Von Solar bis Biomethan – Projekte für eine nachhaltige Energiezukunft
Die Energiewende findet nicht nur im Stromnetz statt, sondern beginnt dort, wo Energie erzeugt wird. Genau hier setzt die enviaM-Gruppe an und baut ihre eigene erneuerbare Erzeugung kontinuierlich aus – sowohl beim Strom als auch bei der Wärmeversorgung. Im Mittelpunkt stehen dabei konkrete Projekte vor Ort. Ziel ist es, Emissionen zu senken, die Versorgung zu sichern und Fortschritte in der Energiewende nachvollziehbar zu machen.
Eigene Erzeugung wächst weiter
Seit Jahren erweitert die enviaM-Gruppe ihre eigene erneuerbare Stromerzeugung. Ende 2025 lag die installierte Leistung bei rund 214 Megawatt. Zu den Projekten zählen unter anderem die Solarparks Auenhain bei Leipzig, Frankenberg bei Chemnitz sowie Photovoltaikanlagen auf eigenen Unternehmensstandorten.

Die Entwicklung beschränkt sich dabei nicht auf einzelne Anlagen. Bereits 2024 übernahm die enviaM-Gruppe Solarprojekte mit einem Potenzial von mehr als 700 Megawatt. Rein rechnerisch könnten diese künftig den Strombedarf von rund 270.000 Haushalten decken. Damit stärkt das Unternehmen nicht nur die regionale Erzeugung, sondern schafft gleichzeitig die Grundlage für weitere Industrie- und Wirtschaftsansiedlungen, die auf erneuerbare Energien angewiesen sind.
Die eigene Erzeugung ist ein fester Bestandteil des Gesamtsystems. Sie ermöglicht es, erneuerbare Energie direkt in der Region zu gewinnen, Betriebserfahrungen zu sammeln und den Ausbau erneuerbarer Strukturen aktiv zu begleiten. Gleichzeitig trägt sie zur Stabilität des Energiesystems bei und verringert die Abhängigkeit von externen Märkten.
Wärmewende: Der nächste Schritt der Energiewende
Beim Strom ist der Anteil erneuerbarer Energien bereits deutlich gestiegen. 59,2 Prozent des Stromaufkommens stammen aus erneuerbaren Quellen.

In der Wärmeversorgung liegt dieser Anteil aktuell bei 18,2 Prozent. Der Unterschied verdeutlicht, wie verschieden die Ausgangslagen sind. Strom lässt sich vergleichsweise flexibel erzeugen und verteilen. Die Wärmewende hingegen erfordert Anpassungen an bestehender Infrastruktur und muss stärker standortbezogen gedacht werden. Netze, Erzeugungstechnik und lokale Rahmenbedingungen spielen hier eine größere Rolle. Umso wichtiger ist ein schrittweises Vorgehen. So ist für uns ein konkreter nächster Schritt der Einsatz von Biomethan in der Fernwärmeversorgung. Seit 2026 wird Biomethan an mehreren Standorten eingesetzt, darunter in Meuselwitz, Plauen, Herzberg und Vetschau.

Der Ansatz nutzt bestehende Infrastruktur und senkt gleichzeitig die Emissionen. Biomethan ersetzt fossile Energieträger, ohne die Versorgungssicherheit zu beeinträchtigen. So wird die Wärmeversorgung schrittweise klimafreundlicher weiterentwickelt.
Klimaschutz im eigenen Betrieb
Dekarbonisierung endet nicht bei der Energieerzeugung. Auch im eigenen Betrieb setzt die enviaM-Gruppe auf konkrete Maßnahmen. Dazu zählen die Elektrifizierung des Fahrzeugpools, der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Firmengebäuden sowie die Dekarbonisierung der Energieerzeugungs-Standorte.

Bis Ende 2025 wurde die Poolfahrzeugflotte für Mitarbeiter weitestgehend elektrisch umgestellt, 29 Verwaltungsstandorte waren mit Photovoltaikanlagen ausgestattet und die Dekarbonisierung am Heizwerk Vetschau startete. Zudem investiert die enviaM-Gruppe in ökologische Standortentwicklung und Biodiversitätsprojekte, darunter die Pflanzung von rund 9.000 Bäumen im Versorgungsgebiet allein im Jahr 2025.

Diese Schritte zeigen messbare Wirkung. So konnte der CO₂ Fußabdruck des Unternehmens um acht Prozent auf 2,2 Millionen Tonnen reduziert werden. Es sind viele einzelne Maßnahmen, die in ihrer Summe einen spürbaren Effekt erzielen.
Fazit
Der Ausbau eigener erneuerbarer Erzeugung, die schrittweise Dekarbonisierung der Fernwärme und betriebliche Klimaschutzmaßnahmen greifen ineinander. Sie zeigen, dass die Energiewende kein abstraktes Ziel ist, sondern ein langfristiger Prozess mit konkreten Projekten und messbaren Fortschritten.
Mehr zur klimafreundlichen Versorgung und zur Umstellung des Heizkrafwerks in Vetschau liest du in diesem Beitrag. Welchen Wandel die Lausitz aktuell durchläuft erfährst du im Interview mit unserem Kollegen Maik. Was wir in Sachen Nachhaltigkeit 2025 bereits erreicht haben und welche Ziele wir uns für 2026 gesteckt haben, erzählen wir hier.
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Unterwegs für unsere Kunden: So arbeitet das Mobile Team von MITNETZ STROM
Wenn technische Anlagen geprüft, gewartet oder instandgesetzt werden müssen, ist das Mobile Team von MITNETZ STROM zur Stelle. Die Kollegen sind flexibel unterwegs, unterstützen Kunden und sorgen dafür, dass Anlagen sicher und zuverlässig funktionieren. Und das nicht nur in unserem Netzgebiet, sondern weit darüber hinaus.
Was passiert eigentlich, bevor ein Einsatz starten kann? Wie sieht ein Arbeitstag draußen beim Kunden aus? Und warum ist gerade diese Mischung aus Planung, Technik und Unterwegssein so spannend?
Wir haben mit zwei Kollegen gesprochen, die das Mobile Team aus unterschiedlichen Perspektiven kennen: René arbeitet als Spezial Fachkraft Realisierung/Betrieb Strom in der Organisationseinheit des Mobilen Teams. Er kümmert sich um die Arbeitsvorbereitung und sorgt dafür, dass Einsätze gut geplant starten. Philipp ist als Monteur bei MINETZ STROM unterwegs und übernimmt vor Ort unter anderem Wartungen, Instandsetzungen und Abstimmungen mit Kunden.
„Jeder Tag ist anders“: Im Gespräch mit René
René, du bist für die Arbeitsvorbereitung zuständig. Was bedeutet das ganz konkret?
Bevor unsere Kollegen draußen beim Kunden arbeiten können, müssen viele Fragen geklärt sein. Was wird gebraucht? Wer kann die Aufgabe übernehmen? Welche Sicherheitsvorgaben müssen wir beachten? Welche Besonderheiten gibt es vor Ort? Genau diese Punkte bereiten ich vor und stimme sie mit dem Team ab. Ich prüfe Aufträge, sichte Unterlagen, plane Material und Ressourcen, teile Personal nach Qualifikation ein, stimme Termine ab, bewerte Risiken und lege den Ablauf fest. Außerdem geht es um die Dokumentation, die vorbereitet und erstellt werden muss.

Was ist dabei die größte Herausforderung?
Die Sicherheit steht immer an erster Stelle. Gleichzeitig müssen die organisatorischen und technischen Planungen stimmen. Für die geplanten Arbeiten brauchen wir die richtigen Voraussetzungen, die passenden Ressourcen und das benötigte Material. Erst wenn das alles zusammenpasst, kann der Einsatz gut laufen.
Was war für dich bisher ein besonderer Moment im Mobilen Team?
Für mich war die Gründung des Mobilen Teams ein echtes Highlight. Ich begleite diese Arbeit schon seit 2019. Ein eigenes Team bedeutet für mich mehr Planungssicherheit. Außerdem ziehen wir gemeinsam an einem Strang und verfolgen dasselbe Ziel: Wir wollen die Aufgaben erfolgreich umsetzen.
Was wünschst du dir für die Zukunft des Teams?
Ich wünsche mir, dass das Mobile Team weiter ausgebaut wird, damit wir auch zukünftige Projekte gut meistern und uns weiterentwickeln können.
Draußen beim Kunden: Philipp über seinen Alltag als Monteur
Philipp, du bist als Monteur im Mobilen Team unterwegs. Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen und was gefällt dir besonders an deinem Job?
Ich habe 2014 meine Ausbildung zum Mechatroniker in Chemnitz begonnen. Ab etwa 2018 war ich als Monteur im Betriebsservice am Standort Plauen tätig. Ich habe schon immer gern Wartungen an technischen Anlagen übernommen, weshalb ich mich schließlich auch für das Mobile Team beworben habe, in dem ich jetzt seit April 2026 arbeite. Hier mag ich besonders die Vielfalt: unterschiedliche Arbeiten, verschiedene Kunden und die Zusammenarbeit mit anderen Stadtwerken oder Firmen. Außerdem kommt man auch mal in Regionen außerhalb unseres Netzgebiets und entdeckt neue Ecken. Jeder Tag ist anders und genau das macht die Arbeit abwechslungsreich.

Welche Aufgaben übernimmst du beim Kunden vor Ort?
Beim Kunden kümmere ich mich vor allem um die Wartung und Instandsetzung von Kundenanlagen. Dazu gehören auch die Befundung und Aufnahme von Stationen, Absprachen zu Zugängen oder Besonderheiten vor Ort sowie Reparaturen an den Anlagen. Am Ende geht es um fast alles, was der Kunde für seine Anlage benötigt.
Und was passiert, wenn du nicht draußen beim Kunden bist?
Auch die Bürozeit gehört dazu. Meistens bin ich etwa einen Tag pro Woche im Büro. Dann geht es um die Nacharbeit von Wartungen und Instandsetzungen, die Pflege des Mitarbeiterservice, Abstimmungen mit Kunden und dem Disponenten sowie die Planung und Vorbereitung der nächsten Touren. Langweilig wird es also auch im Büro nicht.
Was war bisher ein besonderes Highlight für dich?
Da gab es schon einige. Besonders in Erinnerung bleiben zum Beispiel Wartungen an großen DHL-Kundenstationen oder Einsätze an besonderen Orten, etwa in der Justizvollzugsanstalt Leipzig
Was wünschst du dir für deine berufliche Zukunft?
Ich wünsche mir, dass die Arbeit mit dem Team weiterhin so viel Spaß macht und wir gemeinsam die Herausforderungen unserer Kunden lösen. Und natürlich, dass wir alle gesund und munter wieder nach Hause kommen.
Das Mobile Team erleben
Wie viel Planung hinter einem Einsatz steckt und wie abwechslungsreich der Alltag vor Ort ist, zeigt unser Video zum Mobilen Team. Darin begleiten wir die Kollegen durch ihren Arbeitstag: von der Vorbereitung über die Koordination bis hin zum Einsatz beim Kunden.
Spannende Einblicke in seinen Arbeitsalltag und den Wandel der Lausitz gibt unser Kollege Maik in diesem Blogbeitrag. Wie wir unser Stromnetz fit für die Transformation machen, liest du hier. Und welche Benefits dich als Mitarbeiter in der enviaM-Gruppe erwarten, erklären wir in diesem Artikel.
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Zwischen Energiezukunft, Vielfalt und Weiterbildung: im Interview mit Shaishav
Shaishav arbeitet im Assetmanagement der enviaM-Gruppe und beschäftigt sich mit einer der zentralen Fragen der Energiewende: Wie muss unser Stromnetz von morgen aussehen, damit erneuerbare Energien, Elektromobilität und neue Technologien sicher integriert werden können? Sein Weg führte ihn von Indien nach Deutschland: Nach seinem Studium der Elektrotechnik entdeckte er seine Leidenschaft für moderne Verteilnetze. Im Interview erzählt er von seinem beruflichen Weg und davon, warum kleine Gesten im Alltag einen großen Unterschied machen.
Hey Shaishav, stell dich doch kurz vor: Wer bist du und was machst du in der enviaM-Gruppe?
Ich bin Shaishav und arbeite im Assetmanagement in der Abteilung Zielnetzplanung Strom. Dort beschäftige ich mich mit der Bewertung von Einspeiseanlagen im Mittelspannungsnetz und ermittle geeignete Netzanschlusspunkte. Mein Ziel ist es, neue Anlagen sicher und effizient in unser Stromnetz zu integrieren.

Wie sah dein Weg zur enviaM-Gruppe aus und was hat dich an der Energiewirtschaft begeistert?
Meinen Bachelor in Elektrotechnik habe ich in Indien absolviert. Anschließend bin ich nach Deutschland gekommen, um meinen Master in Power Engineering an der Universität Duisburg-Essen zu machen. Schon während meines Studiums hat mich der Verteilnetzbereich besonders interessiert, weil er eine entscheidende Rolle für eine zuverlässige und zukunftsfähige Energieversorgung spielt. MITNETZ STROM hat mich als moderner, regional verwurzelter und sich stetig weiterentwickelnder Verteilnetzbetreiber besonders angesprochen. Was mich an der Energiewirtschaft begeistert, ist ihre direkte Verbindung mit der Zukunft unserer Gesellschaft. Hier treffen Technik, Nachhaltigkeit und Verantwortung aufeinander. Entscheidungen, die wir heute treffen, beeinflussen, wie sicher, klimafreundlich und leistungsfähig unsere Energieversorgung morgen sein wird.
Du arbeitest in der Zielnetzplanung Strom – was genau kann man sich darunter vorstellen?
In der Zielnetzplanung beschäftigen wir uns mit der langfristigen Entwicklung unseres Stromnetzes. Wir analysieren, welche Anforderungen künftig auf das Netz zukommen, beispielsweise durch erneuerbare Energien, Batteriespeicher, Rechenzentren oder Elektromobilität, und planen, wie das Netz darauf vorbereitet und weiterentwickelt werden muss.
Du warst zuvor als Schutztechniker tätig – wie kam es zu deinem Wechsel in die Zielnetzplanung?
Als Schutztechniker habe ich sehr praxisnah erlebt, wie wichtig ein sicherer und zuverlässiger Netzbetrieb ist. Diese Erfahrungen helfen mir auch heute in meiner Arbeit. Gleichzeitig wollte ich meinen Blick erweitern und stärker an strategischen Fragestellungen arbeiten. Die Zielnetzplanung bietet mir genau diese Möglichkeit: langfristig denken, größere Zusammenhänge verstehen und die Entwicklung unseres Netzes aktiv mitgestalten.
Was bedeutet berufliche Weiterentwicklung für dich persönlich?
Berufliche Weiterentwicklung bedeutet für mich, offen für Neues zu bleiben, kontinuierlich dazuzulernen und Verantwortung zu übernehmen. Es geht nicht nur darum, den nächsten Karriereschritt zu machen, sondern sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Oft entstehen neue Möglichkeiten durch Gespräche, Netzwerke und die Bereitschaft, sich auf unbekannte Themen einzulassen. Wichtig ist aus meiner Sicht, neugierig zu bleiben, Fragen zu stellen und Chancen aktiv zu nutzen.

Welche Themen beschäftigen dich aktuell besonders?
Die Anforderungen an unsere Stromnetze wachsen immer schneller. Ohne vorausschauende Planung könnten Netze künftig an ihre Grenzen stoßen. Gerade im Zuge der Energiewende müssen wir frühzeitig erkennen, wo Verstärkungen, intelligente Lösungen oder neue Netzkonzepte notwendig sind.
Aktuell beschäftige ich mich unter anderem mit flexiblen Netzanschlussmodellen wie Flexible Connection Agreements. Sie können dabei helfen, mehr Einspeiseanlagen und Speicher schneller in das Netz zu integrieren, ohne dass in jedem Fall sofort umfangreiche Netzausbaumaßnahmen notwendig sind.
Außerdem finde ich den Einsatz von KI-Anwendungen in der Netzanschlussbewertung sehr spannend, weil neue Technologien auch unsere Arbeitsweisen verändern und weiterentwickeln können.
Welche Fähigkeit ist in deinem Job wichtiger, als viele denken?
Eine oft unterschätzte Fähigkeit ist gute Kommunikation. Technisches Wissen ist natürlich wichtig, aber genauso entscheidend ist es, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären, zuverlässig mit verschiedenen Schnittstellen zusammenzuarbeiten und gemeinsam lösungsorientierte Ergebnisse zu erreichen.
Was sollte man über dich wissen, das nicht in deinem Jobtitel steht?
Neben meinem Beruf bin ich ein sehr familienorientierter Mensch. Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie, halte mich durch Sport und Spaziergänge aktiv und finde durch Meditation sowie persönliche Reflexion einen guten Ausgleich. Wichtig sind mir Offenheit, Hilfsbereitschaft und der Austausch mit Menschen unterschiedlicher Kulturen. Diese Balance aus Familie, persönlicher Weiterentwicklung und mentaler Stärke gibt mir viel Energie – auch für meinen Arbeitsalltag.
Du kommst ursprünglich nicht aus Deutschland. Wie hast du deinen Start hier erlebt?
Mein Start in Deutschland war spannend, aber natürlich auch herausfordernd, vor allem aufgrund der Sprache, der Kultur und der regionalen Unterschiede. Gerade die Dialekte hier in der Region unterscheiden sich teilweise deutlich von dem Deutsch, das man in Sprachkursen oder im Studium lernt.
Gleichzeitig habe ich viel Unterstützung erfahren. Das hat mir geholfen, mich Schritt für Schritt einzuleben und mich heute sehr wohlzufühlen.

Welche kulturellen Unterschiede im Arbeitsalltag sind dir besonders aufgefallen?
Mir ist aufgefallen, dass in Deutschland viel Wert auf Struktur, Planung, Verlässlichkeit und klare Kommunikation gelegt wird. Anfangs war das für mich eine Umstellung. Heute schätze ich diese Arbeitsweise sehr, weil sie Orientierung gibt und die Zusammenarbeit erleichtert.
Wie bereichert deine internationale Perspektive deinen Blick auf Teamarbeit?
Meine Perspektive hilft mir, offen auf Menschen und Situationen zuzugehen. Unterschiedliche kulturelle Erfahrungen zeigen mir, dass es häufig mehrere gute Wege gibt, eine Herausforderung zu lösen. Diese Vielfalt an Perspektiven bereichert die Zusammenarbeit, weil unterschiedliche Erfahrungen neue Blickwinkel schaffen. Besonders schätze ich den offenen Austausch und die gegenseitige Unterstützung. Jeder bringt eigene Erfahrungen und Fachwissen ein. Dadurch entstehen im Team oft Lösungen, auf die man allein vielleicht nicht gekommen wäre.
Welche kleinen Dinge können einen großen Unterschied machen, damit sich alle willkommen fühlen?
Oft sind es die kleinen Gesten, die viel bewirken: ein freundliches Gespräch, echtes Interesse, Respekt und die Bereitschaft, andere Perspektiven zu verstehen. Für mich passt dazu der Gedanke „Walking in someone else’s shoes“ – sich bewusst in die Lage eines anderen Menschen hineinzuversetzen. Diese Haltung kann im Arbeitsalltag einen großen Unterschied machen.

Welche Rahmenbedingungen machen für dich im Arbeitsalltag einen echten Unterschied?
Flexible Arbeitsbedingungen und ein vertrauensvolles Arbeitsumfeld sind für mich besonders wichtig. Sie ermöglichen konzentriertes Arbeiten, gute Zusammenarbeit und gleichzeitig eine gesunde Balance zwischen Beruf und Familie.
Shaishavs Geschichte zeigt, wie wertvoll unterschiedliche Perspektiven für die Energiezukunft und die Zusammenarbeit im Unternehmen sind. Sein Weg von Indien nach Deutschland und von der Schutztechnik in die Zielnetzplanung macht deutlich: Weiterentwicklung entsteht dort, wo Menschen neugierig bleiben, Chancen nutzen und bereit sind, neue Wege zu gehen.
Lust auf weitere persönliche Geschichten aus unserem Arbeitsalltag? Unsere Kollegin Karolin gibt spannende Einblicke in ihre Arbeit im Veranstaltungsmanagement und im Interview mit Konstantin erfährst du alles rund um den Digitalen Zwilling und welche Rolle er für die Energiezukunft spielt.
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Power-Mission durch das Versorgungsgebiet: Wie vier Creator die Energiewende vor Ort erleben
Vier Creator, E-Bikes, spannende Challenges und jede Menge Einblicke in die Energiezukunft unserer Region: Am 6. August machten sich die Twitch-Streamer Jonsman und Naguura sowie die erzgebirgischen Creator Ben und Lia auf eine besondere Mission. Auf ihrer Power-Energieradtour wollten sie herausfinden, wie Energiewende in der Praxis funktioniert. Nicht aus dem Lehrbuch, sondern direkt vor Ort bei den Menschen, die sie jeden Tag mitgestalten. Gemeinsam ging es mit Kollegen aus der enviaM-Gruppe quer durch das Versorgungsgebiet. An verschiedenen Stationen warteten Aufgaben, Einblicke und Begegnungen. Die Tour wurde live auf Twitch begleitet und an einzelnen Stationen über TikTok gestreamt. So konnten die Communities die Erlebnisse in Echtzeit verfolgen.

Sicherheit geht vor
Bevor die Tour richtig begann, stand zunächst das Thema Arbeitssicherheit auf dem Programm. Gemeinsam mit Maximilian absolvierten die Creator einen Kultur- und Safety-Check. Schutzausrüstung erkennen, Gefahren einschätzen und Fehlerquellen finden: Schnell wurde deutlich, dass Sicherheit die Grundlage jeder Arbeit im Energiebereich ist.

Gerade in technischen Berufen ist Arbeitsschutz nicht nur eine Vorschrift – denn er sorgt dafür, dass Mitarbeiter gesund und sicher arbeiten können und bildet damit die Basis für eine zuverlässige Energieversorgung.
Arbeitssicherheit bei der enviaM-Gruppe
Sicherheit hat in der enviaM-Gruppe höchste Priorität. Regelmäßige Schulungen, moderne Schutzausrüstung und eine gelebte Sicherheitskultur helfen dabei, Unfälle zu vermeiden und Risiken frühzeitig zu erkennen. Denn unser Motto ist: Wir gehen zum Feierabend so gesund nach Hause, wie wir am Morgen auf Arbeit gekommen sind.
Ein Blick hinter die Kulissen des Stromnetzes
Die nächste Station führte die Creator zu den MITNETZ STROM-Kollegen Bert und Kevin. Hier wurde sichtbar, wie komplex die Infrastruktur hinter einer sicheren Stromversorgung ist. Netzgebiete einschätzen, Trafostationen kennenlernen und Werkzeuge zuordnen: Die Aufgaben zeigten, dass zuverlässige Energieversorgung weit mehr umfasst als Leitungen und Masten.

Vor allem wurde deutlich, wie viele Menschen täglich dafür sorgen, dass Strom rund um die Uhr verfügbar ist. Auch die Trafostationen selbst bekommen im Versorgungsgebiet besondere Aufmerksamkeit. Rund 150 Trafostationen und fünf Umspannwerke werden in diesem Jahr professionell mit Graffiti gestaltet – mit Motiven regionaler Künstler, die sich je nach Standort an lokalen Besonderheiten orientieren. Die Motive entstehen dabei in enger Zusammenarbeit von MITNETZ STROM, Künstlern und Kommunen – so auch hier im erzgebirgischen Oelsnitz.

Das Stromnetz von MITNETZ STROM
MITNETZ STROM betreibt eines der größten regionalen Stromnetze Deutschlands. 71.000 Kilometer Leitungen und zahlreiche technische Anlagen sorgen dafür, dass Haushalte, Unternehmen und Kommunen Tag für Tag zuverlässig mit Energie versorgt werden.
Warum die Energiewende auch Glasfaser braucht
Energiewende bedeutet aber nicht nur neue Energiequellen, sondern auch mehr Digitalisierung. Genau darum ging es an der Station mit Markus von envia TEL. Hier erfuhren die Creator, warum moderne Kommunikationsnetze ein wichtiger Baustein der Energiezukunft sind. Denn intelligente Stromnetze, digitale Messsysteme oder die Steuerung dezentraler Erzeugungsanlagen funktionieren nur mit schneller und zuverlässiger Datenübertragung. Nach dem Theorie-Teil wurde es praktisch: Bei einer „Kabelsalat-Challenge“ war Teamwork gefragt.

Auf dem Daten-Highway mit envia TEL
envia TEL stellt ihren Kunden leistungsfähige Glasfaser- und Kommunikationsnetze bereit und schafft damit die Voraussetzungen für digitale Anwendungen in Kommunen, Unternehmen sowie für intelligente Energienetze. Mit dem Datacenter Campus Leipzig und dem Datacenter Hannover betreibt das Unternehmen zwei der modernsten Rechenzentren Europas. Mit über 7.000 Kilometer Glasfaser erreicht envia TEL 40.000 Unternehmen und 90.000 private Haushalte in der Region.
Energiewende beginnt in den Kommunen
Die nächste Station der Radtour war Oberlungwitz. Dort erfuhren die Creator, dass Energiezukunft vor allem vor Ort gestaltet wird. Gemeinsam mit Kommunalbetreuer Reginald und Bürgermeister Thomas mussten sie eine Botschaft trotz zahlreicher Ablenkungen korrekt übermitteln.

Hinter der spielerischen Aufgabe steckte eine wichtige Erkenntnis: Die Energiewende gelingt nur im Zusammenspiel von Netzbetreibern, Kommunen, Unternehmen und Bürgern. Viele Projekte entstehen genau dort, wo Menschen zusammenarbeiten und gemeinsame Lösungen entwickeln.
Kommunale Energiewende
Gemeinden und Städte spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Energiewende. Sie schaffen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien, begleiten Infrastrukturprojekte und unterstützen nachhaltige Entwicklungen vor Ort. Für uns sind die Kommunen starker Partner, denn nur gemeinsam können wir die Region zukunftsfähig und noch schöner machen.
Wenn Energie Menschen verbindet
In Hohenstein-Ernstthal wartete eine etwas andere Station auf die vier Radler. Gemeinsam mit unserem Kollegen Udo und der Band „Offline“ stand neben unserem Talent-Wettbewerb BANDS ON STAGE auch der Austausch aller Teilnehmer im Mittelpunkt. Zwischen Musik, Gesprächen und Festivalatmosphäre zeigte sich eine weitere Facette von Energie: Sie entsteht nicht nur in Netzen oder Anlagen, sondern auch in Begegnungen und gemeinsamen Erlebnissen. Gerade regionale Veranstaltungen tragen dazu bei, Menschen zusammenzubringen und Gemeinschaft zu stärken.

BANDS ON STAGE
BANDS ON STAGE ist ein jährlich stattfindender, regionaler Bandcontest für junge Musiker. Wir suchen die besten Nachwuchsbands aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Eine professionelle Jury bewertet die Bands, welche Geldpreise, Festivalauftritte oder Coachings gewinnen können.
Welche Lösung passt zu welchem Leben?
Zum Abschluss der Tour besuchten die Creator den Energieladen in Limbach-Oberfrohna. Dort stellten Janin und Dirk verschiedene Alltagssituationen vor.

Die Aufgabe: die passende Energielösung für unterschiedliche Kundenbedürfnisse finden. Dabei wurde deutlich, dass die Energiewende für jeden Menschen anders aussieht. Während für die einen eine Photovoltaikanlage interessant ist, stehen bei anderen Ladelösungen für Elektrofahrzeuge, Wärmelösungen oder Energiesparangebote im Fokus.
Energielösungen von enviaM
enviaM unterstützt Privat- und Geschäftskunden mit vielfältigen Angeboten rund um Energieeffizienz, Photovoltaik, Elektromobilität und nachhaltige Wärmeversorgung. Ziel ist es, die Energiewende für Kunden möglichst einfach und alltagstauglich zu gestalten.
Mit jedem Energiepunkt etwas Gutes tun
Bei allen Challenges sammelten die vier Creator sogenannte Energiepunkte. Für jeden erspielten Punkt spendet die enviaM-Gruppe zwei Euro an den Limbacher Jugendverein „Suspect“. Am Ende konnten 580 Euro an den Jugendverein übergeben werden. Herzlichen Glückwunsch!

So wurde jede erfolgreich gemeisterte Aufgabe gleichzeitig zu einer Unterstützung für die Kinder- und Jugendarbeit in der Region und zeigte, dass gesellschaftliches Engagement ebenfalls Teil der Verantwortung der enviaM-Gruppe ist.
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Vom Kraftwerk zum Datacenter: Maiks Blick auf den Wandel der Lausitz
Die Lausitz verändert sich. Und das spürbar. Über Jahrzehnte war die Region geprägt von Braunkohle, Kraftwerken und einem klaren Selbstverständnis als Energiezentrum. Heute steht sie für Erneuerbare, Digitalisierung und neue wirtschaftliche Perspektiven. Dieser Wandel ist längst sichtbar – in der Landschaft ebenso wie im Alltag der Menschen.
Maik hat diese Entwicklung nicht nur beobachtet, sondern selbst erlebt. Er arbeitet seit vielen Jahrzehnten in der Energieversorgung, hat als junger Mann seine berufliche Laufwerk im Kraftwerk Lübbenau/Vetschau gestartet und ist heute Netzregionsleiter Brandenburg bei MITNETZ STROM. Seine Geschichte ist ein persönlicher Blick auf einen der tiefgreifendsten Strukturprozesse in der Region – und zeigt, was Transformation wirklich bedeutet.
Von der Kohle zum Code
Wer in der Lausitz aufgewachsen ist, kennt die Bilder von früher. Auch Maik erinnert sich noch genau: das Quietschen der Bagger, die sichtbaren Kraftwerke am Horizont – und eine Umwelt, die vom Tagebau geprägt war. Selbst scheinbar kleine Details wie eine feine Staubschicht auf dem Schreibtisch oder grauer Schnee im Winter gehörten dazu und waren normal.

Die Braunkohle war dabei weit mehr als nur ein Energieträger. Sie war wirtschaftliches Rückgrat, Identität und Lebensrealität für Generationen. Arbeit in der Energiewirtschaft bedeutete Sicherheit und Perspektive. Gleichzeitig prägte sie das Landschaftsbild – und bestimmte, wie die Menschen ihre Region wahrnahmen.
Für viele, so auch für Maik, war das lange Alltag: eine Welt, die lange stabil schien – bis sich der Wandel einstellte.
Wenn Gewohntes verschwindet
Mit dem Strukturwandel kam die Veränderung. Kraftwerke wurden zurückgebaut, Tagebaue geschlossen, vertraute Orte verschwanden. Was jahrzehntelang Bestand hatte, wurde Schritt für Schritt Teil der Vergangenheit. Dieser Wandel war nicht nur sichtbar, sondern auch emotional spürbar. Denn mit den Anlagen verschwand auch ein Stück Alltag für viele Menschen in der Region.
Maik erinnert sich an genau diese Phase des Umbruchs: Gleichzeitig war der Wandel nie nur Verlust. Schon früh wurde deutlich, dass sich mit ihm auch neue Perspektiven eröffnen.
Energiewende vor der eigenen Haustür
Heute zeigt sich die Lausitz in einem anderen Bild. Windkraftanlagen und Photovoltaikparks prägen vielerorts die Landschaft, während die großen Kraftwerke zunehmend verschwinden. Die Region bleibt ein Energiezentrum – aber sie definiert sich neu.

Für Maik ist das besonders greifbar. Der Unterschied zu früher könnte größer kaum sein: weniger Emissionen, mehr Natur, ein verändertes Lebensgefühl. Das, was einst selbstverständlich war, ist heute Teil einer neuen Realität, die stärker auf Nachhaltigkeit und Zukunft ausgerichtet ist.
Die Energiewende ist dabei kein abstraktes politisches Ziel, sondern konkret erlebbar. Sie zeigt sich in veränderten Infrastrukturen, neuen Technologien – und nicht zuletzt in den Erfahrungen der Menschen, die diesen Wandel täglich begleiten.
Neue Kapitel: Von Energie zu Daten
Doch der Strukturwandel in der Lausitz endet nicht bei erneuerbaren Energien. Parallel entsteht ein neues Kapitel der regionalen Entwicklung: die Transformation hin zu einem Standort für digitale Infrastruktur.
Auf Flächen, auf denen früher Energie erzeugt wurde, entstehen heute moderne Rechenzentren. Diese Entwicklung steht symbolisch für die nächste Stufe des Wandels – weg von der klassischen Industrie hin zu technologiegetriebenen Zukunftsbranchen.

Die Voraussetzungen dafür sind ideal: eine leistungsfähige Energieinfrastruktur, verfügbare Flächen und die Erfahrung als Energieregion. Genau diese Kombination macht die Lausitz für Investitionen attraktiv und eröffnet neue Perspektiven für Unternehmen und Fachkräfte.
Für Maik wird hier besonders sichtbar, wie sich Vergangenheit und Zukunft verbinden. Die Grundlagen, die über Jahrzehnte geschaffen wurden, bilden heute die Basis für neue Entwicklungen – nur in einem anderen Kontext.
Ein Wandel, der mehr ist als Struktur
Der Strukturwandel in der Lausitz ist kein rein wirtschaftlicher Prozess. Er verändert Lebensrealitäten, schafft neue Perspektiven – und stellt gleichzeitig Herausforderungen. Während früher ein Industriezweig dominierte, entsteht heute eine vielfältigere Wirtschaftsstruktur. Neue Branchen, neue Anforderungen und neue Berufsbilder prägen die Region zunehmend. Gleichzeitig bleibt die Frage nach Fachkräften, Infrastruktur und langfristigen Perspektiven zentral. Für die Menschen vor Ort bedeutet das vor allem eines: aktiv am Wandel teilzuhaben. Denn Transformation gelingt nicht allein durch Investitionen oder Projekte, sondern durch diejenigen, die sie mit Leben füllen.
Fazit: Die Lausitz bleibt Energieland
Wenn Maik heute auf die vergangenen Jahre blickt, sieht er nicht nur Unterschiede, sondern auch Kontinuität. Die Lausitz war immer ein Ort, an dem Energie eine zentrale Rolle gespielt hat – und sie ist es noch immer. Der entscheidende Unterschied liegt darin, wie diese Energie heute gedacht wird. Statt fossiler Brennstoffe stehen zunehmend erneuerbare Quellen, Digitalisierung und neue Anwendungen im Mittelpunkt. Für Maik ist das kein Bruch, sondern eine Weiterentwicklung. Eine Region, die sich verändert – ohne ihre Wurzeln zu verlieren.

Vom Wandel zur Chance
Die Geschichte der Lausitz zeigt, wie Transformation gelingen kann. Sie macht deutlich, dass Veränderungen Zeit brauchen, dass sie Herausforderungen mit sich bringen – aber vor allem auch Chancen eröffnen. Vom Kraftwerk zum Datacenter ist dabei mehr als ein Schlagwort. Es beschreibt einen echten Wandel: von der klassischen Energieproduktion hin zu einer vernetzten, digitalen und nachhaltigen Zukunft. Und genau diese Entwicklung ist es, die die Lausitz heute zu einer Region im Aufbruch macht – mit Menschen wie Maik, die diesen Weg begleiten und mitgestalten.
Mehr Fakten zur Energiewende in Deutschland findest du auf unserer Website. In Lübbenau hat MITNETZ STROM ein riesiges Datacenter ans Netz gebracht. Details erfährst du in diesem Beitrag.
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SoC, CCS, HPC, V2G & Co. – Elektromobilität einfach erklärt
Elektromobilität ist längst mehr als ein Zukunftstrend – sie ist Teil unseres Alltags geworden. Immer häufiger sieht man E-Autos auf den Straßen. Auf Parkplätzen entstehen Ladepunkte und auch im eigenen Umfeld beschäftigen sich viele Menschen mit dem Umstieg. Doch wer sich näher mit dem Thema befasst, stößt schnell auf eine ganze Reihe von Abkürzungen und Fachbegriffen. Was verbirgt sich eigentlich dahinter – und was bedeutet das konkret für den Alltag mit dem Elektroauto?
Damit du dich schnell zurechtfindest, erklären wir dir die wichtigsten Begriffe rund um dein E-Auto kompakt, aktuell und leicht verständlich.
Akku
Ein Akkumulator (kurz: Akku) speichert elektrische Energie und lässt sich wieder aufladen. Im Elektroauto besteht er aus vielen einzelnen Zellen. Zusammen bilden sie die Batterie, die den Motor antreibt. Im Alltag werden die Begriffe Akku und Batterie meist gleich genutzt.
Batterie (Hochvoltbatterie)
Die Batterie ist der zentrale Energiespeicher deines Elektroautos. Sie versorgt den Elektromotor und beeinflusst Reichweite, Ladezeit und Fahrverhalten. Moderne Batterien sind langlebig und gut geschützt. Hersteller geben heute oft lange Garantien auf Kapazität und Funktion.

Starterbatterie (12 Volt)
Auch Elektroautos haben eine klassische 12 Volt Batterie. Sie versorgt Elektronik, Licht und Bordcomputer und aktiviert das Hochvoltsystem. Ist sie leer, startet das Fahrzeug nicht – selbst bei voller Fahrbatterie.
Batterieladestand (SoC – State of Charge)
Der SoC zeigt dir, wie voll die Batterie ist. Er wird in Prozent angegeben. Für den Alltag gilt: 20 bis 80 Prozent sind ideal. Das schont die Batterie und sorgt für schnelles Laden unterwegs.
Bidirektionales Laden (V2X)
Beim bidirektionalen Laden kann dein Auto nicht nur Strom aufnehmen, sondern auch wieder abgeben. Strom fließt also in beide Richtungen.
Man unterscheidet:
- V2L (Vehicle to Load): Du betreibst Geräte direkt über dein Auto.
- V2H (Vehicle to Home): Dein Auto ersetzt oder ergänzt deinen Stromspeicher im Haus.
- V2G (Vehicle to Grid): Dein Auto speist Strom ins öffentliche Netz zurück. Das ist momentan aber noch in der Planungsphase, wäre theoretisch aber möglich.
So wird dein Elektroauto zum mobilen Stromspeicher.
Bordlader
Der Bordlader ist für das Laden mit Wechselstrom zuständig. Er kommt beim Laden an der Wallbox oder Steckdose zum Einsatz. Die meisten Elektroautos laden heute mit 11 kW. Das reicht für das vollständige Laden über Nacht.

CCS-Laden (Combined Charging System)
CCS ist der Standard für Schnellladen in Europa. Über CCS lädst du dein Auto mit Gleichstrom an Schnellladestationen. Moderne Fahrzeuge können so in kurzer Zeit große Energiemengen aufnehmen.
High Power Charger (HPC)
HPC Ladestationen ermöglichen besonders schnelles Laden. Sie liefern sehr hohe Leistungen und sind vor allem an Autobahnen und in Städten zu finden. Entscheidend ist nicht nur der Spitzenwert, sondern wie konstant dein Auto zwischen 10 und 80 Prozent laden kann.
Elektromotor
Elektromotoren arbeiten mit Magnetfeldern. Sie sind leise, effizient und benötigen wenig Wartung.
Sie liefern ihr volles Drehmoment sofort. Das sorgt für schnelles und gleichmäßiges Beschleunigen.

Permanent erregte Synchronmaschine (PSM)
Die PSM ist der am häufigsten eingesetzte Elektromotor im E-Auto. Sie arbeitet sehr effizient und bietet hohe Leistung. Viele Fahrzeuge kombinieren heute mehrere Motortypen, um Verbrauch und Ressourcen optimal auszubalancieren.
Hybridfahrzeug
Hybridfahrzeuge kombinieren Verbrennungs- und Elektromotor. Sie können kurze Strecken elektrisch fahren und gewinnen Bremsenergie zurück. Ihr Anteil sinkt jedoch, da vollelektrische Fahrzeuge immer leistungsfähiger werden.
Plug in Hybrid (PHEV)
Plug in Hybride lassen sich extern laden. Sie bieten eine größere elektrische Reichweite als klassische Hybride, benötigen aber weiterhin Kraftstoff. Sie gelten vor allem als Übergangslösung.
Range Extender (REX)
Ein Range Extender erzeugt Strom mit einem kleinen Verbrennungsmotor, wenn die Batterie leer ist.
Dieses Konzept ist heute kaum noch verbreitet, da größere Batterien und ein dichtes Schnellladenetz ausreichend Reichweite bieten.
Rekuperation
Beim Bremsen gewinnt dein Elektroauto Energie zurück. Der Motor arbeitet dann als Generator und lädt die Batterie. Besonders im Stadtverkehr senkt Rekuperation den Energieverbrauch deutlich.
Reichweite
Die Reichweite gibt an, wie weit du mit einer Ladung fahren kannst. Sie hängt unter anderem ab von:
- Fahrstil
- Geschwindigkeit
- Außentemperatur
- Streckenprofil
Moderne Elektroautos sind problemlos für Alltag und Langstrecke geeignet.

Schnellladen
Als Schnellladen gilt das Laden mit hoher Leistung, meist über Gleichstrom. So kannst du auf längeren Fahrten in kurzer Zeit neue Energie für viele Kilometer erhalten.
Steckertypen
In Europa gilt:
- Typ 2 Stecker für Wechselstrom
- CCS Stecker für Gleichstrom
Diese Standards sorgen dafür, dass du fast überall problemlos laden kannst.
Verbrauch
Der Verbrauch eines Elektroautos wird in Kilowattstunden pro 100 Kilometer (kWh/100 km) angegeben.
Je niedriger der Wert, desto effizienter fährt das Fahrzeug.
Wallbox
Eine Wallbox ist eine feste Ladestation für zu Hause. Moderne Wallboxen unterstützen Funktionen wie PV-Überschussladen, Lastmanagement und smarte Stromtarife. So lädst du günstig und effizient.

Fazit
Elektromobilität ist im Alltag angekommen – und sie entwickelt sich stetig weiter. Die Technik wird effizienter, das Ladenetz dichter und die Fahrzeuge komfortabler. Wer die wichtigsten Begriffe kennt, versteht nicht nur besser, wie das eigene E-Auto funktioniert, sondern auch, welche Möglichkeiten dahinterstecken. So wird der Umstieg leichter und das Fahren elektrisch ganz selbstverständlich.
Noch mehr Fakten zum Thema Elektromobilität gibt es in folgenden Beiträgen:
Wieder unter Strom: Starthilfe am E-Auto
Mit dem E-Auto durch den Winter
Leben und Laden unter einem Dach
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27.000 neue Solaranlagen, Rechenzentren und Speicher: Wenn alle gleichzeitig ans Netz wollen
Die Nachfrage nach Netzanschlüssen steigt stark. Immer mehr Projekte entstehen gleichzeitig. Dir sind sicher auch schon neue Solaranlagen auf Dächern oder neue Windparks aufgefallen. All diese Projekte brauchen einen Anschluss an das Stromnetz. Denn ohne Anschluss läuft nichts. Das wirkt auf den ersten Blick positiv. Es zeigt, dass die Energiewende vorankommt. Gleichzeitig entsteht aber eine große Herausforderung: Viele Akteure wollen zur gleichen Zeit ins Netz. Wie das funktioniert und wie wir genau damit umgehen, erfährst du hier im Blogbeitrag.
Ein Jahr mit Rekorddynamik
Die Entwicklung läuft sehr schnell. Ein Blick auf ein Jahr zeigt die Dynamik deutlich. Im Netzgebiet von MITNETZ STROM sind rund 27.000 neue Solaranlagen hinzugekommen. Gleichzeitig gingen mehr als 60 neue Windenergieanlagen ans Netz. Dazu kommen etwa 10.000 Speichermodule. Die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien liegt inzwischen bei über 13 Gigawatt. Das heißt: Es wird deutlich mehr Strom erzeugt als vor Ort benötigt wird. Damit gehört unser Netzgebiet zu den führenden Regionen in Deutschland. Einerseits ist dieser hohe Anteil erneuerbarer Energien ein klarer Vorteil, denn Unternehmen achten genau darauf. Sie suchen Standorte mit viel grünem Strom. Andererseits wächst der Druck auf das Netz, je mehr Anlagen einspeisen.

Industrie, Rechenzentren und Großspeicher erhöhen den Druck
Neben Wind und Sonne treiben andere Faktoren die Entwicklung weiter an. Industrieprojekte entstehen neu oder wachsen. Rechenzentren brauchen große Mengen Strom. Großspeicher kommen verstärkt hinzu.
Ende Januar 2026 lagen rund 3.100 Anschlussanfragen vor. Der mögliche Leistungsbedarf liegt bei etwa 124 Gigawatt. Diese Zahl zeigt die Dimension: Sie liegt weit über dem, was heute genutzt wird.
Rechenzentren stellen besondere Anforderungen. Sie brauchen rund um die Uhr sehr viel Strom. Sie reagieren empfindlich auf Unterbrechungen. Die Versorgung muss stabil und planbar sein.Großspeicher arbeiten anders: Sie laden Strom, wenn viel erzeugt wird – sie speisen Strom ein, wenn Bedarf entsteht. Dafür brauchen sie flexible Anschlüsse und schnelle Reaktionen im Netz.
Beide Gruppen verändern die Nutzung des Netzes. Es geht nicht mehr nur um Transport, sondern um Steuerung, Geschwindigkeit und Verlässlichkeit.

Warum Netzkapazitäten nicht unbegrenzt sind
Das Stromnetz funktioniert nicht wie eine Steckdose zu Hause. Du kannst nicht beliebig viele Geräte anschließen. Jede Leitung hat eine feste Belastungsgrenze. Umspannwerke können nur eine bestimmte Leistung verarbeiten. Physikalische Regeln bestimmen, wie Strom fließt.
Ein wichtiger Punkt ist die Gleichzeitigkeit. Die installierte Leistung beschreibt, was theoretisch möglich ist. Entscheidend ist aber, was zur gleichen Zeit passiert. Wenn viele Anlagen gleichzeitig einspeisen oder viele Verbraucher gleichzeitig Strom abrufen, entsteht eine hohe Belastung. Und genau hier liegt die Herausforderung. Digitale Steuerung hilft, diese Belastung besser zu verteilen. Der Netzausbau schafft zusätzliche Kapazitäten.
Der hohe Anteil erneuerbarer Energien ist ein klarer Standortvorteil. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Netzanschlüssen deutlich. Deshalb braucht es Netzausbau und passende Rahmenbedingungen, damit vorhandene Kapazitäten optimal genutzt werden.

Wie enviaM den Anschlussboom bewältigt
Der Anschlussboom bringt viel Druck, aber auch klare Handlungsfelder.
Erstens: Der Netzausbau läuft konsequent weiter. Neue Leitungen entstehen. Umspannwerke werden modernisiert. Die Infrastruktur wächst Schritt für Schritt.

Zweitens: Bestehende Kapazitäten werden besser genutzt. Intelligente Steuerung hilft, Lasten zu verteilen. Das erhöht die Effizienz des Systems.
Drittens: Die Digitalisierung gewinnt an Bedeutung. Neue Technik schafft Transparenz. Sie zeigt, wo Strom fließt und wo Kapazitäten frei sind. Sie hilft, Einspeisung und Verbrauch aufeinander abzustimmen.
Umspannwerke sind Knotenpunkte im Stromnetz. Hier erfährst du mehr darüber. Unser Stromnetz ist das Fundament der Transformation. Daher investieren wir 600 Millionen Euro. Wofür konkret? Das liest du in diesem Blogbeitrag. Das Stromnetz muss regelmäßig kontrolliert werden. Hubschrauber, Drohnen und E-Roller unterstützen dabei. Was dabei genau passiert, erklären wir hier auf unserem Blog.










