Hausbauserie, Teil 8: Rauchmelder

Rauchwarnmelder oder umgangssprachlich auch Rauchmelder können Leben retten. Denn wie der Name schon sagt, warnen sie vor entstehendem Brandrauch. Bei handelsüblichen Geräten handelt es sich meist um sogenannte optische Rauchmelder. Sie funktionieren nach dem Streulichtprinzip. In Deutschland kommt es pro Jahr zu 200.000 Wohnungsbränden. Mehrere hundert Menschen sterben dabei oder an den Folgen der Rauchvergiftung. Rauchmelder sind mittlerweile in allen Bundesländern Pflicht. In Häusern und Wohnungen gehören sie in Schlaf- und Kinderzimmer. Zusätzlich müssen Flure und Gänge, die im Brandfall als Fluchtwege dienen, ebenfalls mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Von einer Installation in der Küche oder im Badezimmer ist abzuraten. Denn durch die mögliche Dampfentwicklung kann es zu häufigen Fehlalarmen kommen.

Es gibt verschiedene Modelle zu unterschiedlichen Preisen. Auch hier muss teuer nicht unbedingt besonders gut sein. Allerdings sollte beim Kauf schon auf die Qualität geachtet werden. Hochwertige Rauchmelder verfügen über eine fest eingebaute 10-Jahres-Lithium-Langzeitbatterie, über eine bessere Messelektronik, stabilere Komponenten sowie über ein festeres Gehäuse.

Funktionsweise eines Rauchmelders

In der optischen Kammer eines Rauchmelders befinden sich eine Infrarot-Leuchtdiode und ein lichtempfindlicher Sensor, eine sogenannte Fotodiode. Die Infrarot-Leuchtdiode sendet kontinuierlich einen Prüf-Lichtstrahl aus. Dieser ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Sind Rauchpartikel in der Luft und dringen diese in die optische Kammer des Melders ein, wird der ausgesandte Infrarot-Lichtstrahl durch die Rauchpartikel gestreut und reflektiert. Ein Teil dieses gestreuten Infrarot-Lichts fällt auf die lichtempfindliche Fotodiode. Der Rauchmelder schlägt Alarm.

Hausbauserie, Teil 8: Rauchmelder

Montage und Wartung

Für das korrekte Anbringen des Rauchmelders ist kein Fachmann notwendig. Halten Sie sich jedoch genau an die Montageanleitung. Da Brandrauch stets nach oben steigt, bringen Sie den Rauchmelder möglichst mittig und in waagerechter Position an der Zimmerdecke an. Bei den meisten Modellen wird die Rückenplatte zuerst an der Decke befestigt. Anschließend wird der Rauchmelder durch Drehen oder Einrasten an der Rückenplatte festgemacht. Nach erfolgreicher Montage testen Sie seine Betriebsbereitschaft, indem Sie auf den Testknopf drücken. Ertönt ein Signal, ist er einsatzfähig.

Ist der Rauchmelder einmal angebracht, muss er in regelmäßigen Abständen – mindestens einmal im Jahr – auf seine Funktionsfähigkeit geprüft werden. Drücken Sie dazu auf die Prüftaste des Rauchmelders. Ertönt ein Signal, ist er funktionsfähig.
Weiterhin müssen Rauchmelder gepflegt werden, um Fehlalarme zu vermeiden. Dazu befreien Sie die Raucheintrittsöffnungen von Staub und Insekten.
Bei den meisten, preiswerteren Modellen müssen die Batterien regelmäßig gewechselt werden. Der Rauchmelder weist Sie mit einem entsprechenden Signal darauf hin. Halten Sie daher immer eine Packung Batterien bereit.

Intelligente Rauchmelder

Wer bereits ein Smart Home System zu Hause hat und auf Komfort wert legt, sollte über die Anschaffung von intelligenten Rauchmeldern nachdenken. Diese können sich untereinander vernetzen und den Alarm auf das Handy des Hausbesitzers senden.