Katze am Fenster Katze am Fenster

Alles noch dicht? Fenster überprüfen, leicht gemacht

Zugluft fühlt sich nicht nur unangenehm an, sondern wirkt sich auch negativ auf unseren Geldbeutel aus. Der Grund dafür sind meist undichte Fenster. Wir haben ein paar Tipps, wie Sie schnell herausfinden, ob Ihre Fenster betroffen sind.

Warum „ziehts“?

Undichte Fenster können mehrere Ursachen haben: Der Fensterrahmen kann verwittert oder verzogen sein, Beschläge sind falsch montiert oder Dichtungen verschlissen. Auch eine veraltete Art der Verglasung kann Zug verursachen – und als veraltet gelten heute bereits Fenster, die vor 1995 montiert wurden.

Mindeststandard ist momentan eine Wärmeschutzverglasung mit zwei Scheiben. Diese reflektieren im Vergleich zur veralteten Isolierverglasung fast zwei Drittel der Wärme und verhindern damit den Verlust kostbarer Heizenergie. Optimaler ist eine Dreifachverglasung, die noch wärmeundurchlässiger ist. So können Sie auch im Winter ohne Gänsehaut gemütlich am Fenster sitzen.

Was nicht rausgeht, kommt auch nicht rein: Daher sind dichte und wärmeisolierte Fenster ebenso für den Sommer relevant, um ein übermäßiges Aufheizen der Wohnung zu vermeiden.

Alles dicht!

Ob Ihre Fenster wirklich dicht sind, überprüfen Sie mit einfachen Tricks. Zum einen lohnt sich ein Blick auf den Fensterrahmen: Wirkt er morsch, rostig, rissig? Ist er verzogen oder gebrochen? Dann sollten Sie aktiv werden. Ein Anzeichen für einen verzogenen Fensterrahmen ist übrigens ein schwer bedienbares Fenster. Stellt das Öffnen oder Schließen einen Kraftakt dar, sollten Sie das Fenster genau unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls austauschen.

Eine weitere gute Methode um herauszufinden, ob ein Fenster dicht ist, stellt der Papiertest dar: Hierbei klemmen Sie einfach ein Blatt Papier beim Schließen des Fensters ein. Ist das Fenster dicht , lässt es sich nicht herausziehen. Wenn doch, kommt auch Luft hindurch und es „zieht“. Führen Sie den Test an mehreren Stellen des Fensters durch, um ein gesamthaftes Bild zu bekommen.

Falls Sie bereits das Gefühl haben, dass kalte Luft von außen eindringt, können Sie langsam eine Flamme – beispielsweise von einem Feuerzeug – in einigem Abstand am Fensterrahmen entlangführen. Kommt Luft hindurch, flackert die Flamme. Achten Sie bei diesem Test bitte unbedingt auf Brandschutzmaßnahmen. Führen Sie ihn nur durch, wenn keine Gardinen oder andere brennbare Gegenstände am Fenster angebracht sind.

U-Wert und Wärmeschutzverglasung

Auch die Wärmestrahlung durch die Fensterscheibe selbst stellt ein Energieproblem dar. Bereits ein Quadratmeter an älterer Fensterfläche kann fast fünfmal so viel Wärme entweichen lassen wie eine gleichgroße Wandfläche.

Zunächst lohnt sich ein Blick auf den U-Wert Ihrer Fenster. Dieser ist meist innen zwischen den Scheiben zu finden. Er gibt an, wie viel Energie durch das Fenster entweichen kann. Daher gilt: je kleiner der Wert, desto besser das Fenster. Der U-Wert für moderne Fenster sollte um die 1 liegen.

Sie können ebenfalls überprüfen, ob und wie Ihre Fenster beschichtet sind. Dafür nehmen Sie wieder eine Flamme zur Hand und betrachten die Spiegelung dieser im Fensterglas. Da die meisten Fenster aus mehreren Schichten Glas bestehen, werden Sie mehrere Spiegelungen der Flamme sehen.

Beobachten Sie, welche dieser Spiegelungen verfärbt aussieht: Bei einer Wärmeschutzverglasung wird eines der vorderen Spiegelbilder in einer anderen Farbe schimmern. Dies liegt an einer Metallbedampfung auf dem Glas, die das Licht anders reflektiert als unbeschichtetes Glas. Eine Sonnenschutzverglasung lässt ein Spiegelbild im hinteren Bereich verfärbt wirkenSollte es für Sie nicht möglich sein, alte Fenster auszutauschen, gibt es trotzdem einige Tricks und Kniffe, wie Sie diese etwas energieeffizienter gestalten können. Vorhänge und Rollos dämmen die Fenster bereits ein wenig. Es gibt auch spezielle Folien, die auf der Scheibe angebracht werden können und so vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Mehr zum Thema Fenster erfahren Sie in unserer Hausbauserie.

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