10 Mythen über Solarenergie

1. Süd-Ausrichtung ist am effizientesten

„Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen will sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen.“ Diesen Merkspruch zum Lauf der Sonne hat Rolf Zuckowski uns bereits 1994 beigebracht. Dass ein Sonnendach, welches nach Osten oder Westen ausgerichtet ist, besser für den Eigenverbrauch des Stroms ist als zum Beispiel ein Süd-Dach, wissen aber die wenigsten. Bei einer Ost-West-Ausrichtung können auf beiden Dachseiten Photovoltaikmodule angebracht werden, wohingegen sie bei einer reinen Süddachausrichtung nur auf der Südseite möglich sind. Damit kann mehr Strom produziert werden, was wiederum dem Verbrauchsverhalten entgegenkommt. Durch Dächer, welche in die Himmelsrichtungen Nord-West, Nord-Ost sowie Norden ausgerichtet sind, entstehen leider keine optimalen Erträge für die Stromerzeugung durch Photovoltaik. Wie einfach der Weg zum eigenen Solardach ist, finden Sie hier.

2. In Deutschland scheint die Sonne nicht oft genug

Nur weil beispielsweise in Spanien mehr Solarstrom produziert wird, heißt das nicht, dass in Deutschland die Sonne dafür nicht ausreicht. Mit nur 2 Prozent mit Photovoltaikmodulen bedeckter Fläche hierzulande, wäre der gesamte Strombedarf gedeckt. Der durchschnittliche Strombedarf eines Deutschen kann bereits mit bis zu sieben bis acht Quadratmetern Dachfläche gedeckt werden. Wie bereits erwähnt, ist die richtige Dachausrichtung und -neigung wichtig für eine effiziente Stromproduktion.

3. Photovoltaik lohnt sich nur in warmen Regionen

Hohe Erträge durch die Stromerzeugung hängen nicht von den Temperaturen in einer Region ab, sondern von der Anzahl der Sonnenstunden. Deshalb wird zum Beispiel in Spanien mehr Strom produziert. Hier in Deutschland liefern die Sommermonate Juni, Juli und August zwar hohe Stromerträge, doch bei zu hohen Temperaturen sinkt der Wirkungsgrad einer Photovoltaikanlage. Aus diesem Grund wird in den kühleren Monaten April und Mai gleich viel Strom produziert, wie im Hochsommer. Es lässt sich also festhalten, dass von April bis August in Deutschland konstant Strom durch Photovoltaik erzeugt werden kann.

Hausdach mit Garten

4. Module müssen teuer entsorgt werden

In Deutschland ist durch das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) festgelegt, dass die ausgedienten Module vom Hersteller und den Importeuren zurückgenommen werden müssen. Diese sind verpflichtet, die Panels auf eigene Kosten ordnungsgemäß einem Recycling zuzuführen. Bei modernen, kristallinen Produkten liegt die Recyclingquote bei mehr als 90 Prozent.

5. Module sind nach 20 Jahren kaputt

Dieser Mythos ist ebenfalls falsch. Vielleicht liegt hier Verwechslungsgefahr vor? Denn die Einspeisevergütung gibt es zumindest für 20 Jahre. Nach diesem Zeitraum sind die Module aber noch lange nicht defekt. Manche halten sogar bis zu 30 oder 40 Jahre.

6. Photovoltaikanlagen sind extrem teuer

Dies sollte nicht pauschal behauptet werden. Die Investition in ein PV-System wird von vielen Faktoren beeinflusst. Bei der Rechnung muss die installierte Leistung, die Dachausrichtung sowie dessen Größe und die Installation einer zusätzlichen Batterie mit einbezogen werden. Zu berücksichtigen ist jedoch , dass die Herstellungskosten und damit auch die Modulpreise für Photovoltaik kontinuierlich sinken. Außerdem ist es möglich, durch den selbstproduzierten Strom Geld zu sparen und durch die Einspeisevergütung und die verhältnismäßig geringe Amortisationszeit von 10 Jahren Geld dazu zu verdienen. Ob sich eine Photovolatikanlage lohnt, haben wir auch hier für Sie zusammengefasst.

Mädchen mit Sparschwein

7. Photovoltaikanlagen sind umweltschädlich

Viele denken, dass die Produktion einer Photovoltaikanlage mehr Energie verbraucht als sie anschließend erzeugt. Dies stimmt so nicht. Ohne Energie lassen sich die Anlagen natürlich nicht herstellen. Fakt ist aber, dass jedes Photovoltaikmodul 10 bis 15 mal mehr Energie erzeugt, als für seine Herstellung benötigt wurde. Denn die Menge an Energie, die zum Produzieren benötigt wird, erzielt ein Panel in zwei Jahren. Außerdem wird der CO2-Ausstoß erheblich reduziert und es entsteht kein Elektrosmog.

8. Das Internet hat immer Recht

Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Photovoltaikanlage anzuschaffen, befragt oft als erste Anlaufstelle das Internet. Doch hier sollten Sie aufpassen: Selbst wenn die Informationen, die Sie dort finden, nicht älter als ein Jahr sind, können Sie bereits überholt sein. Entscheidend für eine reibungslos funktionierende Anlage sind fundierte Hintergrundinformationen, eine persönlich auf Ihren Haushalt abgestimmte Installation und Wirtschaftlichkeitsberechnung und sowie eine individuelle Beratung. Für eine erste Schätzung können Sie vorab unseren Solarrechner nutzen.

9. Das Überwachen der Anlage ist zu komplex

Das sogenannte Monitoring der Daten und Kosten sei noch dazu sehr zeitaufwendig. Bei Vielen sind dies die Hauptgründe, sich gegen eine eigene Anlage zu entscheiden. Wir können Sie beruhigen: Hierzu müssen Sie kein IT-Experte sein. Es gibt mittlerweile nutzerfreundliche Anwendungen, die einfach auf dem Smartphone zu bedienen sind, wie unter anderem unser Home-Energie-Management-System HEMS. Damit ist die Wirtschaftlichkeit und Funktionalität des Solardachs über dem Kopf immer gut im Blick.

10. Der Solarboom in Deutschland ist vorbei

Definitiv nicht. Denn die Photovoltaik-Branche läuft gerade auf Hochtouren. Falls Sie nach unserer Blog-Reihe zum Thema Solar nun auch Interesse daran gefunden haben, informieren Sie sich gern auf unserer Solarwelt oder kontaktieren Sie uns unverbindlich.

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