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Frau mit roten Haaren und Kopfhörern sitzt im gestreiften Shirt auf einer Fensterbank und blickt auf ihr Smartphone. Frau mit roten Haaren und Kopfhörern sitzt im gestreiften Shirt auf einer Fensterbank und blickt auf ihr Smartphone.

Hausbauserie, Teil 11: Fenster

Fenster sind weit mehr als Lichtquellen. Sie beeinflussen maßgeblich die Energieeffizienz eines Hauses. Über veraltete Modelle können bis zu 40 Prozent der Wärme verloren gehen. Moderne Fenster hingegen reduzieren diesen Verlust erheblich, senken Heizkosten und steigern den Wohnkomfort. Mit den aktuellen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) ist ihre Bedeutung noch weitergewachsen: Neubauten müssen heute mindestens den Effizienzhaus-Standard EH55 erfüllen, perspektivisch sogar EH40. Jedes Bauteil muss daher seinen Beitrag zur Energieeinsparung leisten – Fenster eingeschlossen.

Der U-Wert als Qualitätsmerkmal

Bei der Auswahl neuer Fenster ist der U-Wert entscheidend. Er beschreibt, wie viel Wärme durch das gesamte Bauteil nach außen entweicht. Je niedriger dieser Wert, desto besser die Dämmung. Nach GEG darf der U-Wert für Fenster höchstens 1,3 W/m²K betragen, für Dachfenster 1,4 W/m²K. Wer Förderungen nutzen möchte, sollte auf noch bessere Werte achten: Für Zuschüsse sind Fenster mit einem U-Wert von höchstens 0,95 W/m²K erforderlich, Passivhausfenster liegen sogar bei 0,8 W/m²K. Wichtig ist, dass du den Gesamtwert des Fensters betrachtest, nicht nur den der Verglasung. Die Energieeffizienz eines Fensters ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Verglasung und Rahmen. Deshalb wird der U-Wert in Unterkategorien für die Fensterscheibe und für den Fensterrahmen unterteilt. Entscheidend ist aber in der Regel der U-Wert für das komplette Bauteil.

Mann dichtet Fenster ab

Verglasung und Rahmen – das perfekte Zusammenspiel

Moderne Fenster bestehen in der Regel aus zwei oder drei Glasscheiben. Dreifachverglasungen mit Edelgasfüllung und speziellen Beschichtungen sorgen für hervorragende Dämmung. Sie halten Wärme im Haus und lassen gleichzeitig Sonnenenergie herein. Auch der Rahmen spielt eine große Rolle: Materialien wie Kunststoff, Holz oder Holz-Alu beeinflussen die Wärmedämmung. Ein sauberer Übergang zwischen Glas und Rahmen verhindert Temperaturverluste, Wärmebrücken und Schwitzwasser – ein Detail, das oft unterschätzt wird.

Fachgerechter Einbau ist Pflicht

Selbst die besten Fenster verlieren ihre Wirkung, wenn sie nicht korrekt eingebaut werden. Zwischen Fenster und Mauerwerk muss ein dichtendes Thermoband liegen, Bauschaum erfüllt die heutigen Anforderungen nicht mehr. Innen und außen sind zusätzliche Abdichtungen nötig, um Feuchtigkeit und Schimmel vorzubeugen. Fachbetriebe arbeiten nach dem RAL-Montagestandard, der Wärmebrücken minimiert und langfristige Schäden verhindert.

Mann montiert Fenster

Förderungen nutzen und Kosten senken

Die Investition in hochwertige Fenster lohnt sich doppelt: Du sparst Energie und kannst staatliche Zuschüsse beantragen. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gibt es bis zu 15 Prozent der Kosten zurück, mit einem individuellen Sanierungsfahrplan sogar 20 Prozent. Alternativ kannst du einen Steuerbonus von bis zu 20 Prozent über drei Jahre geltend machen oder zinsgünstige Kredite der KfW nutzen. Wichtig ist, den Antrag vor Beginn der Arbeiten zu stellen und einen Fachbetrieb zu beauftragen.

Weitere Aspekte für Häuslebauer

Neben Dämmwerten spielen auch die Größe und Ausrichtung der Fenster eine Rolle. Große Südfenster können im Winter solare Wärmegewinne bringen, während Nordfenster eher klein gehalten werden sollten. Achte zudem auf den g-Wert, der angibt, wie viel Sonnenenergie ins Haus gelangt. Nach dem Fenstertausch ist eine kontrollierte Lüftung wichtig, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Fazit

Fenster sind eine langfristige Investition in Energieeffizienz und Wohnkomfort. Wer die aktuellen Standards einhält und Förderungen nutzt, spart nicht nur Heizkosten, sondern steigert auch den Wert seiner Immobilie und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz.

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