Weihnachtsbäume als Energielieferant, geschmückter Baum Weihnachtsbäume als Energielieferant, geschmückter Baum

Tolle Tanne: Was nach Weihnachten aus dem Baum wird

Die letzten Plätzchen sind verdrückt und alle Geschenke ausgepackt. Aber was wird aus dem Weihnachtsbaum, wenn die Festlichkeiten vorbei sind? Wir schauen nach Verwertungsmöglichkeiten, prüfen den Stromverbrauch von Lichterketten und fragen uns: Wie nachhaltig geht Weihnachten?

Kein Baum ist wie der andere

Jedes Jahr zur Adventszeit beginnt die Suche nach dem passenden Weihnachtsbaum für die gute Stube. Dabei sind Nordmanntannen mit fast 80 Prozent Marktanteil bei den Deutschen am beliebtesten, gefolgt von Blau- und Rotfichten. Doch die 8 bis 10 Jahre lange Anzucht sowie der Vertrieb der grünen Riesen kosten Ressourcen und Energie. Deshalb steigt seit ein paar Jahren das Interesse an Weihnachtsbäumen mit Wurzelballen, welche nach dem großen Fest in den Garten verpflanzt werden oder direkt im Topf auf ihren nächsten Einsatz warten.

Energie einsparen, lässt sich auch an der Beleuchtung. Mit LED-Lichtern verbraucht Ihr Festtagsschmuckstück 85 Prozent weniger Strom als mit herkömmlichen Lampen. Getoppt mit selbst gebasteltem Schmuck ist Ihr Weihnachtsbaum nicht nur individuell sondern auch besonders nachhaltig. Ob Sie lieber Strohsterne basteln, klassische Schleifen verwenden oder Zuckerstangen in die Zweige hängen, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Auch mit Salzteig, Holzschnitzereien oder Gebasteltem aus Karton wird der Baum zum Hingucker.

Energie in Zahlen

Jährlich werden deutschlandweit circa 29 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, Tendenz steigend. Allein 500 davon tragen über ihren Brennwert die Energie für die Stromversorgung eines Jahres für einen Durchschnittshaushalt in sich. Bereits ein einzelnes Exemplar liefert ausreichend Strom, um eine Lichterkette mit 25 elektrischen Kerzen mehr als drei Wochen lang rund zehn Stunden am Tag zu betreiben.

Heute geschmückt, morgen verheizt

Bislang führte der Weg eines alten Weihnachtsbaumes direkt auf den Kompost. Doch der biologische Energieträger ist zu viel mehr fähig. Das erkennen vermehrt auch Länder und Kommunen, welche den Abfall-Rohstoff zur Energiegewinnung zweitverwerten.

Dafür werden die Bäume in rund 3 bis 5 Kubikzentimeter große Hackschnitzel zerkleinert und anschließend als Bio-Brennmittel für Holzkohlekraftwerke benutzt. Dort produzieren sie umweltfreundlichen Strom und Wärme. Dabei entspricht ein Raummeter trockenen Fichtenhackschnitzels einem Brennwert von 766 kWh, was vergleichbar mit ungefähr 77 Litern Heizöl ist.

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