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Hand hält Smartphone, überlagert mit Cloud- und Smart‑Home-Symbolen, Pfeile verbinden Geräteikonen vor einem Wohnhaus im Hintergrund Hand hält Smartphone, überlagert mit Cloud- und Smart‑Home-Symbolen, Pfeile verbinden Geräteikonen vor einem Wohnhaus im Hintergrund

Hausbauserie, Teil 13: Smart Home

Ein eigenes Haus zu bauen, bedeutet, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Dabei geht es nicht nur um Architektur oder die Wahl der richtigen Materialien, sondern auch darum, wie komfortabel, sicher und energieeffizient dein neues Zuhause sein soll. Smart-Home-Technologien machen genau das möglich: Sie verwandeln ein Haus in ein intelligentes System, das sich deinen Bedürfnissen anpasst, Energie spart und den Alltag erleichtert. Wer diese Möglichkeiten von Anfang an einplant, schafft nicht nur ein modernes Heim, sondern investiert gleichzeitig in langfristige Wohnqualität und Nachhaltigkeit.

Warum Smart Home beim Neubau ein Muss ist

Intelligente Haustechnik ist längst kein Luxus mehr, sondern Standard im modernen Hausbau. Sie steigert den Wohnkomfort, spart Energie und erhöht die Sicherheit. Aktuelle Studien zeigen, dass inzwischen ein Großteil der Deutschen mindestens ein Smart-Home-Gerät nutzt – Tendenz steigend.

Ein Neubau bietet die ideale Gelegenheit, Smart-Home-Technik direkt in die Gebäudestruktur einzubinden. Kabelgebundene Systeme gelten als besonders zuverlässig und sicher, während funkbasierte Lösungen flexibler und kostengünstiger sind. Wer frühzeitig plant, kann eine zentrale Steuerung für Licht, Heizung, Rollläden und Sicherheit unsichtbar integrieren und das Haus zukunftssicher gestalten.

Die Smart-Home-Welt entwickelt sich rasant weiter. Ein wichtiger Meilenstein ist der neue Matter-Standard, der die Kompatibilität zwischen Geräten verschiedener Hersteller deutlich verbessert. Zudem halten KI-gestützte Automatisierungen Einzug: Systeme lernen aus dem Verhalten der Bewohner und passen sich automatisch an. Auch die ganzheitliche Gebäudeautomation gewinnt an Bedeutung. Sie steuert Heizung, Licht, Beschattung und Lüftung so, dass ein optimales Raumklima entsteht. Im Bereich Sicherheit setzen sich biometrische Türschlösser und vernetzte Kameras durch, während Nachhaltigkeit durch die Integration von Photovoltaik, Wärmepumpen und Energiemanagement-Systemen immer wichtiger wird.

Datenschutz und Sicherheit: Worauf du achten solltest

Smarte Häuser sind komfortabel, aber erzeugen andererseits große Datenmengen und sind potenziell anfällig für Cyberangriffe. Daher sollten Bauherren auf Systeme achten, die DSGVO-konform arbeiten und möglichst viele Daten lokal verarbeiten. Regelmäßige Software-Updates und Sicherheits-Patches sind unverzichtbar, ebenso wie sichere Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Offene Standards bieten zusätzliche Sicherheit und verhindern, dass du langfristig an einen einzelnen Hersteller gebunden bist.

Kosten: Was Bauherren einplanen sollten

Die Kosten für Smart-Home-Technik variieren stark. Wer mit einfachen Lösungen für Licht oder Heizungssteuerung beginnt, kann bereits mit wenigen hundert Euro starten. Umfassendere Systeme mit Sicherheits- und Komfortfunktionen kosten oft mehrere tausend Euro. Komplettlösungen im Neubau, die alle wichtigen Bereiche abdecken, bewegen sich meist zwischen 2.000 und 6.000 Euro, bei Premium-Ausstattung auch deutlich darüber. Eine Kombination aus DIY-Komponenten und professioneller Installation kann helfen, die Kosten zu optimieren.

Gängige Elemente für den Einstieg

  • smarte Heizkörperthermostate: automatische Temperaturregelung, spart Energie und ist einfach nachzurüsten
  • intelligente Lichtsteuerung: Lampen und Leuchten per App oder Sprachbefehl steuern, oft schon ab 20 bis 30 Euro pro Lampe
  • Steckdosenadapter mit Verbrauchsanzeige: Kontrolle des Stromverbrauchs einzelner Geräte, ideal für Haushaltsgeräte
  • Fenster- und Türkontakte: für Sicherheit und zur Heizungsoptimierung, da sie erkennen, ob Fenster geöffnet sind
  • Rauch- und Wassermelder mit App-Anbindung: Frühwarnsysteme, die direkt aufs Smartphone melden
  • einfache Sprachassistenten: Amazon Echo oder Google Nest als Steuerzentrale für Licht, Musik und kleine Automationen
digitales Thermostat an einer Heizung

„Fortgeschrittene“ Smart-Home-Varianten für den Neubau

  • zentrale Gebäudeautomation: vollständige Integration von Licht, Heizung, Beschattung und Sicherheit
  • intelligente Rollladen- und Markisensteuerung: automatische Anpassung an Wetter und Tageszeit
  • smarte Türkommunikation und biometrische Schlösser: Komfort und Sicherheit auf höchstem Niveau
  • vernetzte Alarmanlagen und Kamerasysteme: Rundum-Schutz mit Echtzeitüberwachung
  • Energiemanagement-Systeme mit PV-Anbindung: Optimierung des Eigenverbrauchs und Steuerung von Wärmepumpen
  • KI-gestützte Automatisierung: Systeme, die das Verhalten der Bewohner lernen und selbst-ständig Szenarien anpassen
Hand berührt Touchscreen-Thermostat an Wand, Display zeigt Temperatur 19,5° und Steuerungsfelder.

enviaM-Tipp

Mit unserem Energiemanagement-System behältst du ganz einfach den Überblick über deine Solaranlage: Du siehst, wie viel Strom erzeugt, selbst verbraucht oder ins Netz einspeist wird. Das System erkennt automatisch, wann überschüssiger Solarstrom verfügbar ist, und nutzt ihn gezielt für deine Geräte. So steigerst du deinen Eigenverbrauch und senkst die Stromkosten.

Fördermöglichkeiten

Der Staat unterstützt Smart-Home-Technik, die die Energieeffizienz eines Gebäudes steigert. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gibt es Zuschüsse für digitale Systeme zur Verbrauchsoptimierung, etwa für smarte Heizungsregelungen, Lichtsteuerungen, Fensterkontakte oder Energiemanagement. Wer die Maßnahmen in einen individuellen Sanierungsfahrplan integriert, erhält zusätzlich einen Bonus. Auch die KfW bietet zinsgünstige Kredite für größere Projekte, die Rollladensteuerungen, Türkommunikation oder Sicherheitstechnik umfassen. Die förderfähigen Kosten können pro Wohneinheit bis zu 30.000 Euro betragen, mit Bonus sogar bis zu 60.000 Euro.

Die Förderungen stammen aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für energetische Einzelmaßnahmen: Gefördert wird der Einbau digitaler Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung, z. B. smarte Heizungsregelungen, Lichtsteuerungen, Fensterkontakte, Energiemanagement-Systeme und die dazugehörigen Elektroarbeiten.
Der Grundfördersatz beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten, zusätzlich gibt es 5 Prozent Bonus, wenn die Maßnahme in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) enthalten ist.
Die förderfähigen Ausgaben liegen bei 30.000 Euro pro Wohneinheit, mit iSFP-Bonus steigt die Grenze auf 60.000 Euro pro Wohneinheit. Das bedeutet, dass Bauherren bei maximaler Förderung bis zu 12.000 Euro Zuschuss erhalten können.

Smart planen für die Zukunft

Smart Home ist heute mehr als ein technisches Extra – es ist ein integraler Bestandteil eines modernen Zuhauses. Wer frühzeitig plant, profitiert von Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz. Achte auf offene Standards, Datenschutz und Fördermöglichkeiten, um dein Haus optimal auf die Zukunft vorzubereiten.

Du willst mehr zum Thema Hausbau erfahren? Wir haben weitere Tipps für dich.

Baustrom
Strom- und Gasanschluss
Wärmepumpe
Solarthermie
Heizsysteme
Blower-Door-Test
Thermografie
Rauchmelder
Einbruchschutz
Wärmedämmung
Fenster
Stromspeicher für Photovoltaikanlagen
Kohlenmonoxidmelder
FI-Schutzschalter
Förderung von Wohneigentum
Ladestation
Urlaubsschutz
Energiespartipps für den Garten
Energiespartipps für den Swimmingpool
Architekt, Fertighaus oder Bauträger
Raumplanung
Bauablauf
Energetische Sanierung
Nachhaltiges Bauen
Autarkes Wohnen im Nullenergiehaus
Baunebenkosten
Tiny House
Gartengestaltung
Terrassen
Lüftungsanlagen
Holzhaus
Dachtypen
Garage oder Carport
Pelletheizung

Energiesparen

Energiemanagement und effizientes Bauen helfen beim Sparen.

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Strom- und Gaspreise Strom- und Gaspreise

Strompreis, Teil 2: Was vom Strompreis an den Staat geht

Der Strompreis setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen. Ein Teil geht an den Versorger, ein weite-rer an den Netzbetreiber. Den dritten Teil – die Steuern – bekommt der Staat.

Stromsteuer

Die Stromsteuer ist eine Verbrauchssteuer. Sie wurde 1999 mit der ökologischen Steuerreform eingeführt. Im Wesentlichen wird sie durch das Stromsteuergesetz (StromStG) geregelt.

Die ökologische Steuerreform

Die Idee stand seit den achtziger Jahren zur Diskussion, setzte sich aber erst Ende der Neunziger durch. Mit der Steuerreform wurde nicht nur die Stromsteuer auferlegt, sondern auch die schrittweise Erhöhung der Mineralölsteuer. Der Schweizer Ökonom Binswanger entwickelte das Konzept. Mit der Umstrukturierung des Steuersystems wollte er grundsätzliche, wirtschaftliche Anreize geben.
Oft wird sie auch Ökosteuer genannt, weil sie sowohl das Klima schützt als auch die Rentenkasse stützt.
Ungefähr 90 Prozent der Einnahmen aus der Stromsteuer fließen aktuell in die Rentenkasse. Das stabilisiert die Sozialabgaben und entlastet Arbeitgeber wie Beschäftigte.

Die Stromsteuer soll auch dazu beitragen, sparsam mit Energie umzugehen – schließlich ist sie
ein endliches Gut, welches wir bewusst konsumieren sollten.

Strommasten auf grüner Wiese

Steuerschuldner: Wer zahlt?

Die Stromsteuer wird vom Energieversorger an den Staat abgeführt. Sie wird also nicht direkt beim Endverbraucher, sondern beim Versorger eingenommen. Für dich steckt sie also einfach im Strompreis drin.

Wichtige Einnahmequelle für den Bund

Seit 2003 beträgt die Stromsteuer 2,05 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde. Mit jährlich etwa sieben Milliarden Euro ist sie somit eine wichtige Einnahmequelle des Bundes. Ein Teil davon wird in die Energieforschung investiert. Gefördert werden vor allem Projekte zu Solar, Wind und Bioenergie sowie Forschung zu Wasserstoff, Brennstoffzellen, Geothermie und solarthermischen Anlagen.

Wusstest du schon?

Wer eine eigene Solaranlage besitzt und den Strom selbst nutzt, zahlt dafür keine Stromsteuer.
Das StromStG sieht nämlich vor, dass keine zusätzlichen Belastungen für den Verbrauch des selbst erzeugten Solarstroms anfallen. Für die Weiterführung der Steuerbefreiung hat sich der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) stark gemacht.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer ist ebenfalls Teil des Strompreises. Mit ihr ist die Mehrwertsteuer gemeint. Diese beträgt in Deutschland zurzeit 19 Prozent bei Gütern, die nicht zu den existenziellen Lebensmitteln zählen. Die Mehrwertsteuer wird zusätzlich auf die Stromsteuer sowie auf bestehende Umlagen – etwa die KWKG Umlage – aufgeschlagen. Diese zusätzliche „Steuer auf die Steuer“ verwirrt, ist jedoch gesetzlich vorgeschrieben.

Versorgungssicherheit

Auf den Punkt gebracht

Ein enviaM-Privatkunde verbraucht durchschnittlich 2.000 Kilowattstunden im Jahr. Dadurch entstehen Stromsteuer-Kosten von 41 Euro. Die Umsatzsteuer beläuft sich auf rund 115 Euro.

Was sich für Kunden 2026 bei den Strom- und Gaspreisen ändert, haben wir in diesem Beitrag beschrieben. Wie du deinen Strom- und Gastarif findest, erfährst du hier. Noch mehr Wissenswertes zu Strom- und Gaspreisen gibt es in folgenden Beiträgen:

Strompreis, Teil 1: Wie setzt sich der Strompreis zusammen?
Strompreis, Teil 3: Die Konzessionsabgabe
Strompreis, Teil 4: Umlagen
Strompreis, Teil 5: Einflussfaktoren

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Pilot mit Headset blickt aus einem Helikopterfenster auf einen Strommast über landwirtschaftlichen Feldern und Hügeln, Aktenmappe im Schoß. Pilot mit Headset blickt aus einem Helikopterfenster auf einen Strommast über landwirtschaftlichen Feldern und Hügeln, Aktenmappe im Schoß.

Unterwegs für ein sicheres Netz: Wie MITNETZ STROM und MITNETZ GAS jedes Jahr tausende Kilometer kontrollieren

Wenn im Frühjahr ein Hubschrauber entlang der Stromleitungen schwebt oder Monteure auf Quads an Gasleitungen vorbeifahren, steckt dahinter eine wichtige Aufgabe: die jährliche Sicherheitskontrolle der Netze. MITNETZ STROM prüft dafür aus der Luft die Hochspannungsleitungen, MITNETZ GAS kontrolliert am Boden das weit verzweigte Gasnetz. Auch 2026 sind die Teams wieder mehrere Wochen im Einsatz und legen dabei tausende Kilometer zurück.

MITNETZ STROM: Kontrolle aus der Luft – ein Blick, der Details sichtbar macht

Aus einem Hubschrauber lassen sich Schäden, Veränderungen oder Gefahrenstellen oft viel schneller erkennen als vom Boden aus. Deshalb fliegt das Team die Leitungen mit etwa 15 bis 30 km/h ab – rund 20 Meter über dem Boden und etwa 15 Meter neben der Leitung.

Während der Pilot die Trasse im Blick behält, prüfen zwei Fachkräfte von MITNETZ STROM die Anlagen und dokumentieren alles, was ihnen auffällt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • beschädigte Leiterseile, etwa nach Blitzschlägen
  • verbogene Masten
  • defekte Isolatoren oder Armaturen
  • Fremdkörper im Leitungssystem
  • zu dichter Bewuchs im Trassenbereich
  • Gefahren durch Bau- oder Forstarbeiten

Taucht ein Problem auf, planen die Teams sofort die notwendigen Maßnahmen.

Von Südsachsen bis Sachsen-Anhalt: mehrere Netzregionen im Fokus

Die Befliegungen starteten jetzt im April in Südsachsen. Dort überprüft MITNETZ STROM rund 700 Kilometer Trasse mit etwa 2.700 Masten. Da auf vielen Masten zwei Leitungssysteme verlaufen, ergibt sich eine Gesamtlänge von etwa 1.400 Kilometern Hochspannungsleitungen.
Anschließend geht es weiter nach Westsachsen. Hier kontrollieren die Teams rund 600 Kilometer Trasse mit etwa 2.100 Masten. Die Route führt unter anderem über den Landkreis Leipzig, Nordsachsen, Mittelsachsen und das Altenburger Land.

Mitte Mai folgt die Netzregion Brandenburg. Dort stehen rund 950 Kilometer Trassen mit etwa 3.000 Masten auf dem Prüfplan. Die Befliegungen führen über mehrere Landkreise, darunter Dahme-Spreewald, Oder-Spree, Elbe-Elster und Spree-Neiße.

Den Abschluss bildet Sachsen-Anhalt im Juni. Hier begutachtet das Team etwa 1.000 Kilometer Trasse mit rund 3.300 Masten.

Insgesamt werden damit mehrere tausend Kilometer Hochspannungsleitungen aus der Luft überprüft.

Warum diese Kontrollen so wichtig sind

Freileitungen sind jeden Tag Wind, Wetter und Umweltbedingungen ausgesetzt. Stürme, Gewitter oder intensives Pflanzenwachstum können die Anlagen beschädigen oder gefährden. Die jährlichen Befliegungen helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben – oft, bevor es zu einer Störung kommt. So bleibt die Stromversorgung zuverlässig und sicher. In Waldgebieten gibt es zusätzlich im Herbst einen zweiten Durchgang: Dann liegt der Schwerpunkt erneut auf dem Bewuchs entlang der Trassen.

MITNETZ GAS: Mit Quads, Messgeräten und viel Erfahrung durchs Netzgebiet

Auch das Gasnetz wird im Frühjahr gründlich kontrolliert. MITNETZ GAS nimmt dafür rund 300 Orte und etwa 5.000 Kilometer Gasleitungen unter die Lupe – zu Fuß, mit dem Auto, mit Quads oder mit speziellen Gasspürrollern, die hochsensible Messsonden an Bord haben.

E-Roller zur Erkennung von Gaslecks

Das Netzgebiet erstreckt sich über Westsachsen, Teile von Thüringen und Brandenburg sowie den südlichen Bereich Sachsen-Anhalts.

In manchen Bereichen können die Teams nur zu Fuß arbeiten. Dort kommen tragbare Messgeräte zum Einsatz. Alle Monteurinnen und Monteure können sich ausweisen und arbeiten eng mit Partnerfirmen zusammen.

Wichtig für Grundstücksbesitzerinnen und -besitzer

Für einige Messungen brauchen die Fachkräfte Zugang zum Grundstück – aber niemals zum Haus. Die Überprüfung endet immer am Netzanschluss, private Hausinstallationen gehören nicht dazu. Für Kunden entstehen dabei selbstverständlich keine Kosten.

Wenn Regen einsetzt, müssen die Teams pausieren, weil Feuchtigkeit die Messergebnisse verfälschen kann. Ist ein Grundstück nicht zugänglich, hinterlässt MITNETZ GAS eine Benachrichtigung und vereinbart einen neuen Termin.

Fragen? Unser Kundenservice hilft

Wer unsicher ist oder Fragen hat, erreicht den Kundenservice montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr unter 0800 2 120120.

Du möchtest mehr über Gasspürroller erfahren? Details gibt es in diesem Blogbeitrag. Beim Netzausbau stellt sich oft die Frage „Erdkabel oder Freileitung“? Welche technischen Unterschiede es dabei gibt bzw. was es für die Kosten bze. die Natur bedeutet, erklären wir hier.

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Genuss mit Verantwortung: Wie nachhaltig sind Elektro-, Gas- und Holzkohlegrills?

Schon angegrillt? Sobald die ersten warmen Tage da sind, zieht es viele nach draußen. Knuspriges Gemüse, saftige Steaks oder ein gemütlicher Abend im Garten gehören für viele einfach zum Sommer dazu. Doch egal, ob Grill-Neuling oder erfahrener BBQ Fan: Auch beim Grillen spielt der Energieverbrauch eine Rolle. Wer bewusst grillt, spart nicht nur Strom oder Brennstoff, sondern schont ganz nebenbei auch die Umwelt. Elektro-, Gas- oder Holzkohlegrill – jede Grillart hat ihren eigenen Charakter, ihre Vorteile und ihre kleinen Tücken. Ein genauerer Blick lohnt sich.

Elektrogrill: effizient, sauber und schnell startklar

Ein Elektrogrill punktet vor allem durch seine Einfachheit. Einstecken, einschalten, losgrillen – ohne lange Vorbereitung. Die Heizspirale erzeugt schnell eine konstante Hitze, die nahezu vollständig ge-nutzt wird. Weil keine Verbrennung stattfindet, geht kaum Energie verloren und es entsteht kein Rauch. Das macht den Elektrogrill besonders attraktiv für Balkone oder kleinere Terrassen.

Im Vergleich zu Gas- oder Holzkohlegrills wandelt ein Elektrogrill Strom sehr effizient in Hitze um. Wird er mit Ökostrom betrieben, ist er sogar die umweltfreundlichste Variante. Einschränkungen gibt es vor allem beim Aroma: Das typische Raucharoma bleibt meist aus. Zudem ist man auf eine Steck-dose angewiesen und bei langen Grillabenden kann der Stromverbrauch – je nach Leistung – spürbar steigen.

Gasgrill: kraftvoll, flexibel und gut kontrollierbar

Gasgrills arbeiten meist mit Propan oder Butan und sind besonders beliebt bei allen, die Wert auf Kontrolle legen. Die Brenner lassen sich stufenlos regulieren, die gewünschte Temperatur ist schnell erreicht und genauso schnell wieder angepasst. Lange Vorheizzeiten entfallen, was Energie spart und das Grillen planbarer macht.
Durch die präzise Steuerung wird kaum Hitze verschwendet – ein klarer Vorteil gegenüber der Holz-kohle. Gasgrills eignen sich außerdem gut für größere Grillrunden, da sie viel Platz und gleichmäßige Hitze bieten. Auf der anderen Seite stehen ein höherer Anschaffungspreis und die Abhängigkeit von Gasflaschen, die regelmäßig gewechselt werden müssen.

Holzkohlegrill: klassisch, aromatisch – aber energieintensiv

Für viele gehört der Holzkohlegrill einfach zum Sommer dazu. Das typische Raucharoma ist für Grillfans kaum zu ersetzen. Allerdings braucht diese Grillart Geduld. Die Kohle muss erst vollständig durchglühen, was Zeit kostet und viel Energie verbraucht. Dabei geht ein großer Teil der Wärme ungenutzt verloren.
Zwar hält Holzkohle die Hitze lange und eignet sich gut für größere Grillmengen, doch die Umweltbilanz fällt schlechter aus. Sowohl die energieintensive Herstellung der Holzkohle als auch die entstehenden CO₂ Emissionen beim Grillen belasten das Klima. Wer häufig grillt, sollte diesen Aspekt nicht außer Acht lassen.

Personen in einem Garten beim Grillen, eine Frau wendet Spieße am Grill, andere halten Getränke, im Hintergrund ein Hund und Haus.

Tipps für energieeffizientes Grillen

Unabhängig von der Grillart lässt sich mit kleinen Maßnahmen viel Energie sparen:

  • Nutze einen Deckel, um Wärme zu speichern.
  • Lege dünnere Stücke auf, sie garen schneller.
  • Sortiere das Grillgut nach Garzeit.
  • Schneide Gemüse gleichmäßig, damit alles gleichzeitig fertig wird.
  • Verwende Grillmatten oder -schalen, sie leiten Wärme besser.
  • Starte nicht zu früh mit dem Vorheizen bei Gas- oder Elektrogrill.
  • Nutze Restwärme zum Warmhalten oder Nachgaren.

Fazit: Bewusst grillen lohnt sich

Wer möglichst umweltfreundlich grillen möchte, ist mit einem Elektrogrill – idealerweise mit Ökostrom – am besten beraten. Gasgrills liegen im Mittelfeld, während Holzkohlegrills die schwächste CO₂ Bilanz haben. Am Ende entscheidet aber nicht nur die Technik, sondern auch der Umgang damit. Elektro überzeugt durch Effizienz und Komfort, Gas durch Leistung und Kontrolle, Holzkohle durch ein unverwechselbares Aroma. Mit der passenden Grillgröße, einem klugen Umgang mit Hitze und kurzen Garzeiten lässt sich der Energieverbrauch deutlich senken – ohne auf Genuss zu verzichten. So schmeckt der Sommer gleich noch ein bisschen besser.

Für alle, die auch ansonsten gern draußen sind, haben wir hier regionale Wandertipps oder Ideen für eine Fahrradtour.

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Für die Energiezukunft unserer Region: neue 110-kV-Stromleitung zwischen Zwickau und Reichenbach

Nach Baubeginn im April 2024 wurde die neue 110-Kilovolt(kV)-Hochspannungsleitung zwischen Rotschau (Stadt Reichenbach/Vogtland) und Oberplanitz (Stadt Zwickau) jetzt in Betrieb genommen. Die Leitung stellt eine direkte Verbindung zwischen den Umspannwerken Crossen und Herlasgrün her und hat somit eine Lücke im Hochspannungsnetz geschlossen. Doch was bedeutet das konkret? Mehr Versorgungssicherheit, mehr Leistungsfähigkeit und ein weiterer Baustein für ein zukunftsfähiges Stromnetz.

Was wir gebaut haben und warum

Auf der rund 17 Kilometer langen Trasse wurden 64 neue Stahlgittermasten errichtet. An besonders sensiblen Stellen, wie bei den Querungen der Ortslagen Neumark und Rotschau, haben wir die Leitung auf mehreren hundert Metern als Erdkabel realisiert.

Mit der neuen Leitung verbinden wir die Umspannwerke Crossen und Herlasgrün direkt miteinander. Dadurch schließen wir eine wichtige Lücke im bestehenden Netz und schaffen eine robuste Verbindung zwischen dem Landkreis Zwickau und dem Vogtlandkreis.

Zur neuen Verbindung gehören auch zwei bereits modernisierte Leitungen zwischen Werdau und Zwickau. Zusammen bilden sie den zentralen Baustein des übergeordneten Netzkonzeptes für die Region Zwickau-Vogtland. Unser Ziel dahinter ist klar: Wir wollen die Versorgungssicherheit in Südwestsachsen langfristig stärken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit unserer Netze erhöhen.

Und wir denken dabei schon weiter: Im südlichen Verbund planen wir eine neue Verbindung zwischen Herlasgrün und Silberstraße, wofür wir bestehende Trassenabschnitte nutzen. Ein weiterer Neubau soll künftig die Netzlücke zwischen Steinberg und dem Raum Kirchberg schließen. Das Projekt befindet sich aktuell noch im Genehmigungsverfahren. Parallel dazu werden wir die rund 100 Jahre alte Freileitung zwischen Silberstraße und Herlasgrün Stück für Stück zurückbauen.

Bauarbeiter und Fahrzeuge beim Zusammensetzen mehrerer Strommasten auf einer Wiesenschneise, aufgenommen aus der Vogelperspektive.

Gemeinsam mit der Region

Eines war uns im gesamten Prozess besonders wichtig: Transparenz und Beteiligung. Vor und während der Genehmigungsverfahren haben wir eng mit:

  • Kommunen entlang der Trasse
  • Bürgerinnen und Bürgern
  • Unternehmen
  • und verschiedenen Interessensgruppen zusammengearbeitet.

In moderierten Runden Tischen wurden Anliegen, Ideen und Bedenken offen diskutiert und wir haben gemeinsam nach Lösungen gesucht. Viele dieser Beiträge sind tatsächlich in die Planung eingeflossen. Beispiele dafür sind:

  • die beiden Erdkabelabschnitte
  • optimierte Trassenverläufe
  • individuelle Rücksichtnahmen entlang der Trasse

Mehr Infos zum Thema Akzeptanz findet ihr in unserem Video zum Leitungsabschnitt Crossen-Herlasgrün.

Wir haben auf Information, Transparenz und Beteiligung gesetzt, um einen möglichst breit akzeptierten Trassenverlauf zu finden. Das ist uns dank der konstruktiven Mitarbeit vieler Menschen gelungen.

Andreas Franke Genehmigung/Liegenschaften, MITNETZ STROM, Netzregion Südsachsen

Auch die Umwelt profitiert

Natürlich gehört zu einem verantwortungsvollen Projekt auch der Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft. Im Reichenbacher Ortsteil Friesen haben wir dafür eine alte Industriebrache vollständig abgerissen und renaturiert sowie in Neumark verschiedene Baumpflanzungen vorgenommen.

Lust auf mehr Hintergrund? Wenn du mehr über den Ausbau und die Investitionen in das Stromnetz wissen willst, klicke in diesen Blogbeitrag. Ob Erdkabel oder Freileitung die bessere Wahl ist, erfährst du hier. Weitere Infos zum Erfolg des Projektes Crossen-Herlasgrün gibt es auf unserer Internetseite zum Thema

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Klimafreundlicher Konsum: Wie du wirklich etwas bewegst

Klimafreundlicher Konsum klingt für viele erst einmal nach Verzicht, komplizierten Regeln oder teuren Bio-Läden. Doch in Wahrheit steckt etwas ganz anderes dahinter: Bewusste Entscheidungen, die du jeden Tag triffst. Dein Konsum beeinflusst, wie Ressourcen genutzt werden, wieviel CO₂ entsteht und wie fair Produkte hergestellt werden. Die gute Nachricht: Schon kleine Veränderungen haben Wirkung. Wir zeigen dir in diesem Blogbeitrag, wie du das einfach und bequem in deinem Alltag umsetzen kannst?

Was bedeutet klimafreundlicher Konsum eigentlich?

Klimafreundlicher Konsum beschreibt alle Kauf- und Nutzungsentscheidungen, die Umwelt und Klima möglichst wenig belasten. Dazu gehören Produkte mit geringem CO₂-Ausstoß, langlebige Materialien, faire Herstellung und ein bewusster Umgang mit Ressourcen. Es geht nicht darum, perfekt zu leben – sondern Schritt für Schritt bessere Entscheidungen zu treffen.
Wenn du weniger neu kaufst, regional einkaufst oder Dinge länger nutzt, sinkt der Energieverbrauch. Gleichzeitig verringerst du Müll und unterstützt nachhaltige Strukturen. Dein Kaufverhalten wirkt also weit über den Kassenzettel hinaus.

Einkauf auf dem Wochenmarkt

Klimafreundlicher Konsum als politisches Ziel

Auch auf politischer Ebene spielt nachhaltiger Konsum eine große Rolle. Die Bundesregierung hat bereits 2016 das Nationale Programm für nachhaltigen Konsum verabschiedet. 2021 folgte eine Erweiterung mit konkreteren Maßnahmen. Ziel ist es, klimafreundliche Entscheidungen im Alltag einfacher zu machen – zum Beispiel beim Einkaufen, Wohnen oder Reisen.

Das Programm orientiert sich an der Agenda 2030 und umfasst sechs zentrale Lebensbereiche:

  • Mobilität
  • Ernährung
  • Wohnen
  • Arbeiten
  • Bekleidung
  • Freizeit

Hilfreich sind dafür besonders Umweltzeichen wie der Blaue Engel oder das EU-Bio-Siegel. Sie helfen dir, im Alltag schneller nachhaltige Produkte zu erkennen. Gerade beim Einkaufen fehlt oft die Zeit, Produktionsbedingungen oder Inhaltsstoffe genau zu prüfen. Umweltzeichen übernehmen diese Arbeit für dich.

Blauer Engel

Der Blaue Engel kennzeichnet Produkte, die im Vergleich zu herkömmlichen Alternativen besonders umwelt- und gesundheitsfreundlich sind. Er betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Produkts – von der Herstellung bis zur Entsorgung. Du findest ihn zum Beispiel auf Recyclingpapier, Möbeln oder Reinigungsmitteln.

EU-Bio-Siegel

Das EU-Bio-Siegel zeigt dir, dass Lebensmittel aus ökologischem Landbau stammen. Es steht für weniger Pestizide, strengere Tierhaltungsregeln und einen besseren Schutz von Böden und Wasser.

Umweltzeichen ersetzen keinen bewussten Konsum, sie machen nachhaltige Entscheidungen aber deutlich einfacher.

Alltagssituationen, in denen du aktiv werden kannst

Lebensmittel bewusst wählen

Beim Thema Ernährung liegt enormes Potenzial. Wir kaufen unnötig viel, wenn beispielsweise Lebensmittel im Angebot sind. Durch die ständige Verfügbarkeit ist uns der Bezug zu einer gesunden Menge verloren gegangen. Die sogenannte 54321-Methode hilft dir beim Einkauf. So sollte ein gesunder Einkaufswagen in etwa aussehen:

  • 5 Obstsorten
  • 4 Gemüsesorten
  • 3 Proteinquellen
  • 2 Kohlenhydrate
  • 1 bewusste Ausnahme

So entsteht automatisch eine klimafreundlichere Auswahl.

Gleichzeitig wirkt nachhaltige Ernährung positiv auf deine Gesundheit und etabliert sich zunehmend als ökologisches Gesamtkonzept. Wichtig bleibt auch der Umgang mit Lebensmitteln. Plane deine Einkäufe, nutze Reste kreativ und reduziere Lebensmittelmüll.
Apps wie Too Good To Go oder Rettertüten aus dem Supermarkt helfen dir dabei, überschüssige Lebensmittel zu retten und bares Geld zu sparen.

Mehr Infos findest du beim Bundeszentrum für Ernährung:
www.bzfe.de/ernaehrung-und-klimaschutz

Kleidung: Weniger ist mehr

Fast Fashion belastet Umwelt und Menschen massiv. Klimafreundlicher Konsum bedeutet hier: Qualität statt Quantität. Achte auf langlebige Materialien, faire Produktion und zeitlose Schnitte. Überlege vor jedem Kauf, ob du das Kleidungsstück wirklich brauchst.
Die 1-Monatsregel trendet gerade auf Social Media. Hier stellen Nutzer eine Liste zusammen, sobald sie einen Kaufimpuls verspüren. Nach einem Monat schauen sie sich die Produkte auf der Liste wieder an und entscheiden mit emotionalem Abstand. Häufig fällt dann auf, dass sie keinen wirklichen Nutzen dafür haben.
Secondhand-Plattformen wie Vinted bieten tolle Alternativen zu Neuware. Du verlängerst damit den Lebenszyklus von Kleidung und sparst Ressourcen. Gleichzeitig wächst das Angebot an nachhaltigen Geschäftsmodellen, die Umweltbelastungen und Risiken in der Textilproduktion senken.

Tauschen statt Kaufen, Kleidertausch

Laut Focus.de werden jährlich 260.000 Tonnen Kleidung entsorgt. Im Durchschnitt wirft jeder Deutsche etwa 4,7 Kilogramm Kleidung pro Jahr weg. Das entspricht ungefähr 60 getragenen T Shirts, die oft noch funktionsfähig wären. Mehr Infos findest du hier: www.focus.de

Mobilität: Jeder Weg zählt

Mobilität verursacht einen großen Teil der CO₂-Emissionen. Aus diesem Grund kannst du viel bewirken, wenn du kurze Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegst. Ebenso reduziert Carsharing die Anzahl privater Autos. Darüber hinaus helfen Elektroautos Emissionen zu senken – besonders bei Ökostrom.

enviaM-Tipp

Nutzer unser Carsharing-Angebot für E-Autos in Markkleeberg, Taucha und Halle. Mit unseren eQars bist du flexibel, bequem und umweltfreundlich unterwegs.

eQar, Carsharing von enviaM

Wenn möglich, verzichte auf Flugreisen oder ersetze sie durch Bahnfahrten. Des Weiteren sparen mobiles Arbeiten und Homeoffice zusätzlich Verkehr und Energie. Eine gut vernetzte, klimafreundliche Mobilität macht nachhaltige Entscheidungen leichter.

Wohnen: Klimaschutz beginnt zu Hause

Klimafreundliches Wohnen heißt nicht automatisch kleiner wohnen, sondern bewusster. Spare Energie, reduziere Müll und nutze langlebige Haushaltsgüter. Ebenfalls sind Gemeinschaftswohnformen von Vorteil, denn sie teilen Ressourcen und senken den Verbrauch pro Person.

Probiere Neues aus: So bietet im Urlaub der Wohnungstausch eine nachhaltige Alternative zu Hotels. Hier gibt es verschiedene Plattformen, auf denen du dich zum Tauschen vernetzen kannst. Das spart Geld und eröffnet neue Perspektiven.

Freizeit und Reisen: Erholung mit Verantwortung

Urlaub muss auch einmal sein, aber Flüge belasten das Klima stark. Wer Urlaub in der Region macht, bewegt sich am besten mit Zug, Bus oder Fahrrad.

Skandinavien mit dem Zug, Kind schaut aus Zugfenster

Bei längeren Reisen hingegen kannst du deine Treibhausgasemissionen kompensieren, in dem du beispielsweise in zertifizierte Klimaschutzprojekte investierst.

Auch im Alltag gibt es klimafreundliche Alternativen: Wochenendtrips mit der Bahn, Wandern oder Ferien auf einem Bio-Bauernhof. Bei Unterkünften achte auf nachhaltige Hotels, die Energie sparen und regional einkaufen.

Die Pyramide des nachhaltigen Konsums

Die Pyramide des nachhaltigen Konsums hilft dir, bewusste Entscheidungen zu treffen, indem sie dir zeigt, welche Optionen das Klima am wenigsten belasten. Von unten nach oben steigt der Ressourcenverbrauch. Deshalb lohnt es sich, immer zuerst die unteren Stufen zu prüfen:

  • Nutze, was du hast: Die klimafreundlichste Entscheidung ist, Dinge weiter zu nutzen, die bereits vorhanden sind. Beispiel: Du trägst deine Jacke mehrere Jahre.
  • Leihen: Leihen spart Ressourcen, weil Produkte von mehreren Menschen genutzt werden. Beispiel: Du leihst dir eine Bohrmaschine von deinem Nachbarn, anstatt sie selbst zu kaufen.
  • Tauschen: Tauschen hält Produkte im Kreislauf und vermeidet Neuanschaffungen. Beispiel: Du tauschst Kleidung mit Freunden und bekommst ein neues Lieblingsstück.
  • Gebraucht kaufen: Secondhand verlängert die Lebensdauer von Produkten und reduziert CO₂-Emissionen. Beispiel: Du kaufst ein gebrauchtes Fahrrad.
  • Selbermachen: Selbermachen reduziert Verpackung, Transportwege und Industrieproduktion. Beispiel: Du kochst dein Mittagessen selbst, anstatt Fertiggerichte zu kaufen.
  • Kaufen: Wenn ein Kauf nötig ist, zählt eine bewusste Entscheidung für nachhaltige bzw. sparsame Produkte. Beispiel: Du kaufst ein langlebiges T-Shirt aus Bio-Baumwolle mit Umweltzeichen oder eine Waschmaschine mit hoher Energieeffizienz.

Fazit: Dein Konsum hat Macht

Klimafreundlicher Konsum beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit Aufmerksamkeit. Denn jeder Einkauf, jede Entscheidung und jede Gewohnheit zählen. Schließlich gestaltest du mit deinem Alltag aktiv eine nachhaltigere Zukunft – Schritt für Schritt, ganz ohne Druck.

Im Blogbeitrag „Tauschen statt kaufen“ geben wir noch mehr Tipps, wie du deinen Alltag nachhaltiger und kostengünstiger gestalten kannst. Wenn wir bewusste Entscheidungen treffen und zum Beispiel regionale und saisonale Waren konsumieren, helfen wir Graue Energie zu sparen. Und all dies trägt zur Reduzierung unseres CO₂-Fußabdruckes bei.

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Junger Mann mit Brille und Bart sitzt lächelnd auf grauem Sofa, trägt weißes T‑Shirt, beige Hose und schwarze Uhr; Pflanze im Hintergrund. Junger Mann mit Brille und Bart sitzt lächelnd auf grauem Sofa, trägt weißes T‑Shirt, beige Hose und schwarze Uhr; Pflanze im Hintergrund.

Doppelt hält besser: Hinter den Kulissen unseres „Digitalen Zwillings“ mit Konstantin

Virtuell, realitätsnah, zukunftsweisend: Seit einigen Jahren verfolgt MITNETZ STROM die Vision eines vollständig digitalen Stromnetzes. Ziel ist es, sogenannte Digitale Zwillinge von allen Umspannwerken und Leitungen zu erstellen – also digitale, dreidimensionale Abbilder unserer realen Netzinfrastruktur. Ausgangspunkt war das Umspannwerk Falkenberg, für das 2023 ein Pilotprojekt umgesetzt wurde. Heute gibt es über 100 Umspannanlagen als 3D-Modell. Wir haben mit Konstantin gesprochen, Projektverantwortlicher für den Digitalen Zwilling, um mehr über seine Arbeit und den Nutzen des digitalen 3D-Modells zu erfahren.

Hey, wer bist du und was machst du bei uns?

Konstantin: Hallo, ich bin Konstantin und betreue seit letztem Jahr bei MITNETZ STROM in der Abteilung Technische Systeme alle Themen rund um unseren Digitalen Zwilling. Dabei koordiniere ich gemeinsam mit meinem Kollegen Roberto Projekte, spreche mit den Fachbereichen und sorge dafür, dass der Digitale Zwilling kontinuierlich weiterentwickelt und nach intern wie extern kommuniziert wird.

Was hat dich ursprünglich zur enviaM-Gruppe gebracht – und warum bist du geblieben?

Konstantin: Angefangen habe ich 2020 als dualer Student. Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert. Schon während des Studiums habe ich gemerkt, dass ich bei MITNETZ STROM nicht nur Theorie lerne, sondern echte, praxisnahe Einblicke in spannende Projekte bekomme. Schnell hatte ich das Gefühl, hier langfristige Perspektiven zu haben und Verantwortung übernehmen zu können – deshalb bin ich geblieben.

Wenn du deinen Arbeitsalltag in drei Hashtags beschreiben müsstest, welche wären das?

Konstantin: Hm gute Frage… ich denke #Innovativ, #Transformation und #Dreidimensional passen alle sehr gut zu mir und meinem Job.

Digitaler Zwilling MITNETZ STROM

Cool, dann schauen wir mal genauer hin: Welche konkreten Todos und Projekte stehen bei dir an?

Konstantin: Aktuell liegt mein Fokus darauf, weitere Anwendungsfälle für den Digitalen Zwilling zu identifizieren. Dabei tausche ich mich intensiv mit den Fachbereichen aus, um zu verstehen, wie das Tool genutzt wird, und sammle direkt aus dem Business Anforderungen für konkrete Weiterentwicklungen.

Digitaler Zwilling – was genau ist das und wo kommt er schon zum Einsatz?

Konstantin: Der Digitale Zwilling ist quasi das digitale Abbild unseres Stromnetzes. Wir haben unsere 2D-Daten aus dem Geoinformationssystem – einer zentralen Datenquelle – um eine zusätzliche Dimension erweitert und sie mit allen wichtigen Sachdaten verknüpft, um eine Datendrehscheibe für verschiedene Umsysteme zu schaffen. So entsteht ein realistisches, interaktives Modell unserer Netzinfrastruktur. Ursprünglich ging es darum, Planungen einfacher und fundierter zu machen: Früher mussten die Kollegen oft vor Ort fahren oder lange in Plänen suchen, heute haben sie die Infos direkt digital parat. Los ging es mit 360°-Laserscans von Netzanlagen, welche die Fachbereiche seit letztem Jahr nutzen. 2026 kommen noch weitere spannende Use Cases dazu, die den Nutzen des Zwillings noch größer machen.

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Was kann der 3D-Zwilling heute, was das 2D-Modell nie konnte?

Konstantin: Der größte Unterschied liegt im realitätsnahen Verständnis unseres Netzes. Während das 2D-Modell vor allem Lageinformationen liefert, macht der 3D-Zwilling Zusammenhänge direkt erlebbar: Abstände, Höhen, Blickachsen, Zugänglichkeiten oder mögliche Konflikte sehen die Kollegen sofort – genauso wie vor Ort. Das macht Planungen viel fundierter, erleichtert Simulationen und sorgt für eine bessere Kommunikation zwischen den Fachbereichen. Kurz gesagt: Der 3D-Zwilling schafft Transparenz und eröffnet völlig neue Möglichkeiten, die im 2D-Modell einfach nicht denkbar gewesen wären.

Nimm uns gern mal ein bisschen beim Planungsprozess mit.

Konstantin: Was als 2D-Modell begann, hat sich Schritt für Schritt zu einem strategisch relevanten 3D-Zwilling entwickelt, der heute weit über seinen ursprünglichen Zweck hinaus Mehrwert liefert. Ausgangspunkt war eine einfache, aber kraftvolle Idee: ‚Den Daten eine Stimme geben.‘ So konnten wir aus reinen Informationen ein interaktives Modell machen, das Planungen und Abstimmungen deutlich erleichtert.

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Mega! Und du hast ja auch ein paar Screenshots mitgebracht, was genau sehe ich da?

Konstantin: Auf den Screenshots siehst du Bilder direkt aus dem System: Punktwolken der Netzanlagen, bereits entwickelte 3D-Modelle der Umspannwerke und auch Hochspannungsleitungen. Besonders spannend ist ein Screenshot, der die zukünftige Planung eines noch nicht existierenden Umspannwerks zeigt – zuerst haben wir es 3D-basiert zusammengesetzt und dann in den Zwilling integriert. So kannst du bereits vor der Realisierung sehen, wie alles später vor Ort aussehen wird.

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Welche Rolle spielt der 3D-Zwilling für die Energiewende – und kann er auch externen Partnern oder Kommunen Mehrwert bieten?

Konstantin: Der 3D-Zwilling ist ein zentraler Enabler für die Energiewende. Netzausbau, neue Erzeugungsanlagen, steigende Komplexität und immer kürzere Planungszyklen erfordern ein genaues Verständnis der realen Situation vor Ort. Mit dem Zwilling können wir Ausbau- und Umbauprojekte realitätsnah planen, Konflikte früh erkennen und verschiedene Varianten fundiert bewerten – noch bevor gebaut wird. Gleichzeitig prüfen wir, wie externe Partner oder Kommunen von diesem Modell profitieren können. Erste Anwendungsfälle gibt es bereits, sodass der Zwilling künftig nicht nur intern, sondern auch über die Unternehmensgrenzen hinweg echten Mehrwert liefern kann.

Wie viele Anwendungsfälle konntet ihr bereits umsetzen?

Konstantin: Wir haben bereits über 70 konkrete Use Cases identifiziert, offen diskutiert, priorisiert, strukturiert und erfolgreich umgesetzt. Aus einem zunächst wenig bekannten Produkt ist so ein zentraler Treiber unserer Digitalisierung geworden. Gleichzeitig wächst eine unternehmensweite Community rund um den 3D-Zwilling – ein lebendiger Ort für Austausch, Weiterentwicklung und echte Transformation.

Richtig stark – aber wie habt ihr so viele Bereiche für das Thema begeistert?

Konstantin: Der Ideation-Workshop Mitte 2025 war der entscheidende Startpunkt. Dort kamen Kollegen aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen, haben offen über Ideen für neue Anwendungsfälle diskutiert und den 3D-Zwilling gemeinsam weiterentwickelt – völlig losgelöst vom ursprünglichen Planungsprozess. So konnte jede Perspektive einfließen und echtes Engagement für das Projekt entstehen.

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Wo steht eure Projektgruppe aktuell, und welche nächsten Schritte sind geplant – auch mit Blick auf das nächste Jahr?

Konstantin: Aktuell rollen wir fertige Use Cases aus, bieten Nutzerschulungen an und entwickeln den Digitalen Zwilling kontinuierlich weiter. In einem Jahr wollen wir einen Datenfortführungsprozess etabliert, alle Netzanlagen digitalisiert und weitere Use Cases entwickelt und implementiert haben.

Danke dir fürs Gespräch! Irgendwelche Abschlussworte?

Konstantin: Gern, und gute Frage! Meine Botschaft zum Schluss: Wenn Menschen ihr Wissen teilen, Ideen verbinden und gemeinsam weiterdenken, entsteht nachhaltiger Mehrwert – für das gesamte Unternehmen.

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Vom digitalen Modell zur echten Transformation

Der Digitale Zwilling ist mehr als ein technisches Tool – er hilft uns, unsere Netze besser zu verstehen und zukunftsfähig zu machen. 2D- und 3D-Daten, Punktwolken und echte Sachdaten verschmelzen zu einem interaktiven Modell, das Planungen, Simulationen und Entscheidungen viel einfacher macht. Für unsere Mitarbeiter heißt das: eigene Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und direkt an spannenden Zukunftsthemen arbeiten. Für uns als Unternehmen bedeutet es: mehr Transparenz, schnellere Abläufe und echte Innovationskraft. Kurz gesagt: Der Digitale Zwilling macht nicht nur die Arbeit leichter, sondern stärkt auch Zusammenarbeit, Kommunikation und Teamgeist – ein richtig gutes Beispiel dafür, wie Digitalisierung und Teamwork zusammenpassen.

Du hast Lust, wie Konstantin bei uns dual zu studieren? Dann schau dir gern unseren Blogartikel dazu an. Und wenn du noch mehr Interesse an Digitalisierungsthemen hast, könnte auch unser Beitrag zu Cyber Security spannend für dich sein.

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Digitalisierung und Innovation

Digitalisierung

Die Energieversorgung der Zukunft wird digitaler.

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