Strompreis, Teil 2: Was vom Strompreis an den Staat geht
Der Strompreis setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen. Ein Teil geht an den Versorger, ein weite-rer an den Netzbetreiber. Den dritten Teil – die Steuern – bekommt der Staat.
Stromsteuer
Die Stromsteuer ist eine Verbrauchssteuer. Sie wurde 1999 mit der ökologischen Steuerreform eingeführt. Im Wesentlichen wird sie durch das Stromsteuergesetz (StromStG) geregelt.
Die ökologische Steuerreform
Die Idee stand seit den achtziger Jahren zur Diskussion, setzte sich aber erst Ende der Neunziger durch. Mit der Steuerreform wurde nicht nur die Stromsteuer auferlegt, sondern auch die schrittweise Erhöhung der Mineralölsteuer. Der Schweizer Ökonom Binswanger entwickelte das Konzept. Mit der Umstrukturierung des Steuersystems wollte er grundsätzliche, wirtschaftliche Anreize geben.
Oft wird sie auch Ökosteuer genannt, weil sie sowohl das Klima schützt als auch die Rentenkasse stützt.
Ungefähr 90 Prozent der Einnahmen aus der Stromsteuer fließen aktuell in die Rentenkasse. Das stabilisiert die Sozialabgaben und entlastet Arbeitgeber wie Beschäftigte.
Die Stromsteuer soll auch dazu beitragen, sparsam mit Energie umzugehen – schließlich ist sie
ein endliches Gut, welches wir bewusst konsumieren sollten.

Steuerschuldner: Wer zahlt?
Die Stromsteuer wird vom Energieversorger an den Staat abgeführt. Sie wird also nicht direkt beim Endverbraucher, sondern beim Versorger eingenommen. Für dich steckt sie also einfach im Strompreis drin.
Wichtige Einnahmequelle für den Bund
Seit 2003 beträgt die Stromsteuer 2,05 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde. Mit jährlich etwa sieben Milliarden Euro ist sie somit eine wichtige Einnahmequelle des Bundes. Ein Teil davon wird in die Energieforschung investiert. Gefördert werden vor allem Projekte zu Solar, Wind und Bioenergie sowie Forschung zu Wasserstoff, Brennstoffzellen, Geothermie und solarthermischen Anlagen.
Wusstest du schon?
Wer eine eigene Solaranlage besitzt und den Strom selbst nutzt, zahlt dafür keine Stromsteuer.
Das StromStG sieht nämlich vor, dass keine zusätzlichen Belastungen für den Verbrauch des selbst erzeugten Solarstroms anfallen. Für die Weiterführung der Steuerbefreiung hat sich der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) stark gemacht.
Umsatzsteuer
Die Umsatzsteuer ist ebenfalls Teil des Strompreises. Mit ihr ist die Mehrwertsteuer gemeint. Diese beträgt in Deutschland zurzeit 19 Prozent bei Gütern, die nicht zu den existenziellen Lebensmitteln zählen. Die Mehrwertsteuer wird zusätzlich auf die Stromsteuer sowie auf bestehende Umlagen – etwa die KWKG Umlage – aufgeschlagen. Diese zusätzliche „Steuer auf die Steuer“ verwirrt, ist jedoch gesetzlich vorgeschrieben.

Auf den Punkt gebracht
Ein enviaM-Privatkunde verbraucht durchschnittlich 2.000 Kilowattstunden im Jahr. Dadurch entstehen Stromsteuer-Kosten von 41 Euro. Die Umsatzsteuer beläuft sich auf rund 115 Euro.
Was sich für Kunden 2026 bei den Strom- und Gaspreisen ändert, haben wir in diesem Beitrag beschrieben. Wie du deinen Strom- und Gastarif findest, erfährst du hier. Noch mehr Wissenswertes zu Strom- und Gaspreisen gibt es in folgenden Beiträgen:
Strompreis, Teil 1: Wie setzt sich der Strompreis zusammen?
Strompreis, Teil 3: Die Konzessionsabgabe
Strompreis, Teil 4: Umlagen
Strompreis, Teil 5: Einflussfaktoren
Das könnte dich auch interessieren
Unterwegs für ein sicheres Netz: Wie MITNETZ STROM und MITNETZ GAS jedes Jahr tausende Kilometer kontrollieren
Wenn im Frühjahr ein Hubschrauber entlang der Stromleitungen schwebt oder Monteure auf Quads an Gasleitungen vorbeifahren, steckt dahinter eine wichtige Aufgabe: die jährliche Sicherheitskontrolle der Netze. MITNETZ STROM prüft dafür aus der Luft die Hochspannungsleitungen, MITNETZ GAS kontrolliert am Boden das weit verzweigte Gasnetz. Auch 2026 sind die Teams wieder mehrere Wochen im Einsatz und legen dabei tausende Kilometer zurück.
MITNETZ STROM: Kontrolle aus der Luft – ein Blick, der Details sichtbar macht
Aus einem Hubschrauber lassen sich Schäden, Veränderungen oder Gefahrenstellen oft viel schneller erkennen als vom Boden aus. Deshalb fliegt das Team die Leitungen mit etwa 15 bis 30 km/h ab – rund 20 Meter über dem Boden und etwa 15 Meter neben der Leitung.

Während der Pilot die Trasse im Blick behält, prüfen zwei Fachkräfte von MITNETZ STROM die Anlagen und dokumentieren alles, was ihnen auffällt. Dazu gehören zum Beispiel:
- beschädigte Leiterseile, etwa nach Blitzschlägen
- verbogene Masten
- defekte Isolatoren oder Armaturen
- Fremdkörper im Leitungssystem
- zu dichter Bewuchs im Trassenbereich
- Gefahren durch Bau- oder Forstarbeiten
Taucht ein Problem auf, planen die Teams sofort die notwendigen Maßnahmen.
Von Südsachsen bis Sachsen-Anhalt: mehrere Netzregionen im Fokus
Die Befliegungen starteten jetzt im April in Südsachsen. Dort überprüft MITNETZ STROM rund 700 Kilometer Trasse mit etwa 2.700 Masten. Da auf vielen Masten zwei Leitungssysteme verlaufen, ergibt sich eine Gesamtlänge von etwa 1.400 Kilometern Hochspannungsleitungen.
Anschließend geht es weiter nach Westsachsen. Hier kontrollieren die Teams rund 600 Kilometer Trasse mit etwa 2.100 Masten. Die Route führt unter anderem über den Landkreis Leipzig, Nordsachsen, Mittelsachsen und das Altenburger Land.

Mitte Mai folgt die Netzregion Brandenburg. Dort stehen rund 950 Kilometer Trassen mit etwa 3.000 Masten auf dem Prüfplan. Die Befliegungen führen über mehrere Landkreise, darunter Dahme-Spreewald, Oder-Spree, Elbe-Elster und Spree-Neiße.
Den Abschluss bildet Sachsen-Anhalt im Juni. Hier begutachtet das Team etwa 1.000 Kilometer Trasse mit rund 3.300 Masten.
Insgesamt werden damit mehrere tausend Kilometer Hochspannungsleitungen aus der Luft überprüft.
Warum diese Kontrollen so wichtig sind
Freileitungen sind jeden Tag Wind, Wetter und Umweltbedingungen ausgesetzt. Stürme, Gewitter oder intensives Pflanzenwachstum können die Anlagen beschädigen oder gefährden. Die jährlichen Befliegungen helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben – oft, bevor es zu einer Störung kommt. So bleibt die Stromversorgung zuverlässig und sicher. In Waldgebieten gibt es zusätzlich im Herbst einen zweiten Durchgang: Dann liegt der Schwerpunkt erneut auf dem Bewuchs entlang der Trassen.

MITNETZ GAS: Mit Quads, Messgeräten und viel Erfahrung durchs Netzgebiet
Auch das Gasnetz wird im Frühjahr gründlich kontrolliert. MITNETZ GAS nimmt dafür rund 300 Orte und etwa 5.000 Kilometer Gasleitungen unter die Lupe – zu Fuß, mit dem Auto, mit Quads oder mit speziellen Gasspürrollern, die hochsensible Messsonden an Bord haben.

Das Netzgebiet erstreckt sich über Westsachsen, Teile von Thüringen und Brandenburg sowie den südlichen Bereich Sachsen-Anhalts.
In manchen Bereichen können die Teams nur zu Fuß arbeiten. Dort kommen tragbare Messgeräte zum Einsatz. Alle Monteurinnen und Monteure können sich ausweisen und arbeiten eng mit Partnerfirmen zusammen.

Wichtig für Grundstücksbesitzerinnen und -besitzer
Für einige Messungen brauchen die Fachkräfte Zugang zum Grundstück – aber niemals zum Haus. Die Überprüfung endet immer am Netzanschluss, private Hausinstallationen gehören nicht dazu. Für Kunden entstehen dabei selbstverständlich keine Kosten.
Wenn Regen einsetzt, müssen die Teams pausieren, weil Feuchtigkeit die Messergebnisse verfälschen kann. Ist ein Grundstück nicht zugänglich, hinterlässt MITNETZ GAS eine Benachrichtigung und vereinbart einen neuen Termin.
Fragen? Unser Kundenservice hilft
Wer unsicher ist oder Fragen hat, erreicht den Kundenservice montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr unter 0800 2 120120.
Du möchtest mehr über Gasspürroller erfahren? Details gibt es in diesem Blogbeitrag. Beim Netzausbau stellt sich oft die Frage „Erdkabel oder Freileitung“? Welche technischen Unterschiede es dabei gibt bzw. was es für die Kosten bze. die Natur bedeutet, erklären wir hier.
Das könnte dich auch interessieren
Genuss mit Verantwortung: Wie nachhaltig sind Elektro-, Gas- und Holzkohlegrills?
Schon angegrillt? Sobald die ersten warmen Tage da sind, zieht es viele nach draußen. Knuspriges Gemüse, saftige Steaks oder ein gemütlicher Abend im Garten gehören für viele einfach zum Sommer dazu. Doch egal, ob Grill-Neuling oder erfahrener BBQ Fan: Auch beim Grillen spielt der Energieverbrauch eine Rolle. Wer bewusst grillt, spart nicht nur Strom oder Brennstoff, sondern schont ganz nebenbei auch die Umwelt. Elektro-, Gas- oder Holzkohlegrill – jede Grillart hat ihren eigenen Charakter, ihre Vorteile und ihre kleinen Tücken. Ein genauerer Blick lohnt sich.
Elektrogrill: effizient, sauber und schnell startklar
Ein Elektrogrill punktet vor allem durch seine Einfachheit. Einstecken, einschalten, losgrillen – ohne lange Vorbereitung. Die Heizspirale erzeugt schnell eine konstante Hitze, die nahezu vollständig ge-nutzt wird. Weil keine Verbrennung stattfindet, geht kaum Energie verloren und es entsteht kein Rauch. Das macht den Elektrogrill besonders attraktiv für Balkone oder kleinere Terrassen.

Im Vergleich zu Gas- oder Holzkohlegrills wandelt ein Elektrogrill Strom sehr effizient in Hitze um. Wird er mit Ökostrom betrieben, ist er sogar die umweltfreundlichste Variante. Einschränkungen gibt es vor allem beim Aroma: Das typische Raucharoma bleibt meist aus. Zudem ist man auf eine Steck-dose angewiesen und bei langen Grillabenden kann der Stromverbrauch – je nach Leistung – spürbar steigen.
Gasgrill: kraftvoll, flexibel und gut kontrollierbar
Gasgrills arbeiten meist mit Propan oder Butan und sind besonders beliebt bei allen, die Wert auf Kontrolle legen. Die Brenner lassen sich stufenlos regulieren, die gewünschte Temperatur ist schnell erreicht und genauso schnell wieder angepasst. Lange Vorheizzeiten entfallen, was Energie spart und das Grillen planbarer macht.
Durch die präzise Steuerung wird kaum Hitze verschwendet – ein klarer Vorteil gegenüber der Holz-kohle. Gasgrills eignen sich außerdem gut für größere Grillrunden, da sie viel Platz und gleichmäßige Hitze bieten. Auf der anderen Seite stehen ein höherer Anschaffungspreis und die Abhängigkeit von Gasflaschen, die regelmäßig gewechselt werden müssen.

Holzkohlegrill: klassisch, aromatisch – aber energieintensiv
Für viele gehört der Holzkohlegrill einfach zum Sommer dazu. Das typische Raucharoma ist für Grillfans kaum zu ersetzen. Allerdings braucht diese Grillart Geduld. Die Kohle muss erst vollständig durchglühen, was Zeit kostet und viel Energie verbraucht. Dabei geht ein großer Teil der Wärme ungenutzt verloren.
Zwar hält Holzkohle die Hitze lange und eignet sich gut für größere Grillmengen, doch die Umweltbilanz fällt schlechter aus. Sowohl die energieintensive Herstellung der Holzkohle als auch die entstehenden CO₂ Emissionen beim Grillen belasten das Klima. Wer häufig grillt, sollte diesen Aspekt nicht außer Acht lassen.

Tipps für energieeffizientes Grillen
Unabhängig von der Grillart lässt sich mit kleinen Maßnahmen viel Energie sparen:
- Nutze einen Deckel, um Wärme zu speichern.
- Lege dünnere Stücke auf, sie garen schneller.
- Sortiere das Grillgut nach Garzeit.
- Schneide Gemüse gleichmäßig, damit alles gleichzeitig fertig wird.
- Verwende Grillmatten oder -schalen, sie leiten Wärme besser.
- Starte nicht zu früh mit dem Vorheizen bei Gas- oder Elektrogrill.
- Nutze Restwärme zum Warmhalten oder Nachgaren.

Fazit: Bewusst grillen lohnt sich
Wer möglichst umweltfreundlich grillen möchte, ist mit einem Elektrogrill – idealerweise mit Ökostrom – am besten beraten. Gasgrills liegen im Mittelfeld, während Holzkohlegrills die schwächste CO₂ Bilanz haben. Am Ende entscheidet aber nicht nur die Technik, sondern auch der Umgang damit. Elektro überzeugt durch Effizienz und Komfort, Gas durch Leistung und Kontrolle, Holzkohle durch ein unverwechselbares Aroma. Mit der passenden Grillgröße, einem klugen Umgang mit Hitze und kurzen Garzeiten lässt sich der Energieverbrauch deutlich senken – ohne auf Genuss zu verzichten. So schmeckt der Sommer gleich noch ein bisschen besser.
Für alle, die auch ansonsten gern draußen sind, haben wir hier regionale Wandertipps oder Ideen für eine Fahrradtour.
Das könnte dich auch interessieren
Für die Energiezukunft unserer Region: neue 110-kV-Stromleitung zwischen Zwickau und Reichenbach
Nach Baubeginn im April 2024 wurde die neue 110-Kilovolt(kV)-Hochspannungsleitung zwischen Rotschau (Stadt Reichenbach/Vogtland) und Oberplanitz (Stadt Zwickau) jetzt in Betrieb genommen. Die Leitung stellt eine direkte Verbindung zwischen den Umspannwerken Crossen und Herlasgrün her und hat somit eine Lücke im Hochspannungsnetz geschlossen. Doch was bedeutet das konkret? Mehr Versorgungssicherheit, mehr Leistungsfähigkeit und ein weiterer Baustein für ein zukunftsfähiges Stromnetz.
Was wir gebaut haben und warum
Auf der rund 17 Kilometer langen Trasse wurden 64 neue Stahlgittermasten errichtet. An besonders sensiblen Stellen, wie bei den Querungen der Ortslagen Neumark und Rotschau, haben wir die Leitung auf mehreren hundert Metern als Erdkabel realisiert.
Mit der neuen Leitung verbinden wir die Umspannwerke Crossen und Herlasgrün direkt miteinander. Dadurch schließen wir eine wichtige Lücke im bestehenden Netz und schaffen eine robuste Verbindung zwischen dem Landkreis Zwickau und dem Vogtlandkreis.

Zur neuen Verbindung gehören auch zwei bereits modernisierte Leitungen zwischen Werdau und Zwickau. Zusammen bilden sie den zentralen Baustein des übergeordneten Netzkonzeptes für die Region Zwickau-Vogtland. Unser Ziel dahinter ist klar: Wir wollen die Versorgungssicherheit in Südwestsachsen langfristig stärken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit unserer Netze erhöhen.
Und wir denken dabei schon weiter: Im südlichen Verbund planen wir eine neue Verbindung zwischen Herlasgrün und Silberstraße, wofür wir bestehende Trassenabschnitte nutzen. Ein weiterer Neubau soll künftig die Netzlücke zwischen Steinberg und dem Raum Kirchberg schließen. Das Projekt befindet sich aktuell noch im Genehmigungsverfahren. Parallel dazu werden wir die rund 100 Jahre alte Freileitung zwischen Silberstraße und Herlasgrün Stück für Stück zurückbauen.

Gemeinsam mit der Region
Eines war uns im gesamten Prozess besonders wichtig: Transparenz und Beteiligung. Vor und während der Genehmigungsverfahren haben wir eng mit:
- Kommunen entlang der Trasse
- Bürgerinnen und Bürgern
- Unternehmen
- und verschiedenen Interessensgruppen zusammengearbeitet.
In moderierten Runden Tischen wurden Anliegen, Ideen und Bedenken offen diskutiert und wir haben gemeinsam nach Lösungen gesucht. Viele dieser Beiträge sind tatsächlich in die Planung eingeflossen. Beispiele dafür sind:
- die beiden Erdkabelabschnitte
- optimierte Trassenverläufe
- individuelle Rücksichtnahmen entlang der Trasse
Mehr Infos zum Thema Akzeptanz findet ihr in unserem Video zum Leitungsabschnitt Crossen-Herlasgrün.
Wir haben auf Information, Transparenz und Beteiligung gesetzt, um einen möglichst breit akzeptierten Trassenverlauf zu finden. Das ist uns dank der konstruktiven Mitarbeit vieler Menschen gelungen.
Auch die Umwelt profitiert
Natürlich gehört zu einem verantwortungsvollen Projekt auch der Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft. Im Reichenbacher Ortsteil Friesen haben wir dafür eine alte Industriebrache vollständig abgerissen und renaturiert sowie in Neumark verschiedene Baumpflanzungen vorgenommen.
Lust auf mehr Hintergrund? Wenn du mehr über den Ausbau und die Investitionen in das Stromnetz wissen willst, klicke in diesen Blogbeitrag. Ob Erdkabel oder Freileitung die bessere Wahl ist, erfährst du hier. Weitere Infos zum Erfolg des Projektes Crossen-Herlasgrün gibt es auf unserer Internetseite zum Thema.
Das könnte dich auch interessieren
Klimafreundlicher Konsum: Wie du wirklich etwas bewegst
Klimafreundlicher Konsum klingt für viele erst einmal nach Verzicht, komplizierten Regeln oder teuren Bio-Läden. Doch in Wahrheit steckt etwas ganz anderes dahinter: Bewusste Entscheidungen, die du jeden Tag triffst. Dein Konsum beeinflusst, wie Ressourcen genutzt werden, wieviel CO₂ entsteht und wie fair Produkte hergestellt werden. Die gute Nachricht: Schon kleine Veränderungen haben Wirkung. Wir zeigen dir in diesem Blogbeitrag, wie du das einfach und bequem in deinem Alltag umsetzen kannst?
Was bedeutet klimafreundlicher Konsum eigentlich?
Klimafreundlicher Konsum beschreibt alle Kauf- und Nutzungsentscheidungen, die Umwelt und Klima möglichst wenig belasten. Dazu gehören Produkte mit geringem CO₂-Ausstoß, langlebige Materialien, faire Herstellung und ein bewusster Umgang mit Ressourcen. Es geht nicht darum, perfekt zu leben – sondern Schritt für Schritt bessere Entscheidungen zu treffen.
Wenn du weniger neu kaufst, regional einkaufst oder Dinge länger nutzt, sinkt der Energieverbrauch. Gleichzeitig verringerst du Müll und unterstützt nachhaltige Strukturen. Dein Kaufverhalten wirkt also weit über den Kassenzettel hinaus.

Klimafreundlicher Konsum als politisches Ziel
Auch auf politischer Ebene spielt nachhaltiger Konsum eine große Rolle. Die Bundesregierung hat bereits 2016 das Nationale Programm für nachhaltigen Konsum verabschiedet. 2021 folgte eine Erweiterung mit konkreteren Maßnahmen. Ziel ist es, klimafreundliche Entscheidungen im Alltag einfacher zu machen – zum Beispiel beim Einkaufen, Wohnen oder Reisen.
Das Programm orientiert sich an der Agenda 2030 und umfasst sechs zentrale Lebensbereiche:
- Mobilität
- Ernährung
- Wohnen
- Arbeiten
- Bekleidung
- Freizeit
Hilfreich sind dafür besonders Umweltzeichen wie der Blaue Engel oder das EU-Bio-Siegel. Sie helfen dir, im Alltag schneller nachhaltige Produkte zu erkennen. Gerade beim Einkaufen fehlt oft die Zeit, Produktionsbedingungen oder Inhaltsstoffe genau zu prüfen. Umweltzeichen übernehmen diese Arbeit für dich.
Blauer Engel
Der Blaue Engel kennzeichnet Produkte, die im Vergleich zu herkömmlichen Alternativen besonders umwelt- und gesundheitsfreundlich sind. Er betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Produkts – von der Herstellung bis zur Entsorgung. Du findest ihn zum Beispiel auf Recyclingpapier, Möbeln oder Reinigungsmitteln.
EU-Bio-Siegel
Das EU-Bio-Siegel zeigt dir, dass Lebensmittel aus ökologischem Landbau stammen. Es steht für weniger Pestizide, strengere Tierhaltungsregeln und einen besseren Schutz von Böden und Wasser.
Umweltzeichen ersetzen keinen bewussten Konsum, sie machen nachhaltige Entscheidungen aber deutlich einfacher.
Alltagssituationen, in denen du aktiv werden kannst
Lebensmittel bewusst wählen
Beim Thema Ernährung liegt enormes Potenzial. Wir kaufen unnötig viel, wenn beispielsweise Lebensmittel im Angebot sind. Durch die ständige Verfügbarkeit ist uns der Bezug zu einer gesunden Menge verloren gegangen. Die sogenannte 54321-Methode hilft dir beim Einkauf. So sollte ein gesunder Einkaufswagen in etwa aussehen:
- 5 Obstsorten
- 4 Gemüsesorten
- 3 Proteinquellen
- 2 Kohlenhydrate
- 1 bewusste Ausnahme
So entsteht automatisch eine klimafreundlichere Auswahl.

Gleichzeitig wirkt nachhaltige Ernährung positiv auf deine Gesundheit und etabliert sich zunehmend als ökologisches Gesamtkonzept. Wichtig bleibt auch der Umgang mit Lebensmitteln. Plane deine Einkäufe, nutze Reste kreativ und reduziere Lebensmittelmüll.
Apps wie Too Good To Go oder Rettertüten aus dem Supermarkt helfen dir dabei, überschüssige Lebensmittel zu retten und bares Geld zu sparen.
Mehr Infos findest du beim Bundeszentrum für Ernährung:
www.bzfe.de/ernaehrung-und-klimaschutz
Kleidung: Weniger ist mehr
Fast Fashion belastet Umwelt und Menschen massiv. Klimafreundlicher Konsum bedeutet hier: Qualität statt Quantität. Achte auf langlebige Materialien, faire Produktion und zeitlose Schnitte. Überlege vor jedem Kauf, ob du das Kleidungsstück wirklich brauchst.
Die 1-Monatsregel trendet gerade auf Social Media. Hier stellen Nutzer eine Liste zusammen, sobald sie einen Kaufimpuls verspüren. Nach einem Monat schauen sie sich die Produkte auf der Liste wieder an und entscheiden mit emotionalem Abstand. Häufig fällt dann auf, dass sie keinen wirklichen Nutzen dafür haben.
Secondhand-Plattformen wie Vinted bieten tolle Alternativen zu Neuware. Du verlängerst damit den Lebenszyklus von Kleidung und sparst Ressourcen. Gleichzeitig wächst das Angebot an nachhaltigen Geschäftsmodellen, die Umweltbelastungen und Risiken in der Textilproduktion senken.

Laut Focus.de werden jährlich 260.000 Tonnen Kleidung entsorgt. Im Durchschnitt wirft jeder Deutsche etwa 4,7 Kilogramm Kleidung pro Jahr weg. Das entspricht ungefähr 60 getragenen T Shirts, die oft noch funktionsfähig wären. Mehr Infos findest du hier: www.focus.de
Mobilität: Jeder Weg zählt
Mobilität verursacht einen großen Teil der CO₂-Emissionen. Aus diesem Grund kannst du viel bewirken, wenn du kurze Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegst. Ebenso reduziert Carsharing die Anzahl privater Autos. Darüber hinaus helfen Elektroautos Emissionen zu senken – besonders bei Ökostrom.
enviaM-Tipp
Nutzer unser Carsharing-Angebot für E-Autos in Markkleeberg, Taucha und Halle. Mit unseren eQars bist du flexibel, bequem und umweltfreundlich unterwegs.

Wenn möglich, verzichte auf Flugreisen oder ersetze sie durch Bahnfahrten. Des Weiteren sparen mobiles Arbeiten und Homeoffice zusätzlich Verkehr und Energie. Eine gut vernetzte, klimafreundliche Mobilität macht nachhaltige Entscheidungen leichter.
Wohnen: Klimaschutz beginnt zu Hause
Klimafreundliches Wohnen heißt nicht automatisch kleiner wohnen, sondern bewusster. Spare Energie, reduziere Müll und nutze langlebige Haushaltsgüter. Ebenfalls sind Gemeinschaftswohnformen von Vorteil, denn sie teilen Ressourcen und senken den Verbrauch pro Person.
Probiere Neues aus: So bietet im Urlaub der Wohnungstausch eine nachhaltige Alternative zu Hotels. Hier gibt es verschiedene Plattformen, auf denen du dich zum Tauschen vernetzen kannst. Das spart Geld und eröffnet neue Perspektiven.
Freizeit und Reisen: Erholung mit Verantwortung
Urlaub muss auch einmal sein, aber Flüge belasten das Klima stark. Wer Urlaub in der Region macht, bewegt sich am besten mit Zug, Bus oder Fahrrad.

Bei längeren Reisen hingegen kannst du deine Treibhausgasemissionen kompensieren, in dem du beispielsweise in zertifizierte Klimaschutzprojekte investierst.
Auch im Alltag gibt es klimafreundliche Alternativen: Wochenendtrips mit der Bahn, Wandern oder Ferien auf einem Bio-Bauernhof. Bei Unterkünften achte auf nachhaltige Hotels, die Energie sparen und regional einkaufen.
Die Pyramide des nachhaltigen Konsums
Die Pyramide des nachhaltigen Konsums hilft dir, bewusste Entscheidungen zu treffen, indem sie dir zeigt, welche Optionen das Klima am wenigsten belasten. Von unten nach oben steigt der Ressourcenverbrauch. Deshalb lohnt es sich, immer zuerst die unteren Stufen zu prüfen:
- Nutze, was du hast: Die klimafreundlichste Entscheidung ist, Dinge weiter zu nutzen, die bereits vorhanden sind. Beispiel: Du trägst deine Jacke mehrere Jahre.
- Leihen: Leihen spart Ressourcen, weil Produkte von mehreren Menschen genutzt werden. Beispiel: Du leihst dir eine Bohrmaschine von deinem Nachbarn, anstatt sie selbst zu kaufen.
- Tauschen: Tauschen hält Produkte im Kreislauf und vermeidet Neuanschaffungen. Beispiel: Du tauschst Kleidung mit Freunden und bekommst ein neues Lieblingsstück.
- Gebraucht kaufen: Secondhand verlängert die Lebensdauer von Produkten und reduziert CO₂-Emissionen. Beispiel: Du kaufst ein gebrauchtes Fahrrad.
- Selbermachen: Selbermachen reduziert Verpackung, Transportwege und Industrieproduktion. Beispiel: Du kochst dein Mittagessen selbst, anstatt Fertiggerichte zu kaufen.
- Kaufen: Wenn ein Kauf nötig ist, zählt eine bewusste Entscheidung für nachhaltige bzw. sparsame Produkte. Beispiel: Du kaufst ein langlebiges T-Shirt aus Bio-Baumwolle mit Umweltzeichen oder eine Waschmaschine mit hoher Energieeffizienz.

Fazit: Dein Konsum hat Macht
Klimafreundlicher Konsum beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit Aufmerksamkeit. Denn jeder Einkauf, jede Entscheidung und jede Gewohnheit zählen. Schließlich gestaltest du mit deinem Alltag aktiv eine nachhaltigere Zukunft – Schritt für Schritt, ganz ohne Druck.
Im Blogbeitrag „Tauschen statt kaufen“ geben wir noch mehr Tipps, wie du deinen Alltag nachhaltiger und kostengünstiger gestalten kannst. Wenn wir bewusste Entscheidungen treffen und zum Beispiel regionale und saisonale Waren konsumieren, helfen wir Graue Energie zu sparen. Und all dies trägt zur Reduzierung unseres CO₂-Fußabdruckes bei.
Das könnte dich auch interessieren
Doppelt hält besser: Hinter den Kulissen unseres „Digitalen Zwillings“ mit Konstantin
Virtuell, realitätsnah, zukunftsweisend: Seit einigen Jahren verfolgt MITNETZ STROM die Vision eines vollständig digitalen Stromnetzes. Ziel ist es, sogenannte Digitale Zwillinge von allen Umspannwerken und Leitungen zu erstellen – also digitale, dreidimensionale Abbilder unserer realen Netzinfrastruktur. Ausgangspunkt war das Umspannwerk Falkenberg, für das 2023 ein Pilotprojekt umgesetzt wurde. Heute gibt es über 100 Umspannanlagen als 3D-Modell. Wir haben mit Konstantin gesprochen, Projektverantwortlicher für den Digitalen Zwilling, um mehr über seine Arbeit und den Nutzen des digitalen 3D-Modells zu erfahren.
Hey, wer bist du und was machst du bei uns?
Konstantin: Hallo, ich bin Konstantin und betreue seit letztem Jahr bei MITNETZ STROM in der Abteilung Technische Systeme alle Themen rund um unseren Digitalen Zwilling. Dabei koordiniere ich gemeinsam mit meinem Kollegen Roberto Projekte, spreche mit den Fachbereichen und sorge dafür, dass der Digitale Zwilling kontinuierlich weiterentwickelt und nach intern wie extern kommuniziert wird.
Was hat dich ursprünglich zur enviaM-Gruppe gebracht – und warum bist du geblieben?
Konstantin: Angefangen habe ich 2020 als dualer Student. Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert. Schon während des Studiums habe ich gemerkt, dass ich bei MITNETZ STROM nicht nur Theorie lerne, sondern echte, praxisnahe Einblicke in spannende Projekte bekomme. Schnell hatte ich das Gefühl, hier langfristige Perspektiven zu haben und Verantwortung übernehmen zu können – deshalb bin ich geblieben.
Wenn du deinen Arbeitsalltag in drei Hashtags beschreiben müsstest, welche wären das?
Konstantin: Hm gute Frage… ich denke #Innovativ, #Transformation und #Dreidimensional passen alle sehr gut zu mir und meinem Job.

Cool, dann schauen wir mal genauer hin: Welche konkreten Todos und Projekte stehen bei dir an?
Konstantin: Aktuell liegt mein Fokus darauf, weitere Anwendungsfälle für den Digitalen Zwilling zu identifizieren. Dabei tausche ich mich intensiv mit den Fachbereichen aus, um zu verstehen, wie das Tool genutzt wird, und sammle direkt aus dem Business Anforderungen für konkrete Weiterentwicklungen.
Digitaler Zwilling – was genau ist das und wo kommt er schon zum Einsatz?
Konstantin: Der Digitale Zwilling ist quasi das digitale Abbild unseres Stromnetzes. Wir haben unsere 2D-Daten aus dem Geoinformationssystem – einer zentralen Datenquelle – um eine zusätzliche Dimension erweitert und sie mit allen wichtigen Sachdaten verknüpft, um eine Datendrehscheibe für verschiedene Umsysteme zu schaffen. So entsteht ein realistisches, interaktives Modell unserer Netzinfrastruktur. Ursprünglich ging es darum, Planungen einfacher und fundierter zu machen: Früher mussten die Kollegen oft vor Ort fahren oder lange in Plänen suchen, heute haben sie die Infos direkt digital parat. Los ging es mit 360°-Laserscans von Netzanlagen, welche die Fachbereiche seit letztem Jahr nutzen. 2026 kommen noch weitere spannende Use Cases dazu, die den Nutzen des Zwillings noch größer machen.

Was kann der 3D-Zwilling heute, was das 2D-Modell nie konnte?
Konstantin: Der größte Unterschied liegt im realitätsnahen Verständnis unseres Netzes. Während das 2D-Modell vor allem Lageinformationen liefert, macht der 3D-Zwilling Zusammenhänge direkt erlebbar: Abstände, Höhen, Blickachsen, Zugänglichkeiten oder mögliche Konflikte sehen die Kollegen sofort – genauso wie vor Ort. Das macht Planungen viel fundierter, erleichtert Simulationen und sorgt für eine bessere Kommunikation zwischen den Fachbereichen. Kurz gesagt: Der 3D-Zwilling schafft Transparenz und eröffnet völlig neue Möglichkeiten, die im 2D-Modell einfach nicht denkbar gewesen wären.
Nimm uns gern mal ein bisschen beim Planungsprozess mit.
Konstantin: Was als 2D-Modell begann, hat sich Schritt für Schritt zu einem strategisch relevanten 3D-Zwilling entwickelt, der heute weit über seinen ursprünglichen Zweck hinaus Mehrwert liefert. Ausgangspunkt war eine einfache, aber kraftvolle Idee: ‚Den Daten eine Stimme geben.‘ So konnten wir aus reinen Informationen ein interaktives Modell machen, das Planungen und Abstimmungen deutlich erleichtert.

Mega! Und du hast ja auch ein paar Screenshots mitgebracht, was genau sehe ich da?
Konstantin: Auf den Screenshots siehst du Bilder direkt aus dem System: Punktwolken der Netzanlagen, bereits entwickelte 3D-Modelle der Umspannwerke und auch Hochspannungsleitungen. Besonders spannend ist ein Screenshot, der die zukünftige Planung eines noch nicht existierenden Umspannwerks zeigt – zuerst haben wir es 3D-basiert zusammengesetzt und dann in den Zwilling integriert. So kannst du bereits vor der Realisierung sehen, wie alles später vor Ort aussehen wird.

Welche Rolle spielt der 3D-Zwilling für die Energiewende – und kann er auch externen Partnern oder Kommunen Mehrwert bieten?
Konstantin: Der 3D-Zwilling ist ein zentraler Enabler für die Energiewende. Netzausbau, neue Erzeugungsanlagen, steigende Komplexität und immer kürzere Planungszyklen erfordern ein genaues Verständnis der realen Situation vor Ort. Mit dem Zwilling können wir Ausbau- und Umbauprojekte realitätsnah planen, Konflikte früh erkennen und verschiedene Varianten fundiert bewerten – noch bevor gebaut wird. Gleichzeitig prüfen wir, wie externe Partner oder Kommunen von diesem Modell profitieren können. Erste Anwendungsfälle gibt es bereits, sodass der Zwilling künftig nicht nur intern, sondern auch über die Unternehmensgrenzen hinweg echten Mehrwert liefern kann.
Wie viele Anwendungsfälle konntet ihr bereits umsetzen?
Konstantin: Wir haben bereits über 70 konkrete Use Cases identifiziert, offen diskutiert, priorisiert, strukturiert und erfolgreich umgesetzt. Aus einem zunächst wenig bekannten Produkt ist so ein zentraler Treiber unserer Digitalisierung geworden. Gleichzeitig wächst eine unternehmensweite Community rund um den 3D-Zwilling – ein lebendiger Ort für Austausch, Weiterentwicklung und echte Transformation.
Richtig stark – aber wie habt ihr so viele Bereiche für das Thema begeistert?
Konstantin: Der Ideation-Workshop Mitte 2025 war der entscheidende Startpunkt. Dort kamen Kollegen aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen, haben offen über Ideen für neue Anwendungsfälle diskutiert und den 3D-Zwilling gemeinsam weiterentwickelt – völlig losgelöst vom ursprünglichen Planungsprozess. So konnte jede Perspektive einfließen und echtes Engagement für das Projekt entstehen.

Wo steht eure Projektgruppe aktuell, und welche nächsten Schritte sind geplant – auch mit Blick auf das nächste Jahr?
Konstantin: Aktuell rollen wir fertige Use Cases aus, bieten Nutzerschulungen an und entwickeln den Digitalen Zwilling kontinuierlich weiter. In einem Jahr wollen wir einen Datenfortführungsprozess etabliert, alle Netzanlagen digitalisiert und weitere Use Cases entwickelt und implementiert haben.
Danke dir fürs Gespräch! Irgendwelche Abschlussworte?
Konstantin: Gern, und gute Frage! Meine Botschaft zum Schluss: Wenn Menschen ihr Wissen teilen, Ideen verbinden und gemeinsam weiterdenken, entsteht nachhaltiger Mehrwert – für das gesamte Unternehmen.

Vom digitalen Modell zur echten Transformation
Der Digitale Zwilling ist mehr als ein technisches Tool – er hilft uns, unsere Netze besser zu verstehen und zukunftsfähig zu machen. 2D- und 3D-Daten, Punktwolken und echte Sachdaten verschmelzen zu einem interaktiven Modell, das Planungen, Simulationen und Entscheidungen viel einfacher macht. Für unsere Mitarbeiter heißt das: eigene Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und direkt an spannenden Zukunftsthemen arbeiten. Für uns als Unternehmen bedeutet es: mehr Transparenz, schnellere Abläufe und echte Innovationskraft. Kurz gesagt: Der Digitale Zwilling macht nicht nur die Arbeit leichter, sondern stärkt auch Zusammenarbeit, Kommunikation und Teamgeist – ein richtig gutes Beispiel dafür, wie Digitalisierung und Teamwork zusammenpassen.
Du hast Lust, wie Konstantin bei uns dual zu studieren? Dann schau dir gern unseren Blogartikel dazu an. Und wenn du noch mehr Interesse an Digitalisierungsthemen hast, könnte auch unser Beitrag zu Cyber Security spannend für dich sein.

Das könnte dich auch interessieren
So gelingt dir dein Einstieg bei der enviaM-Gruppe
Eine Bewerbung ist oft der erste Schritt in einen neuen Lebensabschnitt. Umso wichtiger ist es, dass sich dieser Schritt gut anfühlt: unkompliziert, klar verständlich und fair. Genau das ist unser Anspruch bei der enviaM-Gruppe. Wir möchten dir zeigen, dass ein Bewerbungsprozess nicht kompliziert sein muss. Wir haben mit Anne-Christin Elgner gesprochen. Sie ist Recruiterin und begleitet täglich Bewerber und erklärt hier im Blogbeitrag, wie der Prozess abläuft und worauf du bei deiner Bewerbung achten solltest.
Was unseren Bewerbungsprozess besonders macht
Bei uns startest du deine Bewerbung ganz bequem über unser Onlineportal. Schon direkt nach dem Abschicken deiner Bewerbung bekommst du eine Eingangsbestätigung. So weißt du sofort, dass alles bei uns angekommen ist.
Im Mittelpunkt steht dabei dein Lebenslauf. Für die meisten Stellen ist er völlig ausreichend. Nur bei Bewerbungen für envia TEL oder für Führungspositionen benötigen wir zusätzlich ein Anschreiben. Uns ist wichtig, dass du dich schnell und unkompliziert bewerben kannst – ganz ohne unnötige Hürden.
Um dir die Stellensuche zu erleichtern, steht dir außerdem unser CV-Matcher zur Verfügung: Dort lädst du deinen Lebenslauf hoch und bekommst dazu passende Stellenvorschläge innerhalb der enviaM-Gruppe. Und mit unserem Job-Abo bleibst du auch langfristig über neue Stellenausschreibungen informiert – ganz automatisch per E-Mail.

So läuft deine Bewerbung bei uns ab – Schritt für Schritt
- Stellensuche: Du informierst dich über unsere aktuellen Stellenangebote. Das funktioniert direkt über die Karriereseite oder mit Hilfe des CV-Matchers. Bei jeder Ausschreibung findest du eine konkrete Ansprechperson.
- Online bewerben: Die Bewerbung erfolgt ausschließlich über das Online-Portal. Du kannst dich auch auf mehrere Stellen bewerben, denn jede Bewerbung wird einzeln geprüft.
- Eingangsbestätigung: Sobald du deine Unterlagen abschickst, erhältst du automatisch eine Bestätigung per Mail. So weißt du sofort: Deine Bewerbung ist angekommen.
- Prüfung durch Recruiting und Fachbereich: Beide Bereiche schauen sich die Unterlagen gemeinsam an und prüfen sorgfältig, ob dein Profil zur Position passt.
- Erste Rückmeldung: Du erhältst entweder eine Einladung zu einem Kennenlerngespräch oder eine Absage.
- Kennenlerngespräch: Je nach Stelle kann es ein oder zwei persönliche oder virtuelle Gespräche geben.
- Vertragsangebot und Start: Fällt der Gesprächsprozess positiv aus, bekommst du ein Vertragsangebot. Bei einer Zusage bereiten wir dein Onboarding vor und begleiten deinen Einstieg.
Was du sonst noch zur Bewerbung wissen solltest, erklärt dir Anne im Kurzinterview.

Wie schnell erhält der Bewerber eine Antwort?
Wir prüfen jede Bewerbung sorgfältig, das dauert seine Zeit. Trotzdem geben wir unser Bestes, so früh wie möglich eine Rückmeldung zu senden – das ist uns wichtig.
Wie sollte der Lebenslauf aufgebaut sein?
Der Lebenslauf ist für uns der wichtigste Teil deiner Bewerbung – halte ihn klar und übersichtlich. Ergänze gern relevante Zeugnisse, denn sie runden deinen Werdegang ab. Und zeig uns deine Motivation: Sie ist oft der entscheidende Punkt für einen erfolgreichen Start bei der enviaM-Gruppe.
Worauf kommt es im Kennenlerngespräch an?
Ein erstes Gespräch soll vor allem eines: Dir Raum geben. Raum, dich vorzustellen, deinen bisherigen Weg zu erklären und zu zeigen, was dich motiviert. Gleichzeitig möchten wir dir Einblicke in die Aufgabe, das Team und das Arbeitsumfeld geben.
Dabei soll das Gespräch nicht nur der Auswahl dienen, sondern dir auch helfen, herauszufinden, ob die Stelle wirklich gut zu dir passt. Es ist ein gegenseitiges Kennenlernen. Das Kennenlerngespräch ist keine Prüfung. Es ist ein Austausch für beide Seiten. Bewerber sollen zeigen dürfen, wer sie sind und was sie motiviert.

Woran erkennen wir, dass jemand gut zu uns passt?
Für uns zählt vor allem, wie gut deine Motivation, dein Verständnis für die Aufgabe und deine Offenheit zur Zusammenarbeit ist.
Was sind Do's and Don'ts bei einer Bewerbung?
Ein klar strukturierter Lebenslauf, der deinen Weg gut nachvollziehbar macht, hilft uns dich vorab kennenzulernen. Du solltest unübersichtliche oder unvollständige Unterlagen vermeiden. Denn sie machen die Einschätzung unnötig schwer.
Annes Tipps für deine Bewerbung
Für Quereinsteiger: Du bist ausdrücklich willkommen. Wichtig ist, dass du erklärst, warum du den Wechsel möchtest und welche deiner bisherigen Erfahrungen für die neue Aufgabe wertvoll sind.
Für Azubis: Zeige uns, dass du wirklich Lust auf die Ausbildung und die Energiebranche hast. Wir begleiten dich mit festen Ansprechpersonen und einem strukturierten Onboarding.
Für duale Studenten: Mache deutlich, wie du Praxis und Theorie verbinden möchtest – und dass du dein Wissen aktiv in Projekten einsetzen willst.
Fazit
Eine Bewerbung muss nicht kompliziert sein – und bei der enviaM-Gruppe ist sie das auch nicht. Uns ist wichtig, dass du zeigen kannst, wer du bist, und gleichzeitig herausfindest, ob die Aufgabe zu dir passt. Viel Erfolg!
In diesem Blogbeitrag erfährst du alles über unsere Benefits, die dir im Arbeitsalltag viele Vorteile bringen. Unsere Azubis Lisette und Levin erzählen im Interview von ihren Aufgaben im Vorstandsteam. Wenn du als Trainee ins Unternehmen kommen möchtest, erfährst du hier Wissenwertes rund um unser Traineeprogramm.








