Füße eines Wanderers im Wald Füße eines Wanderers im Wald

Schritt für Schritt mit der Natur im Einklang: Wandern in unserer Heimat

Nachhaltig muss nicht immer kompliziert oder aufwändig sein. Manchmal reicht es auch, sich den Rucksack und ein paar feste Schuhe zu nehmen und raus in die Natur zu verschwinden. Einen Tag die Sonne genießen, sich bewegen und ganz nebenbei tolle Landschaften anschauen – das kann wahrlich therapeutisch wirken.

Mini-Urlaub für den Kopf

Die Natur hat einen positiven Effekt auf unsere Stimmung und unsere Psyche. Vielleicht kennst du das Gefühl: Kaum betrittst du den Wald, wird es stiller. Der Alltagslärm verblasst, du hörst auf das Hier und Jetzt – das Knistern des Bodens unter den Füßen, das Rauschen des Windes in den Wipfeln und das Singen der Vögel in den Bäumen. Du kommst zur Ruhe, lässt deine Gedanken schweifen. Und manchmal kommt dir dabei sogar eine richtig gute Idee für diese eine Sache, die dir vorher viel komplizierter erschien.

Während des Wanderns werden Endorphine freigesetzt, die ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit vermitteln. Forderst du dich selbst heraus und probiert immer wieder neue Strecken mit neuen Hürden und Höhepunkten, gesellt sich noch ein Gefühl des Erfolgs hinzu.
Aber auch in einer Gruppe zu wandern, macht Spaß. Gemeinsam als Familie oder Freunde könnt ihr schöne Erinnerungen sammeln, immer wieder Neues erleben und dabei näher zusammenrücken.

Dein Körper dankt es dir

Aber auch dein Körper profitiert vom Wandern: Durch die Bewegung in der Natur wird die Muskulatur beansprucht – und das ganz anders als im Alltag. Eventuell verbessert sich sogar deine Haltung und dein Gleichgewicht. Denn den unebenen Boden balanciert dein Körper automatisch aus. Gleichzeitig trainierst du deinen Kreislauf.
Wichtig ist natürlich immer: Nimm ausreichend Wasser und Essen mit, um genügend Energie für deinen Ausflug zu haben.

Auch die richtige Kleidung (möglichst in Schichten, die du flexibel an- oder ausziehen kannst) und passendes Schuhwerk sind für eine erfolgreiche Tour wichtig. Höre während der Wanderung immer auf deinen Körper, um Verletzungen und Überanstrengung zu vermeiden. Steigere deine Wanderziele lieber langsam, bis du für anspruchsvolle Routen gut trainiert bist.

So wanderst du nachhaltig

Nimmst du Snacks, Wasserflaschen und sonstige Verpackungen mit auf die Wanderung, solltest du diese auch wieder mit nach Hause nehmen oder in Mülleimern entsorgen. Dazu zählen ebenso Taschentücher und Kaugummis. Viele Abfälle verrotten nur schlecht und können gefährlich für Tiere werden, wenn diese etwas davon fressen.

Auch solltest du auf den ausgeschriebenen Wanderwegen bleiben. So kannst du dich einerseits nicht verlaufen und schützt andererseits die Natur. Denn abseits der Wege kann es sein, dass du versehentlich Pflanzen oder Wurzeln zertrittst, die für den Erosionsschutz des dort vorherrschenden Ökosystems wichtig sind. Begegnest du unterwegs Wildtieren, störe diese nicht. Erzwinge bitte keinen Kontakt und füttere sie auch nicht.

Wohin soll die Wanderung gehen?

Solltest du noch keine Idee haben, wo dich deine nächste Wanderung hinführt, informierst du dich am besten im Internet. Beispielsweise bietet die Seite „Wanderbares Deutschland“ eine erste Übersicht über Wanderregionen und Touren, die dich interessieren könnten. Hast du dich auf eine Region festgelegt, lohnt es sich, noch einmal genauer zu recherchieren. Meist bieten die Gebiete eigene Übersichten mit vorgeschlagenen Touren und konkreten Hinweisen zu diesen. Auch Apps wie Komoot können dir bei deinen Wanderungen helfen – egal ob bei der Routenplanung oder als Navigation für unterwegs.

Unterwegs in der Sächsischen Schweiz

Wie wäre es denn mit einer kleinen Tour auf dem bekannten Malerweg in der Sächsischen Schweiz? Mit insgesamt 116 Kilometern besticht dieser mit landschaftlicher Schönheit. Daher stammt auch sein Name: Er inspirierte immer wieder Maler, innezuhalten und besonders schöne An- und Ausblicke festzuhalten.
Für deine Familie bietet sich auf dieser Strecke eine Rundwanderung mit Start und Endpunkt in Wehlen an. Starte die Tour elbaufwärts zum Steinernen Tisch. Der Fremdenweg führt dich anschließend zur Basteiaussicht, an der du den Blick ins Elbtal genießen kannst.

Weiter geht es über die bekannte Basteibrücke zur mittelalterlichen Felsenburg Neurathen. Von dort wanderst du zum Gansweg und die Stufen durch die Schwedenlöcher hinab in den Amselgrund. Dort erwartet euch der Amselsee. Anschließend geht es talwärts in Richtung Elbe bis zum Kurort Rathen. Der letzte Abschnitt deiner Route führt dich über den Rauenstein zurück auf den Malerweg. Wenn die Füße allerdings schon schmerzen, kannst du dieses letzte Stück auch mit der S-Bahn zurückzulegen.

Über Wiesen im Harz

Oder wie wäre es mit einem etwa 4-stündigen Rundweg im schönen Harz mit Start und Ende im idyllischen Harzdorf Stiege, bis nach Hasselfelde und zurück? Dein Weg schlängelt sich vorbei an malerischen Seen und über weite Wiesen, von denen du einen fantastischen Blick auf die Harzer Berge wie den Brocken und den Wurmberg hast. Anschließend folgst du den Gleisen der Selketalbahn. Kurz vor Hasselfelde kommst du am Meriansblick an – einem Aussichtspunkt, an dem du eine Pause einlegen kannst. Sobald du in Hasselfelde bist, führt dich dein Weg am Bahnhof vorbei zur Tourist-Information mit Heimatstube und Blumenau Museum, zur St. Antoniuskirche und schließlich durch den Kurpark. Von dort aus folgst du dem Weg der Deutschen Kaiser und Könige zurück nach Stiege. Kurz vor der Domäne Stiege lohnt es sich auch, einen Abstecher zum Aussichtspunkt „Am Lerchenberg“ mit Brocken-Panorama zu machen. Wenn die Strecke doch zu weit ist, kannst du deinen Ausflug auch in Hasselfelde nach beenden und mit dem Bus oder der Harzer Schmalspurbahn nach Stiege zurückkehren.

Glasklares Wasser im Ruppiner Seenland

Für alle Brandenburger empfehlen wir eine Wanderung über den Wummsee-Rundweg und durch das dortige Naturschutzgebiet. Start und Ende der 4-stündigen Tour ist der Parkplatz „Grüne Hütte“, nördlich von Flecken-Zechlin. Auf deiner Strecke folgst du immer dem ausgeschriebenen Wanderweg (grüner Punkt auf weißem Grund) und läufst im Uhrzeigersinn rund um den Großen und Kleinen Wummsee sowie den Kappellensee. Es bieten sich viele schöne Ausblicke auf die teils glasklaren Wasserflächen der drei Seen. Auf dem Rundweg gibt es einige Highlights, die zum Innehalten einladen: Am Obelisken „Maronstein“ gibt es einen gemütlichen Rastplatz für historisch Interessierte. Alle Wasserbegeisterten können sich an der offiziellen Badestelle des Wummsees erfrischen. Auf den letzten Kilometern des Wanderwegs um den kleineren Kappellensee hast du einen grandiosen Blick in die offene Landschaft. Gegen Ende der Strecke lädt eine Informationstafel an einem der Rastplätze zum Verweilen ein: Sie informiert über Greifvögel und ermutigt, den Blick bewusst länger schweifen zu lassen. Abschließend gehst du das letzte Stück des Rundwegs durch den Wald zurück zum Wanderparkplatz.

Wir wünschen viel Spaß auf deiner Tour!

Bist du eher Typ Radler? Dann haben wir hier Routenvorschläge für deine Ferientour.

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