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Mann in orange Polohemd lächelt und hält eine Tasse vor Regalen mit gestapeltem Geschirr, im Vordergrund unscharfe Schulter einer anderen Person. Mann in orange Polohemd lächelt und hält eine Tasse vor Regalen mit gestapeltem Geschirr, im Vordergrund unscharfe Schulter einer anderen Person.

Zwischen Energiezukunft, Vielfalt und Weiterbildung: im Interview mit Shaishav

Shaishav arbeitet im Assetmanagement der enviaM-Gruppe und beschäftigt sich mit einer der zentralen Fragen der Energiewende: Wie muss unser Stromnetz von morgen aussehen, damit erneuerbare Energien, Elektromobilität und neue Technologien sicher integriert werden können? Sein Weg führte ihn von Indien nach Deutschland: Nach seinem Studium der Elektrotechnik entdeckte er seine Leidenschaft für moderne Verteilnetze. Im Interview erzählt er von seinem beruflichen Weg und davon, warum kleine Gesten im Alltag einen großen Unterschied machen.

Hey Shaishav, stell dich doch kurz vor: Wer bist du und was machst du in der enviaM-Gruppe?

Ich bin Shaishav und arbeite im Assetmanagement in der Abteilung Zielnetzplanung Strom. Dort beschäftige ich mich mit der Bewertung von Einspeiseanlagen im Mittelspannungsnetz und ermittle geeignete Netzanschlusspunkte. Mein Ziel ist es, neue Anlagen sicher und effizient in unser Stromnetz zu integrieren.

Drei Männer in Geschäftskleidung unterhalten sich vor einer orange-weißen Messestandwand; im Mittelpunkt ein Mann mit rotem Polo und Namensschild.

Wie sah dein Weg zur enviaM-Gruppe aus und was hat dich an der Energiewirtschaft begeistert?

Meinen Bachelor in Elektrotechnik habe ich in Indien absolviert. Anschließend bin ich nach Deutschland gekommen, um meinen Master in Power Engineering an der Universität Duisburg-Essen zu machen. Schon während meines Studiums hat mich der Verteilnetzbereich besonders interessiert, weil er eine entscheidende Rolle für eine zuverlässige und zukunftsfähige Energieversorgung spielt. MITNETZ STROM hat mich als moderner, regional verwurzelter und sich stetig weiterentwickelnder Verteilnetzbetreiber besonders angesprochen. Was mich an der Energiewirtschaft begeistert, ist ihre direkte Verbindung mit der Zukunft unserer Gesellschaft. Hier treffen Technik, Nachhaltigkeit und Verantwortung aufeinander. Entscheidungen, die wir heute treffen, beeinflussen, wie sicher, klimafreundlich und leistungsfähig unsere Energieversorgung morgen sein wird.

Du arbeitest in der Zielnetzplanung Strom – was genau kann man sich darunter vorstellen?

In der Zielnetzplanung beschäftigen wir uns mit der langfristigen Entwicklung unseres Stromnetzes. Wir analysieren, welche Anforderungen künftig auf das Netz zukommen, beispielsweise durch erneuerbare Energien, Batteriespeicher, Rechenzentren oder Elektromobilität, und planen, wie das Netz darauf vorbereitet und weiterentwickelt werden muss.

Du warst zuvor als Schutztechniker tätig – wie kam es zu deinem Wechsel in die Zielnetzplanung?

Als Schutztechniker habe ich sehr praxisnah erlebt, wie wichtig ein sicherer und zuverlässiger Netzbetrieb ist. Diese Erfahrungen helfen mir auch heute in meiner Arbeit. Gleichzeitig wollte ich meinen Blick erweitern und stärker an strategischen Fragestellungen arbeiten. Die Zielnetzplanung bietet mir genau diese Möglichkeit: langfristig denken, größere Zusammenhänge verstehen und die Entwicklung unseres Netzes aktiv mitgestalten.

Was bedeutet berufliche Weiterentwicklung für dich persönlich?

Berufliche Weiterentwicklung bedeutet für mich, offen für Neues zu bleiben, kontinuierlich dazuzulernen und Verantwortung zu übernehmen. Es geht nicht nur darum, den nächsten Karriereschritt zu machen, sondern sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Oft entstehen neue Möglichkeiten durch Gespräche, Netzwerke und die Bereitschaft, sich auf unbekannte Themen einzulassen. Wichtig ist aus meiner Sicht, neugierig zu bleiben, Fragen zu stellen und Chancen aktiv zu nutzen.

Mann in orange Poloshirt arbeitet an einem Laptop in einem hellen Büro, mit grüner Thermotasse und großen Zimmerpflanzen im Hintergrund.

Welche Themen beschäftigen dich aktuell besonders?

Die Anforderungen an unsere Stromnetze wachsen immer schneller. Ohne vorausschauende Planung könnten Netze künftig an ihre Grenzen stoßen. Gerade im Zuge der Energiewende müssen wir frühzeitig erkennen, wo Verstärkungen, intelligente Lösungen oder neue Netzkonzepte notwendig sind.
Aktuell beschäftige ich mich unter anderem mit flexiblen Netzanschlussmodellen wie Flexible Connection Agreements. Sie können dabei helfen, mehr Einspeiseanlagen und Speicher schneller in das Netz zu integrieren, ohne dass in jedem Fall sofort umfangreiche Netzausbaumaßnahmen notwendig sind.
Außerdem finde ich den Einsatz von KI-Anwendungen in der Netzanschlussbewertung sehr spannend, weil neue Technologien auch unsere Arbeitsweisen verändern und weiterentwickeln können.

Welche Fähigkeit ist in deinem Job wichtiger, als viele denken?

Eine oft unterschätzte Fähigkeit ist gute Kommunikation. Technisches Wissen ist natürlich wichtig, aber genauso entscheidend ist es, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären, zuverlässig mit verschiedenen Schnittstellen zusammenzuarbeiten und gemeinsam lösungsorientierte Ergebnisse zu erreichen.

Was sollte man über dich wissen, das nicht in deinem Jobtitel steht?

Neben meinem Beruf bin ich ein sehr familienorientierter Mensch. Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie, halte mich durch Sport und Spaziergänge aktiv und finde durch Meditation sowie persönliche Reflexion einen guten Ausgleich. Wichtig sind mir Offenheit, Hilfsbereitschaft und der Austausch mit Menschen unterschiedlicher Kulturen. Diese Balance aus Familie, persönlicher Weiterentwicklung und mentaler Stärke gibt mir viel Energie – auch für meinen Arbeitsalltag.

Du kommst ursprünglich nicht aus Deutschland. Wie hast du deinen Start hier erlebt?

Mein Start in Deutschland war spannend, aber natürlich auch herausfordernd, vor allem aufgrund der Sprache, der Kultur und der regionalen Unterschiede. Gerade die Dialekte hier in der Region unterscheiden sich teilweise deutlich von dem Deutsch, das man in Sprachkursen oder im Studium lernt.
Gleichzeitig habe ich viel Unterstützung erfahren. Das hat mir geholfen, mich Schritt für Schritt einzuleben und mich heute sehr wohlzufühlen.

Mann in gelbem Hoodie steht vor Präsentationsbild mit Titel „Mein Weg von Indien nach Deutschland“ und buntem Collage-Bild links.

Welche kulturellen Unterschiede im Arbeitsalltag sind dir besonders aufgefallen?

Mir ist aufgefallen, dass in Deutschland viel Wert auf Struktur, Planung, Verlässlichkeit und klare Kommunikation gelegt wird. Anfangs war das für mich eine Umstellung. Heute schätze ich diese Arbeitsweise sehr, weil sie Orientierung gibt und die Zusammenarbeit erleichtert.

Wie bereichert deine internationale Perspektive deinen Blick auf Teamarbeit?

Meine Perspektive hilft mir, offen auf Menschen und Situationen zuzugehen. Unterschiedliche kulturelle Erfahrungen zeigen mir, dass es häufig mehrere gute Wege gibt, eine Herausforderung zu lösen. Diese Vielfalt an Perspektiven bereichert die Zusammenarbeit, weil unterschiedliche Erfahrungen neue Blickwinkel schaffen. Besonders schätze ich den offenen Austausch und die gegenseitige Unterstützung. Jeder bringt eigene Erfahrungen und Fachwissen ein. Dadurch entstehen im Team oft Lösungen, auf die man allein vielleicht nicht gekommen wäre.

Welche kleinen Dinge können einen großen Unterschied machen, damit sich alle willkommen fühlen?

Oft sind es die kleinen Gesten, die viel bewirken: ein freundliches Gespräch, echtes Interesse, Respekt und die Bereitschaft, andere Perspektiven zu verstehen. Für mich passt dazu der Gedanke „Walking in someone else’s shoes“ – sich bewusst in die Lage eines anderen Menschen hineinzuversetzen. Diese Haltung kann im Arbeitsalltag einen großen Unterschied machen.

Gruppe von etwa 25 lächelnden Menschen verschiedener Altersgruppen in einem Innenraum vor einer Veranstaltungskulisse, einige kniend.

Welche Rahmenbedingungen machen für dich im Arbeitsalltag einen echten Unterschied?

Flexible Arbeitsbedingungen und ein vertrauensvolles Arbeitsumfeld sind für mich besonders wichtig. Sie ermöglichen konzentriertes Arbeiten, gute Zusammenarbeit und gleichzeitig eine gesunde Balance zwischen Beruf und Familie.

Shaishavs Geschichte zeigt, wie wertvoll unterschiedliche Perspektiven für die Energiezukunft und die Zusammenarbeit im Unternehmen sind. Sein Weg von Indien nach Deutschland und von der Schutztechnik in die Zielnetzplanung macht deutlich: Weiterentwicklung entsteht dort, wo Menschen neugierig bleiben, Chancen nutzen und bereit sind, neue Wege zu gehen.

Lust auf weitere persönliche Geschichten aus unserem Arbeitsalltag? Unsere Kollegin Karolin gibt spannende Einblicke in ihre Arbeit im Veranstaltungsmanagement und im Interview mit Konstantin erfährst du alles rund um den Digitalen Zwilling und welche Rolle er für die Energiezukunft spielt.

Junge Frau mit Brille lächelt an Elektronik-Arbeitsplatz und hält rote Messsonden und Kabel vor Messgeräten.

Karriere

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Vier Radfahrerinnen und Radfahrer vor einem steinernen Brunnen, eine Frau spricht, andere filmen oder hören zu, E‑Bikes im Vordergrund Vier Radfahrerinnen und Radfahrer vor einem steinernen Brunnen, eine Frau spricht, andere filmen oder hören zu, E‑Bikes im Vordergrund

Power-Mission durch das Versorgungsgebiet: Wie vier Creator die Energiewende vor Ort erleben

Vier Creator, E-Bikes, spannende Challenges und jede Menge Einblicke in die Energiezukunft unserer Region: Am 6. August machten sich die Twitch-Streamer Jonsman und Naguura sowie die erzgebirgischen Creator Ben und Lia auf eine besondere Mission. Auf ihrer Power-Energieradtour wollten sie herausfinden, wie Energiewende in der Praxis funktioniert. Nicht aus dem Lehrbuch, sondern direkt vor Ort bei den Menschen, die sie jeden Tag mitgestalten. Gemeinsam ging es mit Kollegen aus der enviaM-Gruppe quer durch das Versorgungsgebiet. An verschiedenen Stationen warteten Aufgaben, Einblicke und Begegnungen. Die Tour wurde live auf Twitch begleitet und an einzelnen Stationen über TikTok gestreamt. So konnten die Communities die Erlebnisse in Echtzeit verfolgen.

Sicherheit geht vor

Bevor die Tour richtig begann, stand zunächst das Thema Arbeitssicherheit auf dem Programm. Gemeinsam mit Maximilian absolvierten die Creator einen Kultur- und Safety-Check. Schutzausrüstung erkennen, Gefahren einschätzen und Fehlerquellen finden: Schnell wurde deutlich, dass Sicherheit die Grundlage jeder Arbeit im Energiebereich ist.

Zwei Radfahrer mit Helmen und Action‑Cams betrachten mit einem Mann in Polohemd eine Fotoausdrucke und diskutieren.

Gerade in technischen Berufen ist Arbeitsschutz nicht nur eine Vorschrift – denn er sorgt dafür, dass Mitarbeiter gesund und sicher arbeiten können und bildet damit die Basis für eine zuverlässige Energieversorgung.

Arbeitssicherheit bei der enviaM-Gruppe

Sicherheit hat in der enviaM-Gruppe höchste Priorität. Regelmäßige Schulungen, moderne Schutzausrüstung und eine gelebte Sicherheitskultur helfen dabei, Unfälle zu vermeiden und Risiken frühzeitig zu erkennen. Denn unser Motto ist: Wir gehen zum Feierabend so gesund nach Hause, wie wir am Morgen auf Arbeit gekommen sind.

Ein Blick hinter die Kulissen des Stromnetzes

Die nächste Station führte die Creator zu den MITNETZ STROM-Kollegen Bert und Kevin. Hier wurde sichtbar, wie komplex die Infrastruktur hinter einer sicheren Stromversorgung ist. Netzgebiete einschätzen, Trafostationen kennenlernen und Werkzeuge zuordnen: Die Aufgaben zeigten, dass zuverlässige Energieversorgung weit mehr umfasst als Leitungen und Masten.

Zwei Arbeiter mit weißen Schutzhelmen, einer in gelber Warnweste mit Klemmbrett, der andere mit dunklem T‑Shirt und Handskizze in der Hand.

Vor allem wurde deutlich, wie viele Menschen täglich dafür sorgen, dass Strom rund um die Uhr verfügbar ist. Auch die Trafostationen selbst bekommen im Versorgungsgebiet besondere Aufmerksamkeit. Rund 150 Trafostationen und fünf Umspannwerke werden in diesem Jahr professionell mit Graffiti gestaltet – mit Motiven regionaler Künstler, die sich je nach Standort an lokalen Besonderheiten orientieren. Die Motive entstehen dabei in enger Zusammenarbeit von MITNETZ STROM, Künstlern und Kommunen – so auch hier im erzgebirgischen Oelsnitz.

Fünf Personen in weißen Schutzhelmen und orangefarbigen Warnwesten stehen vor einem Stromkasten; eine Person hält Klemmbrett, andere Tablets und Kameras.

Das Stromnetz von MITNETZ STROM

MITNETZ STROM betreibt eines der größten regionalen Stromnetze Deutschlands. 71.000 Kilometer Leitungen und zahlreiche technische Anlagen sorgen dafür, dass Haushalte, Unternehmen und Kommunen Tag für Tag zuverlässig mit Energie versorgt werden.

Warum die Energiewende auch Glasfaser braucht

Energiewende bedeutet aber nicht nur neue Energiequellen, sondern auch mehr Digitalisierung. Genau darum ging es an der Station mit Markus von envia TEL. Hier erfuhren die Creator, warum moderne Kommunikationsnetze ein wichtiger Baustein der Energiezukunft sind. Denn intelligente Stromnetze, digitale Messsysteme oder die Steuerung dezentraler Erzeugungsanlagen funktionieren nur mit schneller und zuverlässiger Datenübertragung. Nach dem Theorie-Teil wurde es praktisch: Bei einer „Kabelsalat-Challenge“ war Teamwork gefragt.

Hände entwirren ein Bündel grüner und schwarzer Kabel über einem blauen Tisch vor grasigem Hintergrund.

Auf dem Daten-Highway mit envia TEL

envia TEL stellt ihren Kunden leistungsfähige Glasfaser- und Kommunikationsnetze bereit und schafft damit die Voraussetzungen für digitale Anwendungen in Kommunen, Unternehmen sowie für intelligente Energienetze. Mit dem Datacenter Campus Leipzig und dem Datacenter Hannover betreibt das Unternehmen zwei der modernsten Rechenzentren Europas. Mit über 7.000 Kilometer Glasfaser erreicht envia TEL 40.000 Unternehmen und 90.000 private Haushalte in der Region.

Energiewende beginnt in den Kommunen

Die nächste Station der Radtour war Oberlungwitz. Dort erfuhren die Creator, dass Energiezukunft vor allem vor Ort gestaltet wird. Gemeinsam mit Kommunalbetreuer Reginald und Bürgermeister Thomas mussten sie eine Botschaft trotz zahlreicher Ablenkungen korrekt übermitteln.

Gruppe von Fahrradfahrern in orangenen Warnwesten um einen Mann, der ihnen vor einem abgesperrten Rennstrecken-Eingang etwas erklärt.

Hinter der spielerischen Aufgabe steckte eine wichtige Erkenntnis: Die Energiewende gelingt nur im Zusammenspiel von Netzbetreibern, Kommunen, Unternehmen und Bürgern. Viele Projekte entstehen genau dort, wo Menschen zusammenarbeiten und gemeinsame Lösungen entwickeln.

Kommunale Energiewende

Gemeinden und Städte spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Energiewende. Sie schaffen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien, begleiten Infrastrukturprojekte und unterstützen nachhaltige Entwicklungen vor Ort. Für uns sind die Kommunen starker Partner, denn nur gemeinsam können wir die Region zukunftsfähig und noch schöner machen.

Wenn Energie Menschen verbindet

In Hohenstein-Ernstthal wartete eine etwas andere Station auf die vier Radler. Gemeinsam mit unserem Kollegen Udo und der Band „Offline“ stand neben unserem Talent-Wettbewerb BANDS ON STAGE auch der Austausch aller Teilnehmer im Mittelpunkt. Zwischen Musik, Gesprächen und Festivalatmosphäre zeigte sich eine weitere Facette von Energie: Sie entsteht nicht nur in Netzen oder Anlagen, sondern auch in Begegnungen und gemeinsamen Erlebnissen. Gerade regionale Veranstaltungen tragen dazu bei, Menschen zusammenzubringen und Gemeinschaft zu stärken.

Drei Jugendliche sitzen im Gras, zwei spielen Gitarre, eine mit Sonnenbrille singt, daneben ein Smartphone auf einem Stativ filmt sie.

BANDS ON STAGE

BANDS ON STAGE ist ein jährlich stattfindender, regionaler Bandcontest für junge Musiker. Wir suchen die besten Nachwuchsbands aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Eine professionelle Jury bewertet die Bands, welche Geldpreise, Festivalauftritte oder Coachings gewinnen können.

Welche Lösung passt zu welchem Leben?

Zum Abschluss der Tour besuchten die Creator den Energieladen in Limbach-Oberfrohna. Dort stellten Janin und Dirk verschiedene Alltagssituationen vor.

Mann spricht gestikulierend mit zwei jüngeren Personen, eine filmt mit Smartphone, helle Innenraumumgebung

Die Aufgabe: die passende Energielösung für unterschiedliche Kundenbedürfnisse finden. Dabei wurde deutlich, dass die Energiewende für jeden Menschen anders aussieht. Während für die einen eine Photovoltaikanlage interessant ist, stehen bei anderen Ladelösungen für Elektrofahrzeuge, Wärmelösungen oder Energiesparangebote im Fokus.

Energielösungen von enviaM

enviaM unterstützt Privat- und Geschäftskunden mit vielfältigen Angeboten rund um Energieeffizienz, Photovoltaik, Elektromobilität und nachhaltige Wärmeversorgung. Ziel ist es, die Energiewende für Kunden möglichst einfach und alltagstauglich zu gestalten.

Mit jedem Energiepunkt etwas Gutes tun

Bei allen Challenges sammelten die vier Creator sogenannte Energiepunkte. Für jeden erspielten Punkt spendet die enviaM-Gruppe zwei Euro an den Limbacher Jugendverein „Suspect“. Am Ende konnten 580 Euro an den Jugendverein übergeben werden. Herzlichen Glückwunsch!

Vier lächelnde junge Menschen in schwarzer Kleidung halten einen Scheck über 580€ sowie ein Stoffmaskottchen in Innenraum vor Wandladegerät.

So wurde jede erfolgreich gemeisterte Aufgabe gleichzeitig zu einer Unterstützung für die Kinder- und Jugendarbeit in der Region und zeigte, dass gesellschaftliches Engagement ebenfalls Teil der Verantwortung der enviaM-Gruppe ist.

BANDS ON STAGE, Wettbewerb in Finsterwalde

Engagement

Wir unterstützen Projekte in der Region.

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Zwei Personen in gelben Sicherheitsjacken und Schutzhelmen gehen durch eine Freiluft-Umspannanlage mit Hochspannungsisolatoren und Leitungsrohren im Hintergrund. Zwei Personen in gelben Sicherheitsjacken und Schutzhelmen gehen durch eine Freiluft-Umspannanlage mit Hochspannungsisolatoren und Leitungsrohren im Hintergrund.

Vom Kraftwerk zum Datacenter: Maiks Blick auf den Wandel der Lausitz

Die Lausitz verändert sich. Und das spürbar. Über Jahrzehnte war die Region geprägt von Braunkohle, Kraftwerken und einem klaren Selbstverständnis als Energiezentrum. Heute steht sie für Erneuerbare, Digitalisierung und neue wirtschaftliche Perspektiven. Dieser Wandel ist längst sichtbar – in der Landschaft ebenso wie im Alltag der Menschen.
Maik hat diese Entwicklung nicht nur beobachtet, sondern selbst erlebt. Er arbeitet seit vielen Jahrzehnten in der Energieversorgung, hat als junger Mann seine berufliche Laufwerk im Kraftwerk Lübbenau/Vetschau gestartet und ist heute Netzregionsleiter Brandenburg bei MITNETZ STROM. Seine Geschichte ist ein persönlicher Blick auf einen der tiefgreifendsten Strukturprozesse in der Region – und zeigt, was Transformation wirklich bedeutet.

Von der Kohle zum Code

Wer in der Lausitz aufgewachsen ist, kennt die Bilder von früher. Auch Maik erinnert sich noch genau: das Quietschen der Bagger, die sichtbaren Kraftwerke am Horizont – und eine Umwelt, die vom Tagebau geprägt war. Selbst scheinbar kleine Details wie eine feine Staubschicht auf dem Schreibtisch oder grauer Schnee im Winter gehörten dazu und waren normal.

Große Schaufelradmaschine und Förderbänder in einem offenen Braunkohle-Tagebau vor weitläufigen Abraumflächen und Baumreihe am Horizont

Die Braunkohle war dabei weit mehr als nur ein Energieträger. Sie war wirtschaftliches Rückgrat, Identität und Lebensrealität für Generationen. Arbeit in der Energiewirtschaft bedeutete Sicherheit und Perspektive. Gleichzeitig prägte sie das Landschaftsbild – und bestimmte, wie die Menschen ihre Region wahrnahmen.
Für viele, so auch für Maik, war das lange Alltag: eine Welt, die lange stabil schien – bis sich der Wandel einstellte.

Wenn Gewohntes verschwindet

Mit dem Strukturwandel kam die Veränderung. Kraftwerke wurden zurückgebaut, Tagebaue geschlossen, vertraute Orte verschwanden. Was jahrzehntelang Bestand hatte, wurde Schritt für Schritt Teil der Vergangenheit. Dieser Wandel war nicht nur sichtbar, sondern auch emotional spürbar. Denn mit den Anlagen verschwand auch ein Stück Alltag für viele Menschen in der Region.
Maik erinnert sich an genau diese Phase des Umbruchs: Gleichzeitig war der Wandel nie nur Verlust. Schon früh wurde deutlich, dass sich mit ihm auch neue Perspektiven eröffnen.

Energiewende vor der eigenen Haustür

Heute zeigt sich die Lausitz in einem anderen Bild. Windkraftanlagen und Photovoltaikparks prägen vielerorts die Landschaft, während die großen Kraftwerke zunehmend verschwinden. Die Region bleibt ein Energiezentrum – aber sie definiert sich neu.

Drei große Windräder mit rot markierten Blattspitzen über weitläufigen grünen Feldern und weiteren Windrädern am Horizont.

Für Maik ist das besonders greifbar. Der Unterschied zu früher könnte größer kaum sein: weniger Emissionen, mehr Natur, ein verändertes Lebensgefühl. Das, was einst selbstverständlich war, ist heute Teil einer neuen Realität, die stärker auf Nachhaltigkeit und Zukunft ausgerichtet ist.
Die Energiewende ist dabei kein abstraktes politisches Ziel, sondern konkret erlebbar. Sie zeigt sich in veränderten Infrastrukturen, neuen Technologien – und nicht zuletzt in den Erfahrungen der Menschen, die diesen Wandel täglich begleiten.

Neue Kapitel: Von Energie zu Daten

Doch der Strukturwandel in der Lausitz endet nicht bei erneuerbaren Energien. Parallel entsteht ein neues Kapitel der regionalen Entwicklung: die Transformation hin zu einem Standort für digitale Infrastruktur.
Auf Flächen, auf denen früher Energie erzeugt wurde, entstehen heute moderne Rechenzentren. Diese Entwicklung steht symbolisch für die nächste Stufe des Wandels – weg von der klassischen Industrie hin zu technologiegetriebenen Zukunftsbranchen.

Serverschränke in einem Datacenter

Die Voraussetzungen dafür sind ideal: eine leistungsfähige Energieinfrastruktur, verfügbare Flächen und die Erfahrung als Energieregion. Genau diese Kombination macht die Lausitz für Investitionen attraktiv und eröffnet neue Perspektiven für Unternehmen und Fachkräfte.
Für Maik wird hier besonders sichtbar, wie sich Vergangenheit und Zukunft verbinden. Die Grundlagen, die über Jahrzehnte geschaffen wurden, bilden heute die Basis für neue Entwicklungen – nur in einem anderen Kontext.

Ein Wandel, der mehr ist als Struktur

Der Strukturwandel in der Lausitz ist kein rein wirtschaftlicher Prozess. Er verändert Lebensrealitäten, schafft neue Perspektiven – und stellt gleichzeitig Herausforderungen. Während früher ein Industriezweig dominierte, entsteht heute eine vielfältigere Wirtschaftsstruktur. Neue Branchen, neue Anforderungen und neue Berufsbilder prägen die Region zunehmend. Gleichzeitig bleibt die Frage nach Fachkräften, Infrastruktur und langfristigen Perspektiven zentral. Für die Menschen vor Ort bedeutet das vor allem eines: aktiv am Wandel teilzuhaben. Denn Transformation gelingt nicht allein durch Investitionen oder Projekte, sondern durch diejenigen, die sie mit Leben füllen.

Fazit: Die Lausitz bleibt Energieland

Wenn Maik heute auf die vergangenen Jahre blickt, sieht er nicht nur Unterschiede, sondern auch Kontinuität. Die Lausitz war immer ein Ort, an dem Energie eine zentrale Rolle gespielt hat – und sie ist es noch immer. Der entscheidende Unterschied liegt darin, wie diese Energie heute gedacht wird. Statt fossiler Brennstoffe stehen zunehmend erneuerbare Quellen, Digitalisierung und neue Anwendungen im Mittelpunkt. Für Maik ist das kein Bruch, sondern eine Weiterentwicklung. Eine Region, die sich verändert – ohne ihre Wurzeln zu verlieren.

Mann mit Brille in weißem Schutzhelm und gelber Warnjacke vor einem Maschendrahtzaun auf Baustelle.

Vom Wandel zur Chance

Die Geschichte der Lausitz zeigt, wie Transformation gelingen kann. Sie macht deutlich, dass Veränderungen Zeit brauchen, dass sie Herausforderungen mit sich bringen – aber vor allem auch Chancen eröffnen. Vom Kraftwerk zum Datacenter ist dabei mehr als ein Schlagwort. Es beschreibt einen echten Wandel: von der klassischen Energieproduktion hin zu einer vernetzten, digitalen und nachhaltigen Zukunft. Und genau diese Entwicklung ist es, die die Lausitz heute zu einer Region im Aufbruch macht – mit Menschen wie Maik, die diesen Weg begleiten und mitgestalten.

Mehr Fakten zur Energiewende in Deutschland findest du auf unserer Website. In Lübbenau hat MITNETZ STROM ein riesiges Datacenter ans Netz gebracht. Details erfährst du in diesem Beitrag.

Grafik-Unternehmen der enviaM-Gruppe

enviaM-Gruppe

Gemeinsam gestalten wir die Energiezukunft in Ostdeutschland.

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SoC, CCS, HPC, V2G & Co. – Elektromobilität einfach erklärt

Elektromobilität ist längst mehr als ein Zukunftstrend – sie ist Teil unseres Alltags geworden. Immer häufiger sieht man E-Autos auf den Straßen. Auf Parkplätzen entstehen Ladepunkte und auch im eigenen Umfeld beschäftigen sich viele Menschen mit dem Umstieg. Doch wer sich näher mit dem Thema befasst, stößt schnell auf eine ganze Reihe von Abkürzungen und Fachbegriffen. Was verbirgt sich eigentlich dahinter – und was bedeutet das konkret für den Alltag mit dem Elektroauto?
Damit du dich schnell zurechtfindest, erklären wir dir die wichtigsten Begriffe rund um dein E-Auto kompakt, aktuell und leicht verständlich.

Akku

Ein Akkumulator (kurz: Akku) speichert elektrische Energie und lässt sich wieder aufladen. Im Elektroauto besteht er aus vielen einzelnen Zellen. Zusammen bilden sie die Batterie, die den Motor antreibt. Im Alltag werden die Begriffe Akku und Batterie meist gleich genutzt.

Batterie (Hochvoltbatterie)

Die Batterie ist der zentrale Energiespeicher deines Elektroautos. Sie versorgt den Elektromotor und beeinflusst Reichweite, Ladezeit und Fahrverhalten. Moderne Batterien sind langlebig und gut geschützt. Hersteller geben heute oft lange Garantien auf Kapazität und Funktion.

Display eines Elektroautos, Zustand beim Laden

Starterbatterie (12 Volt)

Auch Elektroautos haben eine klassische 12 Volt Batterie. Sie versorgt Elektronik, Licht und Bordcomputer und aktiviert das Hochvoltsystem. Ist sie leer, startet das Fahrzeug nicht – selbst bei voller Fahrbatterie.

Batterieladestand (SoC – State of Charge)

Der SoC zeigt dir, wie voll die Batterie ist. Er wird in Prozent angegeben. Für den Alltag gilt: 20 bis 80 Prozent sind ideal. Das schont die Batterie und sorgt für schnelles Laden unterwegs.

Bidirektionales Laden (V2X)

Beim bidirektionalen Laden kann dein Auto nicht nur Strom aufnehmen, sondern auch wieder abgeben. Strom fließt also in beide Richtungen.

Man unterscheidet:

  • V2L (Vehicle to Load): Du betreibst Geräte direkt über dein Auto.
  • V2H (Vehicle to Home): Dein Auto ersetzt oder ergänzt deinen Stromspeicher im Haus.
  • V2G (Vehicle to Grid): Dein Auto speist Strom ins öffentliche Netz zurück. Das ist momentan aber noch in der Planungsphase, wäre theoretisch aber möglich.

So wird dein Elektroauto zum mobilen Stromspeicher.

Bordlader

Der Bordlader ist für das Laden mit Wechselstrom zuständig. Er kommt beim Laden an der Wallbox oder Steckdose zum Einsatz. Die meisten Elektroautos laden heute mit 11 kW. Das reicht für das vollständige Laden über Nacht.

Elektroauto beim Laden

CCS-Laden (Combined Charging System)

CCS ist der Standard für Schnellladen in Europa. Über CCS lädst du dein Auto mit Gleichstrom an Schnellladestationen. Moderne Fahrzeuge können so in kurzer Zeit große Energiemengen aufnehmen.

High Power Charger (HPC)

HPC Ladestationen ermöglichen besonders schnelles Laden. Sie liefern sehr hohe Leistungen und sind vor allem an Autobahnen und in Städten zu finden. Entscheidend ist nicht nur der Spitzenwert, sondern wie konstant dein Auto zwischen 10 und 80 Prozent laden kann.

Elektromotor

Elektromotoren arbeiten mit Magnetfeldern. Sie sind leise, effizient und benötigen wenig Wartung.
Sie liefern ihr volles Drehmoment sofort. Das sorgt für schnelles und gleichmäßiges Beschleunigen.

Elektroauto beim Laden

Permanent erregte Synchronmaschine (PSM)

Die PSM ist der am häufigsten eingesetzte Elektromotor im E-Auto. Sie arbeitet sehr effizient und bietet hohe Leistung. Viele Fahrzeuge kombinieren heute mehrere Motortypen, um Verbrauch und Ressourcen optimal auszubalancieren.

Hybridfahrzeug

Hybridfahrzeuge kombinieren Verbrennungs- und Elektromotor. Sie können kurze Strecken elektrisch fahren und gewinnen Bremsenergie zurück. Ihr Anteil sinkt jedoch, da vollelektrische Fahrzeuge immer leistungsfähiger werden.

Plug in Hybrid (PHEV)

Plug in Hybride lassen sich extern laden. Sie bieten eine größere elektrische Reichweite als klassische Hybride, benötigen aber weiterhin Kraftstoff. Sie gelten vor allem als Übergangslösung.

Range Extender (REX)

Ein Range Extender erzeugt Strom mit einem kleinen Verbrennungsmotor, wenn die Batterie leer ist.
Dieses Konzept ist heute kaum noch verbreitet, da größere Batterien und ein dichtes Schnellladenetz ausreichend Reichweite bieten.

Rekuperation

Beim Bremsen gewinnt dein Elektroauto Energie zurück. Der Motor arbeitet dann als Generator und lädt die Batterie. Besonders im Stadtverkehr senkt Rekuperation den Energieverbrauch deutlich.

Reichweite

Die Reichweite gibt an, wie weit du mit einer Ladung fahren kannst. Sie hängt unter anderem ab von:

  • Fahrstil
  • Geschwindigkeit
  • Außentemperatur
  • Streckenprofil

Moderne Elektroautos sind problemlos für Alltag und Langstrecke geeignet.

Display eines VW ID 3

Schnellladen

Als Schnellladen gilt das Laden mit hoher Leistung, meist über Gleichstrom. So kannst du auf längeren Fahrten in kurzer Zeit neue Energie für viele Kilometer erhalten.

Steckertypen

In Europa gilt:

  • Typ 2 Stecker für Wechselstrom
  • CCS Stecker für Gleichstrom

Diese Standards sorgen dafür, dass du fast überall problemlos laden kannst.

Verbrauch

Der Verbrauch eines Elektroautos wird in Kilowattstunden pro 100 Kilometer (kWh/100 km) angegeben.
Je niedriger der Wert, desto effizienter fährt das Fahrzeug.

Wallbox

Eine Wallbox ist eine feste Ladestation für zu Hause. Moderne Wallboxen unterstützen Funktionen wie PV-Überschussladen, Lastmanagement und smarte Stromtarife. So lädst du günstig und effizient.

Elektrofahrzeug wird an einer Ladestation geladen

Fazit

Elektromobilität ist im Alltag angekommen – und sie entwickelt sich stetig weiter. Die Technik wird effizienter, das Ladenetz dichter und die Fahrzeuge komfortabler. Wer die wichtigsten Begriffe kennt, versteht nicht nur besser, wie das eigene E-Auto funktioniert, sondern auch, welche Möglichkeiten dahinterstecken. So wird der Umstieg leichter und das Fahren elektrisch ganz selbstverständlich.

Noch mehr Fakten zum Thema Elektromobilität gibt es in folgenden Beiträgen:

Wieder unter Strom: Starthilfe am E-Auto
Mit dem E-Auto durch den Winter
Leben und Laden unter einem Dach

eQar, Carsharing für Elektroautos von enviaM

eQar

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Solaranlage auf Dach vor blauem Himmel Solaranlage auf Dach vor blauem Himmel

27.000 neue Solaranlagen, Rechenzentren und Speicher: Wenn alle gleichzeitig ans Netz wollen

Die Nachfrage nach Netzanschlüssen steigt stark. Immer mehr Projekte entstehen gleichzeitig. Dir sind sicher auch schon neue Solaranlagen auf Dächern oder neue Windparks aufgefallen. All diese Projekte brauchen einen Anschluss an das Stromnetz. Denn ohne Anschluss läuft nichts. Das wirkt auf den ersten Blick positiv. Es zeigt, dass die Energiewende vorankommt. Gleichzeitig entsteht aber eine große Herausforderung: Viele Akteure wollen zur gleichen Zeit ins Netz. Wie das funktioniert und wie wir genau damit umgehen, erfährst du hier im Blogbeitrag.

Ein Jahr mit Rekorddynamik

Die Entwicklung läuft sehr schnell. Ein Blick auf ein Jahr zeigt die Dynamik deutlich. Im Netzgebiet von MITNETZ STROM sind rund 27.000 neue Solaranlagen hinzugekommen. Gleichzeitig gingen mehr als 60 neue Windenergieanlagen ans Netz. Dazu kommen etwa 10.000 Speichermodule. Die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien liegt inzwischen bei über 13 Gigawatt. Das heißt: Es wird deutlich mehr Strom erzeugt als vor Ort benötigt wird. Damit gehört unser Netzgebiet zu den führenden Regionen in Deutschland. Einerseits ist dieser hohe Anteil erneuerbarer Energien ein klarer Vorteil, denn Unternehmen achten genau darauf. Sie suchen Standorte mit viel grünem Strom. Andererseits wächst der Druck auf das Netz, je mehr Anlagen einspeisen.

Hochspannungsmasten und -leitungen über weiten gelben Getreidefeldern unter blauem Himmel mit vereinzelten Wolken.

Industrie, Rechenzentren und Großspeicher erhöhen den Druck

Neben Wind und Sonne treiben andere Faktoren die Entwicklung weiter an. Industrieprojekte entstehen neu oder wachsen. Rechenzentren brauchen große Mengen Strom. Großspeicher kommen verstärkt hinzu.
Ende Januar 2026 lagen rund 3.100 Anschlussanfragen vor. Der mögliche Leistungsbedarf liegt bei etwa 124 Gigawatt. Diese Zahl zeigt die Dimension: Sie liegt weit über dem, was heute genutzt wird.

Rechenzentren stellen besondere Anforderungen. Sie brauchen rund um die Uhr sehr viel Strom. Sie reagieren empfindlich auf Unterbrechungen. Die Versorgung muss stabil und planbar sein.Großspeicher arbeiten anders: Sie laden Strom, wenn viel erzeugt wird – sie speisen Strom ein, wenn Bedarf entsteht. Dafür brauchen sie flexible Anschlüsse und schnelle Reaktionen im Netz.
Beide Gruppen verändern die Nutzung des Netzes. Es geht nicht mehr nur um Transport, sondern um Steuerung, Geschwindigkeit und Verlässlichkeit.

Datacenter Leipzig

Warum Netzkapazitäten nicht unbegrenzt sind

Das Stromnetz funktioniert nicht wie eine Steckdose zu Hause. Du kannst nicht beliebig viele Geräte anschließen. Jede Leitung hat eine feste Belastungsgrenze. Umspannwerke können nur eine bestimmte Leistung verarbeiten. Physikalische Regeln bestimmen, wie Strom fließt.

Ein wichtiger Punkt ist die Gleichzeitigkeit. Die installierte Leistung beschreibt, was theoretisch möglich ist. Entscheidend ist aber, was zur gleichen Zeit passiert. Wenn viele Anlagen gleichzeitig einspeisen oder viele Verbraucher gleichzeitig Strom abrufen, entsteht eine hohe Belastung. Und genau hier liegt die Herausforderung. Digitale Steuerung hilft, diese Belastung besser zu verteilen. Der Netzausbau schafft zusätzliche Kapazitäten.

Der hohe Anteil erneuerbarer Energien ist ein klarer Standortvorteil. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Netzanschlüssen deutlich. Deshalb braucht es Netzausbau und passende Rahmenbedingungen, damit vorhandene Kapazitäten optimal genutzt werden.

Stephan Lowis enviaM Vorstandsvorsitzender
Drei große Windräder mit rot markierten Blattspitzen über weitläufigen grünen Feldern und weiteren Windrädern am Horizont.

Wie enviaM den Anschlussboom bewältigt

Der Anschlussboom bringt viel Druck, aber auch klare Handlungsfelder.

Erstens: Der Netzausbau läuft konsequent weiter. Neue Leitungen entstehen. Umspannwerke werden modernisiert. Die Infrastruktur wächst Schritt für Schritt.

Umspannwerk mit Hochspannungsleitungen, Transformatoren und Isolatoren vor weiten gelben Rapsfeldern unter blauem Himmel.

Zweitens: Bestehende Kapazitäten werden besser genutzt. Intelligente Steuerung hilft, Lasten zu verteilen. Das erhöht die Effizienz des Systems.

Drittens: Die Digitalisierung gewinnt an Bedeutung. Neue Technik schafft Transparenz. Sie zeigt, wo Strom fließt und wo Kapazitäten frei sind. Sie hilft, Einspeisung und Verbrauch aufeinander abzustimmen.

Umspannwerke sind Knotenpunkte im Stromnetz. Hier erfährst du mehr darüber. Unser Stromnetz ist das Fundament der Transformation. Daher investieren wir 600 Millionen Euro. Wofür konkret? Das liest du in diesem Blogbeitrag. Das Stromnetz muss regelmäßig kontrolliert werden. Hubschrauber, Drohnen und E-Roller unterstützen dabei. Was dabei genau passiert, erklären wir hier auf unserem Blog.

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Versorgungssicherheit

Wir kümmern uns um eine unterbrechungsfreie Energieversorgung.

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Strom- und Gaspreise Strom- und Gaspreise

Strompreis, Teil 1: Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Strom ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken: Wir kochen, waschen, laden Smartphones oder streamen Serien – meist ganz selbstverständlich. Spätestens mit der jährlichen Stromrechnung stellt sich dann die Frage: Warum kostet Strom eigentlich so viel – und wofür genau zahlen wir?
Ein Blick auf den Preis pro Kilowattstunde zeigt schnell: Er setzt sich aus vielen unterschiedlichen Bestandteilen zusammen. Gesetzlich ist genau geregelt, dass diese Kosten transparent ausgewiesen werden müssen, damit der Verbraucher es ganz klar nachvollziehen kann.

Grundpreis und Arbeitspreis – das Fundament jedes Stromtarifs

Unabhängig vom Anbieter besteht jeder Stromtarif aus zwei zentralen Bausteinen: Der Grundpreis ist eine feste monatliche oder jährliche Gebühr. Er fällt unabhängig davon an, wie viel Strom tatsächlich verbraucht wird. Darin stecken unter anderem Kosten für den Netzanschluss, den Stromzähler, die Abrechnung sowie den Kundenservice.

Intelligenter Stromzähler

Der Arbeitspreis hingegen richtet sich nach dem tatsächlichen Verbrauch. Er wird pro Kilowattstunde berechnet und umfasst die eigentlichen Stromkosten – von der Beschaffung über den Transport bis hin zu Steuern und Abgaben. Je mehr Strom verbraucht wird, desto stärker wirkt sich dieser Teil auf deine Rechnung aus.

Woraus setzt sich der Strompreis heute zusammen?

Der Strompreis für Haushalte lässt sich in drei große Kostenblöcke aufteilen:

Den größten Anteil machen Beschaffung und Vertrieb aus. Dazu zählt der Einkauf des Stroms an der Börse oder direkt bei den Erzeugern, aber auch Kosten für Vermarktung und die Marge des Stromanbieters.

Ein weiterer wichtiger Posten sind die Netzentgelte inklusive Messstellenbetrieb. Damit werden Bau, Betrieb, Wartung und Ausbau der Stromnetze finanziert – ebenso wie der Betrieb der Stromzähler. Da die Netzinfrastruktur regional unterschiedlich ist, variieren diese Kosten je nach Wohnort deutlich.

Hochspannungsmast mit Leiterseilen, der über ein gelbes Rapsfeld vor blauem Himmel mit weißen Wolken verläuft.

Hinzu kommen Steuern, Abgaben und Umlagen. Dazu zählen unter anderem die Stromsteuer, die Konzessionsabgabe, die KWK-Umlage und verschiedene Zuschläge für die Netznutzung.
Für einen durchschnittlichen Haushalt mit rund 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch lag der Strompreis 2026 bei etwa 37 Cent pro Kilowattstunde – und damit spürbar unter den Höchstständen der Energiekrise.

Energiewende: Nicht automatisch ein Preistreiber

Lange galt die Annahme, dass die Energiewende den Strompreis vor allem nach oben treibt. Dieses Bild hat sich in den vergangenen Jahren jedoch deutlich verändert. Ein zentraler Schritt war die Abschaffung der EEG-Umlage. Seit Juli 2022 liegt sie bei null Cent pro Kilowattstunde und wurde ab 2023 vollständig aus dem Strompreis gestrichen. Die Förderung erneuerbarer Energien wird heute aus dem Bundeshaushalt finanziert – eine spürbare Entlastung für Haushalte.

Windrad enviaM

Gleichzeitig investiert Deutschland massiv in den Ausbau der Stromnetze. Um Regionen mit viel Wind- und Solarstrom zu entlasten, wurden die Netzentgelte ab 2025 neu verteilt. In manchen Netzgebieten sparen Haushalte dadurch jährlich bis zu 200 Euro.

Warum der Wohnort beim Strompreis entscheidend bleibt

Obwohl Strom überall gleich fließt, zahlen Haushalte in Deutschland unterschiedlich hohe Preise. Der Hauptgrund dafür sind die regional variierenden Netzentgelte.
Dabei sind die Rollen klar verteilt: Die Netzbetreiber kümmern sich um Betrieb und Ausbau der Stromnetze vor Ort, während Stromanbieter den Strom verkaufen und Abrechnungen erstellen. Jeder Anbieter nutzt das jeweilige Netz und zahlt dafür Entgelte – diese werden an die Kunden weitergegeben. Deshalb spielt die Postleitzahl beim Strompreisvergleich weiterhin eine wichtige Rolle.

Weniger bekannt: Wohin fließt die Stromsteuer?

Die Stromsteuer beträgt seit Jahren unverändert 2,05 Cent pro Kilowattstunde. Was viele nicht wissen: Ein großer Teil dieser Einnahmen wird als Bundeszuschuss an die gesetzliche Rentenversicherung weitergeleitet.
Die Stromsteuer ist Bestandteil der sogenannten Ökosteuerreform. Sie verfolgt zwei Ziele zugleich: Einnahmen für den Staat zu sichern und Anreize zu schaffen, Strom bewusster und effizienter zu nutzen.

Neue Dynamik: Stromtarife mit wechselnden Preisen

Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Stromanbieter dynamische Stromtarife anbieten. Bei diesen Tarifen richtet sich der Arbeitspreis nach dem aktuellen Börsenstrompreis und kann sich mehrmals täglich ändern. Voraussetzung dafür ist ein intelligentes Messsystem, ein sogenanntes Smart Meter.
Besonders interessant sind diese Tarife für Haushalte mit flexiblem Stromverbrauch – etwa durch Elektroauto, Wärmepumpe oder Batteriespeicher. Wer seinen Verbrauch gezielt in günstige Zeiten verlagert, kann so seine Stromkosten deutlich senken.

Laden eines Elektroautos

Augen auf bei der Anbieterwahl

Zwar hat jeder Kunde Anspruch auf die Grundversorgung, doch oft sind Sondertarife günstiger. Ein regelmäßiger Strompreisvergleich lohnt sich daher.
Nach den Erfahrungen mit unseriösen Billiganbietern empfehlen Verbraucherzentralen und Branchenverbände, nicht nur auf den Preis zu schauen. Auch Vertragsbedingungen, Laufzeiten und Preisgarantien sollten bei der Entscheidung eine wichtige Rolle spielen.

Fazit: Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis ist heute transparenter als früher – und stetig im Wandel. Während staatliche Preisbestandteile lange Zeit stark gestiegen sind, sorgen Reformen bei Netzentgelten, der Wegfall der EEG-Umlage und neue Tarifmodelle inzwischen für spürbare Entlastungen und mehr Wahlmöglichkeiten. Wer informiert ist und regelmäßig vergleicht, kann davon profitieren.

Mehr zum Thema Strom- und Gaspreise erfahren Sie in folgenden Beiträgen:

Strompreis, Teil 2: Was vom Strompreis an den Staat geht
Strompreis, Teil 3: Die Konzessionsabgabe
Strompreis, Teil 4: Umlagen
Strompreis, Teil 5: Einflussfaktoren

Weitere interessante Informationen rund um das Thema Strom finden Sie unter www.enviaM.de.

Haus mit grünem Blatt als Dach und daneben abgestufte bunte Energieeffizienzbalken von A (grün) bis G (rot).

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Wie enviaM-Bildungsprojekte globale Nachhaltigkeitsziele unterstützen

Bildung ist ein wichtiger Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft. Mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) haben die Vereinten Nationen einen gemeinsamen Rahmen geschaffen, der zeigt, wie Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft verantwortungsvoll zusammenwirken können. Diese Ziele bilden auch die Grundlage für die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die in Deutschland fester Bestandteil der Bildungs- und Nachhaltigkeitsstrategie ist. Wie wir als Unternehmen dieses Ziel unterstützen, erfährst du in diesem Beitrag.

Was bedeutet Bildung für nachhaltige Entwicklung konkret?

Bei BNE geht es um weit mehr als um reines Faktenwissen. Vielmehr soll sie Menschen dazu befähigen, Zusammenhänge zu verstehen, eigenes Verhalten zu hinterfragen und aktiv an einer zukunftsfähigen Gesellschaft mitzuwirken. Daher ist es besonders wichtig, Kinder und Jugendliche frühzeitig mitzunehmen – mit Angeboten, die verständlich, lebensnah und erlebbar sind.

Wasserstoff-Experimentierkoffer, Mitarbeiter und ihre Kinder experimentieren gemeinsam mit enviaM-CEO Stephan Lowis

Genau hier setzen die Bildungsprojekte der enviaM-Gruppe an. Mit „Natur zum Anfassen“, dem „Blackout Erlebnistag“ oder „Energie erleben – Energie erkunden“ werden zentrale Nachhaltigkeitsthemen altersgerecht vermittelt und direkt mit der Lebenswelt der Teilnehmer verknüpft.

Natur zum Anfassen: Umweltbildung, die begeistert

Das Umweltbildungsprojekt „Natur zum Anfassen“ richtet sich an Kinder der Klassenstufen 2 bis 6. Im Mittelpunkt steht das unmittelbare Erleben der Natur: entdecken, beobachten, staunen, verstehen – und daraus lernen, warum der Schutz unserer Umwelt so wichtig ist. Ziel ist es, Kinder frühzeitig für nachhaltiges Handeln zu sensibilisieren und ihnen Wissen, Werte und Handlungskompetenzen mitzugeben, die sie im Alltag anwenden können.

Nachhaltigkeit beginnt dort, wo Kinder Natur nicht nur erklärt bekommen, sondern sie selbst entdecken. Natur zum Anfassen zeigt ihnen, wie wertvoll biologische Vielfalt ist, und macht Umweltschutz erlebbar. Damit legen wir den Grundstein für verantwortungsbewusstes Handeln weit über den Projekttag hinaus.

Frauke Trusheim Projektverantwortliche Kommunikation

Im Rahmen der globalen Nachhaltigkeitsziele leistet das Projekt einen Beitrag zu SDG 4 „Hochwertige Bildung“, indem Naturwissen und Umweltbewusstsein gefördert werden. Gleichzeitig werden Klimaschutzthemen (SDG 13) sowie der Erhalt von Ökosystemen und Biodiversität (SDG 15 „Leben an Land“) aufgegriffen. Darüber hinaus zeigen Naturerfahrungen positive Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden (SDG 3).

Inhaltlich steht vor allem die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit im Fokus. Kinder setzen sich mit Pflanzen, Tieren und Lebensräumen auseinander und lernen, wie alles miteinander zusammenhängt. Ergänzt wird dies durch soziale Aspekte wie Zusammenarbeit und gegenseitige Rücksichtnahme, etwa bei gemeinsamen Beobachtungen oder kleinen Gruppenaktionen.

Natur zum Anfassen, Wilder Wald – wo sich Fuchs und Hase ‘Gute Nacht’ sagen

Besonders wichtig ist der hohe Praxisanteil. Die Kinder sind aktiv beteiligt, erforschen ihre Umgebung selbstständig und setzen kleine Projekte um – zum Beispiel beim Anlegen von Blumenwiesen, Benjeshecken, Nisthilfen oder Steinhaufen. Dadurch entwickeln sie zentrale BNE-Kompetenzen wie systemisches Denken, vorausschauendes Handeln und die Fähigkeit, eigene Ideen einzubringen.

Der Bezug zur Lebenswelt ist bewusst niedrigschwellig gehalten. Exkursionen führen in unsere Partner-Naturhöfe, in Wälder, auf Wiesen oder in Gärten der Region. Demzufolge lassen sich dort globale Themen wie Klimawandel oder Artenvielfalt gut ansprechen. Das Projekt kann langfristig in den Schulalltag integriert oder als wiederkehrende Umweltaktion etabliert werden.

Natur zum Anfassen

„Natur zum Anfassen“ bietet Kindern einen spielerischen und zugleich fundierten Zugang zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. Das Projekt stärkt Verantwortungsbewusstsein, fördert wichtige Zukunftskompetenzen und zeigt, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung bereits im Grundschulalter wirksam umgesetzt werden kann.

Blackout Erlebnistag: Wenn Energie plötzlich fehlt

Ein weiteres Beispiel für BNE ist der „Blackout Erlebnistag“. Dieses Projekt richtet sich an Jugendliche und führt sie in eine ungewohnte Situation: einen Tag ohne Strom. Ziel ist es, die Abhängigkeit moderner Gesellschaften von Energie erlebbar zu machen und zum Nachdenken über Energieversorgung, Sicherheit und Nachhaltigkeit anzuregen.

Blackout-Erlebnistag

Das Projekt leistet einen starken Beitrag zu mehreren Nachhaltigkeitszielen. Neben SDG 4 „Hochwertige Bildung“ stehen vor allem SDG 7 „Bezahlbare und saubere Energie“ sowie SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ im Fokus. Darüber hinaus werden Themen wie nachhaltige Städte und Gemeinden (SDG 11) sowie bewusster Konsum (SDG 12) aufgegriffen.

Der Blackout Erlebnistag verbindet ökologische, soziale und wirtschaftliche Fragestellungen. Die Jugendlichen erleben, welche Auswirkungen ein Stromausfall auf Kommunikation, Versorgung, Wirtschaft und den Alltag haben kann. In Gruppenarbeiten entwickeln sie Lösungsansätze, übernehmen Verantwortung und reflektieren gemeinsam, was notwendig ist, um mit solchen Situationen umzugehen.

Das Lernen erfolgt stark erfahrungsbasiert. Durch Simulationen, praktische Aufgaben und moderierte Reflexionsphasen entsteht ein tiefes Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen Energie, Infrastruktur und Gesellschaft. Besonders gefördert werden dabei systemisches Denken, kritisches Hinterfragen, vorausschauendes Planen sowie Teamarbeit und Problemlösungskompetenz.

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Der große Vorteil des Projekts liegt in seiner Nähe zur Lebenswelt der Jugendlichen. Schule, Haushalt, digitale Kommunikation oder Freizeit – all diese Bereiche sind unmittelbar betroffen, wenn Strom fehlt. Die Erfahrungen lassen sich gut auf größere gesellschaftliche und globale Energiefragen übertragen. Je nach schulischer Anbindung können weitere Projekte daraus entstehen, etwa im Fachunterricht oder in schulischen Energie- und Klimaschutzinitiativen.

Von den begeisterten Teilnehmern wird uns gespiegelt: Die Unterrichtstage im Dunkeln ergänzen nicht nur den Physikunterricht mit Faktenwissen, sondern vermitteln auf anschauliche Weise das Leben ohne Strom. Dabei erfahren die Schüler, dass sich selbstverständliche Dinge des Alltags plötzlich ganz anders anfühlen. Außerdem werden die Jugendlichen für wichtige Themen der Energiewirtschaft sensibilisiert. Dieses Fazit belegt, wie wir die SDG untersetzen und praktisch erlebbar machen.

Ellen Haunstein Projektverantwortliche Blackout-Erlebnistage

Blackout Erlebnistag

Der „Blackout Erlebnistag“ besitzt eine sehr hohe Relevanz für die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Durch das intensive Erleben wird deutlich, wie eng Energie, Sicherheit, Klimaschutz und gesellschaftliches Zusammenleben miteinander verbunden sind. Das Projekt stärkt das Bewusstsein für Verantwortung und zeigt, wie lokale Ereignisse globale Zusammenhänge sichtbar machen können.

Energie erleben – Energie erkunden: Grundlagen von Anfang an

Unser Bildungsprojekt „Energie erleben – Energie erkunden“ richtet sich an Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Ziel ist es, frühzeitig ein grundlegendes Verständnis für Energie, Klimazusammenhänge und einen bewussten Umgang mit Ressourcen zu schaffen – spielerisch, anschaulich und ohne Überforderung.

Auch dieses Angebot ist klar im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung verankert. Es unter-stützt vor allem SDG 4 „Hochwertige Bildung“ und SDG 7 „Bezahlbare und saubere Energie“ sowie SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“. Ergänzend wird das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum im Sinne von SDG 12 gestärkt.

Die Kinder lernen, wo Energie im Alltag vorkommt, wie sie genutzt wird und warum ein sparsamer Umgang wichtig ist. Durch einfache Experimente mit Solarzellen, Windkraftmodellen oder Stromkreisen erleben sie diese Themen unmittelbar. Dabei werden ökologische Aspekte mit sozialen Kompetenzen wie Zusammenarbeit und gemeinsamem Entdecken verknüpft.

Kinderhände verbinden Kabel und Metallstifte, die in halbierten Zitronen stecken, mit einem kleinen digitalen Messgerät auf gelbem Tisch

Zentrale BNE-Kompetenzen wie das Erkennen von Zusammenhängen, vorausschauendes Denken und kritisches Hinterfragen werden altersgerecht angebahnt. Die Kinder entwickeln eigene Energiesparideen, beobachten, experimentieren und ziehen selbstständig Schlussfolgerungen. Der starke Lebensweltbezug – etwa durch Beispiele von Zuhause, aus dem Kindergarten oder der Schule – macht das Lernen besonders nachhaltig. Durch wiederkehrende Experimente und die Einbindung des Alltags lassen sich die Inhalte gut langfristig verankern. Auch Eltern können einbezogen werden, sodass Nachhaltigkeit über den Bildungsort hinaus Wirkung entfaltet.

Mir ist wichtig, dass Kinder Energie mit Neugier, Spaß und eigenen Erfahrungen entdecken können. So entsteht schon früh ein Bewusstsein dafür, wie wertvoll unsere Ressourcen sind und dass jeder im Alltag einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Martina Flade Projektverantwortliche Energie erleben – Energie erkunden

Energie erleben – Energie erkunden

„Energie erleben – Energie erkunden“ ist ein idealer Einstieg in die Energie- und Klimabildung. Das Projekt schafft frühzeitig Bewusstsein für nachhaltiges Handeln, stärkt grundlegende Kompetenzen und legt damit einen wichtigen Grundstein für ein verantwortungsvolles Verhältnis zu Energie und Umwelt.

Gesamtfazit: Wie tragen enviaM-Bildungsprojekte konkret zu globalen Nachhaltigkeitszielen bei?

Die Bildungsprojekte der enviaM-Gruppe zeigen, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung praxisnah, verständlich und wirkungsvoll umgesetzt werden kann – vom Kindergarten bis ins Jugendalter. Sie fördern Wissen, Werte und Handlungskompetenzen, greifen zentrale gesellschaftliche Zukunftsthemen auf und leisten einen konkreten Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitszielen. Damit investieren sie nachhaltig in eine zukunftsfähige und verantwortungsbewusste Gesellschaft.

Wie wir Unterricht erlebbar machen, erfährst du auch in diesem Blogbeitrag. Tiefere Einblicke in unser Umweltbildungsprojekt „Natur zum Anfassen“ bekommst du hier. Einen Einblick, wie energiegeladener Unterricht im Klassenzimmer oder in einem Wasserkraftwerk aussehen kann, erhältst du in diesem Artikel.

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