Persönlichkeitsbereichen. Sie lernten, ihre Ängste zu überwinden, Verantwortung zu übernehmen und sich aufeinander zu verlassen. Diese Erfahrungen prägten nicht nur ihre Fähigkeiten, sondern auch ihre Persönlichkeiten.
Starke Projekte, starke Gemeinschaft – Unser Engagement in der Region
Wir setzen uns mit Herz und Hand für das Miteinander in unseren Kommunen ein. Im Rahmen des Fonds „Wir sind hier gern zu Hause“ fördern wir eine Vielzahl von Projekten, die das soziale Leben bereichern. Zirkusprojekte für Schulklassen sind dabei nur eines von vielen Beispielen, wie wir in die Zukunft unserer Kinder investieren und Gemeinschaft aktiv gestalten. Ob Theateraufführungen, Integrationsprojekte, Jugendcamps oder auch Präventionstage – unser Fonds unterstützt zahlreiche Initiativen, die Kindern und Jugendlichen zugutekommen und sie in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung fördern.

„Es ist einfach schön zu sehen, wie unsere Projekte das Leben der Kinder und Jugendlichen verändern. Egal ob beim Umgang mit sozialen Netzwerken, in Integrationsprojekten, bei Jugendcamps oder im Zirkus – jedes dieser Projekte gibt den jungen Menschen etwas mit, das sie weiterbringt. Es macht mir immer wieder Freude, zu beobachten, wie sie über sich hinauswachsen, neue Dinge ausprobieren und dabei als Gruppe zusammenhalten. Diese Momente sind etwas Besonderes, und ich bin stolz, dass wir sie ermöglichen können.“
Ein starkes Fundament für die Zukunft
Für uns als enviaM-Gruppe ist es eine echte Freude, solche Projekte durch unser Sponsoring zu ermöglichen. Deshalb haben wir 2007 die „Sponsoringfibel“ ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Jugend-Bildung-Zukunft“ fördern wir Projekte in den Bereichen Kunst, Kultur, Sport, Soziales und Wissenschaft. Seitdem konnten wir mehr als 6.500 von ihnen unterstützen und haben dafür insgesamt über 6,5 Millionen Euro bereitgestellt. Du hast ein Projekt, das den Zusammenhalt in deiner Gemeinde oder Schule fördert? Dann reiche jetzt deinen Antrag bei uns ein! Weitere Informationen zur Sponsoringfibel und wie du einen Antrag stellen kannst, findest du auf unserer Website. Wie wir uns sonst noch in der Region sozial und nachhaltig engagieren, kannst du hier nachlesen.
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565 Millionen Euro für unser Stromnetz
MITNETZ STROM smartifiziert, digitalisiert und erweitert das Stromnetz im Jahr 2025 weiter. Denn nur durch Investitionen kann die Versorgungssicherheit auch zukünftig gewährleistet werden. Nötig macht dies unter anderem die gestiegene Einspeisung an Erneuerbaren Energien. So betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am Letztverbraucherabsatz im Netzgebiet von MITNETZ STROM im vergangenen Jahr durchschnittlich 113 Prozent. Dieser Wert liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 55 Prozent und erfordert einen schnellen Netzausbau. Dementsprechend erhöht der Verteilnetzbetreiber seine Ausgaben erneut um 40 Prozent auf 565 Millionen Euro.
Mit Sonne voraus: Photovoltaik bei installierter Leistung führend
Photovoltaik hatte mit knapp 53 Prozent und 6.460 Megawatt den höchsten Anteil an der installierten Leistung im Netzgebiet von MITNETZ STROM, gefolgt von Windkraft mit über 43 Prozent und 5.300 Megawatt. Hinzu kamen 86 Megawatt aus Wasserkraft, 374 Megawatt aus Biomasse sowie acht Megawatt aus Deponie-, Klär- und Grubengas.

Weiterhin stieg 2024 die Zahl der EE-Anlagen um 30 Prozent auf knapp 143.000. Vor allem die Anzahl der Balkonkraftwerke bis 800 Watt erhöhte sich um 104 Prozent auf fast 30.000. Bei größeren Solaranlagen kletterte der Wert um 19 Prozent auf knapp 110.000 Einspeiseanlagen.

Aber auch das Interesse an Wallboxen, Wärmepumpen und Stromspeichern nahm weiter zu. Allein im letzten Jahr sind über 22.000 dieser Anlagen und damit knapp 30 Prozent mehr neu bei MITNETZ STROM angemeldet worden.
Investition von Rekordsummen
Das alles stellt das Stromnetz und die Unternehmen vor beachtliche Herausforderungen.
Neben Rekordinvestitionen für Ausbau, Verstärkung und Smartifizierung unseres Stromnetzes führt der Andrang auch zu erheblichem Mehraufwand bei unseren Anschluss- und Kundendienstmitarbeitern. Trotz Personalaufbau und optimierten Prozessen muss mit längeren Wartezeiten gerechnet werden.

Bis 2030 wird MITNETZ STROM mehr als drei Milliarden Euro in den Ausbau und die Entwicklung des Netzes investieren. Das Geld für 2025 fließt unter anderem in folgende Projekte:
Brandenburg
- Bau eines neuen Umspannwerkes in Grano
- Ersatz der Hochspannungsschaltanlage des Umspannwerks in Ragow
- Erweiterung des Umspannwerk Neuendorf
Sachsen
- Ersatz des Umspannwerks Oschatz
- Ersatzneubau der Hochspannungsleitung zwischen Herlasgrün und Markneukirchen
- Neubau des Umspannwerkes Schkeuditz/West
Sachsen-Anhalt
- Ersatzneubau der Hochspannungsanlage im Umspannwerk Halle/West
- Ersatzneubau der Hochspannungsschaltanlage inklusive Gebäude und Erweiterung der Mittelspannungsanlage im Umspannwerk Roßla

Außerdem modernisiert MITNETZ STROM zahlreiche Trafostationen, baut Freileitungen im Mittel- und Niederspannungsbereich zurück und ersetzt diese durch Erdkabel. Insgesamt gibt der Verteilnetzbetreiber rund 132 Millionen Euro in Brandenburg, 263 Millionen Euro in Sachsen, 149 Millionen Euro in Sachsen-Anhalt und 21 Millionen Euro in Thüringen aus.
Smartifizierung des Stromnetzes
Um den Anforderungen an ein smartes Stromnetz der Zukunft gerecht zu werden, muss vor allem der Ausbau digitaler Ortsnetztrafostationen vorangetrieben werden. Daher will MITNETZ STROM 2025 rund 500 digitale Trafostationen und bis 2030 mehr als 4.000 aufbauen sowie 3.000 digital nachrüsten. Ziel ist es, den Leistungsbedarf besser zu beobachten und entsprechende Maßnahmen bei einer drohenden Überlastung der Verteilnetze einzuleiten.

Eingriffe in das Stromnetz
Ist zu viel Energie aus Wind und Sonne im Netz, droht eine Überlastung. Dann müssen Erzeugungsanlagen abgeschaltet werden. Infolgedessen reduzierte MITNETZ STROM im vergangenem Jahr 1.277-mal die Einspeisung erneuerbarer Energien. Diese Netzeingriffe erfolgen im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Redispatchings.
Es ist notwendig, Genehmigungsverfahren für die dringend benötigten Netzausbaumaßnahmen deutlich zu beschleunigen. Wichtig ist auch, dass politische Anreize für die Einrichtung großer Stromspeicher/Batteriespeicher geschaffen werden, da diese überschüssige Erzeugungsmengen auffangen können. Die gezielte Ansiedlung von Großverbrauchern wie Industrie, Rechenzentren oder großen Ladeparks für Elektromobilität würde helfen, den Stromabsatz in unserer Region dauerhaft zu erhöhen und das Potential der installierten Einspeiseleistung besser auszuschöpfen. Nicht zuletzt sollte der Zubau von Einspeiseanlagen vorrangig in Gebieten mit freien Netzkapazitäten gefördert werden.
Warum Umspannwerke die Knotenpunkte im Stromnetz sind, erfährst du in diesem Blogbeitrag. Wie der deutsche Strommix aktuell aussieht, erklären wir dir in unserem Beitrag „Geschüttelt, nicht gerührt“.












