
Zuhause mit Herz – aus Alt mach Wohnlich
Caro und Basti haben sich ihren Traum erfüllt und ein altes Siedlungshaus in Brandenburg erworben. Mit viel Herzblut haben sie es saniert und zu ihrem Familiennest gemacht. Auf Instagram lassen sie ihre Follower an ihrem Leben rund ums Haus teilhaben. So sind wir als enviaM-Gruppe auf die beiden aufmerksam geworden: Denn Energie und Haus gehören einfach zusammen. Aktuell geben „Zuhause mit Herz“ im Rahmen unserer Mit-Power-voraus-Kampagne Einblicke in ihr Hausprojekt. Um sie besser kennenzulernen, haben wir die beiden zum Interview gebeten.
Hey, stellt euch bitte kurz vor.
Hey hallo! Wir sind Caro, 30 Jahre alt, und Basti, 35 Jahre alt, aus Cottbus. Seit Mitte 2022 leben wir gemeinsam mit unserem Sohn und unseren zwei Katern in unserem Siedlungshaus, das wir zuvor anderthalb Jahre lang saniert haben.

Warum habt ihr euch für ein altes Haus entschieden?
Wir finden, dass alte Häuser oft viel Potential mit sich bringen. Caro hat in ihrem Stadtplanerstudium viele Referenzbeispiele kennenlernen dürfen, die uns am Ende beide angefixt haben. Wie cool ist das bitte, einem alten Haus mit Geschichte neues Leben einzuhauchen, es individuell und behutsam umzubauen und es so für zukünftige Generationen nutzbar zu machen? Zusätzliche Pluspunkte bringen die gewachsene Lage, das große Grundstück, der Keller und Dinge, die bei vielen Neubauten fehlen.

Worauf habt ihr beim Kauf geachtet? Was war euch wichtig?
Wir haben gezielt nach einem Haus gesucht, das zwar eine gute Substanz, aber in der Gestaltung noch Luft nach oben hat. Auf der Wunschliste stand ein Gebäude aus den 30ern, etwa 5 bis 6 Zimmer, am liebsten mit alten Türen, einer alten Treppe und originalen Dielenböden, die darauf warten, aufgearbeitet zu werden. Dass der Sanierungsaufwand hoch werden würde, dachten wir uns dabei schon. Gefunden haben wir am Ende ein gepflegtes, aber (tot)saniertes Siedlungshaus, das mit 70 Quadratmetern viel zu klein war. Immerhin das Baujahr passte, und auf den Rest haben wir uns eingelassen und versucht, die Geschichte herauszukitzeln sowie Alt und Neu zu mischen. Die fehlenden Räume wurden durch einen modernen Anbau ergänzt.

Wie seid ihr bei der Sanierung vorgegangen? Hattet ihr Unterstützung?
Caro hatte schon vor der ersten Besichtigung die Vorplanung vom Anbau fertig und wusste, wie die Raumaufteilung sein sollte. Wir haben bereits vor dem Kauf Gespräche mit dem Bauamt und verschiedenen Baufirmen geführt, haben uns Angebote eingeholt und am Ende einer Generalbaufirma den Zuschlag erteilt. Aber wann immer es möglich war, standen wir selbst auf der Baustelle oft mit Hilfe unserer großartigen Freunde. Vor allem die Abrissarbeiten haben wir in Eigenleistung gemacht und dabei das ganze Haus entkernt und unzählige Container gefüllt. Am Ende standen nur noch die Außenwände und der Dachstuhl. Wir erinnern uns daran, dass wir vom Flur im Erdgeschoss bis in den Himmel gucken konnten. Das war schon verrückt! Aber wir fühlen uns durch diese Erlebnisse wirklich verbunden mit unserem Haus.

Gibt es bei euch eine klare Aufgabenteilung? Wenn ja, worin seht ihr den Vorteil?
Caro ist die Kreative. Auf der Baustelle bedeutete dies immer neue Ideen und Visionen, im Alltag schön eingerichtete Räume, ein Zuhause zum Wohlfühlen und regelmäßige Projekte. Haushalt, Garten und Ordnung gehen meist auf ihre Kappe. Basti ist bei uns eher der Realist, der die Zahlen im Blick behält und weiß, wie der Hase läuft. Haushalt ist nicht so sein Ding. Dafür übernimmt er viel Care-Arbeit rund um unseren Sohn. Was wir uns teilen? Viele Träumereien und Visionen, wir erfinden uns ab und zu neu und bestärken uns gegenseitig darin. Das macht uns zu einem guten Team. Den Vorteil in der Aufgabenteilung sehen wir darin, dass jeder das übernimmt, was ihm leichtfällt. Wir wissen, dass es läuft und wir uns aufeinander verlassen können.

Worauf habt ihr bei der Sanierung in Bezug auf Energieeffizienz geachtet?
Wir haben uns beim Umgang mit der Fassade, dem Dach, den Fenstern und Türen von Fachleuten beraten lassen und entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Unser Hauptaugenmerk während der Sanierung lag allerdings nicht auf Energieeffizienz. So richtig beschäftigen wir uns erst seit dem Einzug mit diesem Thema. Zum Glück ist das Projekt Eigenheim nie wirklich abgeschlossen. Wir denken, dass wir in den nächsten Jahren Stück für Stück nachrüsten werden.

Nutzt ihr alternative Energien?
Bisher noch nicht. Grund genug, sich damit auseinanderzusetzen.
Wie behaltet ihr euren Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten im Blick?
Basti schaut regelmäßig nach dem Zählerstand und vergleicht die Stände. Unsere Top 3 Tipps dazu sind: 1. Werte notieren, um ein Gefühl für den Verbrauch zu bekommen.
2. Werte vergleichen – nicht nur miteinander, sondern auch mit den allgemeinen Durchschnittswerten.
3. Strom bewusst einsetzen, die Verwendung kritisch reflektieren und den Standby-Modus vermeiden.
Welche Pläne habt ihr noch mit dem Haus?
Es gibt einige Dinge, die wir unbedingt umsetzen möchten. Ein großer Punkt ist die Anschaffung einer Solaranlage. Genügend geeignete Fläche ist vorhanden. Wir erachten es durchaus als sinnvoll, unseren eigenen Strom zu produzieren. Des Weiteren machen wir uns Gedanken zu unserer Heizung. Momentan haben wir eine Gasheizung, weil sie beim Hauskauf noch neu war. Da man als Hausbesitzer nie fertig ist, stehen mit Sicherheit auch einige gestalterische Projekte in Haus und Garten an, auf die wir uns sehr freuen.

Würdet ihr es wieder tun?
Trotz aller Anstrengung und der langen Bauphase würden wir uns immer wieder für eine Altbausanierung entscheiden. Denn das Lebensgefühl in unserem Haus ist unbezahlbar.
Was hattet ihr euch anders vorgestellt?
Wir haben unterschätzt, wie viel Zeit eine Altbausanierung in Anspruch nimmt. Hier sind eine gute Planung und ein verlässlicher Bauleiter das A und O. Tatsächlich haben wir es bereut, nicht extra Geld für einen unabhängigen Bauleiter in die Hand genommen zu haben, damit er alles im Blick behält. Das hätte uns vermutlich viel Ärger, Zeit und Geld gespart. Beim nächsten Mal würden wir ein paar Dinge in der Planung und in der Umsetzung anders angehen – und von Anfang an noch stärker auf Energieeffizienz achten.
Was war für euch in der Zeit der Haussanierung die größte Herausforderung?
Die zeitliche Komponente: Unser Einzugsdatum wurde mehrmals verschoben, und wir drei haben während der Sanierung auf nur 35 Quadratmetern in unserem Nebengebäude gewohnt, um Kosten zu sparen. Die Nähe zur Baustelle war von Vorteil, die Wohnsituation aber eine Herausforderung. Rückblickend betrachtet, schmunzeln wir zum Glück darüber.

Welches Teilprojekt macht euch ganz besonders stolz?
Wir sind besonders stolz darauf, dass wir in einem so individuellen Haus leben dürfen und so „mutig“ waren, es passend für uns umzubauen. Wir freuen uns täglich über unsere selbst freigelegten Balken im Schlafzimmer oder das Sichtmauerwerk im Wohnbereich. Hier steckt generell so viel Arbeit und Liebe drin, da ist es schwer, in Teilprojekten zu denken.
Wir bleiben an Caro und Basti sowie an ihren zukünftigen Hausprojekten dran und werden berichten.
Mehr zu unsere Mit-Power-voraus-Kampagne erfährst du in diesem Blogbeitrag. Wenn du mehr über das Bauprojekt erfahren möchtest, folge Zuhause mit Herz auf Instagram.