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Hausbauserie, Teil 25: Nachhaltiges Bauen

Umwelt- und Ressourcenschutz stehen im Fokus des nachhaltigen Bauens. Bis zur Industrialisierung war dies auch Standard. Heute entdecken wir grüne Bauweisen wieder, da moderne Verfahren und Materialien Mensch und Umwelt belasten. Doch potenzielle Investitionskosten und komplexe Anforderungen schrecken interessierte Häuslebauer häufig ab. Wir zeigen, was grünes Bauen beinhaltet und wie Sie es am besten umsetzen.

Vom Bauplan zum ökologischen Zuhause

Nachhaltiges Bauen beginnt nicht erst auf der Baustelle, sondern umfasst jeden Teil des Lebenszyklus eines Gebäudes. Von der Wahl des Grundstücks über ökologische Architektur bis hin zur Materialeffizienz und Abfallvermeidung.

Am Anfang jedes Bauprozesses steht die Wahl des Gebäudestandortes. Wer schon während der Hausplanung Sonnenposition und Lichteinfall bedenkt, erfreut sich später an hellen Räumen und profitiert mit einer eigenen Solaranlage zusätzlich von der Energie vom Dach.

Auch die Grundfläche des künftigen Zuhauses sollte bei der Planung bedacht werden, denn nicht nur im urbanen Raum wird Baugrund stetig teurer. Zudem ist eine großflächige Versiegelung des Bodens eine Belastung für die Umwelt. Anreiz genug, den Flächenverbrauch seines Traumhauses zu reduzieren, um parallel die Außenflächen ökologisch zu begrünen. Wasserdurchlässige Beläge auf Wegen, Zufahrten und Terrasse bieten eine Abflussmöglichkeit für Regen und sorgen dafür, dass sich das Grundwasser regeneriert.

Der Stoff aus dem grüne Häuser gemacht werden

Die Grundlage einer umweltfreundlichen Immobilie bilden Naturbaustoffe sowie ökologisch hergestellte und wieder verwertbare Bauteile. Um den Energie- und Ressourcenverbrauch zu minimieren, spielt die Verwendung nachwachsender regionaler Stoffe eine zentrale Rolle. Bei der Auswahl passender Materialien gilt es auch, deren Herstellung, Transport und Entsorgung im Auge zu behalten. Deshalb setzen nachhaltige Bauherren für ihren Rohbau auf Holz, Granit, Kalkstein, Lehm oder Ziegel sowie auf Holzschindeln, Schiefer und Reet beim Dachdecken.

Zur Wärmedämmung lassen sich statt synthetischer Schadstoffe wie Mineral- oder Steinwolle beliebte nachhaltige Dämmungen aus Jute-, Zellulose-, Holz- oder Hanffasern verwenden. Diese bieten überzeugende Dämmwerte als auch Schallschutz und sind zudem energiesparend hergestellt. Darüber hinaus sorgen sie für ein gutes Raumklima, da sie einen hohen Anteil von Feuchtigkeit aufnehmen und somit Schimmel vermeiden.

Kommt Farbe ins Spiel, bieten Naturfarben auf Pflanzenbasis, aus Kalk oder Kasein, eine Alternative zu Lacken und Kunststoffen aus Rohöl. Prüfsiegel wie „natureplus“ oder „ÖkoPlus“ geben Hilfestellung bei der Auswahl nachhaltiger Baustoffe.

Kuschelklima dank nachhaltiger Heizung

Mit dem Einbau einer Solarheizung nutzen Sie die Energie der Sonne für den heimischen Wärmebedarf. Alternativ macht eine Wärmepumpe Ihr Zuhause dank Temperatur von Grundwasser, Erdwärme oder Umgebungsluft gemütlich. Wer es traditioneller mag, findet in Holz- und Pelletöfen eine klimafreundliche Heizmethode, da sie einen Rohstoff mit neutraler CO2-Bilanz verwenden.

Mehr über die Wichtigkeit des grünen Bauens erfahren Sie in unseren Beiträgen zu
grauer Energie und Urban Mining. Wir erklären Ihnen, was dahintersteckt.
Energetische Sanierung zeigt außerdem, wie Sie Ihr Haus am besten wärmeeffizient umrüsten.

Du willst mehr zum Thema Hausbau erfahren? Wir haben weitere Tipps für dich.

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