Von Solar bis Biomethan – Projekte für eine nachhaltige Energiezukunft
Die Energiewende findet nicht nur im Stromnetz statt, sondern beginnt dort, wo Energie erzeugt wird. Genau hier setzt die enviaM-Gruppe an und baut ihre eigene erneuerbare Erzeugung kontinuierlich aus – sowohl beim Strom als auch bei der Wärmeversorgung. Im Mittelpunkt stehen dabei konkrete Projekte vor Ort. Ziel ist es, Emissionen zu senken, die Versorgung zu sichern und Fortschritte in der Energiewende nachvollziehbar zu machen.
Eigene Erzeugung wächst weiter
Seit Jahren erweitert die enviaM-Gruppe ihre eigene erneuerbare Stromerzeugung. Ende 2025 lag die installierte Leistung bei rund 214 Megawatt. Zu den Projekten zählen unter anderem die Solarparks Auenhain bei Leipzig, Frankenberg bei Chemnitz sowie Photovoltaikanlagen auf eigenen Unternehmensstandorten.

Die Entwicklung beschränkt sich dabei nicht auf einzelne Anlagen. Bereits 2024 übernahm die enviaM-Gruppe Solarprojekte mit einem Potenzial von mehr als 700 Megawatt. Rein rechnerisch könnten diese künftig den Strombedarf von rund 270.000 Haushalten decken. Damit stärkt das Unternehmen nicht nur die regionale Erzeugung, sondern schafft gleichzeitig die Grundlage für weitere Industrie- und Wirtschaftsansiedlungen, die auf erneuerbare Energien angewiesen sind.
Die eigene Erzeugung ist ein fester Bestandteil des Gesamtsystems. Sie ermöglicht es, erneuerbare Energie direkt in der Region zu gewinnen, Betriebserfahrungen zu sammeln und den Ausbau erneuerbarer Strukturen aktiv zu begleiten. Gleichzeitig trägt sie zur Stabilität des Energiesystems bei und verringert die Abhängigkeit von externen Märkten.
Wärmewende: Der nächste Schritt der Energiewende
Beim Strom ist der Anteil erneuerbarer Energien bereits deutlich gestiegen. 59,2 Prozent des Stromaufkommens stammen aus erneuerbaren Quellen.

In der Wärmeversorgung liegt dieser Anteil aktuell bei 18,2 Prozent. Der Unterschied verdeutlicht, wie verschieden die Ausgangslagen sind. Strom lässt sich vergleichsweise flexibel erzeugen und verteilen. Die Wärmewende hingegen erfordert Anpassungen an bestehender Infrastruktur und muss stärker standortbezogen gedacht werden. Netze, Erzeugungstechnik und lokale Rahmenbedingungen spielen hier eine größere Rolle. Umso wichtiger ist ein schrittweises Vorgehen. So ist für uns ein konkreter nächster Schritt der Einsatz von Biomethan in der Fernwärmeversorgung. Seit 2026 wird Biomethan an mehreren Standorten eingesetzt, darunter in Meuselwitz, Plauen, Herzberg und Vetschau.

Der Ansatz nutzt bestehende Infrastruktur und senkt gleichzeitig die Emissionen. Biomethan ersetzt fossile Energieträger, ohne die Versorgungssicherheit zu beeinträchtigen. So wird die Wärmeversorgung schrittweise klimafreundlicher weiterentwickelt.
Klimaschutz im eigenen Betrieb
Dekarbonisierung endet nicht bei der Energieerzeugung. Auch im eigenen Betrieb setzt die enviaM-Gruppe auf konkrete Maßnahmen. Dazu zählen die Elektrifizierung des Fahrzeugpools, der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Firmengebäuden sowie die Dekarbonisierung der Energieerzeugungs-Standorte.

Bis Ende 2025 wurde die Poolfahrzeugflotte für Mitarbeiter weitestgehend elektrisch umgestellt, 29 Verwaltungsstandorte waren mit Photovoltaikanlagen ausgestattet und die Dekarbonisierung am Heizwerk Vetschau startete. Zudem investiert die enviaM-Gruppe in ökologische Standortentwicklung und Biodiversitätsprojekte, darunter die Pflanzung von rund 9.000 Bäumen im Versorgungsgebiet allein im Jahr 2025.

Diese Schritte zeigen messbare Wirkung. So konnte der CO₂ Fußabdruck des Unternehmens um acht Prozent auf 2,2 Millionen Tonnen reduziert werden. Es sind viele einzelne Maßnahmen, die in ihrer Summe einen spürbaren Effekt erzielen.
Fazit
Der Ausbau eigener erneuerbarer Erzeugung, die schrittweise Dekarbonisierung der Fernwärme und betriebliche Klimaschutzmaßnahmen greifen ineinander. Sie zeigen, dass die Energiewende kein abstraktes Ziel ist, sondern ein langfristiger Prozess mit konkreten Projekten und messbaren Fortschritten.
Mehr zur klimafreundlichen Versorgung und zur Umstellung des Heizkrafwerks in Vetschau liest du in diesem Beitrag. Welchen Wandel die Lausitz aktuell durchläuft erfährst du im Interview mit unserem Kollegen Maik. Was wir in Sachen Nachhaltigkeit 2025 bereits erreicht haben und welche Ziele wir uns für 2026 gesteckt haben, erzählen wir hier.

