Wärmepumpe steht an einem Einfamilienhaus Wärmepumpe steht an einem Einfamilienhaus

Hausbauserie, Teil 3: Wärmepumpe

Ein Hausbau strapaziert nicht nur die Nerven, sondern auch den Geldbeutel. Daher lohnt es sich, bereits vor dem Bau zu überlegen, wie die Nebenkosten für Strom und Wärme so gering wie möglich gehalten werden können. Nach wie vor sind die Ausgaben für die Heizung der größte Posten bei den Betriebskosten. Es gibt jedoch zahlreiche Möglichkeiten, langfristig günstig zu heizen. Eine davon sind Wärmepumpen. Dies sind Heizungsanlagen, die ihre Energie aus dem Erdreich, der Luft oder dem Grundwasser gewinnen. Je nach Energiequelle werden sie als Luftwärmepumpen, Erdwärmepumpen oder Grundwasserwärmepumpen bezeichnet.

Funktionsweise von Wärmepumpen

Die Wärme aus der jeweiligen Energiequelle wird über eine Wärmequellanlage gewonnen und an die Wärmepumpe abgegeben. In dieser befindet sich ein zirkulierendes Kältemittel, dass durch die Wärme verdampft und zum Kompressor weitergeleitet und verdichtet wird. Das gasförmige Kältemittel wird immer heißer, es kondensiert und gibt dabei Wärme ab. Das im Haus befindliche Wärmeverteil- und Speichersystem nimmt die Wärme auf und leitet sie an das Heizsystem weiter. Besonders effektiv sind Wärmepumpen in Verbindung mit Fußboden- oder Wandflächenheizungen.

Eine Übersicht zu den unterschiedlichen Arten finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Vor- und Nachteile einer Wärmepumpe

Die Kosten für den Bau einer Wärmepumpenanlage sind grundsätzlich recht hoch. Sie amortisieren sich nach etwa 20 Jahren. Für ihren Betrieb fallen außerdem Stromkosten an. Viele Energieversorger bieten daher spezielle Wärmepumpen-Produkte an.

Stromnetzbetreiber definieren sogenannte Abschaltzeiten, in denen sie die Wärmepumpe vom Netz nehmen. Die Zeiten sind je nach Netzbetreiber unterschiedlich. Oft betrifft das Zeiträume, in denen das Stromnetz stark belastet ist, wie zum Beispiel um die Feierabendzeit herum.

Wärmepumpen sind sehr umweltschonend, da sie keine fossilen Brennstoffe benötigen. Sie können auch optimal mit Solaranlagen kombiniert werden, um den benötigten Strom selbst zu erzeugen und unabhängiger von den Abschaltzeiten zu sein.

In Kombination mit einem selbstständigen Belüftungssystem wird Ihre Luftwärmepumpe zur Lüftungsheizung. Diese sorgt ganzjährig auch bei geschlossenen Fenstern für einen geregelten Luftaustausch im Haus und heizt in kalten Monaten die Wohnung per Warmluft. Die praktische Wärmelösung mit Doppelfunktion ist energieeffizient und eine gute Alternative zur Fußbodenheizung. Doch die Lüftungsheizung rentiert sich vorrangig für Gebäude mit sehr hohem Wärmedämmstandard. Dieser sorgt dafür, dass die Wohnräume nicht auskühlen, wenn die Heizung abgeschaltet wird.

Übrigens fördern die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und weitere Programme den Bau von Wärmepumpen.

Angebote zum Kauf oder zur Miete von Wärmepumpen finden Sie in unserer Wärmewelt.

Hausbau, Teil 1: Baustrom
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