Heizkörper an Wand Heizkörper an Wand

Hausbauserie, Teil 5: Heizsysteme

Welche Heizung ist die beste? Diese Frage stellen sich viele Bauherren, wenn die Entscheidung für ein Heizsystem ansteht. Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Neben den modernen, regenerativen Heizmöglichkeiten Wärmepumpe und Solarthermie gibt es nach wie vor die altbewährten Heizungen auf Basis von Gas, Öl oder Holz. Wir haben uns die drei Klassiker mal näher angeschaut.

Gasheizung punktet mit hohem Wirkungsgrad

In Deutschland ist die Gasheizung am weitesten verbreitet. Sie verbrennt im Brenner Gas und übertragt die Wärme auf das Heizwasser, welches über eine Umwälzpumpe zu den Heizkörpern transportiert wird. Als Gas kann dabei entweder Erdgas, Biogas oder Flüssiggas genutzt werden. Voraussetzung ist hierfür ein Gasanschluss beziehungsweise ein Tank für Flüssiggas. Gasheizungen punkten vor allem mit ihren vergleichsweise niedrigen Anschaffungskosten (ab 5.000 Euro) und ihrer hohen Effizienz.

Moderne Gasheizungen erreichen durch die Nutzung des Brennwerteffekts einen Wirkungsgrad von bis zu 98 Prozent. Ein weiterer Vorteil liegt in ihrem geringen Platzbedarf. Sie können an der Wand angebracht, raumluftunabhängige Gasthermen sogar im Schrank aufgebaut werden. Die Regelung der Temperatur erfolgt dabei entweder über die Raum- oder die Außentemperatur. Nachteil einer Gasheizung ist der Betrieb mit dem fossilen, endlichen Brennstoff Gas.

Ölheizung – effizient aber endlich

Eine weitere Möglichkeit sind Ölheizungen, die durch die Verbrennung von Öl Wärme erzeugen. Ölheizungen mit modernen Öl-Brennwertkesseln sind sehr effizient mit einem Wirkungsgrad von bis zu 98 Prozent. Das dafür notwendige Öl wird vorrätig in Tanks aufbewahrt. Bei der Lagerung des Heizöls im Haus müssen jedoch bestimmte Vorschriften beachtet werden. Je nach Größe und Standort ist eine regelmäßige Wartung des Öltanks erforderlich. In Hochwassergebieten können Ölheizungen sogar gänzlich verboten werden. In puncto Nachhaltigkeit glänzt die Ölheizung leider nicht. Denn sie nutzt mit dem Brennstoff Öl einen fossilen, endlichen Energieträger und fördert einen hohen Kohlendioxid-Ausstoß.

Umweltfreundliche Holzheizung

Wesentlich umweltfreundlicher sind hingegen mit Holz betriebene Heizungen. Diese verbrennen in einem Vergaserkessel den nachwachsenden Rohstoff und erzeugen dabei Wärme für Heizung und Warmwasser. Da der Prozess bei ausreichender Wärme nicht unverzüglich stoppt, nimmt ein Pufferspeicher die überschüssige Wärme auf und speichert sie.

Auch Holzheizungen überzeugen durch den Brennwerteffekt mit einem hohen Wirkungsgrad von über 90 Prozent. Einzig das regelmäßige Nachlegen des Brennholzes ist als Nachteil zu nennen. Dieser kann jedoch mit Pellets (gepresste Holzreste) umgangen werden. Eine Pelletheizung ist durch die automatische Verbrennung zwar teurer (ab 18.000 Euro), weist jedoch einen hohen Wirkungsgrad auf und ist obendrein noch ökologisch.

Hausbau, Teil 1: Baustrom
Hausbau, Teil 2: Strom- und Gasanschluss
Hausbau, Teil 3: Wärmepumpe
Hausbau, Teil 4: Solarthermie
Hausbau, Teil 6: Blower-Door-Test
Hausbau, Teil 7: Thermografie
Hausbau, Teil 8: Rauchmelder
Hausbau, Teil 9: Einbruchschutz
Hausbau, Teil 10: Wärmedämmung
Hausbau, Teil 11: Fenster
Hausbau, Teil 12: Stromspeicher für Photovoltaikanlagen
Hausbau, Teil 13: Smart Home
Hausbau, Teil 14: Kohlenmonoxidmelder
Hausbau, Teil 15: FI-Schutzschalter
Hausbau, Teil 16: Förderung von Wohneigentum
Hausbau, Teil 17: Ladestation
Hausbau, Teil 18: Urlaubsschutz
Hausbau, Teil 20: Energiespartipps für den Swimmingpool
Hausbau, Teil 21: Architekt, Fertighaus oder Bauträger
Hausbau, Teil 22: Raumplanung
Hausbau, Teil 23: Bauablauf
Hausbau, Teil 24: Energetische Sanierung
Hausbau, Teil 25: Nachhaltiges Bauen
Hausbau, Teil 26: Nullenergiehaus

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