Hausbauserie, Teil 11: Fenster

Fenster haben großen Einfluss auf die Energieeffizienz eines Hauses: Bis zu 40 Prozent der Gesamtwärme gehen hier verloren. Wenn Sie Heizkosten sparen wollen, dann greifen Sie beim Hausbau auf moderne Fenster mit hoher Dämmung und guter Isolierung zurück. Diese lassen bis zu viermal weniger Wärme entweichen als veraltete Modelle. Entscheidend ist aber auch, dass die Fenster fachgerecht eingebaut werden.

Hausbauserie, Teil 11: Fenster

U-Wert

Bei der Wahl der richtigen Fenster sollten Sie unbedingt auf den U-Wert achten. Dieser steht für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Er definiert den Wärmestrom, der von einer Fensterseite durch das Fenstermaterial hindurch zur anderen Fensterseite übertreten kann. Je niedriger er ist, desto besser ist die Wärmedämmung. Die Energieeffizienz eines Fensters basiert auf dem Zusammenspiel von Verglasung und Rahmen. Deshalb wird der U-Wert in Unterkategorien für die Fensterscheibe und für den Fensterrahmen unterteilt. Entscheidend ist aber in der Regel der U-Wert für das komplette Bauteil.

Verglasung

Moderne Fenster verfügen über eine Mehrfachverglasung mit zwei oder drei Scheiben. Solche Isolierglasfenster weisen noch bessere U-Werte auf, wenn sie nicht nur aus mehreren Gläsern, sondern auch aus mehreren Beschichtungen bestehen. Dabei wird auf zwei der drei Glasscheiben eine hauchdünne Metallschicht aufgebracht. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Zwischenräume mit einem Edelgas zu füllen. Beides bewirkt, dass Sonnenwärme hinein, aber Heizungsluft nicht nach außen gelangen kann.

Qualitätsfenster zeichnen sich zudem durch einen optimalen Übergang vom Profil zum Glas aus. Diesen gewähren spezielle Materialien, die Temperaturverluste, Wärmebrücken und Schwitzwasser minimieren.

Hausbauserie, Teil 11: Fenster

Einbau

Doch auch die besten Fenster können ihrer Aufgabe nur nachkommen, wenn sie fachgerecht verbaut werden. Für eine gute Isolierung muss zwischen Fenster und Mauerwerk ein dichtendes Thermaband verlegt werden. Auf Bauschaum sollten Sie verzichten,
da dieser nicht mehr den Anforderungen an den Wärmeschutz entspricht. Um die Räume vor Feuchtigkeit und somit vor Schimmel zu schützen, empfiehlt es sich, die Fensteranschlüsse außen und innen extra abzudichten. Wichtig ist hierbei, den sogenannten Kellenschlag zu ziehen. Das heißt, beim Einputzen des Fensters mit der Kelle von oben nach unten in den Spalt zu fahren, der zwischen Fensterlaibung und Putz entsteht. Dieser wird dann mit einem dauerelastischen Material, vorzugsweise Acryl, ausgezogen.

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