Strompreis, Teil 3: Die Konzessionsabgabe
Der Strompreis setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Einer davon ist die Konzessionsabgabe. Mit dem Begriff Konzessionsabgabe können viele Menschen erst einmal nichts anfangen – sie spielt aber für Städte und Gemeinden eine wichtige Rolle. Doch was steckt hinter der Konzessionsabgabe, wer zahlt sie und warum landet sie auf deiner Stromrechnung?
Was hat die Bundesnetzagentur damit zu tun?
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) sorgt dafür, dass Strom möglichst fair zu dir nach Hause kommt. Die BNetzA überwacht den Wettbewerb, regelt den Zugang zu den Stromnetzen und ist eine wichtige Anlauf-stelle für Fragen rund um Energiepreise.
Nach ihrer Definition ist die Konzessionsabgabe eine Art Nutzungsentgelt: Rechtlich gesehen wird das Wegerecht dem jeweiligen Energieversorgungsunternehmen eingeräumt, das Eigentümer der Stromleitungen ist. Dafür zahlt dieses Unternehmen den Städten und Gemeinden eine Konzessionsabgabe.
Der Netzbetreiber tritt meist nur als „Zwischenstation“ auf: Er zieht die Konzessionsabgabe über die Stromrechnung ein und leitet sie weiter. Am Ende ist sie dennoch ein Entgelt dafür, dass kommunale Flächen für Stromleitungen genutzt werden dürfen.
Wer entscheidet über die Wegenutzung?
Die Grundlage für alles ist ein Konzessionsvertrag. Darin regeln Kommune und Energieversorgungsunternehmen, wer die öffentlichen Wege nutzen darf. Diese Verträge laufen meist bis zu 20 Jahre und werden danach neu ausgeschrieben oder verlängert. Die Kommune entscheidet dabei selbst:
- Bleibt sie beim bisherigen Partner?
- Oder soll ein neues Unternehmen übernehmen?

Warum taucht die Konzessionsabgabe auf deiner Stromrechnung auf?
Die Netzbetreiber geben diese Kosten an die Energieversorger weiter und die rechnen sie schließlich mit dir als Endkunden ab. Deshalb ist die Konzessionsabgabe ein fester Bestandteil des Strompreises.
Wichtig zu wissen
Auch wenn sich der Strompreis in den letzten Jahren stark verändert hat, bleibt die Konzessionsabgabe bestehen. Aktuell liegt sie für Haushaltskunden je nach Gemeindegröße bei rund 1,3 bis 1,7 Cent pro Kilowattstunde Strom.
Gesetzliche Regelung
Wie hoch die Konzessionsabgabe maximal sein darf, regelt die Konzessionsabgabenverordnung (KAV).
Entscheidend sind dabei:
- die Einwohnerzahl der Gemeinde
- die Art des Stromvertrags (z. B. Haushaltskunde oder Sondervertrag)
Die KAV wurde zuletzt Ende 2025 angepasst. An den Höchstsätzen für Haushaltskunden hat sich jedoch nichts geändert. Für Kommunen und Verbraucher gilt hier weiterhin Verlässlichkeit.
Neue Klarheit durch ein wichtiges Gerichtsurteil
In den letzten Jahren gab es trotzdem eine relevante Neuerung: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat Ende 2023 entschieden, wie der sogenannte Kommunalrabatt korrekt zu berechnen ist. Ein Kommunalrabatt ist ein Preisnachlass, den Netzbetreiber Gemeinden auf bestimmte Netzentgelte gewähren dürfen, zum Beispiel für eigene Liegenschaften wie Rathäuser oder Schulen.
Der BGH hat klargestellt:
- Der Rabatt darf nicht auf Konzessionsabgaben, Steuern oder Umlagen angerechnet werden.
- Er gilt nur für reine Netzentgelt-Bestandteile wie Arbeits- oder Grundpreise.
Das sorgt für mehr Transparenz und klare Abgrenzungen, auch wenn einige Gemeinden ihre Abrechnungen dadurch anpassen mussten.

Sinkende Strompreise – was bedeutet das für die Konzessionsabgabe?
Durch staatliche Entlastungen und niedrigere Netzentgelte ist der Strompreis zuletzt gesunken. Die Konzessionsabgabe selbst bleibt jedoch unverändert. Das hat einen interessanten Effekt: Weil andere Preisbestandteile schrumpfen, fällt die Konzessionsabgabe anteilig etwas stärker ins Gewicht, obwohl sie pro Kilowattstunde gleichbleibt. Unterm Strich gilt trotzdem: Die Konzessionsabgabe macht weiterhin nur einen kleinen Teil des Strompreises aus.
Wie wir als enviaM-Gruppe mit Kommunen zusammenarbeiten und sie bei der Umsetzung ihrer Energieziele unterstützen, findest du hier auf unserer Website.
Mehr zum Thema Strom- und Gaspreise erfahren Sie in folgenden Beiträgen:
Strompreis, Teil 1: Wie setzt sich der Strompreis zusammen?
Strompreis, Teil 2: Was vom Strompreis an den Staat geht
Strompreis, Teil 4: Umlagen
Strompreis, Teil 5: Einflussfaktoren
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Zwischen Kundenzentrierung, Respekt und Engagement – im Interview mit Leila
Neue Wege beginnen oft mit einer mutigen Entscheidung. Für Leila führte sie von Tunesien nach Deutschland und schließlich zu envia TEL. Heute ist sie als Referentin für Projektierung und Kalkulation Ansprechpartnerin für Geschäftskunden, engagiert sich für Chancengleichheit und setzt sich dafür ein, Menschen miteinander zu verbinden – beruflich wie persönlich. Im Interview erzählt sie von ihrem Neustart in Deutschland, ihrem Arbeitsalltag und davon, warum Offenheit und gegenseitige Unterstützung die besten Voraussetzungen für gemeinsames Wachstum sind.
Hey Leila, stell dich doch kurz vor: Wer bist du und was machst du bei uns?
Ich arbeite seit Mai 2019 bei envia TEL als Referentin im Bereich Kundenzentrierte Prozesse / Auftrag Lösung. Gemeinsam mit meinem Team betrachten wir unsere Aufträge und Lösungen konsequent aus Kundensicht, entwickeln sie kontinuierlich weiter und sorgen dafür, dass sie sich im Alltag bewähren. Dabei gefällt mir besonders, dass hinter jedem Prozess am Ende immer Menschen stehen – unsere Kunden, aber auch die Kollegen, mit denen wir zusammenarbeiten.
Wie sieht dein Arbeitsalltag aus – und welchen Beitrag leistet deine Arbeit für die Region?
Einen klassischen Arbeitsalltag gibt es für mich eigentlich nicht mehr. Durch das mobile Arbeiten habe ich die Flexibilität, meinen Tag selbst zu gestalten und meine Aufgaben immer wieder an die aktuellen Anforderungen anzupassen. Was viele vielleicht nicht direkt sehen: Hinter einer funktionierenden digitalen Verbindung stecken viel Planung, Koordination und Abstimmung. Genau hier beginnt meine Arbeit. Als Referentin für Projektierung und Kalkulation begleite ich Projekte und Anfragen von der Optionierung bis hin zum Projektmanagement. Ich prüfe technische Ressourcen, kalkuliere Budgets und koordiniere die verschiedenen Beteiligten, damit aus einer Idee am Ende eine erfolgreiche Lösung entsteht. Diese Mischung aus Planung, Zahlen, Technik und Zusammenarbeit macht meinen Job besonders spannend. Gleichzeitig weiß ich, dass meine Arbeit einen Beitrag zu etwas Größerem leistet: Mit unserer Arbeit in der Telekommunikation schaffen wir die Grundlage dafür, dass Menschen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zuverlässig miteinander verbunden bleiben und unsere Region auch in Zukunft digital gut aufgestellt ist.

Dein Weg zu uns begann nicht in Deutschland. Was hat dich hierhergeführt und wie bist du zu uns gekommen?
Mich hat die Suche nach neuen beruflichen und persönlichen Perspektiven nach Deutschland geführt. Ich wollte mich weiterentwickeln, neue Erfahrungen sammeln und meinen eigenen Weg gehen. Später bin ich aus familiären Gründen von Berlin nach Brandenburg gezogen. Bei meiner Suche nach einem Arbeitgeber in der Region bin ich auf die enviaM-Gruppe aufmerksam geworden. Besonders positiv war für mich, wie herzlich ich aufgenommen wurde. Die Unterstützung und Offenheit meiner Kolleginnen und Kollegen haben mir den Einstieg sehr erleichtert. Heute sehe ich diesen Weg als eine wertvolle Erfahrung – sowohl persönlich als auch beruflich.

Der Start in einem neuen Land bringt sicher Herausforderungen mit sich. Was war für dich besonders herausfordernd?
Eine neue Sprache zu lernen, ist nur ein Teil des Ankommens. Für mich war es genauso wichtig, die Kultur dahinter zu verstehen – also die Menschen, ihre Gewohnheiten und die Art, miteinander zu kommunizieren. Da meine Familie nicht in meiner Nähe war, habe ich über Sprachstammtische und ehrenamtliche Tätigkeiten viele neue Menschen kennengelernt. Daraus sind Freundschaften entstanden, die mir geholfen haben, mich Schritt für Schritt zuhause zu fühlen.
Welche kulturellen Unterschiede im Arbeitsalltag sind dir besonders aufgefallen?
Dass Pünktlichkeit in Deutschland eine wichtige Rolle spielt, war mir bereits bekannt. Neu für mich war vor allem die langfristige Planung vieler Themen. Am Anfang war das ungewohnt, heute schätze ich diese Struktur sehr, weil sie Orientierung und Verlässlichkeit schafft. Gleichzeitig bringe ich meine eigenen Erfahrungen und Perspektiven mit. Genau diese Verbindung aus unterschiedlichen Kulturen empfinde ich als Stärke. Besonders der Austausch in externen Netzwerken inspiriert mich. Dort kommen verschiedene Erfahrungen, Best Practices und neue Ideen zusammen, aus denen wertvolle Impulse entstehen.
Du engagierst dich bei uns und auch außerhalb des Unternehmens für Vielfalt und die Förderung von Frauen. Was treibt dich dabei an?
Meine Familie hat mir früh vermittelt, Verantwortung zu übernehmen und nicht nur den eigenen Erfolg im Blick zu haben, sondern auch darauf zu achten, wie man andere Menschen unterstützen und stärken kann. Diese Werte begleiten mich bis heute und prägen auch mein Engagement für Vielfalt und die Förderung von Frauen. Für mich bedeutet dieses Engagement vor allem, Chancen zu schaffen, Menschen zu ermutigen und einen positiven Beitrag zu leisten. Seit über zwei Jahren bin ich außerdem Mitglied in unserem internen Diversity Circle, einer Projektgruppe, die sich mit Vielfalt und Inklusion beschäftigt. Dort geht es darum, Bewusstsein zu schaffen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und eine Unternehmenskultur mitzugestalten, in der sich alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Identität oder persönlichem Weg – wertgeschätzt und willkommen fühlen.

Gab es Menschen, die dich auf deinem Karriereweg besonders unterstützt haben?
Ja, auf jeden Fall. Besonders wertvoll waren Menschen, die ihr Wissen mit mir geteilt, mich ermutigt und mir Vertrauen entgegengebracht haben. Gerade in der Zeit, in der ich mich an neue Arbeitsweisen und die deutsche Arbeitskultur gewöhnt habe, waren die Unterstützung, das Feedback und die Geduld von Kolleginnen, Kollegen und Führungskräften sehr wichtig für mich. Solche Begegnungen zeigen mir, wie viel ein unterstützendes Umfeld bewirken kann.
Was hilft dir dabei, dein Potenzial im Job voll zu entfalten?
Für mich ist ein Arbeitsumfeld entscheidend, in dem offene Kommunikation, Vertrauen und gegenseitiger Respekt gelebt werden. Dort kann ich meine Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und mich weiterentwickeln. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für mich sehr wichtig. Flexible Arbeitsmöglichkeiten, ein gutes Arbeitsklima und die Unterstützung durch mein Team machen für mich im Alltag einen großen Unterschied.

Was sollten wir unbedingt über dich wissen, dass nicht in deinem Jobtitel steht?
Mein Jobtitel beschreibt meine Aufgaben – aber nicht meine Persönlichkeit. Ich bin neugierig, offen für neue Themen und schätze eine wertschätzende Zusammenarbeit. Besonders gerne bringe ich Struktur in komplexe Aufgaben und suche nach Lösungen. Dabei verliere ich aber nie den Menschen hinter den Prozessen aus dem Blick.
Welche Botschaft möchtest du anderen Menschen mit auf den Weg geben?
Zuhause ist da, wo Respekt die beste Sprache ist.
Von neuen Wegen und starken Verbindungen
Leilas Geschichte zeigt, wie wertvoll neue Perspektiven sein können. Ihr Weg von Tunesien nach Deutschland war geprägt von Mut, Neugier und dem Wunsch, sich persönlich wie beruflich weiterzuentwickeln. Was einst ein neuer Anfang war, ist heute die Grundlage für ihre Arbeit und ihr Engagement. Ihre Geschichte macht deutlich: Eine starke Zusammenarbeit entsteht dort, wo Respekt, Vertrauen und Offenheit gelebt werden. Denn genau diese Werte verbinden Menschen – unabhängig von Herkunft, Erfahrung oder persönlichem Weg.
Du möchtest noch mehr über die Menschen hinter der enviaM-Gruppe erfahren? Unsere Kollegin Karolin gibt spannende Einblicke in ihre Arbeit im Veranstaltungsmanagement und zeigt, wie viel Organisation, Kreativität und Teamarbeit hinter gelungenen Events steckt. Im Interview mit Shaishav erfährst du außerdem, wie er in der Zielnetzplanung Strom an der Energieversorgung von morgen arbeitet und welche Rolle moderne Netzkonzepte für die Energiewende spielen. Und unsere Diversity Managerin Renate erzählt hier auf dem Blog, was Vielfalt und Inklusion für sie bedeuten und welche Rolle das Thema im Unternehmen spielt.
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Wenn ein Auslandsaufenthalt mehr ist als nur ein Tapetenwechsel – Trainees zu Gast in Schweden
Für einige Wochen den gewohnten Arbeitsplatz verlassen, in einem anderen Land arbeiten, neue Menschen kennenlernen und an Energieprojekten mitwirken: Genau diese Möglichkeit bot sich Paul, Stefan und Tim im Rahmen des Traineeprogramms der enviaM-Gruppe. Zwischen Januar und Juni 2026 unterstützten die drei, für jeweils zwei bis drei Monate verschiedene Teams bei E.ON in Schweden. Dabei konnten sie nicht nur wertvolle fachliche Erfahrungen sammeln, sondern auch eine andere Unternehmenskultur erleben und ihr internationales Netzwerk erweitern. Rückblickend war die Zeit in Schweden weit mehr als ein klassischer Projekteinsatz – sie war eine persönliche und berufliche Bereicherung.
Mitgestalten statt nur zuschauen: Projekte für die Energiewelt von morgen
Unsere drei Trainees wurden in unterschiedlichen Fachbereichen und damit in verschiedenen Zukunftsthemen der Energiewirtschaft eingesetzt. Gemeinsam war allen Projekten, dass unsere jungen Kollegen dabei früh Verantwortung übernehmen und aktiv mitarbeiten konnten.

So war Paul im Team Digital Finance tätig. Dort wirkte er an einem Datenprodukt zur Analyse und Visualisierung von Regulierungsdaten mit. Seine Aufgabe bestand darin, Daten aufzubereiten, zu integrieren und zu strukturieren, um eine verlässliche Grundlage für Controlling- und Reporting-Prozesse zu schaffen. Besonders wertvoll waren für ihn die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Fachbereichen und internationalen Stakeholdern.
Ich wollte nach Schweden, um Data Engineering im Netzumfeld aus einer anderen Perspektive kennenzulernen und Erfahrungen in einem internationalen Umfeld zu sammeln. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Team habe ich viele interessante Einblicke gewonnen und gleichzeitig die schwedische Arbeits- und Unternehmenskultur kennengelernt. Auch außerhalb der Arbeit gab es viele Gelegenheiten, Land, Leute und die Kultur näher zu erleben. Die Zeit in Malmö war für mich fachlich und persönlich eine sehr spannende Erfahrung.

Tim unterstützte das Team Future Network Management. Die Abteilung treibt die Digitalisierung der Netzsteuerung voran und verantwortet die Einführung eines neuen Netzleitsystems. Dabei erhielt er spannende Einblicke in ein Großprojekt mit zahlreichen internen und externen Beteiligten. Inhaltlich beschäftigte sich Tim unter anderem mit der Integration von IT- und OT-Systemen, der Synchronisation von Netzmodellen sowie mit der Frage, wie Flexibilitätsmärkte in Schweden im Vergleich zu Deutschland entwickelt werden.
Ich schaue gern über den Tellerrand. Als ich erfahren habe, dass das Traineeprogramm der enviaM-Gruppe auch einen Auslandsaufenthalt ermöglicht, war für mich sofort klar: Diese Chance möchte ich nutzen. Besonders beeindruckt hat mich, wie selbstverständlich im Büro Englisch gesprochen wurde. Und wenn mir doch einmal ein englischer Begriff fehlte, halfen oft deutsche oder schwedische Wörter weiter, die oft sehr ähnlich waren. Auch die Fika-Kultur und die leckeren Zimtschnecken sind mir besonders positiv in Erinnerung geblieben.

Stefan hingegen war Teil des Teams Planning and Steering im Bereich Energy Infrastructure Solutions. Sein Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung von Fernwärmenetzen. Dort arbeitete er an einem Automatisierungsprojekt zur Datenauswertung und Prognose zukünftiger Wärmebedarfe. Gleichzeitig konnte er seine Kenntnisse in Python vertiefen und moderne KI-gestützte Entwicklungstools wie GitHub Copilot in der Praxis einsetzen.
Für mich war Schweden eine besondere Chance, weil ich dort bereits während meines Studiums ein Auslandsjahr verbracht habe und mich dem Land seitdem verbunden fühle. Ich wollte die Gelegenheit nutzen, mein Englisch weiter zu verbessern, alte Freunde wiederzutreffen und gleichzeitig neue Kontakte innerhalb der E.ON-Welt zu knüpfen. Vor Ort habe ich nicht nur fachlich viel gelernt, insbesondere im Programmieren und beim Einsatz von GitHub Copilot, sondern auch persönlich sehr profitiert. Besonders schön war, wie schnell wir Trainees zusammengewachsen sind und auch außerhalb der Arbeit viel gemeinsam erlebt haben, von sportlichen Aktivitäten über Ausflüge bis hin zu Wochenendtrips. Genau diese Mischung aus Arbeit, Austausch und gemeinsamen Erlebnissen hat die Zeit für mich so besonders gemacht.
Internationale Zusammenarbeit schafft neue Perspektiven
Mindestens ebenso wertvoll wie die fachlichen Erfahrungen war für die drei jungen Männer der internationale Austausch. Gemeinsam mit Trainees aus verschiedenen E.ON-Gesellschaften wie Bayernwerk, HanseWerk, Süwag, E.ON SE oder EDG entstand schnell ein Netzwerk, das weit über die tägliche Projektarbeit hinausging.

Ob bei gemeinsamen Wanderungen, sportlichen Aktivitäten, Ausflügen oder entspannten Gesprächen nach Feierabend – die Zeit außerhalb des Büros half dabei, Kontakte zu knüpfen und neue Freundschaften zu schließen. Gerade diese persönlichen Begegnungen machten den Aufenthalt zu einer besonderen Erfahrung.
Was wir von der schwedischen Arbeitskultur gelernt haben
Besonders in Erinnerung geblieben ist Paul, Tim und Stefan die offene und wertschätzende Arbeitsatmosphäre. Die schwedischen Kollegen begegneten ihnen von Beginn an mit großer Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.
Auch die Arbeitsweise unterschied sich: Flache Hierarchien, eine ausgeprägte Diskussionskultur und ein hoher Stellenwert von Work-Life-Balance prägen viele Arbeitsbereiche. Auffällig war, dass in Pausen häufig private Themen im Mittelpunkt standen und bewusst Raum für persönliche Gespräche geschaffen wurde. Gleichzeitig erlebten sie einen respektvollen Umgang miteinander, der von gegenseitiger Rücksichtnahme und Vertrauen geprägt war.

Unterstützt wurde diese Kultur durch moderne Arbeitswelten mit Activity-Based-Working-Konzept, bei dem Mitarbeiter je nach Aufgabe den passenden Arbeitsbereich wählen – etwa für konzentriertes Arbeiten, Telefonate oder Zusammenarbeit. Das fördert den spontanen Austausch über Team- und Fachbereichsgrenzen hinweg und schafft ideale Voraussetzungen für Vernetzung.
Herausforderungen als Chance begreifen
Natürlich bringt so ein Auslandsaufenthalt auch Herausforderungen mit sich. Die Kommunikation auf Englisch in fachlich anspruchsvollen Themenfeldern erforderte anfangs Mut und Selbstvertrauen. Zudem galt es, sich in neue Teams, Arbeitsabläufe und Strukturen einzuarbeiten. Gerade diese Situationen erwiesen sich als besonders lehrreich.
Wir haben gelernt, wie wichtig Eigeninitiative und Offenheit sind. Oft reichen schon kleine Schritte, um schnell Anschluss zu finden: ein kurzer Coffee Chat, eine aktive Wortmeldung im Meeting oder ein gemeinsamer Ausklang des Arbeitstages mit Kolleginnen und Kollegen. Wer offen auf Menschen zugeht, gewinnt nicht nur fachlich neue Perspektiven, sondern wächst auch persönlich an den Erfahrungen.
Fazit: Eine Erfahrung, die bleibt
Die Zeit bei E.ON Schweden war für unsere Trainees eine außergewöhnliche Erfahrung. Die Mitarbeit an innovativen Energieprojekten, der Einblick in andere Arbeitsweisen und der Austausch mit Kollegen aus verschiedenen Ländern haben ihren Horizont erweitert und sie fachlich wie persönlich weiterentwickelt.

Mehr Informationen und Eindrücke zu unserem Traineeprogramm liest du in diesem Beitrag. Eltern-Kind-Büro, Hundebüro, Fitnessraum, eSports Raum, Escape Room – wir haben für jeden den passenden Platz. Details dazu gibt es hier. Und wie wir neuen Kollegen den Einstieg in den Job erleichtern, erzählen wir dir in diesem Blogartikel.
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Digitalisierung, Resilienz & Kundennutzen
Wenn wir von Digitalisierung sprechen, denken viele zuerst an neue Software, moderne Technik oder künstliche Intelligenz. Doch der eigentliche Mehrwert zeigt sich oft an ganz anderer Stelle: Wenn Prozesse einfacher werden, Informationen schneller verfügbar sind und Menschen ihre Arbeit effizienter erledigen können. Genau dort treffen Digitalisierung, Resilienz und Kundennutzen aufeinander.
Für die enviaM-Gruppe sind diese Themen eng miteinander verbunden. Die Energiewende eröffnet viele neue Möglichkeiten: Immer mehr erneuerbare Energien, digitale Anwendungen und Technologien prägen die Energieversorgung. Damit daraus ein verlässliches und zukunftsfähiges System entsteht, braucht es moderne Technik, starke Netze und vor allem Menschen, die beides zusammenbringen.
Digitalisierung schafft die Grundlage für die Energiezukunft
Die Energiewende bringt die Energieversorgung in Bewegung. Immer mehr Strom stammt aus erneuerbaren Energien, die Bedeutung von Elektromobilität, Wärmepumpen und Speichern nimmt deutlich zu. Damit dieses System zuverlässig funktioniert, braucht es nicht nur neue Leitungen und Anlagen, sondern auch digitale Lösungen.

Was diese Entwicklung konkret bedeutet, zeigen die Zahlen aus dem Netzgebiet von unserem Verteilnetzbetreiber MITNETZ STROM: Allein zwischen Ende 2024 und Ende 2025 wurden rund 27.000 neue Photovoltaikanlagen, mehr als 60 Windenergieanlagen und etwa 10.000 Speichermodule angeschlossen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Anfragen für leistungsstarke Netzanschlüsse an.
Damit erneuerbare Energien und neue Anwendungen bestmöglich integriert werden können, setzt die enviaM-Gruppe auf digitale Technologien. Ein Beispiel sind moderne, fernsteuerbare Trafostationen, so genannte digitale Ortsnetzstationen. Diese liefern wichtige Informationen über die aktuelle Netzauslastung und helfen dabei, das Stromnetz effizienter zu steuern. Bis 2030 sollen mehr als 4.000 neue digitale Ortsnetzstationen entstehen und weitere 3.000 bestehende Anlagen modernisiert werden.

Digitalisierung wird sichtbar, wenn Menschen zusammenarbeiten
Technologie allein löst jedoch keine Probleme. Denn erst durch die Menschen, die sie entwickeln und einsetzen, entsteht ein echter Mehrwert. Ein Beispiel dafür ist unser Digitale Zwilling des Stromnetzes. Bei diesem erstellen die Kollegen von MITNETZ STROM digitale 3D-Abbilder von Umspannwerken, Leitungen und anderen Betriebsmitteln. Was zunächst nach einem reinen IT-Projekt klingt, lebt vor allem von der Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche. Ingenieure, Netzexperten und IT-Spezialisten arbeiten gemeinsam daran, das digitale Modell weiterzuentwickeln und für den Arbeitsalltag nutzbar zu machen. Inzwischen existieren bereits mehr als 100 digitale Modelle von Umspannwerken. Tendenz auch hier steigend.

Der Nutzen liegt auf der Hand: Informationen stehen schneller zur Verfügung, Planungen werden einfacher und Entscheidungen können auf einer gemeinsamen Datenbasis getroffen werden. Das spart Zeit und erhöht gleichzeitig die Qualität der Prozesse.
Resilienz entsteht lange vor einer Krise
Resilienz bedeutet, vorbereitet zu sein. Nicht erst dann, wenn eine außergewöhnliche Situation eintritt, sondern bereits lange vorher. Deshalb investiert MITNETZ STROM kontinuierlich in Infrastruktur, Prozesse und Know-how. Allein im Jahr 2026 fließen 531 Millionen Euro in Ausbau, Betrieb, Erneuerung und Weiterentwicklung der Stromnetze. Bis 2030 sollen insgesamt rund drei Milliarden Euro investiert werden. Ziel ist es, die Energieversorgung stabil zu halten und gleichzeitig die Voraussetzungen für die Energiezukunft zu schaffen.

Zur Resilienz gehören aber nicht nur moderne Anlagen, sondern auch regelmäßiges Training und die Vorbereitung auf außergewöhnliche Situationen. Anfang 2026 haben Mitarbeiter von MITNETZ STROM gemeinsam mit Feuerwehr und Technischem Hilfswerk in Grimma den Schutz kritischer Infrastruktur bei Hochwasser geübt. Solche Übungen helfen dabei, Abläufe zu testen und die Zusammenarbeit verschiedener Partner für den Ernstfall zu stärken.
Der Kundennutzen bleibt im Mittelpunkt
Ob digitale Services, moderne Netze oder neue Technologien: Am Ende sollen sie vor allem eines bewirken: einen spürbaren Nutzen für unsere Kunden. Oft profitieren sie von Entwicklungen, die im Hintergrund stattfinden. Ein stabiles Netz sorgt dafür, dass Strom zuverlässig verfügbar ist. Digitale Systeme helfen dabei, Störungen schneller zu erkennen und Prozesse effizienter zu steuern. Gleichzeitig entstehen immer mehr digitale Serviceangebote, mit denen Kunden Informationen abrufen oder Anliegen online erledigen können. Dazu gehören beispielsweise die Online-Störungsauskunft, digitale Hausanschlussportale oder weitere Online-Services von MITNETZ STROM.
Fazit
Menschen, Digitalisierung, Resilienz und Kundennutzen lassen sich nicht voneinander trennen. Die enviaM-Gruppe investiert in moderne Netze, digitale Technologien und neue Arbeitsweisen, um die Energieversorgung auch in Zukunft zuverlässig sicherzustellen. Projekte wie digitale Trafostationen, der Digitale Zwilling des Stromnetzes oder regelmäßige Übungen zum Schutz kritischer Infrastruktur zeigen, wie diese Themen in der Praxis zusammenwirken.
Hinter digitalen Technologien, modernen Netzen und innovativen Projekten stehen immer Menschen, die diese Entwicklungen vorantreiben. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass die Energieversorgung heute zuverlässig funktioniert und gleichzeitig fit für die Zukunft bleibt.
In „Von Solar bis Biomethan – Projekte für eine nachhaltige Energiezukunft“ liest du, welche Projekte die enviaM-Gruppe umsetzt und welche Herausforderungen die Energiewende mit sich bringt, erklären wir in diesem Beitrag.
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Batteriespeicher einfach erklärt: Strom speichern, wenn die Sonne scheint
Stell dir vor, du könntest Strom genauso einfach aufbewahren wie Regenwasser in einer Tonne. Genau das machen Batteriespeicher: Sie speichern Energie, wenn sie im Überfluss vorhanden ist, und geben sie später wieder ab, wenn sie gebraucht wird. Warum das wichtig ist? Windräder produzieren nur Strom, wenn der Wind weht. Solaranlagen liefern Energie nur bei Sonnenschein. Unser Stromverbrauch richtet sich aber nicht nach dem Wetter. Wir kochen abends, laden nachts das E-Auto und schalten morgens das Licht ein. Batteriespeicher helfen dabei, diese zeitliche Lücke zu schließen und machen erneuerbare Energien noch wertvoller. Doch wie funktioniert ein Batteriespeicher eigentlich? Für wen lohnt sich die Technologie? Und welche Rolle spielt die enviaM-Gruppe beim Ausbau von Speicherlösungen? Wir erklären es.
Was ist ein Batteriespeicher?
Ein Batteriespeicher, auch „Battery Energy Storage System“ (BESS) genannt, speichert Strom und stellt ihn bei Bedarf wieder zur Verfügung. Im Grunde funktioniert er wie ein riesiger Akku. Das Prinzip kennst du vielleicht von einer Solarlampe im Garten: Tagsüber lädt sie sich durch Sonnenenergie auf. Sobald es dunkel wird, nutzt sie die gespeicherte Energie und beginnt zu leuchten.
Ein moderner Batteriespeicher arbeitet nach demselben Prinzip, nur deutlich größer. Während eine Solarlampe wenige Wattstunden speichert, erreichen Großbatteriespeicher heute Kapazitäten von bis zu 100.000 Kilowattstunden.
Was bedeuten 100.000 Kilowattstunden das in der Praxis?
100.000 Kilowattstunden entsprechen dem jährlichen Stromverbrauch von rund 25 durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalten. Oder: Mit 100.000 Kilowattstunden könnte ein Elektroauto etwa 550.000 bis 650.000 Kilometer fahren, also rund 15-mal die Erde umrunden.
Wie funktioniert ein Batteriespeicher?
Das Grundprinzip ist einfach: Stromüberschuss speichern, Strommangel ausgleichen. Wenn viel Strom aus Wind- oder Solaranlagen verfügbar ist, lädt sich der Batteriespeicher auf. Wird später Energie benötigt oder steigen die Strompreise, gibt er den gespeicherten Strom wieder ab.
Dabei passiert im Inneren Folgendes:
- Beim Laden wird elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt.
- Beim Entladen läuft der Prozess umgekehrt ab.
- Die gespeicherte Energie steht wieder als Strom zur Verfügung.
Damit das sicher und effizient funktioniert, besteht ein Batteriespeicher aus weit mehr als nur Batteriezellen. Moderne Anlagen verfügen über intelligente Steuerungen, Leistungselektronik und Sicherheitssysteme. Sie überwachen den Zustand der Batterien rund um die Uhr und entscheiden automatisch, wann Energie gespeichert oder abgegeben werden soll.

Wer profitiert von Batteriespeichern?
Batteriespeicher sind längst nicht mehr nur für Energieunternehmen interessant. Sie kommen heute in Privathaushalten ebenso zum Einsatz wie in Gewerbe, Industrie und der Energiewirtschaft.
Zuhause: Mehr vom eigenen Solarstrom nutzen
Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, produziert oft mehr Strom als gerade benötigt wird. Ein Batteriespeicher sorgt dafür, dass dieser Strom nicht verloren geht. Der tagsüber erzeugte Solarstrom kann beispielsweise am Abend zum Kochen, Fernsehen oder Laden eines Elektroautos genutzt werden. Das erhöht den Eigenverbrauch und reduziert den Strombezug aus dem Netz.
Mit dem dynamischen Stromtarif MEIN STROM Vision von enviaM lädt sich ein Batteriespeicher zusätzlich automatisch dann auf, wenn Strompreise besonders niedrig sind.

Unternehmen: Energiekosten besser steuern
In Gewerbe und Industrie helfen Batteriespeicher dabei, Lastspitzen zu reduzieren und Strom günstiger einzusetzen.
Besonders interessant ist das für Unternehmen,
- die eigenen Solarstrom erzeugen,
- hohe Energieverbräuche haben
- deren Strombedarf stark schwankt.
Hier kann ein Batteriespeicher Energiekosten senken und die Versorgung planbarer machen.
Stadtwerke und Energieversorger: Das Stromnetz stabil halten
Großbatteriespeicher übernehmen eine wichtige Rolle für die Energiewende. Sie können große Mengen Strom zwischenspeichern und helfen dabei, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Dadurch lassen sich erneuerbare Energien besser integrieren und bestehende Stromnetze effizienter nutzen.
Welche Rolle spielt die enviaM-Gruppe dabei?
Wir entwickeln und realisieren Speicherlösungen, die genau zu den Anforderungen unserer Kunden passen. Als Full-Service-Partner begleiten wir Projekte von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Betrieb: von der Planung und dem Netzanschluss über die Errichtung und Inbetriebnahme bis hin zur technischen Betriebsführung, Wartung und Vermarktung. So erhalten unsere Kunden alle Leistungen aus einer Hand.
Alle Infos zu unseren Dienstleistungen gibt es auf unserer Website.

Ein Beispiel aus der Praxis: Großbatteriespeicher in Dessau-Roßlau
Wie Batteriespeicher die Energiewende voranbringen, zeigt ein aktuelles Projekt in Dessau-Roßlau. Gemeinsam mit den Stadtwerken Dessau errichtet die Projektgesellschaft AnhaltEcoStore GmbH direkt am Umspannwerk in Roßlau einen modernen Großbatteriespeicher. Auf einer Fläche von rund 1.100 Quadratmetern entstehen sechs Batteriecontainer mit einer Speicherkapazität von etwa 34 Megawattstunden und einer installierten Scheinleistung von rund 14 Megavoltampere. Allein die gespeicherte Energiemenge entspricht dem durchschnittlichen Tagesbedarf von rund 4.500 Haushalten. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende 2027 geplant.

Der Speicher wird über einen eigenen Netzanschluss verfügen und flexibel auf Angebot und Nachfrage reagieren können: Ist Strom besonders günstig oder reichlich verfügbar, nimmt die Anlage Energie auf. Steigt der Bedarf, kann sie diese wieder ins Netz einspeisen. So unterstützt der Großbatteriespeicher nicht nur die Integration erneuerbarer Energien, sondern hilft auch dabei, Netzengpässe zu reduzieren und die Stabilität des Stromnetzes zu sichern. Die enviaM-Gruppe begleitet das Vorhaben mit envia THERM über den gesamten Projektzyklus hinweg – von der Planung und dem Netzanschluss über Bau und Inbetriebnahme bis hin zu Betriebsführung, Wartung und Vermarktung.
Warum sind Batteriespeicher für die Energiewende unverzichtbar?
Je mehr Wind- und Solarenergie ins Stromsystem integriert werden, desto wichtiger wird die Möglichkeit, Strom zwischenzuspeichern. Denn die größte Herausforderung der Energiewende ist nicht die Erzeugung von Strom, sondern die richtige Verteilung über die Zeit.
Batteriespeicher sorgen dafür, dass Strom nicht genau in dem Moment verbraucht werden muss, in dem er erzeugt wird. Sie schaffen Flexibilität und helfen dabei,
- mehr erneuerbare Energien ins Netz zu integrieren,
- Stromnetze zu entlasten,
- Versorgungssicherheit zu erhöhen,
- vorhandene Infrastruktur effizienter zu nutzen.
Kurz gesagt: Batteriespeicher machen Strom aus Wind und Sonne jederzeit verfügbar – auch dann, wenn gerade kein Wind weht und die Sonne nicht scheint.
Fazit: Batteriespeicher machen die Energiewende flexibel
Batteriespeicher sind weit mehr als nur große Akkus. Sie helfen dabei, Strom aus Wind- und Solaranlagen genau dann verfügbar zu machen, wenn er gebraucht wird. Damit schließen sie die Lücke zwischen Erzeugung und Verbrauch und sorgen für mehr Flexibilität im Energiesystem.
Ob im Privathaushalt, im Unternehmen oder im Stromnetz: Batteriespeicher ermöglichen eine effizientere Nutzung erneuerbarer Energien, erhöhen die Versorgungssicherheit und unterstützen den Ausbau einer nachhaltigen Energieversorgung. Je stärker die Energiewende voranschreitet, desto wichtiger wird ihre Rolle. Kurz gesagt: Batteriespeicher sind ein entscheidender Baustein für eine klimafreundliche und zuverlässige Energiezukunft.
Von Solar bis Biomethan – welche Projekte die enviaM-Gruppe außerdem vorantreibt, kannst du hier nachlesen. Welchen Weg Vetschau zu einer klimafreundlichen Versorgung geht, erfährst du in diesem Beitrag.
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Auf der Zielgeraden: Unsere Poolfahrzeugflotte wird vollelektrisch
Elektromobilität gehört bei uns längst zum Arbeitsalltag. Was vor ein paar Jahren mit ersten Tests und Probefahrten begann, ist heute ganz selbstverständlich geworden. In den vergangenen Jahren haben wir unsere Poolfahrzeuge Schritt für Schritt elektrifiziert. Mit durchweg positiven Erfahrungen sind fast alle dieser Fahrzeuge inzwischen elektrisch unterwegs. Dabei passen wir die ursprünglichen Pläne immer wieder an die tatsächlichen Bedarfe an. Oberste Prämisse: Alles, was neu dazukommt, ist selbstverständlich auch elektrisch. Damit erreichen wir einen wichtigen Meilenstein und leisten gleichzeitig einen konkreten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz in unserer Region. Vor allem aber zeigen wir: Nachhaltige Mobilität im Unternehmen funktioniert.
Der Einstieg in die Elektromobilität – früher als viele denken
Den Grundstein für unsere vollelektrische Poolfahrzeugflotte haben wir bereits 2013 mit dem ersten Elektrofahrzeug gelegt. Zu Beginn setzten wir E-Autos gezielt an einzelnen Standorten ein, an denen bereits eine passende Ladeinfrastruktur zur Verfügung stand. In dieser Phase ging es vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln und die neue Technologie im Arbeitsalltag zu testen.
Wie bei jeder Veränderung gab es anfangs auch Unsicherheiten. Fragen zu Reichweite, Ladezeiten oder Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen beschäftigten viele Kollegen. Diese Vorbehalte haben wir ernst genommen.

Regelmäßige Schulungen, Informationen im Intranet sowie Gespräche im Rahmen der jährlichen Arbeitsschutzbelehrung haben dabei geholfen, offene Fragen zu klären und Sicherheit im Umgang mit den Fahrzeugen zu schaffen. Mit jedem positiven Erfahrungswert wuchs das Vertrauen in die neue Antriebstechnologie. Ein klarer Vorstandsbeschluss stärkte das Thema zusätzlich und verankerte Elektromobilität zu einem festen Bestandteil unseres Arbeitsalltags.
Als Standardmodell setzen wir dabei auf den Volkswagen ID.3. Durch die einheitliche Beschriftung sind unsere Poolfahrzeuge im Straßenbild gut erkennbar. Gleichzeitig können sie standortübergreifend flexibel für dienstliche Fahrten genutzt werden – ganz im Sinne des Sharing-Gedankens.
Reichweite und Einsatz im Arbeitsalltag
Mit einer Reichweite von rund 400 Kilometern sind unsere Elektrofahrzeuge bestens für den Arbeitsalltag geeignet. Für die meisten dienstlichen Fahrten ist dies vollkommen ausreichend, da sie überwiegend innerhalb unseres Versorgungsgebiets stattfinden.

Auch längere Dienstreisen lassen sich problemlos mit den Poolfahrzeugen umsetzen. Gute Planung spielt dabei eine wichtige Rolle. Ladezeiten werden bewusst als Teil der Reisezeit eingeplant und geeignete Ladepunkte bereits im Vorfeld berücksichtigt. Entsprechende Hinweise zur Routenplanung sind fest in unseren internen Unterlagen verankert. Zusätzlich stellen wir eine stets aktuelle Übersicht relevanter Ladepunkte zur Verfügung.
Ladeinfrastruktur und Sharing als Erfolgsfaktoren
Parallel zur Elektrifizierung haben wir den Sharing-Gedanken konsequent weiterentwickelt und fest im Arbeitsalltag verankert. Um den steigenden Mobilitätsbedarf unserer Mitarbeiter in der Region abzudecken, wurde der Bestand an Poolfahrzeugen schrittweise erhöht. Gleichzeitig ist an unseren Verwaltungsstandorten eine moderne Ladeinfrastruktur entstanden. Ein bedarfsgerechter Mix aus AC- und DC-Ladepunkten sowie zusätzliche Schnelllademöglichkeiten an stark frequentierten Standorten sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Dabei verhindert ein intelligentes Lastmanagementsystem Überlastungen an den Netzanschlüssen und stellt einen effizienten Betrieb sicher.

Elektromobilität als Teil der Unternehmensstrategie
Mit der auf Elektroantrieb umgestellten Poolfahrzeugflotte reduziert die enviaM-Gruppe CO₂-Emissionen im laufenden Betrieb und verankert nachhaltige Mobilität fest im Unternehmensalltag. Die Maßnahme ist Teil der langfristigen Ausrichtung der Unternehmensgruppe auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
Fazit
Der Weg zur vollelektrischen Poolfahrzeugflotte hat mehrere Jahre gedauert: Erste Tests, offene Fragen, gemeinsames Lernen und der kontinuierliche Ausbau von Infrastruktur haben diesen Prozess geprägt. Heute zeigt sich, dass eine klare Strategie, die passende technische Ausstattung und eine transparente Kommunikation entscheidend sind, um Elektromobilität erfolgreich in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Wenn du mehr über das Thema Nachhaltigkeit wissen willst, findest du im Beitrag „Klimafreundlicher Konsum“ Alltagstipps, die dir helfen, wirklich etwas zu bewegen. Mehr zum Thema Klimaneutralität in Deutschland erfährst du hier.
Wusstest du schon? Was sind Zufallsgewinne?
Immer wieder wird in Politik und Medien über sogenannte „Zufallsgewinne“ oder „Übergewinne“ diskutiert. Besonders dann, wenn die Energiepreise stark steigen oder bestimmte Unternehmen außergewöhnlich hohe Erlöse erzielen, taucht der Begriff regelmäßig auf. Doch was genau sind Zufallsgewinne, wie entstehen sie und warum sind längst nicht alle Energieunternehmen davon betroffen?
Was verstehen wir unter Zufallsgewinnen?
Als Zufallsgewinne werden Gewinne bezeichnet, die Unternehmen erzielen, ohne dass diese unmittelbar auf zusätzliche Investitionen, Innovationen oder besondere Leistungen zurückzuführen sind. Vielmehr entstehen sie häufig durch außergewöhnliche Marktbedingungen.
Im Englischen spricht man von einer „Windfall Tax“, was sinnbildlich als „Fallobst-Steuer“ übersetzt werden kann. Dahinter steckt die Idee, Gewinne abzuschöpfen, die Unternehmen quasi „zufallen“. Die dadurch erzielten staatlichen Einnahmen könnten beispielsweise genutzt werden, um Verbraucher finanziell zu entlasten.
Der Begriff wird oft mit der sogenannten Übergewinnsteuer verwechselt. Während sich Zufallsgewinne auf außerordentliche Erlöse aufgrund besonderer Marktsituationen beziehen, sollen bei einer Übergewinnsteuer generell außergewöhnlich hohe Gewinne besteuert werden.
Warum können im Strommarkt Zufallsgewinne entstehen?
Eine wichtige Rolle spielt dabei das sogenannte Merit-Order-Prinzip. Es legt fest, in welcher Reihenfolge Kraftwerke zur Stromerzeugung eingesetzt werden.
Zunächst speisen die günstigsten Kraftwerke Strom ins Netz ein. Dazu gehören häufig Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Reicht deren Stromproduktion nicht aus, kommen weitere Kraftwerke mit höheren Erzeugungskosten zum Einsatz. Das zuletzt benötigte Kraftwerk bestimmt den Preis an der Strombörse.
In Zeiten hoher Gaspreise waren dies häufig Gaskraftwerke. Dadurch stieg der Marktpreis für Strom insgesamt an. Gleichzeitig konnten Erzeuger mit niedrigeren Produktionskosten, beispielsweise Betreiber von Wind- oder Solaranlagen, ihren Strom ebenfalls zu diesen höheren Marktpreisen verkaufen. So entstanden zusätzliche Erlöse, die häufig als Zufallsgewinne bezeichnet wurden.

Ist das heute noch ein Thema?
Die außergewöhnliche Energiekrise der Jahre 2022 und 2023 liegt mittlerweile hinter uns. Dennoch bleibt die Diskussion aktuell. Denn Energiepreise werden weiterhin von internationalen Entwicklungen, Angebot und Nachfrage sowie geopolitischen Ereignissen beeinflusst. Kommt es zu starken Preissprüngen, wird regelmäßig darüber diskutiert, ob außergewöhnliche Gewinne einzelner Marktteilnehmer abgeschöpft werden sollten.
Das Grundprinzip des Strommarktes hat sich dabei nicht verändert: Steigen die Preise am Markt stark an, können unter bestimmten Umständen erneut Erlöse entstehen, die als Zufallsgewinne wahrgenommen werden.
Und wer ist davon betroffen?
Wichtig ist: Nicht alle Energieunternehmen profitieren automatisch von hohen Strom- oder Gaspreisen.
Von möglichen Zufallsgewinnen sind vor allem Energieerzeuger betroffen, die Strom produzieren und an den Markt verkaufen. Energielieferanten hingegen müssen Energie zunächst einkaufen, bevor sie diese an ihre Kunden weitergeben.
Dazu gehören auch Unternehmen der enviaM-Gruppe. Als Energiedienstleister und Versorger beschaffen wir Strom und Gas am Markt, um Haushalte, Gewerbe- und Industriekunden zuverlässig zu beliefern. Steigen die Beschaffungskosten, wirken sich diese daher auch auf die Kosten der Energieversorgung aus.
Fazit
Zufallsgewinne sind kein neues Phänomen. Sie entstehen, wenn außergewöhnliche Marktbedingungen dazu führen, dass Unternehmen zusätzliche Erlöse erzielen, ohne ihre Produktionskosten entsprechend zu erhöhen. Die Energiekrise hat das Thema besonders sichtbar gemacht. Auch wenn die damalige Ausnahmesituation vorbei ist, bleibt die Frage aktuell, wie mit außergewöhnlichen Gewinnen in Krisenzeiten umgegangen werden sollte und wie der Strommarkt funktioniert.
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