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Flauschige weiße und braun gesprenkelte Katze, entspannt ausgestreckt liegend auf der Oberkante eines Heizkörpers. Flauschige weiße und braun gesprenkelte Katze, entspannt ausgestreckt liegend auf der Oberkante eines Heizkörpers.

Mach deine Heizung winterfit: Diese Dinge solltest du jetzt prüfen

Die ersten kalten Tage kündigen den Winter oft schneller an als erwartet. Umso unangenehmer ist es, wenn die Heizung dann gluckert, einzelne Räume kalt bleiben oder die Wärme nur langsam ankommt. Mit einigen einfachen Checks kannst du vielen Problemen vorbeugen, Energie sparen und entspannt in die Heizsaison starten. Wir zeigen dir, welche Dinge du vor dem Winter unbedingt prüfen solltest.

Heizkörper entlüften

Wenn deine Heizung gluckert, nur teilweise warm wird bzw. oben kalt bleibt, steckt meist Luft im Heizkörper. Dadurch kann das Heizungswasser nicht mehr optimal zirkulieren und die Wärme verteilt sich schlechter. In diesem Falle hilft es, die Heizkörper zu entlüften. Dafür benötigst du lediglich einen Entlüftungsschlüssel, ein kleines Gefäß und einen Lappen. Öffne das Entlüftungsventil vorsichtig, bis die Luft entwichen ist und Wasser austritt. Danach schließt du das Ventil wieder – fertig. In wenigen Minuten arbeitet der Heizkörper meist wieder deutlich effizienter.

enviaM-Tipp

Nach dem Entlüften sollte der Wasserdruck der Heizungsanlage kontrolliert werden. Durch das Ablassen von Luft kann der Anlagendruck leicht sinken.

Thermostate testen

Am Heizungs-Thermostat stellst du die gewünschte Raumtemperatur ein. Damit die Regelung zuverlässig funktioniert, führe einen kurzen Funktionstest durch: Drehe das Thermostat vollständig auf und warte einige Minuten. Der Heizkörper sollte im oberen Bereich deutlich warm werden. Anschließend stellst du das Thermostat auf Stufe 2 oder 3 zurück. Sobald die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist, sollte sich die Heizleistung automatisch reduzieren und du sparst Energie.

Person stellt Heizung ein

enviaM-Tipp

Smarte Thermostate helfen darüber hinaus, die Temperatur noch individueller an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. So haben viele Modelle beispielsweise eine ‚Fenster-auf-Erkennung‘, welche merkt, wenn gelüftet wird. Dann schaltet die Heizung automatisch ab bzw. senkt die Temperatur.

Heizzeiten an den Alltag anpassen

Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Konfiguration der Heizungsregelung. Sind Nachtabsenkung, Zeitprogramme oder Urlaubsfunktionen noch passend eingestellt? Bereits kleine Anpassungen tragen dazu bei, Energie zu sparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Heizkörper reinigen

Ein sauberer Heizkörper gibt Wärme besser an den Raum ab. Besonders zwischen den Lamellen sammelt sich Staub an. Eine regelmäßige Reinigung verbessert die Luftzirkulation und unterstützt eine gleichmäßige Wärmeabgabe. Entferne groben Staub mit einem Staubsauger und einer schmalen Düse. Bei Rippenheizkörpern erleichtert eine spezielle Heizkörperbürste die Reinigung. Anschließend säuberst du die Außenflächen mit einem feuchten Mikrofasertuch. So kann die Wärme wieder ungehindert in den Raum gelangen.

Heizkörper freihalten

Damit sich die Wärme optimal im Raum verteilt, brauchen Heizkörper ausreichend Platz. Möbel, lange Vorhänge oder Heizkörperverkleidungen verhindern die Luftzirkulation und reduzieren die Heizleistung.

Weißer Wandheizkörper mit vertikalen Rippen unter einem Fenster, rechts schwarzer Vorhang und gelbe Stehlampe.

enviaM-Tipp

Auch nasse Wäsche gehört nicht auf die Heizung. Nutze stattdessen einen Wäscheständer mit genügend Abstand zum Heizkörper. So bleibt die Wärmeabgabe erhalten und die Räume werden schneller warm.

Wasserdruck der Heizung kontrollieren

Ein Punkt, der häufig vergessen wird: der Wasserdruck der Heizungsanlage. Ist er zu niedrig, werden Heizkörper nicht mehr ausreichend mit Heizwasser versorgt. Die Folge sind kalte Räume und ein ineffizienter Betrieb. Ein Blick auf das Manometer der Heizungsanlage genügt oft schon: Befindet sich der Zeiger außerhalb des empfohlenen Bereichs, solltest du Wasser nachfüllen. Achte dabei unbedingt auf die Beschreibung in der Bedienungsanleitung bzw. halte Rücksprache mit einem Fachbetrieb.

Heizungsrohre im Keller prüfen

Verlaufen Heizungsrohre durch unbeheizte Keller- oder Dachräume, geht dort wertvolle Wärme verloren. Kontrolliere deshalb, ob die Rohrleitungen ausreichend gedämmt sind. Beschädigte oder fehlende Rohrisolierungen lassen sich oft mit geringem Aufwand ersetzen. Das sorgt dafür, dass die Wärme dort ankommt, wo sie gebraucht wird: in deinen Wohnräumen.

Heizungs‑ und Verteileranlage mit schwarz isolierten Rohrleitungen, roten und blauen Zu‑/Rücklaufleitungen, Manometern und einem roten Ausdehnungsgefäß.

Fenster und Türen auf Zugluft prüfen

Nicht immer liegt ein hoher Heizverbrauch an der Heizung selbst. Häufig entweicht Wärme durch undichte Fenster oder Türen. Mache vor der Heizsaison einen kurzen Rundgang durch die Wohnung oder das Haus. Spürst du Zugluft, schaffen neue Dichtungen Abhilfe. Schon kleine Verbesserungen helfen dabei, Wärmeverluste zu reduzieren und die Heizung zu entlasten.

Funktioniert die Heizung überall gleichmäßig?

Bleiben einzelne Räume trotz aufgedrehter Heizkörper dauerhaft kühl, könnte ein sogenannter hydraulischer Abgleich sinnvoll sein. Dieser sorgt dafür, dass jeder Heizkörper genau die benötigte Menge Heizwasser erhält. Dadurch werden alle Räume gleichmäßig warm, Strömungsgeräusche können verschwinden und der Energieverbrauch sinkt häufig um mehrere Prozent.

enviaM-Tipp

Diese Maßnahme sollte auf alle Fälle von Fachleuten durchgeführt werden und eignet sich besonders für ältere Heizungsanlagen oder Häuser, in denen manche Räume deutlich wärmer werden als andere.

Heizungswartung nicht vergessen

Viele Maßnahmen lassen sich selbst erledigen. Die eigentliche Heizungsanlage sollte jedoch regelmäßig von einem Fachbetrieb gewartet werden. Dabei werden unter anderem Brenner, Pumpen, Sicherheitsbauteile und Regelungstechnik überprüft und bei Bedarf eingestellt. Eine Wartung hilft, Störungen während der Heizsaison zu vermeiden und die Anlage dauerhaft effizient zu betreiben.

Handwerker mit blauem Cap und Handschuhen justiert Heizungsanlage an roten Rohrleitungen.

Fazit: Kleine Checks mit großer Wirkung

Viele Vorbereitungen für die Heizsaison dauern nur wenige Minuten, können aber einen spürbaren Unterschied machen. Wer Heizkörper entlüftet, Thermostate prüft, Staub entfernt und auf freie Wärmewege achtet, schafft die besten Voraussetzungen für eine angenehme und effiziente Heizperiode. Ergänzt um einen Blick auf Wasserdruck, Rohrdämmung und mögliche Wärmeverluste im Haus ist die Heizung bestens für die kalten Monate gerüstet. So startest du entspannt in den Winter und vermeidest unangenehme Überraschungen, wenn die Temperaturen draußen sinken.

Wie du Fenster auf Dichtheit überprüfst, erklären wir in diesem Blogbeitrag. In diesem Artikel erfährst du, wie Thermostate arbeiten und welche Bedeutung die Zahlen auf dem Regler haben und hier, welchen Nutzen und welche Einsparpotenziale smarte Thermostate aufweisen.

Haus mit grünem Blatt als Dach und daneben abgestufte bunte Energieeffizienzbalken von A (grün) bis G (rot).

Energieeffizienz

Die sauberste und günstigste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird.

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