verschneite Autos am Straßenrand verschneite Autos am Straßenrand

Wieder unter Strom: Starthilfe am E-Auto

Der Winter ist da und damit glatte Straßen. Die Kälte kann aber ebenso unserem Fahrzeug Probleme bereiten. Das Auto ist fahrtbereit, der Startknopf gedrückt, aber nichts tut sich. Die Kälte vermindert die Kraft der Batterie und verlangsamt die elektrochemischen Prozesse. Beim Verbrenner lässt sich in diesem Fall die Autobatterie per Starterkabel überbrücken, aber wie sieht das beim Stromer aus?

Doppelt hält besser

Neben einer Hauptbatterie, welche für den Antrieb sorgt, verfügen Elektroautos genauso wie Verbrennerfahrzeuge über eine Startbatterie. Der 12-Volt-Stromspeicher versorgt Anlasser, Scheinwerfer, Steuergeräte und Co. mit Energie, während der große Hochvolt-Akku bis zu 400 Volt Fahrstrom bereithält. Dieser lädt die Startbatterie im Laufe der Fahrt wieder auf. Allerdings kann sie bei zu langer Inbetriebnahme z. B. durch Beleuchtung oder Kälte, aufgrund geringer Ladeleistung ausfallen. Aber keine Sorge: Auch hier kann mit einem Überbrückungskabel Starthilfe gegeben werden.

Frischer Saft für müde Batterien

Bevor Sie Ihr E-Auto wieder zum Laufen bringen, sollten Sie sichergehen, dass es vom Stromnetz getrennt ist. Zudem darf keine Energie wie Innenbeleuchtung über die 12-Volt-Batterie verbraucht werden. Sind Sie auf der Straße liegengeblieben, gilt es, die Situation mit Warnweste und -dreieck abzusichern.

Nun kommen die Überbrückungskabel ins Spiel. Schließen Sie zuerst das rote Kabel an den Pluspol des Spenderautos sowie an den Pluspol des Pannenwagens.

Mit dem schwarzen Kabel verbinden Sie den Minuspol des Spenderautos mit dem Massepunkt Ihres liegen gebliebenen E-Autos. Falls Sie sich nicht sicher sind, wo sich dieser befindet, gibt Ihnen die Betriebsanleitung Aufschluss. Schließen Sie es aber auf keinen Fall an die Batterie des Pannenfahrzeugs an.

Um den Strom zu übertragen, zünden Sie erst den Motor des Spenderwagens, bevor Sie nach einigen Minuten versuchen, Ihren E-Wagen zu starten. Zwar bleibt hier der brummende Motor aus, aber die Systemanzeigen sollten die gewohnte Fahrbereitschaft anzeigen. Klappt der Startversuch nicht, probieren Sie nach einer Minute einen weiteren Testlauf. Falls nach dem dritten Anlauf immer noch nichts geht, ist es besser, einen Profi oder Pannendienst zurate zu ziehen.

Und weiter geht es

Ehe es wieder losgeht, lassen Sie beide Autos noch ein paar Minuten verbunden. Durch die Inbetriebnahme von Gebläse, Lüftung und Licht im Empfängerwagen schützen Sie die Bordelektronik und vermeiden Spannungsspitzen. Sind die Überbrückungskabel entfernt und alles startbereit, können Sie weiterfahren. Achten Sie aber auf mögliche Warnleuchten und suchen Sie bei Bedarf eine Werkstatt auf.

Noch mehr Fakten zum Thema Elektromobilität gibt es in folgenden Beiträgen:

Mit dem E-Auto durch den Winter
Wie umweltfreundlich sind Elektroautos wirklich?
Elektrisch flitzen statt besitzen
Die ungewisse Zukunft der Verbrenner
E-Schwalben – Aufsteigen und losfliegen
Leben und Laden unter einem Dach
SoC, CCS, HPC, PSM, REX – wir erklären Elektromobilität
Sonne im Tank
Die beliebtesten Elektroautos 2021
Förderung für Elektrofahrzeuge
2020: Das Jahr des Elektromobilitäts-Booms

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