Energiewende in Europa

Vor rund acht Jahren veröffentlichte die Europäische Kommission den „Vorschlag Energiestrategie 2020“. Die darin aufgestellten Ziele bilden das Grundgerüst für die europäische Energie- und Klimapolitik. Die sogenannten 20-20-20-Ziele sehen folgende drei Punkte vor:

  • Reduktion der CO2-Emissionen um mindestens 20 Prozent gegenüber 1990
  • Steigerung der Energieeffizienz um 20 Prozent
  • Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch auf 20 Prozent

Diese Werte gelten für den EU-Schnitt. Für die einzelnen Länder gibt es jeweils unterschiedliche Vorgaben. Für Deutschland beträgt der Zielwert an Energie aus erneuerbaren Quellen am Bruttoendenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 18 Prozent, für die CO2-Emissionen sieht Deutschland eine Reduktion von mindestens 40 Prozent vor.

Bereits jetzt haben elf EU-Länder die für 2020 aufgestellten Ziele erreicht. Dazu gehören Finnland, Lettland und Österreich. Schweden liegt mit 53,8 Prozent Gesamtanteil der Energie aus erneuerbaren Energien ganz vorne. Deutschland hingegen droht, das Ziel von 18 Prozent zu verfehlen. 2016 betrug der Anteil an erneuerbaren Energien hier lediglich 14,8 Prozent.

Im Netzgebiet der MITNETZ STROM lag der Anteil an erneuerbaren Energien am Letztverbraucherabsatz im Jahr 2016 bei 86 Prozent. Damit zählt das Netzgebiet bundesweit zu den Regionen mit der höchsten installierten Leistung aus erneuerbaren Energien und hat bereits jetzt das aufgestellte Ziel für 2020 erreicht.
Hinsichtlich der Zusammensetzung der Gesamtstromlieferungen von enviaM lag 2016 der Anteil an erneuerbaren Energieträgern bei 51,3 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Stromerzeugung in Deutschland ergab sich im selben Jahr ein Anteil an erneuerbaren Energieträgern von 32 Prozent.

Weitere Informationen zur Energiewende in Europa und der Nachfolgeregelung für die 20-20-20 Ziele finden Sie unter www.enviaM-gruppe.de.