BANDS ON STAGE: Nachwuchsbands rocken die Bühne – GeniZation im Interview
Newcomer‑Bands brauchen Sichtbarkeit, Bühnenpraxis und ehrliches Feedback. Und hier kommt BANDS ON STAGE ins Spiel – unser Bandcontest für Nachwuchsmusikerinnen und ‑musiker aus der Region. Wir haben mit Lucy Maria Beeger von der GeniZation aus Wurzen gesprochen. Die vierköpfige Nachwuchsband hat im vergangenen Jahr an BANDS ON STAGE teilgenommen und teilt ihre Erfahrungen, Learnings und Tipps.
Hey Lucy, stell dich und deine Band doch kurz vor.
Gerne! Wir heißen GeniZation und sind vier Leute: Niklas, Oli, Daniel und ich. Uns gibt es seit etwa dreieinhalb bis vier Jahren, in der aktuellen Besetzung seit rund anderthalb Jahren. Die Konstellation ist jetzt sehr konstant – und wir haben alle richtig Bock, gemeinsam Musik zu machen.

Euer Bandname klingt nach „Gen Z“. Hat das eine besondere Bedeutung?
Ja, total. Unser Name ist eine Mischung aus Xenization – das bedeutet so viel wie ziellos durch die Welt zu wandeln – und Gen Z. Wir hatten das Gefühl, dass viele aus unserer Generation dieses Planlose kennen. Das wollten wir mit unserem Namen ausdrücken.
Ihr habt im letzten Jahr bei BANDS ON STAGE mitgemacht. Wie seid ihr auf den Contest aufmerksam geworden?
Ein bisschen durch Zufall. Mein Vater hatte mir geraten, mal nach Bandcontests zu schauen, und dann wurde mir BANDS ON STAGE bei Instagram angezeigt. Wir haben uns das angeschaut, einen Tech‑Rider erstellt und gesagt: Okay, wir melden uns an. Die Anmeldung war total easy und ging über die Website schnell und einfach.

Erinnerst du dich an besondere Highlights beim Wettbewerb?
Ich fand es mega, dass es nicht nur Platzierungen gab, sondern auch den Songwriting‑Workshop. Den haben wir gewonnen – und der hat uns viel mehr gebracht als ein Geldpreis. Wir waren einen ganzen Tag in Dresden und haben mit No King No Crown zusammengearbeitet. Das war richtig intensiv und kreativ. Am Ende ist ein neuer Song entstanden, den wir dieses Jahr noch aufnehmen wollen.
Und wie war der Contest Tag selbst für euch als Band?
Insgesamt einfach sehr stimmig. Die Bühne war top, der Sound war richtig gut. Wir waren die erste Band des Tages und dachten erst, da ist noch niemand da – aber viele andere Bands waren schon vor Ort. Das war ein richtig cooles Gemeinschaftsgefühl und eine tolle Erfahrung. Das Feedback der Jury – Musikerinnen, PR‑Leute, Kulturmanagerinnen und kommunale Vertreter – war total ehrlich, hilfreich und bringt einen echt weiter.

Gibt es etwas, das ihr heute anders machen würdet?
Ja – wir hätten uns vorher mehr Gedanken über unser Band‑Outfit und unser Bühnenbild machen sollen. Die Jury hat uns geraten, etwas Einheitlicheres zu wählen, damit wir als Band auch visuell stärker wahrgenommen werden. Das ist ein guter Tipp für alle Bands.
Würdest du anderen Nachwuchsbands empfehlen, sich bei BANDS ON STAGE zu bewerben?
Auf jeden Fall! Keiner hat etwas zu verlieren. Du lernst andere Bands kennen, kannst dich austauschen, bekommst professionelles Feedback und sammelst wertvolle Auftrittserfahrung – egal, wie der Wettbewerb ausgeht.
Würdet ihr selbst noch einmal teilnehmen?
Ja! Jetzt, wo ich weiß, dass wir uns erneut bewerben dürfen, spreche ich auf jeden Fall noch mal mit den Jungs.
BANDS ON STAGE ist der jährliche Bandcontest für Nachwuchstalente aus Sachsen, Sachsen‑Anhalt und Brandenburg. Gesucht werden die besten Nachwuchsbands der jeweiligen Region. Die Konzerte finden als Open‑Air‑Events statt und werden von einer professionellen Jury bewertet. Die Anmeldephase läuft aktuell! Alle Infos und die Bewerbung gibt es unter: www.bands-on-stage.de
Das könnte dich auch interessieren
Drohnen im Einsatz: Wie sie unsere Monteure im Alltag unterstützen
Sie fliegen über Felder, entlang von Freileitungen und liefern gestochen scharfe Bilder aus der Luft: Drohnen sind bei MITNETZ STROM längst mehr als ein Technik-Experiment. Sie gehören heute fest zum Arbeitsalltag vieler Monteure und erleichtern Inspektionen, erhöhen die Sicherheit und sparen wertvolle Zeit. Was das konkret bedeutet und warum das Fliegen mit der Drohne für viele auch ein kleiner Kindheitstraum ist, erzählt Stefan Röder.
Weniger Aufwand, mehr Überblick
Der größte Unterschied durch den Drohneneinsatz zeigt sich direkt draußen im Netz. Besonders bei Freileitungen auf landwirtschaftlichen Flächen bringen die fliegenden Helfer klare Vorteile.
Früher mussten wir für Inspektionen oft direkt übers Feld fahren oder laufen. Das konnte Flurschäden verursachen. Heute bleiben wir einfach am Feldrand stehen und fliegen die Leitung von dort aus an.

Auch schwere Technik wird seltener benötigt, Hubsteiger kommen nicht mehr bei jeder Kontrolle zum Einsatz. Anstatt mit dem Fernglas aus der Entfernung zu arbeiten, liefern Drohnen hochauflösende Bilder aus nächster Nähe. Das macht die Arbeit nicht nur schneller, sondern auch deutlich komfortabler.
Wie oft Drohnen eingesetzt werden, hängt vom jeweiligen Bereich ab. In manchen Abteilungen kommen sie ein- bis zweimal im Jahr zum Einsatz, wohingegen sie in anderen mehrmals pro Woche eingesetzt werden, zum Beispiel bei regelmäßigen Inspektionen oder zur Unterstützung bei Störungen.
Schneller erkennen, sicherer arbeiten
Gerade bei Störungen spielen Drohnen ihre Stärken aus. Denn sie ermöglichen es, Leitungen und Masten schnell zu überfliegen und Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Und das, ohne dass Monteure gefährliche oder schwer zugängliche Bereiche betreten müssen.
Besonders bei Hochspannungsfreileitungen ist das ein großer Vorteil. Während das manuelle Besteigen von Masten reduziert werden kann, können obendrein gleichzeitig mehr Informationen gesammelt werden. Die aufgenommenen Bilder helfen, Schäden gezielt einzugrenzen und Reparaturen besser vorzubereiten.
Drohnen können im Verdachtsfall auch gezielt Hot Spots an Verbindungen und Klemmen erkennen. Insbesondere bei planmäßigen Kontrollen in Umspannwerken, bei denen Temperaturauffälligkeiten früh sichtbar werden.

Drohnenpilot werden: Technikverständnis reicht aus
Drohnen zu fliegen, klingt komplizierter, als es ist. Grundsätzlich kann jeder Monteur Drohnenpilot werden, der Interesse mitbringt. Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein gewisses technisches Verständnis – vor allem für die Steuerung per Joystick. Aktuell verfügen bei MITNETZ STROM 63 Mitarbeiter über einen A2-Drohnenführerschein. Die Zahlen zeigen: Drohnen sind kein Nischenthema mehr, sondern fest im Unternehmen verankert.

Ein wichtiger Baustein der Digitalisierung
Drohnen sind ein zentraler Bestandteil der digitalen Weiterentwicklung bei MITNETZ STROM. Die aufgenommenen Fotos und Videos werden inzwischen durch künstliche Intelligenz vorbewertet. Auffälligkeiten oder mögliche Schäden erkennt die Software automatisch und markiert sie zur anschließenden manuellen Prüfung.
Das spart Zeit und hilft uns, schneller zu reagieren. Die Technik unterstützt uns: Sie ersetzt aber nicht das Fachwissen der Monteure.
Akzeptanz vor Ort: Offen, sichtbar, professionell
Wenn eine Drohne im Einsatz ist, fällt sie natürlich auf. Umso wichtiger ist Transparenz. Die Drohnen von MITNETZ STROM sind klar gekennzeichnet, die Piloten tragen Warnkleidung. Das sorgt für Wiedererkennung und Vertrauen.
Bisher gab es keine behördlichen Meldungen oder Beschwerden weiter. Im Gegenteil: Oft sind Anwohner eher neugierig und interessiert.
Blick in die Zukunft: Wo Drohnen noch helfen können
Das Potenzial der Technologie ist längst nicht ausgeschöpft. In den kommenden Jahren sieht der Drohnenpilot vor allem drei Einsatzfelder:
- den Schutz und die Überwachung von Umspannwerken aus der Ferne
- planmäßige Befliegungen von Hochspannungstrassen
- die Bauüberwachung und Dokumentation von Baumaßnahmen, zum Beispiel in Umspannwerken
So werden Drohnen nicht nur zum Werkzeug im Betrieb, sondern auch zur wertvollen Unterstützung bei Planung und Dokumentation.

Warum das Fliegen begeistert
Bei aller Technik bleibt am Ende auch die persönliche Begeisterung. Auf die Frage, was ihm an der Arbeit mit Drohnen am meisten Spaß macht, muss Stefan Röder nicht lange überlegen.
Das Fliegen selbst. Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Kindheitserinnerung – ein Objekt steuern und abheben.
Mit welchen Fahrzeugen MITNETZ STROM und MITNETZ GAS das Netzgebiet kontrollieren, erfährst du in diesem Blogbeitrag. Wieviel MITNETZ STROM 2026 in das Stromnetz investiert und wofür das Geld verwendet wird, erklären wir dir hier.
Das könnte dich auch interessieren
531 Millionen Euro für unser Stromnetz
Die Energiewende ist längst mitten im Alltag angekommen und stellt unser Stromnetz vor neue Aufgaben. Immer mehr Energie kommt aus Wind und Sonne, dazu wachsen Elektromobilität, Wärmepumpen, Speicher und neue Großverbraucher. Damit all das zuverlässig funktioniert, entwickelt MITNETZ STROM das Netz kontinuierlich weiter. Genau deshalb investiert der Netzbetreiber auch 2026. Insgesamt fließen 531 Millionen Euro in Ausbau, Erneuerung, Instandhaltung und Betrieb des Stromnetzes. Das Ziel ist klar: eine sichere Versorgung heute und ein Netz, das für die Energiezukunft bestens gerüstet ist.
Wenn das Netz unter Strom steht
Wie stark sich das Energiesystem verändert, zeigen die Zahlen der letzten Jahre. Allein zwischen Dezember 2024 und Dezember 2025 hat der Netzbetreiber rund 27.000 neue Photovoltaikanlagen, mehr als 60 Windenergieanlagen und etwa 10.000 Speichermodule an das Netz angeschlossen. Erneuerbare Energien sind damit längst zur tragenden Säule geworden. Gleichzeitig wächst der Strombedarf deutlich.

Industrie, Gewerbe, Rechenzentren und Großspeicher fragen immer häufiger leistungsstarke Netzanschlüsse an. Ende Januar 2026 lagen rund 3.100 Anschlussanfragen mit einem potenziellen Leistungsbedarf von etwa 124 Gigawatt vor. Zum Vergleich: Die gesamte installierte Leistung erneuerbarer Energien im Netzgebiet lag 2025 bei rund 13,6 Gigawatt.
Die Energiewende schreitet im Netzgebiet rasant voran – und wir investieren weiter auf hohem Niveau, um erneuerbare Energieanlagen, Speicher, Wärmepumpen und Elektromobilität zuverlässig zu integrieren. Versorgungssicherheit zählt dabei zu den wichtigsten Erwartungen unserer Netzkunden.
Bis 2030 gibt MITNETZ STROM mehr als drei Milliarden Euro für den Ausbau und die Entwicklung des Netzes aus. Das Geld für 2026 fließt unter anderem in folgende Projekte:
Sachsen
- Bau eines neuen Umspannwerkes in Schkeuditz/West
- Ersatzneubau einer Hochspannungsleitung in Herlasgrün
- Neubau des Abzweigs Oberelsdorf der Hochspannungsleitung Röhrsdorf-Burgstädt
Sachsen-Anhalt
- Ersatzneubau eines Umspannwerkes in Roßla
- Trafowechsel im Umspannwerk in Aschersleben
- Bündelbeseilung der Hochspannungsleitung in Lauchstädt
Brandenburg
- Ersatzneubau des Umspannwerkes in Ragow
- Erneuerung und Erweiterung des Umspannwerkes in Neuendorf
- Sanierung der Hochspannungsleitung in Graustein
Insgesamt verteilt sich die Summe auf Brandenburg mit rund 119 Millionen Euro, Sachsen 252 Millionen Euro, Sachsen-Anhalt 140 Millionen Euro und Thüringen mit 20 Millionen Euro.

Eingriffe in das Stromnetz
Wenn viel Wind weht und die Sonne kräftig scheint, gelangt zeitweise mehr Strom ins Netz, als aktuell verbraucht wird. Damit es dabei nicht zu Überlastungen kommt, greifen gesetzlich geregelte Maßnahmen wie das sogenannte Redispatching. Dabei wird die Einspeisung einzelner Anlagen vorübergehend reduziert. Die gute Nachricht: Trotz weiterhin hoher Einspeisemengen ist der Netzbetrieb stabiler geworden. Im Jahr 2025 sank die Zahl dieser Eingriffe leicht auf 1.179 Maßnahmen (2024: 1.277). Insgesamt wurden rund 192 Gigawattstunden erneuerbarer Energie abgeregelt, was ungefähr einem Prozent der Gesamtleistung entspricht. Ein Großteil dieser Maßnahmen erfolgte auf Anforderung des vorgelagerten Übertragungsnetzbetreibers. Hinzu kommen 3.644 Stunden mit Lastflussumkehr. Das bedeutet: Überschüssiger Strom aus unserem Netz wurde aktiv in das übergeordnete Übertragungsnetz zurückgespeist.
Resilienz: Wenn das Netz widerstandsfähig wird
Je komplexer das Energiesystem wird, desto wichtiger wird ein Begriff: Resilienz. Gemeint ist die Fähigkeit des Netzes, auch bei Störungen, Extremwetter oder technischen Ausfällen stabil zu bleiben und schnell wieder voll funktionsfähig zu sein.
Dabei beobachten wir unsere Netze und Anlagen sehr genau. Resiliente Netze sind ein zentraler Faktor für Versorgungssicherheit, gerade in Zeiten wachsender Erzeugung, neuer Großverbraucher und zunehmender digitaler Abhängigkeiten
Um die Widerstandsfähigkeit seiner Infrastruktur weiter zu erhöhen, verstärkt MITNETZ STROM 2026 gezielt seine Resilienzmaßnahmen.
Dazu gehören unter anderem:
- Ausbau von Schutz- und Sicherungseinrichtungen
- moderne Überwachungssysteme und digitale Lagebilder
- schnellere Wiederherstellungsprozesse
- regelmäßige Schulungen und Übungen für unsere Mitarbeiter
Digitalisierung: Ein Netz mit Überblick
Ein leistungsfähiges Stromnetz braucht heute vor allem eines: Informationen in Echtzeit. Deshalb treibt MITNETZ STROM die Digitalisierung weiter konsequent voran. Digitale Ortsnetzstationen ermöglichen es, Netzzustände laufend zu überwachen und bei Bedarf schnell einzugreifen, oft sogar aus der Ferne.
Allein 2026 plant der Netzbetreiber:
- den Aufbau von rund 500 neuen digitalen Ortsnetzstationen
- die digitale Ausstattung von etwa 510 Trafostationen
Insgesamt sind bereits 1.796 digitale Ortsnetzstationen und 595 digitalisierte Trafostationen im Einsatz.

Smart Meter: deutlich über dem Durchschnitt
Auch bei intelligenten Messsystemen ist MITNETZ STROM weit vorne. Im vierten Quartal 2025 lag die Ausstattungsquote bei den gesetzlich vorgeschriebenen Einbaufällen bei 31,1 Prozent. Gemeinsam mit optionalen Einbaufällen erreichte der Netzbetreiber sogar 46,6 Prozent. Zum Vergleich: Bundesweit lag der Wert bei 23,3 Prozent. Damit gehört MITNETZ STROM zu den leistungsstärksten Messstellenbetreibern in Deutschland und belegt unter den größten Verteilnetzbetreibern Platz drei.

Fazit: Investitionen, die Zukunft sichern
Mit den geplanten Investitionen von 531 Millionen Euro setzt MITNETZ STROM 2026 den konsequenten Ausbau und die Modernisierung seines Stromnetzes fort. Die Maßnahmen sorgen dafür, dass Strom aus erneuerbaren Energien sicher transportiert wird, neue Verbraucher zuverlässig angeschlossen werden können und das Netz auch in Zukunft stabil funktioniert.
Um die Versorgungssicherheit aufrecht zu erhalten, werden jährlich die Strom- und Gasleitungen kontrolliert. In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie das genau funktioniert. Was ein „Digitaler Zwilling“ ist und wie er den Arbeitsalltag unserer Kollegen erleichtert, erklären wir dir hier.
Das könnte dich auch interessieren
Hausbauserie, Teil 13: Smart Home
Ein eigenes Haus zu bauen, bedeutet, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Dabei geht es nicht nur um Architektur oder die Wahl der richtigen Materialien, sondern auch darum, wie komfortabel, sicher und energieeffizient dein neues Zuhause sein soll. Smart-Home-Technologien machen genau das möglich: Sie verwandeln ein Haus in ein intelligentes System, das sich deinen Bedürfnissen anpasst, Energie spart und den Alltag erleichtert. Wer diese Möglichkeiten von Anfang an einplant, schafft nicht nur ein modernes Heim, sondern investiert gleichzeitig in langfristige Wohnqualität und Nachhaltigkeit.
Warum Smart Home beim Neubau ein Muss ist
Intelligente Haustechnik ist längst kein Luxus mehr, sondern Standard im modernen Hausbau. Sie steigert den Wohnkomfort, spart Energie und erhöht die Sicherheit. Aktuelle Studien zeigen, dass inzwischen ein Großteil der Deutschen mindestens ein Smart-Home-Gerät nutzt – Tendenz steigend.
Ein Neubau bietet die ideale Gelegenheit, Smart-Home-Technik direkt in die Gebäudestruktur einzubinden. Kabelgebundene Systeme gelten als besonders zuverlässig und sicher, während funkbasierte Lösungen flexibler und kostengünstiger sind. Wer frühzeitig plant, kann eine zentrale Steuerung für Licht, Heizung, Rollläden und Sicherheit unsichtbar integrieren und das Haus zukunftssicher gestalten.

Aktuelle Trends und Technologien
Die Smart-Home-Welt entwickelt sich rasant weiter. Ein wichtiger Meilenstein ist der neue Matter-Standard, der die Kompatibilität zwischen Geräten verschiedener Hersteller deutlich verbessert. Zudem halten KI-gestützte Automatisierungen Einzug: Systeme lernen aus dem Verhalten der Bewohner und passen sich automatisch an. Auch die ganzheitliche Gebäudeautomation gewinnt an Bedeutung. Sie steuert Heizung, Licht, Beschattung und Lüftung so, dass ein optimales Raumklima entsteht. Im Bereich Sicherheit setzen sich biometrische Türschlösser und vernetzte Kameras durch, während Nachhaltigkeit durch die Integration von Photovoltaik, Wärmepumpen und Energiemanagement-Systemen immer wichtiger wird.

Datenschutz und Sicherheit: Worauf du achten solltest
Smarte Häuser sind komfortabel, aber erzeugen andererseits große Datenmengen und sind potenziell anfällig für Cyberangriffe. Daher sollten Bauherren auf Systeme achten, die DSGVO-konform arbeiten und möglichst viele Daten lokal verarbeiten. Regelmäßige Software-Updates und Sicherheits-Patches sind unverzichtbar, ebenso wie sichere Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Offene Standards bieten zusätzliche Sicherheit und verhindern, dass du langfristig an einen einzelnen Hersteller gebunden bist.

Kosten: Was Bauherren einplanen sollten
Die Kosten für Smart-Home-Technik variieren stark. Wer mit einfachen Lösungen für Licht oder Heizungssteuerung beginnt, kann bereits mit wenigen hundert Euro starten. Umfassendere Systeme mit Sicherheits- und Komfortfunktionen kosten oft mehrere tausend Euro. Komplettlösungen im Neubau, die alle wichtigen Bereiche abdecken, bewegen sich meist zwischen 2.000 und 6.000 Euro, bei Premium-Ausstattung auch deutlich darüber. Eine Kombination aus DIY-Komponenten und professioneller Installation kann helfen, die Kosten zu optimieren.
Gängige Elemente für den Einstieg
- smarte Heizkörperthermostate: automatische Temperaturregelung, spart Energie und ist einfach nachzurüsten
- intelligente Lichtsteuerung: Lampen und Leuchten per App oder Sprachbefehl steuern, oft schon ab 20 bis 30 Euro pro Lampe
- Steckdosenadapter mit Verbrauchsanzeige: Kontrolle des Stromverbrauchs einzelner Geräte, ideal für Haushaltsgeräte
- Fenster- und Türkontakte: für Sicherheit und zur Heizungsoptimierung, da sie erkennen, ob Fenster geöffnet sind
- Rauch- und Wassermelder mit App-Anbindung: Frühwarnsysteme, die direkt aufs Smartphone melden
- einfache Sprachassistenten: Amazon Echo oder Google Nest als Steuerzentrale für Licht, Musik und kleine Automationen

„Fortgeschrittene“ Smart-Home-Varianten für den Neubau
- zentrale Gebäudeautomation: vollständige Integration von Licht, Heizung, Beschattung und Sicherheit
- intelligente Rollladen- und Markisensteuerung: automatische Anpassung an Wetter und Tageszeit
- smarte Türkommunikation und biometrische Schlösser: Komfort und Sicherheit auf höchstem Niveau
- vernetzte Alarmanlagen und Kamerasysteme: Rundum-Schutz mit Echtzeitüberwachung
- Energiemanagement-Systeme mit PV-Anbindung: Optimierung des Eigenverbrauchs und Steuerung von Wärmepumpen
- KI-gestützte Automatisierung: Systeme, die das Verhalten der Bewohner lernen und selbst-ständig Szenarien anpassen

enviaM-Tipp
Mit unserem Energiemanagement-System behältst du ganz einfach den Überblick über deine Solaranlage: Du siehst, wie viel Strom erzeugt, selbst verbraucht oder ins Netz einspeist wird. Das System erkennt automatisch, wann überschüssiger Solarstrom verfügbar ist, und nutzt ihn gezielt für deine Geräte. So steigerst du deinen Eigenverbrauch und senkst die Stromkosten.
Fördermöglichkeiten
Der Staat unterstützt Smart-Home-Technik, die die Energieeffizienz eines Gebäudes steigert. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gibt es Zuschüsse für digitale Systeme zur Verbrauchsoptimierung, etwa für smarte Heizungsregelungen, Lichtsteuerungen, Fensterkontakte oder Energiemanagement. Wer die Maßnahmen in einen individuellen Sanierungsfahrplan integriert, erhält zusätzlich einen Bonus. Auch die KfW bietet zinsgünstige Kredite für größere Projekte, die Rollladensteuerungen, Türkommunikation oder Sicherheitstechnik umfassen. Die förderfähigen Kosten können pro Wohneinheit bis zu 30.000 Euro betragen, mit Bonus sogar bis zu 60.000 Euro.
Die Förderungen stammen aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für energetische Einzelmaßnahmen: Gefördert wird der Einbau digitaler Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung, z. B. smarte Heizungsregelungen, Lichtsteuerungen, Fensterkontakte, Energiemanagement-Systeme und die dazugehörigen Elektroarbeiten.
Der Grundfördersatz beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten, zusätzlich gibt es 5 Prozent Bonus, wenn die Maßnahme in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) enthalten ist.
Die förderfähigen Ausgaben liegen bei 30.000 Euro pro Wohneinheit, mit iSFP-Bonus steigt die Grenze auf 60.000 Euro pro Wohneinheit. Das bedeutet, dass Bauherren bei maximaler Förderung bis zu 12.000 Euro Zuschuss erhalten können.
Smart planen für die Zukunft
Smart Home ist heute mehr als ein technisches Extra – es ist ein integraler Bestandteil eines modernen Zuhauses. Wer frühzeitig plant, profitiert von Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz. Achte auf offene Standards, Datenschutz und Fördermöglichkeiten, um dein Haus optimal auf die Zukunft vorzubereiten.
Du willst mehr zum Thema Hausbau erfahren? Wir haben weitere Tipps für dich.
Baustrom
Strom- und Gasanschluss
Wärmepumpe
Solarthermie
Heizsysteme
Blower-Door-Test
Thermografie
Rauchmelder
Einbruchschutz
Wärmedämmung
Fenster
Stromspeicher für Photovoltaikanlagen
Kohlenmonoxidmelder
FI-Schutzschalter
Förderung von Wohneigentum
Ladestation
Urlaubsschutz
Energiespartipps für den Garten
Energiespartipps für den Swimmingpool
Architekt, Fertighaus oder Bauträger
Raumplanung
Bauablauf
Energetische Sanierung
Nachhaltiges Bauen
Autarkes Wohnen im Nullenergiehaus
Baunebenkosten
Tiny House
Gartengestaltung
Terrassen
Lüftungsanlagen
Holzhaus
Dachtypen
Garage oder Carport
Pelletheizung
Das könnte dich auch interessieren
Strompreis, Teil 2: Was vom Strompreis an den Staat geht
Der Strompreis setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen. Ein Teil geht an den Versorger, ein weite-rer an den Netzbetreiber. Den dritten Teil – die Steuern – bekommt der Staat.
Stromsteuer
Die Stromsteuer ist eine Verbrauchssteuer. Sie wurde 1999 mit der ökologischen Steuerreform eingeführt. Im Wesentlichen wird sie durch das Stromsteuergesetz (StromStG) geregelt.
Die ökologische Steuerreform
Die Idee stand seit den achtziger Jahren zur Diskussion, setzte sich aber erst Ende der Neunziger durch. Mit der Steuerreform wurde nicht nur die Stromsteuer auferlegt, sondern auch die schrittweise Erhöhung der Mineralölsteuer. Der Schweizer Ökonom Binswanger entwickelte das Konzept. Mit der Umstrukturierung des Steuersystems wollte er grundsätzliche, wirtschaftliche Anreize geben.
Oft wird sie auch Ökosteuer genannt, weil sie sowohl das Klima schützt als auch die Rentenkasse stützt.
Ungefähr 90 Prozent der Einnahmen aus der Stromsteuer fließen aktuell in die Rentenkasse. Das stabilisiert die Sozialabgaben und entlastet Arbeitgeber wie Beschäftigte.
Die Stromsteuer soll auch dazu beitragen, sparsam mit Energie umzugehen – schließlich ist sie
ein endliches Gut, welches wir bewusst konsumieren sollten.

Steuerschuldner: Wer zahlt?
Die Stromsteuer wird vom Energieversorger an den Staat abgeführt. Sie wird also nicht direkt beim Endverbraucher, sondern beim Versorger eingenommen. Für dich steckt sie also einfach im Strompreis drin.
Wichtige Einnahmequelle für den Bund
Seit 2003 beträgt die Stromsteuer 2,05 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde. Mit jährlich etwa sieben Milliarden Euro ist sie somit eine wichtige Einnahmequelle des Bundes. Ein Teil davon wird in die Energieforschung investiert. Gefördert werden vor allem Projekte zu Solar, Wind und Bioenergie sowie Forschung zu Wasserstoff, Brennstoffzellen, Geothermie und solarthermischen Anlagen.
Wusstest du schon?
Wer eine eigene Solaranlage besitzt und den Strom selbst nutzt, zahlt dafür keine Stromsteuer.
Das StromStG sieht nämlich vor, dass keine zusätzlichen Belastungen für den Verbrauch des selbst erzeugten Solarstroms anfallen. Für die Weiterführung der Steuerbefreiung hat sich der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) stark gemacht.
Umsatzsteuer
Die Umsatzsteuer ist ebenfalls Teil des Strompreises. Mit ihr ist die Mehrwertsteuer gemeint. Diese beträgt in Deutschland zurzeit 19 Prozent bei Gütern, die nicht zu den existenziellen Lebensmitteln zählen. Die Mehrwertsteuer wird zusätzlich auf die Stromsteuer sowie auf bestehende Umlagen – etwa die KWKG Umlage – aufgeschlagen. Diese zusätzliche „Steuer auf die Steuer“ verwirrt, ist jedoch gesetzlich vorgeschrieben.

Auf den Punkt gebracht
Ein enviaM-Privatkunde verbraucht durchschnittlich 2.000 Kilowattstunden im Jahr. Dadurch entstehen Stromsteuer-Kosten von 41 Euro. Die Umsatzsteuer beläuft sich auf rund 115 Euro.
Was sich für Kunden 2026 bei den Strom- und Gaspreisen ändert, haben wir in diesem Beitrag beschrieben. Wie du deinen Strom- und Gastarif findest, erfährst du hier. Noch mehr Wissenswertes zu Strom- und Gaspreisen gibt es in folgenden Beiträgen:
Strompreis, Teil 1: Wie setzt sich der Strompreis zusammen?
Strompreis, Teil 3: Die Konzessionsabgabe
Strompreis, Teil 4: Umlagen
Strompreis, Teil 5: Einflussfaktoren
Das könnte dich auch interessieren
Unterwegs für ein sicheres Netz: Wie MITNETZ STROM und MITNETZ GAS jedes Jahr tausende Kilometer kontrollieren
Wenn im Frühjahr ein Hubschrauber entlang der Stromleitungen schwebt oder Monteure auf Quads an Gasleitungen vorbeifahren, steckt dahinter eine wichtige Aufgabe: die jährliche Sicherheitskontrolle der Netze. MITNETZ STROM prüft dafür aus der Luft die Hochspannungsleitungen, MITNETZ GAS kontrolliert am Boden das weit verzweigte Gasnetz. Auch 2026 sind die Teams wieder mehrere Wochen im Einsatz und legen dabei tausende Kilometer zurück.
MITNETZ STROM: Kontrolle aus der Luft – ein Blick, der Details sichtbar macht
Aus einem Hubschrauber lassen sich Schäden, Veränderungen oder Gefahrenstellen oft viel schneller erkennen als vom Boden aus. Deshalb fliegt das Team die Leitungen mit etwa 15 bis 30 km/h ab – rund 20 Meter über dem Boden und etwa 15 Meter neben der Leitung.

Während der Pilot die Trasse im Blick behält, prüfen zwei Fachkräfte von MITNETZ STROM die Anlagen und dokumentieren alles, was ihnen auffällt. Dazu gehören zum Beispiel:
- beschädigte Leiterseile, etwa nach Blitzschlägen
- verbogene Masten
- defekte Isolatoren oder Armaturen
- Fremdkörper im Leitungssystem
- zu dichter Bewuchs im Trassenbereich
- Gefahren durch Bau- oder Forstarbeiten
Taucht ein Problem auf, planen die Teams sofort die notwendigen Maßnahmen.
Von Südsachsen bis Sachsen-Anhalt: mehrere Netzregionen im Fokus
Die Befliegungen starteten jetzt im April in Südsachsen. Dort überprüft MITNETZ STROM rund 700 Kilometer Trasse mit etwa 2.700 Masten. Da auf vielen Masten zwei Leitungssysteme verlaufen, ergibt sich eine Gesamtlänge von etwa 1.400 Kilometern Hochspannungsleitungen.
Anschließend geht es weiter nach Westsachsen. Hier kontrollieren die Teams rund 600 Kilometer Trasse mit etwa 2.100 Masten. Die Route führt unter anderem über den Landkreis Leipzig, Nordsachsen, Mittelsachsen und das Altenburger Land.

Mitte Mai folgt die Netzregion Brandenburg. Dort stehen rund 950 Kilometer Trassen mit etwa 3.000 Masten auf dem Prüfplan. Die Befliegungen führen über mehrere Landkreise, darunter Dahme-Spreewald, Oder-Spree, Elbe-Elster und Spree-Neiße.
Den Abschluss bildet Sachsen-Anhalt im Juni. Hier begutachtet das Team etwa 1.000 Kilometer Trasse mit rund 3.300 Masten.
Insgesamt werden damit mehrere tausend Kilometer Hochspannungsleitungen aus der Luft überprüft.
Warum diese Kontrollen so wichtig sind
Freileitungen sind jeden Tag Wind, Wetter und Umweltbedingungen ausgesetzt. Stürme, Gewitter oder intensives Pflanzenwachstum können die Anlagen beschädigen oder gefährden. Die jährlichen Befliegungen helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben – oft, bevor es zu einer Störung kommt. So bleibt die Stromversorgung zuverlässig und sicher. In Waldgebieten gibt es zusätzlich im Herbst einen zweiten Durchgang: Dann liegt der Schwerpunkt erneut auf dem Bewuchs entlang der Trassen.

MITNETZ GAS: Mit Quads, Messgeräten und viel Erfahrung durchs Netzgebiet
Auch das Gasnetz wird im Frühjahr gründlich kontrolliert. MITNETZ GAS nimmt dafür rund 300 Orte und etwa 5.000 Kilometer Gasleitungen unter die Lupe – zu Fuß, mit dem Auto, mit Quads oder mit speziellen Gasspürrollern, die hochsensible Messsonden an Bord haben.

Das Netzgebiet erstreckt sich über Westsachsen, Teile von Thüringen und Brandenburg sowie den südlichen Bereich Sachsen-Anhalts.
In manchen Bereichen können die Teams nur zu Fuß arbeiten. Dort kommen tragbare Messgeräte zum Einsatz. Alle Monteurinnen und Monteure können sich ausweisen und arbeiten eng mit Partnerfirmen zusammen.

Wichtig für Grundstücksbesitzerinnen und -besitzer
Für einige Messungen brauchen die Fachkräfte Zugang zum Grundstück – aber niemals zum Haus. Die Überprüfung endet immer am Netzanschluss, private Hausinstallationen gehören nicht dazu. Für Kunden entstehen dabei selbstverständlich keine Kosten.
Wenn Regen einsetzt, müssen die Teams pausieren, weil Feuchtigkeit die Messergebnisse verfälschen kann. Ist ein Grundstück nicht zugänglich, hinterlässt MITNETZ GAS eine Benachrichtigung und vereinbart einen neuen Termin.
Fragen? Unser Kundenservice hilft
Wer unsicher ist oder Fragen hat, erreicht den Kundenservice montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr unter 0800 2 120120.
Du möchtest mehr über Gasspürroller erfahren? Details gibt es in diesem Blogbeitrag. Beim Netzausbau stellt sich oft die Frage „Erdkabel oder Freileitung“? Welche technischen Unterschiede es dabei gibt bzw. was es für die Kosten bze. die Natur bedeutet, erklären wir hier.
Das könnte dich auch interessieren
Genuss mit Verantwortung: Wie nachhaltig sind Elektro-, Gas- und Holzkohlegrills?
Schon angegrillt? Sobald die ersten warmen Tage da sind, zieht es viele nach draußen. Knuspriges Gemüse, saftige Steaks oder ein gemütlicher Abend im Garten gehören für viele einfach zum Sommer dazu. Doch egal, ob Grill-Neuling oder erfahrener BBQ Fan: Auch beim Grillen spielt der Energieverbrauch eine Rolle. Wer bewusst grillt, spart nicht nur Strom oder Brennstoff, sondern schont ganz nebenbei auch die Umwelt. Elektro-, Gas- oder Holzkohlegrill – jede Grillart hat ihren eigenen Charakter, ihre Vorteile und ihre kleinen Tücken. Ein genauerer Blick lohnt sich.
Elektrogrill: effizient, sauber und schnell startklar
Ein Elektrogrill punktet vor allem durch seine Einfachheit. Einstecken, einschalten, losgrillen – ohne lange Vorbereitung. Die Heizspirale erzeugt schnell eine konstante Hitze, die nahezu vollständig ge-nutzt wird. Weil keine Verbrennung stattfindet, geht kaum Energie verloren und es entsteht kein Rauch. Das macht den Elektrogrill besonders attraktiv für Balkone oder kleinere Terrassen.

Im Vergleich zu Gas- oder Holzkohlegrills wandelt ein Elektrogrill Strom sehr effizient in Hitze um. Wird er mit Ökostrom betrieben, ist er sogar die umweltfreundlichste Variante. Einschränkungen gibt es vor allem beim Aroma: Das typische Raucharoma bleibt meist aus. Zudem ist man auf eine Steck-dose angewiesen und bei langen Grillabenden kann der Stromverbrauch – je nach Leistung – spürbar steigen.
Gasgrill: kraftvoll, flexibel und gut kontrollierbar
Gasgrills arbeiten meist mit Propan oder Butan und sind besonders beliebt bei allen, die Wert auf Kontrolle legen. Die Brenner lassen sich stufenlos regulieren, die gewünschte Temperatur ist schnell erreicht und genauso schnell wieder angepasst. Lange Vorheizzeiten entfallen, was Energie spart und das Grillen planbarer macht.
Durch die präzise Steuerung wird kaum Hitze verschwendet – ein klarer Vorteil gegenüber der Holz-kohle. Gasgrills eignen sich außerdem gut für größere Grillrunden, da sie viel Platz und gleichmäßige Hitze bieten. Auf der anderen Seite stehen ein höherer Anschaffungspreis und die Abhängigkeit von Gasflaschen, die regelmäßig gewechselt werden müssen.

Holzkohlegrill: klassisch, aromatisch – aber energieintensiv
Für viele gehört der Holzkohlegrill einfach zum Sommer dazu. Das typische Raucharoma ist für Grillfans kaum zu ersetzen. Allerdings braucht diese Grillart Geduld. Die Kohle muss erst vollständig durchglühen, was Zeit kostet und viel Energie verbraucht. Dabei geht ein großer Teil der Wärme ungenutzt verloren.
Zwar hält Holzkohle die Hitze lange und eignet sich gut für größere Grillmengen, doch die Umweltbilanz fällt schlechter aus. Sowohl die energieintensive Herstellung der Holzkohle als auch die entstehenden CO₂ Emissionen beim Grillen belasten das Klima. Wer häufig grillt, sollte diesen Aspekt nicht außer Acht lassen.

Tipps für energieeffizientes Grillen
Unabhängig von der Grillart lässt sich mit kleinen Maßnahmen viel Energie sparen:
- Nutze einen Deckel, um Wärme zu speichern.
- Lege dünnere Stücke auf, sie garen schneller.
- Sortiere das Grillgut nach Garzeit.
- Schneide Gemüse gleichmäßig, damit alles gleichzeitig fertig wird.
- Verwende Grillmatten oder -schalen, sie leiten Wärme besser.
- Starte nicht zu früh mit dem Vorheizen bei Gas- oder Elektrogrill.
- Nutze Restwärme zum Warmhalten oder Nachgaren.

Fazit: Bewusst grillen lohnt sich
Wer möglichst umweltfreundlich grillen möchte, ist mit einem Elektrogrill – idealerweise mit Ökostrom – am besten beraten. Gasgrills liegen im Mittelfeld, während Holzkohlegrills die schwächste CO₂ Bilanz haben. Am Ende entscheidet aber nicht nur die Technik, sondern auch der Umgang damit. Elektro überzeugt durch Effizienz und Komfort, Gas durch Leistung und Kontrolle, Holzkohle durch ein unverwechselbares Aroma. Mit der passenden Grillgröße, einem klugen Umgang mit Hitze und kurzen Garzeiten lässt sich der Energieverbrauch deutlich senken – ohne auf Genuss zu verzichten. So schmeckt der Sommer gleich noch ein bisschen besser.
Für alle, die auch ansonsten gern draußen sind, haben wir hier regionale Wandertipps oder Ideen für eine Fahrradtour.






