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Wenn Energie auf Bildung trifft: Wie wir Unterricht erlebbar machen

Stell dir vor, ein Klassenzimmer verwandelt sich in einen Ort voller Neugier und Entdeckerlust. Schüler experimentieren, diskutieren, verstehen komplexe Inhalte spielerisch und erleben, wie Mathematik, Physik und Umweltwissenschaften plötzlich greifbar werden. Medienkompetenz ist nicht länger abstrakt, sondern im Alltag direkt anwendbar. Genau das ist die Vision hinter unseren Bildungsprojekten – und mit diggies bringen wir sie seit 2025 in die Realität. Gemeinsam mit Schulen und Lehrkräften schaffen wir Lernwelten, die digital, praxisnah und motivierend sind. Das Ziel ist immer dasselbe: Unterricht so zu gestalten, dass Wissen nicht nur vermittelt, sondern erlebt wird.

Digitale Unterrichtsstunden mit Begeisterung

Die Idee hinter diggies ist einfach, aber wirkungsvoll: komplett vorbereitete Unterrichtsstunden, die sofort einsatzbereit sind. Von Deutsch über Mathematik, Geschichte und Geografie bis hin zu Biologie, Naturwissenschaften, Sozialkunde und Medienkompetenz – alle Inhalte sind an den Rahmenlehrplänen für die Sekundarstufe I ausgerichtet und von Lehrkräften erstellt. Die Schüler arbeiten interaktiv: Sie bearbeiten Aufgaben, lösen Multiple-Choice-Fragen, füllen Lückentexte aus oder verschieben Elemente per Drag-and-Drop. Videos, Audios und anschauliche Visualisierungen machen komplexe Inhalte verständlich und interessant. Gleichzeitig unterstützen automatische Auswertungen dabei, Lernfortschritte sofort sichtbar zu machen. Die Plattform ist auf allen Geräten nutzbar – Tablet, Laptop oder PC – und kann flexibel an die Bedürfnisse der einzelnen Klasse angepasst werden.

energiebildung

Wir sponsern ein ganzes Jahr lang die diggies-Lizenz kostenfrei. Damit helfen wir den Lehrkräften bei der Ausgestaltung eines abwechslungsreichen Unterrichts mit besonderem Augenmerk auf Ener-gie-, Umwelt- und Medienbildung effektiv. Ich freue mich, dass wir über diesen Weg den Alltag der Schülerinnen und Schüler nachhaltig bereichern und zum Selbstlernen motivieren.

Ellen Haunstein Projektleiterin Energiebildung, enviaM Gruppe

Praxisbeispiel: Mathematik wird lebendig

Ein anschauliches Beispiel kommt aus Sachsen: Am Internationalen Gymnasium Geithain wurde kürzlich in einer 10. Klasse der Sinussatz mithilfe von diggies interaktiv erarbeitet. Die Schüler arbeiteten Schritt für Schritt, unterstützt durch anschauliche Visualisierungen. Die Ergebnisse waren beeindruckend: Komplexe Inhalte wurden verstanden, Motivation und Neugier stiegen spürbar.

diggies nutze ich seit etwa zwei Jahren regelmäßig im Unterricht – sowohl zu Beginn einer Stunde, um Themen einzuführen, als auch in Sicherungsphasen oder für die selbstständige Erarbeitung von Inhalten. Die umfangreiche Mediathek deckt viele Lehrplaninhalte ab und bietet besonders bei The-men wie linearen Funktionen oder Algebra lebensnahe Kontexte, die im normalen Klassenraum sonst nur schwer darstellbar wären. Der gut durchdachte Aufbau, die interaktiven Elemente und die Vielfalt der Inhalte machen die diggies zu einem wirklich mächtigen Werkzeug, das den Unterricht lebendig, praxisnah und motivierend gestaltet. Für mich ist die Unterstützung durch enviaM ein star-kes Signal, dass Bildungsförderung und regionale Verantwortung ernst genommen werden. Die ge-sponserte Lizenz ermöglicht mir, meinen Schülern unmittelbar zugutekommen zu lassen und ihr naturwissenschaftliches Verständnis nachhaltig zu fördern. Dafür bin ich sehr dankbar.

Robert Klonner Lehrer
energiebildung diggies

Doch diggies ist nicht nur für Mathematik geeignet. Themen wie „ChatGPT in der Schule?“, „Warum ist Pressefreiheit wichtig?“ oder „Welchen Nachrichten kann man trauen?“ zeigen, wie vielseitig diese Plattform einsetzbar ist. Wenn du Lehrer an einer Schule in unserem Grundversorgungsgebiet bist, dann schreib einfach eine Mail an kontakt@diggies.de, um die Unterrichtsinhalte auszuprobieren. Daraufhin erhältst du von uns einen persönlichen Gutscheincode. Mit diesem loggst du dich auf diggies.de ein und kannst ein Jahr lang sämtliche digitale Unterrichtsstunden nutzen.

energiebildung app

Noch mehr Energiebildung gefällig?

Neben der digitalen Mediathek bieten wir spannende Fortbildungen und Workshops an, die den Unterricht auf vielfältige Weise bereichern. Dazu gehört das Online-Teamspiel BLACKOUT, in dem Schüler lernen, einen großflächigen Stromausfall zu verhindern. Dabei sind Strategie, Teamwork und Kreativität gefragt – und ganz nebenbei bekommen die Schüler auf spielerische Weise Wissen über erneuerbare Energien und moderne Stromnetze vermittelt.

energiebildung tablet

Auch unsere Experimentierkoffer machen Energie greifbar. Von Smart Grid über Photovoltaik bis hin zu Wasserstoff – hier werden Schüler zu Forschern, die selbstständig Experimente durchführen, messen und beobachten. Die Koffer können Lehrkräfte bis zu zwei Wochen kostenlos ausleihen, sodass mehrere Gruppen parallel forschen und lernen können. Darüber hinaus stellen wir Arbeitsbögen, Lernhelfer und digitale Lernbausteine zu Themen wie Stromnetze, Energiespeicher und Wasserstoff bereit. So entwickeln sich Schüler zu kleinen Energieexperten und entwickeln ein tiefes Verständnis dafür, wie Strom erzeugt, gespeichert und genutzt wird.

Experimentierkoffer, Speichertechnologien

Führungen im Wasserkraftwerk Mittweida machen Energie live erlebbar: Historische Gemäuer treffen dabei auf moderne Technik, und im Escape-Room „historische Schaltwarte“ sind Teamgeist und Geschick gefragt.

wasserkraftwerk

Unsere Bildungsprojekte zeigen, dass Lernen spannend, praxisnah und nachhaltig sein kann. diggies, Experimentierkoffer, Online-Spiele und Führungen bringen Energie und Begeisterung in den Unterricht, machen Wissen greifbar und schaffen ein Umfeld, in dem Lernen Spaß macht. Wir setzen auf Interaktivität, Praxisnähe und digitales Lernen.

Auch im Arbeitsalltag unterstützen wir junge Talente. Unsere Auszubildende Mafalda hat beispielsweise eigenständig eine App entwickelt, die unseren Bildungsbereich bereichert. So wächst die nächste Generation nicht nur mit Energieprojekten auf, sondern gestaltet sie aktiv mit.

sechs junge Musiker mit Instrument bei Musik aus Kommunen

Engagement

Wir unterstützen Bildungsprojekte und fördern sportliche sowie künstlerische Talente.

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Künstliche Intelligenz Künstliche Intelligenz

Cyber-Security im Fokus: Ein Blick hinter die Kulissen

Cyberangriffe gehören heute zum Alltag von Unternehmen und die Bedrohungslage nimmt stetig weiter zu. Laut aktuellen Analysen müssen Organisationen in Deutschland jede Woche etwa 1.286 Angriffe abwehren. Gleichzeitig meldet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eine dramatische Zunahme neuer Schwachstellen: 2025 waren es durchschnittlich 119 neue Sicherheitslücken pro Tag. Auch die Qualität der Angriffe verändert sich: Cyberkriminelle setzen zunehmend KI‑gestützte Methoden ein, die Angriffe schneller, spezifischer und gefährlicher machen. So verzeichnete Deutschland im vergangenen Jahr 309.000 neue Malware‑Varianten pro Tag und 1.220 Cyberattacken pro Woche auf deutsche Organisationen. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll: IT‑Sicherheit ist längst keine technische Randaufgabe mehr. Sie betrifft jeden einzelnen Mitarbeiter. Unser Kollege Hartmut hat uns im Interview Rede und Antwort zum Thema gestanden.

Hartmut, wer bist du und was machst du bei der enviaM-Gruppe?

Mein Name ist Hartmut Friedrich. Ich komme aus Leipzig, bin Informatiker und Familienmensch – und habe ein Faible für Fliegerei, Fotografie und das Entdecken fremder Länder.
In der enviaM-Gruppe leite ich das Cyber-Security-Team. Gemeinsam kümmern wir uns um alle sicherheitsrelevanten Fragestellungen im Unternehmen. Ich bin zentraler Ansprechpartner und koordiniere Themen und Aufgaben rund um die IT-Sicherheit.

Wie bist du zur IT-Sicherheit in der enviaM-Gruppe gekommen?

Ganz klassisch: über eine Bewerbung. Durch meine jahrzehntelange Erfahrung in der IT kannte ich jedoch bereits einige Mitarbeiter und hatte schon zuvor Berührungspunkte zur enviaM und zur envia TEL. Der Einstieg fühlte sich dadurch sehr vertraut an.

Welche typischen Sicherheitsrisiken begegnen dir im Arbeitsalltag?

Leider immer wieder dieselben Klassiker:

  • unbeaufsichtigte und nicht gesperrte Rechner
  • zu schwache Sicherheitsvorkehrungen
  • offene oder ungepatchte Softwareschwachstellen.

Oft sind es kleine Nachlässigkeiten, die große Angriffsmöglichkeiten eröffnen können.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Wir starten täglich gemeinsam im Team, stimmen Aufgaben ab und besprechen aktuelle Themen. Danach folgen viele Termine mit den Fachbereichen, der Austausch mit Dienstleistern und die Bewertung verschiedener sicherheitsrelevanter Meldungen. Kein Tag gleicht dem anderen. Das macht die Arbeit spannend.

Was macht dein Team besonders?

Wir leben einen sehr engen und offenen Austausch. Jede und jeder bringt Spezialwissen für unterschiedliche Themenfelder mit, gleichzeitig teilen wir ein gemeinsames Grundverständnis von Cyber Security. Diese Mischung macht uns stark.

Gibt es ein Projekt oder eine Aufgabe, auf die du besonders stolz bist?

Aktuell macht mich stolz, wie wir Strukturen und Prozesse in der Cyber Security weiterentwickeln.
Aus meiner Vergangenheit erinnere ich mich gern an zwei große Projekte: den Aufbau einer komplett eigenen internen IT für eine weltweit tätige Frachtfluggesellschaft sowie das Programmmanagement für einen neuen Hauptstandort – von der Grundrissplanung bis zum Einzug.

Welche Fähigkeiten sollte jemand mitbringen, der in der IT-Sicherheit arbeiten möchte?

Neugier ist essenziell – Bewerber müssen bereit sein, sich ständig neues Wissen anzueignen. Außerdem sollten sie komplexe technische Zusammenhänge so erklären können, dass sie für verschiedenste Nutzer verständlich werden. Und sie müssen mehrere „Bälle gleichzeitig in der Luft halten“ können – und wissen, welchem man wann neuen Schwung geben sollte.

Was sind deine Top 3 Tipps, wie jeder Mitarbeiter zu mehr IT-Sicherheit beitragen kann?

  1. Augen und Ohren offenhalten und auf das eigene Bauchgefühl hören
  2. Sicherheit als Gemeinschaftsaufgabe verstehen
  3. Besonders aktuell: vorsichtig mit E Mails und Links umgehen, starke Passwörter und MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung) nutzen sowie Geräte niemals unbeaufsichtigt lassen – weder im Büro noch unterwegs

Gibt es einen Mythos rund um IT-Sicherheit, den du gern aufklären würdest?

Viele glauben, wir würden nur selten angegriffen. Tatsächlich werden wir hundert- bis tausendfach täglich attackiert – vieles davon fangen bereits automatische Systeme ab. Gleichzeitig suchen Angreifer permanent nach neuen Sicherheitslücken. Das zeigt, wie wichtig jede einzelne Meldung von Mitarbeitern ist, wenn ihnen etwas Verdächtiges auffällt.

Wie wird sich IT-Sicherheit in den nächsten Jahren verändern?

IT-Sicherheit ist ein ständiger Wettlauf zwischen Angreifern und Verteidigern. Angriffe werden schneller, individueller und gefährlicher. KI spielt hierbei eine zentrale Rolle:

  • Sie ermöglicht hochindividualisierte Phishing-Mails durch das Zusammenführen frei verfügbarer Daten.
  • KI-gestützte Angriffe können künftig autonom handeln.
  • Sicherheitslücken werden innerhalb von Minuten ausgenutzt.

Auch die Verschlüsselung muss komplexer werden, damit heute abgegriffene Daten in Zukunft nicht entschlüsselt werden können.

Die Angriffsflächen wachsen – etwa durch Operational Technology, Cloud Lösungen und Lieferketten.
Und: Vertrauen muss neu gedacht werden. Deepfakes, unsichere Datenherkünfte und Zero-Trust-Konzepte werden den Alltag prägen.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Ganz klar der Kontakt mit Menschen. Ich genieße es, Anforderungen und Prozesse zu verstehen und daraus Lösungen zu entwickeln, die optimal zu den Bedürfnissen passen und sie gleichzeitig schützen.

Wie verändert KI die Arbeit der IT-Sicherheit in Zukunft?

KI ist zweischneidig: Sie ist aktuell die größte Bedrohung, aber gleichzeitig das mächtigste Werkzeug zur Verteidigung. Wir alle müssen lernen, diese Technologien zu verstehen und sinnvoll einzusetzen.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen, wenn es um Sicherheitsprojekte geht?

Wir haben im Team unterschiedliche Schwerpunkte, wodurch wir vielseitig aufgestellt sind. Über verschiedene Gremien und Foren stehen wir im engen Austausch mit vielen Unternehmensbereichen, beispielsweise mit den Informationssicherheitsbeauftragten der KRITIS Bereiche.

Für uns sind drei Punkte entscheidend:

  1. Security früh einbinden
  2. Sicherheit als beratende Instanz statt als „Blockierer“ verstehen
  3. Risiken gemeinsam bewerten und Verantwortung teilen – denn Cyber-Security geht das gesamte Unternehmen an.

Fazit

Die Cyber-Security steht vor ständig wachsenden Herausforderungen – von alltäglichen Risiken wie Phishing und offenen Sicherheitslücken bis hin zu komplexen KI‑gestützten Angriffen. Doch Sicherheit entsteht nicht allein durch Technik, sondern vor allem durch Zusammenarbeit, Aufmerksamkeit und den Mut, Veränderungen aktiv mitzugestalten. Hartmuts Team arbeitet jeden Tag daran, Strukturen zu stärken, Angriffe frühzeitig zu erkennen und das Unternehmen resilienter zu machen. Und genau dafür braucht es uns alle – denn Cyber-Security ist eine gemeinsame Aufgabe, die nur im Miteinander wirksam wird.

In der enviaM-Gruppe wird nicht nur IT-Sicherheit, sondern auch Arbeitssicherheit großgeschrieben. Denn alle Mitarbeiter sollen so gesund nach Hause gehen, wie sie morgens gekommen sind. Was wir dafür tun, liest du in diesem Blogbeitrag. Damit jeder einzelne Mitarbeiter bei einem medizinischen Notfall auch helfen kann, lassen wir alle zu Ersthelfern ausbilden. Warum dies für uns selbstverständlich ist und welche Themen in den Schulungen behandelt und geübt werden, erfährst du hier.

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Hand hält Schlüsselbund mit schwarzem Haus-Anhänger, im Hintergrund unscharfe Treppe und Geländer. Hand hält Schlüsselbund mit schwarzem Haus-Anhänger, im Hintergrund unscharfe Treppe und Geländer.

Umzug leicht gemacht: So gelingt der Energietarifwechsel

Beim Umzug gibt es einiges zu organisieren – vom Mietvertrag bis zum Möbeltransport. Damit deine Energieversorgung dabei nicht untergeht, lohnt sich ein kurzer Blick auf das Wichtigste rund um Kündigung, Anmeldung und Tarifwechsel. So startest du entspannt in dein neues Zuhause und vermeidest unnötigen Aufwand.

Abmelden in der alten Wohnung

Wenn du deinen Energietarif aufgrund deines Umzugs wechselst, gilt für deinen laufenden Vertrag ein Sonderkündigungsrecht. Das entbindet dich von der Mindestvertragsdauer. Jedoch greift das nur, wenn dein neuer Wohnort außerhalb des Liefergebietes deines bisherigen Energieanbieters liegt oder sich die Preise nach dem Umzug erhöhen. Ist das nicht der Fall, dann gelten die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen.

Wichtig zu wissen

Durch neue Vorgaben der Bundesnetzagentur sind Abmeldungen bei deinem Energieversorger nur noch für Termine in der Zukunft möglich und können nicht mehr rückwirkend durchgeführt werden. Sobald dein Umzugstermin feststeht, solltest du also aktiv werden, damit unnötige Kosten gar nicht erst entstehen.

Wenn du enviaM Kunde bist, kannst du deinen Umzug ganz bequem über unser Online-Formular melden.

Du möchtest lieber einen persönlichen Ansprechpartner?

Bei Fragen zu Tarifwechsel oder Umzug seid ihr bei uns im Energieladen genau richtig. Wir nehmen uns Zeit und finden gemeinsam die beste Lösung für euch.

Lisa Köhler Kundenberaterin enviaM & MITGAS

Anmelden in der neuen Wohnung

Am einfachsten ist es, wenn du deinen Vertrag für Wärme und Strom auf der Internetseite deines gewünschten Energieversorgers abschließt. Diese Bearbeitung kann ein paar Wochen in Anspruch nehmen. Daher empfehlen wir dir, dich bereits in deiner alten Wohnung darum zu kümmern, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.

Du hast die Anmeldung verpasst? Kein Problem! Falls dir erst nach dem Einzug auffällt, dass du noch keinen neuen Strom- und Gasvertrag abgeschlossen hast, kannst du Licht und Heizung trotzdem nutzen. Dank gesetzlicher Absicherungen wirst du bei deinem Einzug automatisch mit der Grundversorgung beliefert. Trotzdem lohnt sich ein zeitnaher Tarifwechsel. Denn die Preise der Grundversorgung sind oft höher als reguläre Tarife.

MaLo-ID bei deinem Umzug

Seit Juni 2025 benötigst du für jede An-, Ab- oder Ummeldung deines Energieliefervertrages die MaLo-ID (Marktlokations-Identifikationsnummer). Diese elfstellige Nummer kennzeichnet eine konkrete Verbrauchsstelle, also beispielsweise deine Wohnung. Im Gegensatz zur Zählernummer, die sich mit dem Wechsel des Zählers ändert, bleibt die MaLo-ID immer gleich und ist einer festen Adresse zugeordnet. Nach einem Umzug erhältst du eine neue ID für deine neue Anschrift. Deine MaLo-ID vergibt der zuständige Netzbetreiber. Du kannst sie auf Rechnungen und in deinem persönlichen Online-Kundenbereich einsehen oder beim Vermieter erfragen. Halte diese ID also bei deinem Umzug für die An- und Abmeldung deines Vertrages bereit.

Fazit

Wenn du beim Umzug ein paar Dinge im Blick behältst, bleibt deine Energieversorgung unkompliziert: Kündigungsfristen prüfen, Abmeldung rechtzeitig erledigen und die MaLo-ID bereithalten. So kannst du dich entspannt auf dein neues Zuhause und alles, was dazugehört, konzentrieren.

Ist Ihr Stromverbrauch eigentlich normal? Machen Sie den Check! Außerdem helfen wir Ihnen hier, Ihre Stromrechnung zu verstehen. Und wie du die Stromkosten in deiner WG am besten teilst, erfährst du hier.

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Julia Taubitz, Rennrodeln Julia Taubitz, Rennrodeln

Ein Kindheitstraum wird wahr: Julia Taubitz über ihren Weg zu Doppel-Gold

Gratulation Julia, du bist zweifache Olympiasiegerin im Rennrodeln geworden, hast eine Goldmedaille im Einsitzer der Frauen sowie einmal Gold in der Teamstaffel gewonnen. Das ist eine fantastische Leistung. Da hat unser Daumendrücken geholfen.

Wie fühlt es sich an, an Olympischen Spielen teilnehmen zu dürfen und dann auch noch Gold zu gewinnen?

Es ist wirklich unbeschreiblich. Für mich ist damit ein absoluter Kindheitstraum wahr geworden. Diese Momente werde ich nie vergessen.

Wie lange und wie genau hast du dich auf die Spiele vorbereitet?

Sehr intensiv – eigentlich die kompletten vier Jahre seit Peking 2022. Die Vorbereitung war ein langer Weg, der viel Disziplin und Ausdauer erfordert hat.

Julia Taubitz, Rennrodeln

Wir als Energieversorger wissen: Ohne Energie läuft nichts. Woher nimmst du deine persönliche „Energie“ für Training und Wettkämpfe?

Ich ziehe meine Energie vor allem daraus, dass ich mein inneres Kind glücklich und stolz machen möchte. Dieser Gedanke motiviert mich jeden Tag.

Was geht dir vor dem Start und während des Rennens durch den Kopf? Welche Gedanken lässt du zu? Wie trainierst du deine mentale Stärke?

Seit vier Jahren arbeite ich mit einem Mentaltrainer zusammen, was mir unglaublich hilft. Direkt vor dem Start ist mein Kopf meistens leer – und genau das ist für mich der schönste Zustand.

Was war dein schönster, emotionalster Moment?

Die Siegerehrung im Einzelrennen in Cortina. Dieser Moment war einfach überwältigend.

Wie begegnen sich die Sportler untereinander? Gibt es Freundschaften? Freut und ärgert man sich mit den anderen Sportlern?

Bei uns im Damenfeld gibt es eine tolle Freundesgruppe. Wir planen sogar gemeinsam Sommerurlaube. Am Wochenende sind wir für zwei Minuten Konkurrentinnen – und danach wieder Freundinnen. Wir freuen uns und ärgern uns gegenseitig mit. Das ist wunderbar.

Julia Taubitz, Rennrodeln

Wie waren die Bedingungen für die Sportler in Italien?

Für uns in Cortina waren die Bedingungen fantastisch. Es herrschte ein großartiger olympischer Spirit.

Wie war die Stimmung vor Ort in Italien?

Ich fand die Stimmung sehr schön – familiär, herzlich und einfach richtig olympisch.

Haben dich Familie, Bekannte bzw. Freunde nach Italien begleitet?

Ja, meine Familie und Freunde sind sogar mit einem Reisebus angereist. Das hat mich unglaublich gefreut und getragen.

Wie geht es für dich jetzt weiter?

Es folgen noch einige Termine,  und dann freue ich mich auf Urlaub mit echtem Handy-Detox.

Gibt es bestimmte Rituale, die dir helfen, deine Batterien wieder aufzuladen?

Ich entspanne am besten in der Sauna, beim Lesen, beim Spazierengehen oder wenn ich Zeit mit Familie und Freunden verbringe.

Welche Rolle spielt deine Heimatregion für deine sportliche Karriere?

Eine sehr große. Es tut gut zu wissen, dass so viele Menschen hinter mir stehen und sich mit mir freuen oder mit mir trauern. Diese Unterstützung bedeutet mir unglaublich viel.

Welche Botschaft möchtest du jungen Sportlerinnen und Sportlern mitgeben?

Vergesst niemals, warum ihr einmal mit dem Sport begonnen habt – meistens, weil er euch einfach Spaß gemacht hat. Dieser Spaß sollte immer im Mittelpunkt stehen.

Danke Julia, und viel Erfolg beim Weltcuprennen!

Julia ist seit 2023 Testimonial von envia TEL im Erzgebirge. In diesem Blogbeitrag erzählt sie, wie sie zum Rennrodeln gekommen ist, wie ein typischer Trainingsalltag aussieht und welche Vorteile sie in einer Partnerschaft mit einem Glasfaseranbieter sieht.

Gesellschaften der enviaM-Gruppe

enviaM-Gruppe

Gemeinsam entwickeln wir das Internet der Energie in Ostdeutschland.

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Kommunalbetreuer der enviaM-Gruppe Kommunalbetreuer der enviaM-Gruppe

Zwischen Rathaus und Energiewende: Arbeit der Kommunalbetreuung

Die Energiewende ist ein Gemeinschaftsprojekt – und Kommunen spielen dabei eine tragende Rolle. Doch wie gelingt es Städten und Gemeinden, komplexe Energiethemen zu managen und gleichzeitig zuverlässige Partner an ihrer Seite zu haben? Wir haben mit David und Reginald, zwei Kommunalbetreuern der enviaM Gruppe, gesprochen. Im Interview geben sie Einblicke in ihren Arbeitsalltag, erklären die Bedeutung von kommunalen Partnerschaften und zeigen, wie Energiedienstleister den regionalen Wandel unterstützen.

Stellt euch doch kurz vor – wer sind David und Reginald?

David: Ich bin seit Dezember 2024 als Kommunalbetreuer bei der enviaM-Gruppe tätig. Zuvor war ich extern im Controlling beschäftigt. Ich komme ursprünglich aus Frankenberg und wohne seit 2025 in Chemnitz – dort befindet sich auch mein Büro. Gemeinsam mit meinen Kollegen betreue ich Städte und Gemeinden im Netzgebiet. Wir sind die zentrale Schnittstelle zwischen der enviaM-Gruppe und den Kommunen. Ab Mitte 2026 übernehme ich die Kommunen in den Landkreisen Mittelsachsen und Altenburger Land.

Reginald: Ich bin bereits seit 26 Jahren in der enviaM-Gruppe – erst im Vertrieb für Kommunen und öffentliche Einrichtungen und seit Gründung der Abteilung Kommunalbetreuung als Kommunalbetreuer in Südsachsen für den Vogtlandkreis, den Landkreis Zwickau, die Hälfte des Erzgebirgskreises und Teile des Landkreises Greiz tätig. Ich bin verheiratet, habe eine Tochter und wohne am Stadtrand von Plauen.

Welche Rolle spielen Kommunen für die enviaM Gruppe?

Reginald: Kommunen sind für uns ein absolut zentraler Partner – ohne sie ist die Energiewende in der Region nicht umzusetzen. Sie fungieren als Multiplikatoren gegenüber Bürgern und lokalen Unternehmen und sind langfristige, verlässliche Projektpartner. Ob bei Wärmeplanung, Netzausbau oder erneuerbaren Energien: Kommunen prägen die Entwicklung nachhaltig.

Welche Themen in Bezug auf Energie beschäftigen Kommunen aktuell?

David: Die Kommunen stehen aktuell vor zahlreichen Herausforderungen und Zukunftsaufgaben – von steigenden Haushaltskosten über die kommunale Wärmeplanung bis hin zum Ausbau erneuerbarer Energien wie Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden.
Auch Themen wie der Aufbau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur für Elektromobilität sowie komplexe Netzanschlussfragen beschäftigen Städte und Gemeinden zunehmend.
Genau hier setzen wir als Energiedienstleister an: Wir erklären, begleiten und koordinieren zentrale Energiethemen und unterstützen, Projekte effizient, nachhaltig und zukunftssicher umzusetzen.

Solarmodule auf dem Flachdach eines Verwaltungsgebäudes

Wie profitieren Kommunen von einem Energiedienstleister wie der enviaM-Gruppe?

Reginald: Ein zentraler Vorteil für Kommunen ist die hohe Versorgungssicherheit, die wir als regionaler Energieversorger bieten. Gleichzeitig profitieren sie von festen, regionalen Ansprechpartnern statt anonymer Hotline‑Strukturen – das schafft Nähe, Vertrauen und schnelle Lösungswege.
Viele Energie- und Infrastrukturthemen sind komplex. Deshalb entlasten wir Verwaltungen, indem wir Projekte bündeln, koordinieren und ganzheitlich aus einer Hand umsetzen. Mit uns haben Kommunen einen langfristigen, verlässlichen Partner an ihrer Seite.
Darüber hinaus unterstützen wir bei Förderprogrammen, der Projektentwicklung und mit technischer Expertise. Auch unser regionales Engagement, etwa durch Sponsoring oder Präsenz auf Stadtfesten und anderen Veranstaltungen, stärkt die partnerschaftliche Zusammenarbeit nachhaltig.

Nah dran an Menschen und Projekten: Was sind die Aufgaben eines Kommunalbetreuers?

David: Wir vertreten die enviaM-Gruppe gegenüber den Kommunen – immer mit dem Ziel, als positiver, verlässlicher Partner wahrgenommen zu werden und die Städte und Gemeinden zu unterstützen. Gleichzeitig sind wir persönliche Ansprechpartner, häufig für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Zu unseren Aufgaben gehören die Koordination kommunaler Anliegen mit internen Fachbereichen, Begleitung kommunaler Energieprojekte, Beschwerdemanagement sowie eine langfristige Betreuung dieser Partnerschaften.

Zwischen Rathaus, Büro und Auto: Wie sieht der Alltag eines Kommunalbetreuers aus?

Reginald: Der Job ist vielseitig und selten verläuft ein Tag wie der andere. Einen typischen Ablauf gibt es kaum. Neben E-Mails, Gesprächsvor- und -nachbereitungen gibt es Termine im Rathaus, Abstimmungen mit internen Fachbereichen sowie Außentermine zu Themen wie kommunaler Wärmeplanung.

David: Unsere Arbeit findet wirklich an vielen Orten statt – im Büro, im Auto, im Rathaus. Das macht den Job so abwechslungsreich.

Was macht euch am meisten Spaß – und wo liegen die Herausforderungen?

David: Wir gestalten die regionale Energiezukunft aktiv mit, haben direkten Kontakt zu Entscheidungsträgern und sehen sehr schnell Ergebnisse – gerade bei Projekten motiviert das enorm. Herausfordernd sind vor allem die komplexen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Außerdem treffen oft sehr unterschiedliche Interessen aufeinander – von Bürgern über Verwaltung bis zur Politik. Und trotz hoher Erwartungen arbeiten viele Kommunen mit begrenzten Budgets. Das macht es anspruchsvoll, aber auch spannend.

Reginald: Es ist genau diese Kombination aus Anspruch, Verantwortung und Gestaltung, die den Job besonders macht.

Fazit: Energiedienstleister als Partner für die kommunale Zukunft

Die Einblicke von David und Reginald zeigen deutlich, wie vielfältig und bedeutend die Arbeit der Kommunalbetreuer ist – und wie wichtig starke Partnerschaften für die Energiewende in der Region bleiben. Zwischen gesetzlichen Anforderungen, neuen Technologien und den individuellen Bedürfnissen jeder Kommune gestalten sie tagtäglich die Energiezukunft aktiv mit.

Mit ihrem Engagement, ihrer Nähe zu den Kommunen und ihrer fachlichen Expertise sorgen sie dafür, dass Projekte ins Rollen kommen, Herausforderungen lösbar werden und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe gelingt. Genau das macht die kommunale Energiearbeit so wertvoll – heute und für die kommenden Jahre.


Alle Informationen zu unseren kommunalen Produkten und Dienstleistungen gibt es unter www.enviam-gruppe.de/kommunen.

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Weißer Euro-Stecker liegt auf verstreuten Euro-Scheinen und Münzen und symbolisiert Energiekosten. Weißer Euro-Stecker liegt auf verstreuten Euro-Scheinen und Münzen und symbolisiert Energiekosten.

Freier Wettbewerb: So findest du deinen passenden Energietarif

Wusstest du, dass du jederzeit zu einem Produkt der enviaM-Gruppe wechseln kannst, das besser zu deinen Bedürfnissen passt? Der Energiemarkt funktioniert nach dem Prinzip des freien Wettbewerbs – und genau davon profitierst du als Kunde. Du entscheidest selbst, wer dich mit Strom oder Gas beliefert und wer in den Kriterien Preis, Service, Nachhaltigkeit oder regionale Nähe am besten zu dir passt und welchen Tarif du wählst.

Warum ein Wechsel sinnvoll sein kann

Viele wechseln ihren Anbieter, um Kosten zu senken. Andere nutzen den Umzug, um den Tarif gleich mit zu optimieren. Zunehmend spielen aber auch moderne Anforderungen eine Rolle: digitale Services, echtes Ökostrom-Angebot oder flexible Strompreise mithilfe intelligenter Messsysteme (Smart Meter).
Trotzdem hält sich hartnäckig das Gefühl, ein Anbieterwechsel sei kompliziert. Dabei geht es inzwischen sehr viel schneller und einfacher als früher. Auf Wunsch übernehmen wir von enviaM außerdem den kompletten Wechselservice – inklusive Kündigung beim bisherigen Versorger. Einfacher geht es kaum!

Wie läuft ein Wechsel ab?

Wenn du dich für einen neuen Energieversorger entschieden hast, schließt du deinen neuen Tarif einfach online, per Telefon oder persönlich ab. Das dauert meist nur wenige Minuten. Die Umstellung erfolgt danach automatisch innerhalb weniger Wochen.

Diese Angaben solltest du für einen Wechsel bereithalten:

  • gewünschter Liefertermin
  • Zählernummer
  • aktueller Zählerstand
  • Kundendaten des bisherigen Anbieters
  • bei Smart Metern: ggf. zusätzliche Messsystem Informationen
  • Marktlokations ID

Niemand wird im Dunkeln sitzen gelassen

Dank der gesetzlichen Grund- und Ersatzversorgung bist du während des gesamten Übergangs jederzeit zuverlässig mit Energie versorgt. Denn dein neuer Anbieter nutzt das allgemeine Versorgungsnetz, um dich mit Strom zu beliefern und zahlt dafür ein Durchleitungsentgelt an den jeweiligen Netzbetreiber.

LED-Lampe im Homeoffice


Gleichzeitig arbeiten Politik und Behörden daran, die Rechte von Kundinnen und Kunden weiter zu stärken – etwa durch neue Transparenzpflichten zu Preisentwicklungen, Vertragsbedingungen und Kündigungsrechten.

Worauf du bei deiner Tarifwahl achten solltest

  • Überlege dir, welche Kriterien für dich besonders wichtig sind – z. B. Ökostrom, Flexibilität, digitale Produkte, guter Service oder ein regionaler Anbieter – und suche gezielt nach passenden Angeboten.
  • Tarife mit Vorkasse, hohen Kautionen oder übermäßig langen Vertragsbindungen solltest du kritisch betrachten und auf mögliche Risiken achten.
  • Der Strompreis enthält verschiedene staatlich und gesetzlich festgelegte Bestandteile, die für alle Anbieter gleich sind. Mehr dazu erfährst du hier. Deshalb solltest du bei besonders günstigen Angeboten genau hinschauen und die Seriosität des Versorgers prüfen. Zudem werden ab 2026 die Netzentgelte teilweise staatlich entlastet, was zu sinkenden Stromkosten führen kann.

Wenn du noch mehr über Strom- und Gaspreise erfahren willst, kannst du in diesem Blogbeitrag lesen, wie dir die Heizkostenabrechnung am besten gelingt oder hier, was du über deine Stromrechnung wissen musst.

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Wusstest du schon? Was bedeutet Netzfrequenz?

Ob zu Hause, im Büro oder in der Industrie – Strom ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Damit diese Energie jederzeit zuverlässig zur Verfügung steht, muss im Hintergrund ein sensibles Gleichgewicht gewahrt werden. Ein entscheidender Faktor dabei: die Netzfrequenz. Sie ist der unsichtbare Taktgeber unseres Stromsystems und zeigt an, ob Stromerzeugung und Stromverbrauch im Einklang sind. Doch warum ist die Netzfrequenz so entscheidend – und welche Rolle spielt sie für Stromversorger und Netzbetreiber im täglichen Betrieb? Genau das schauen wir uns jetzt an.

Was ist die Netzfrequenz?

Die Netzfrequenz beschreibt, wie oft sich die Richtung des Wechselstroms pro Sekunde ändert. Dieser Wert wird in Hertz (Hz) angegeben.

  • In Europa, Asien und Afrika liegt sie bei 50 Hz.
  • In Nordamerika beträgt sie 60 Hz.

Das bedeutet: Der Strom „schwingt“ 50- bzw. 60-mal pro Sekunde. Diese Frequenz ist kein Zufallswert – elektrische Geräte, Maschinen und ganze Netzinfrastrukturen sind exakt darauf ausgelegt.

Warum ist die Netzfrequenz so wichtig?

Die Netzfrequenz ist ein Schlüsselindikator für die Stabilität des Stromnetzes. Gerät das Gleichgewicht zwischen Verbrauch und Erzeugung aus der Balance, reagiert die Frequenz sofort:

  • Sinkt die Frequenz, wird mehr Strom verbraucht als erzeugt: Motoren laufen langsamer, Maschinen verlieren Leistung.
  • Steigt die Frequenz, wird mehr Strom erzeugt als verbraucht: Geräte können überlastet und beschädigt werden.

Schon geringe Schwankungen sind für Netzbetreiber ein Warnsignal, denn sie zeigen an: Das Netz ist aus dem Gleichgewicht geraten.

Versorgungssicherheit

Wie wird die Netzfrequenz stabil gehalten?

Kraftwerke, Speicheranlagen und Netzdienstleister arbeiten eng zusammen, um die Frequenz konstant bei 50 Hz zu halten. Der Ausgleich erfolgt automatisch:

  • Kraftwerke passen ihre Leistung kontinuierlich an, wenn der Verbrauch steigt oder fällt.
  • Moderne Regelenergiesysteme gleichen kurzfristige Schwankungen aus.
  • Batteriespeicher können innerhalb von Sekundenbruchteilen reagieren.
  • Intelligente Netze (Smart Grids) helfen, Erzeugung und Verbrauch besser zu steuern.

Diese Prozesse laufen im Millisekundenbereich ab – oft völlig unbemerkt, aber essenziell für die Versorgungssicherheit.

Die Rolle erneuerbarer Energien

Wind und Sonne liefern nicht immer konstant Energie. Dadurch wird das Stabilisieren der Netzfrequenz komplexer. Netzbetreiber setzen deshalb verstärkt auf:

  • Regelenergie
  • Lastmanagement
  • Energiespeicher
  • digitale Mess- und Steuerungstechnik

So lässt sich trotz schwankender Einspeisung aus erneuerbaren Energien ein stabiles Netz gewährleisten.

Solaranlage und Windrad

Was bedeutet das für Stromversorger und Netzbetreiber im Alltag?

Für Netzbetreiber ist die Netzfrequenz einer der zentralen Werte. Sie wird rund um die Uhr überwacht. In der täglichen Arbeit bedeutet das:

  • permanente Echtzeitüberwachung der Stromflüsse und Frequenzdaten
  • schnelles Erkennen von Abweichungen
  • automatisches Gegensteuern über Regelenergie oder Kraftwerksleistung
  • Koordination mit Kraftwerken, Speichern und anderen Netzgebieten
  • proaktive Planung, um Lastspitzen und Engpässe zu vermeiden

Die Netzfrequenz ist somit der „Puls“ des Stromnetzes – und Netzbetreiber achten sehr genau darauf, dass dieser stabil bleibt.

Wenn die Netzfrequenz aus dem Takt gerät: Gefahr eines Blackouts

Kommt es zu einer starken oder langanhaltenden Frequenzabweichung, kann das ernste Folgen haben:
Kraftwerke schalten sich in solchen Fällen automatisch ab, um Schäden zu vermeiden. Dadurch kann weitere Erzeugung wegbrechen. Das wiederum kann eine Kettenreaktion auslösen – im schlimmsten Fall bis hin zu einem großflächigen Blackout.
Um solche Szenarien zu verhindern, verfügt das europäische Verbundnetz über mehrstufige Sicherheitsmechanismen, automatische Abschaltungen, Notreserven und klare Wiederanlaufstrategien.

Spannende Fakten rund um die Netzfrequenz

Die Netzfrequenz bewegt sich im Normalbetrieb zwischen 49,8 und 50,2 Hz.
In Europa sind über 30 Länder zu einem gemeinsamen Stromverbund vernetzt – von Portugal bis in die Türkei.
Alte elektrische Uhren nutzen die Netzfrequenz als Zeitmaß. Bei Abweichungen gehen sie falsch.

Fazit

Die Netzfrequenz ist viel mehr als eine technische Größe: Sie ist der Herzschlag des Stromnetzes. Ihre Stabilität sorgt dafür, dass Strom jederzeit zuverlässig verfügbar ist – im privaten Haushalt ebenso wie in Industrie und Infrastruktur.
Für Netzbetreiber bedeutet das: modernste Technik, präzise Überwachung und ein perfektes Zusammenspiel verschiedenster Akteure. Denn nur wenn die Netzfrequenz stabil bleibt, bleibt auch unsere Stromversorgung sicher.

Mehr zu den Netzbetreibern der enviaM-Gruppe erfährst du in unseren Blogbeiträgen zu MITNETZ STROM und MITNETZ GAS.

Weitere spannende Erklärungen zu Themen rund um die Energie gibt es in unseren „Wusstest du schon?-Beiträgen“:

Was heißt klimaneutral?
Was ist eine Molchschleuse?
Was ist eine bifaziale Solarzelle?
Was sind Zufallsgewinne?
Was ist Power-to-Heat?
Was versteht man unter Rebound-Effekt?
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