Hausbauserie, Teil 10: Wärmedämmung

Um das Thema Dämmung kommen Bauherren heutzutage nicht herum. Denn der Gesetzgeber verpflichtet sie, den Wärmeverlust unter einem bestimmten Grenzwert zu halten. Welche Dämmmethode und welches Material Sie verwenden, bleibt jedoch Ihnen überlassen.

Hausbauserie, Teil 10: Wärmedämmung

Energieeinsparverordnung

Wärmedämmung bedeutet, die Gebäudehülle energetisch zu verbessern und somit den Wärmeverlust durch Fenster, Dach, Fassade etc. zu reduzieren. Diese Anforderung an Neu- und Altbauten wird in Deutschland durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschrieben. Darin ist auch der sogenannte U-Wert geregelt. Er gibt die Wärmemenge an, die durch ein Bauteil nach außen abgegeben wird und ist somit ein Maß für die Wärmedämmung. Als Grundsatz gilt: Je kleiner der U-Wert, desto besser die Dämmung.

Das spart nicht nur Heizenergie, sondern schont auch die Umwelt und letztendlich sogar Ihren Geldbeutel. Eine professionelle Wärmedämmung steigert zudem den Wohnkomfort, indem sie kalte Innenwände im Winter verhindert. Im Idealfall hält sie aber nicht nur Wärme im Haus, sondern schützt auch vor Sommerhitze.

Fenster, Dach und Keller

Bis zu vierzig Prozent der Gesamtwärme eines Hauses gehen über die Fenster verloren. Moderne Isolierglasfenster mit Zwei- oder Dreifachverglasung oder besser noch Wärmeschutzglasfenster, bei denen die Scheiben mit einer hauchdünnen Metallschicht bezogen sind, können diesen Verlust deutlich reduzieren. Durch die Wände beträgt der Wärmeverlust etwa 22 Prozent. Abhilfe schaffen hier Dämmplatten, die außen oder innen angebracht werden. Das Dach, über das etwa sieben Prozent der Hauswärme entweicht, lässt sich auf dieselbe Art und Weise schützen. Im Keller, auf den etwa 17 Prozent Wärmeverluste entfallen, können Sie Decken- und Bodenplatten verbauen. Weitere 15 Prozent des Gesamtwärmeverlustes sind auf diverse andere Ursachen zurückzuführen.

Hausbauserie, Teil 10: Wärmedämmung

Wärmebildaufnahmen (Thermografie) liefern Hinweise auf sogenannte Wärmebrücken, über welche Wärme von innen nach außen gelangt.

Materialien

Die Materialien für Dämmstoffe unterteilen sich in mineralische (z. B. Schaumglas, Glasgranulate, Mineralschaum), synthetische (z. B. Polyester, Polyurethan) und organische Stoffe (z. B. Baumwolle, Kork, Holzfasern). Sie werden zumeist zu Dämmmatten oder Dämmplatten verarbeitet, aber auch als Schüttungen verwendet oder als Kerndämmung in Wände, Decken und Böden eingearbeitet. Ein Fachmann hilft bei der individuellen Entscheidung.

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Lüftung

Weil eine gute Dämmung das Haus komplett einhüllt und so kaum ein Luftwechsel über Fugen und Ritzen erfolgt, muss regelmäßig für Luftaustausch gesorgt werden. Nur so verhindern Sie Feuchtigkeit in den Räumen und damit einhergehende Schimmelbildung. Idealerweise planen Sie beim Hausbau eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ein: Diese erwärmt die einfließende Frischluft mit der Wärmeenergie aus der ausfließenden verbrauchten Luft. Dadurch lässt sich der Energieverbrauch weiter senken. Ohne Lüftungsanlage müssten Sie alle zwei Stunden für etwa fünf Minuten Stoßlüften. Ob eine Lüftungsanlage im konkreten Fall sinnvoll und notwendig ist, finden Fachplaner mit dem Blower-Door-Test heraus.

Wenn Sie Interesse an einer Thermografie haben oder mehr zum Thema wissen möchten, informieren Sie sich gern auf www.enviaM.de.

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Energieeffizienz

Die sauberste und günstigste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird.

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