Felix Hanke, Nachhaltigkeitsmanager bei enviaM Felix Hanke, Nachhaltigkeitsmanager bei enviaM

Wie die enviaM-Gruppe eine nachhaltige Energiezukunft gestaltet

Wenn wir uns fragen, durch welche Welt wir morgen gehen wollen, sollten wir uns heute unseren ökologischen Fußabdruck anschauen. Die enviaM-Gruppe hat sich ehrgeizige Ziele in Sachen Nachhaltigkeit gesetzt. Welche das sind und wie wir sie angehen, erzählt uns ESG-Manager Felix Hanke im Interview.

Wann bist du das erste Mal mit dem Thema Nachhaltigkeit in Berührung gekommen?

Privat und beruflich hat das Thema Nachhaltigkeit eine hohe Priorität für mich. Spontan fällt mir ein Berührungspunkt 2020 ein: Damals hatte ich die Möglichkeit, meinen eigenen Baum direkt vor der Wohnung inmitten der Stadt zu pflanzen. Das war ein tolles Gefühl. Seitdem hat mich das Thema noch einmal anders gegriffen, und ich verfolge die Entwicklungen verstärkter.

Daher freut es mich umso mehr, dass ich die enviaM-Gruppe als regionalen Energie- und Infrastrukturdienstleister bei der Aufgabe begleite, unsere Unternehmensgruppe – gemeinsam mit vielen motivierten Mitstreitern – für eine grüne Energiezukunft aufzustellen.

Was fasziniert dich an dem Thema Nachhaltigkeit besonders?

Nachhaltigkeit rückt nicht nur im Arbeitsalltag, sondern auch im privaten Umfeld immer stärker in den Fokus. Dies ist so umfassend, dass es uns mit Blick auf die ESG-Dimensionen viele Gestaltungsmöglichkeiten und -chancen eröffnet. Wir befinden uns in einer umfangreichen Transformationsphase. Dies fordert uns alle. Gleichzeitig bringt es uns als Gesellschaft aber auch viele Vorteile, für die sich diese Anstrengung lohnt.

Was bedeutet ESG?

ESG meint drei Kriterien für die Berücksichtigung von Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen in einem Unternehmen aber auch in der Gesellschaft. Bei uns steht Klimaschutz (Environment) im Zentrum des Geschäftsmodells. Aber Nachhaltigkeit geht weit darüber hinaus: Für uns bedeutet Nachhaltigkeit auch, ein wertschätzendes Miteinander zu fördern (Social) und die enviaM-Gruppe ökonomisch verantwortungsbewusst voranzutreiben (Governance).

Welche Aufgaben hast du als ESG-Manager in der enviaM-Gruppe? Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Innerhalb der enviaM-Gruppe koordiniere ich sämtliche Nachhaltigkeitsaktivitäten. Dabei unterstützen uns viele motivierte Fachexperten aus den einzelnen Unternehmensbereichen. Wir besprechen regelmäßig aktuelle und zukünftige Maßnahmen, um unsere Ziele zu erreichen. Parallel ordnen wir die Themen in einem Nachhaltigkeitsmonitor ein, der u. a. Auswirkungen auf unseren CO2-Ausstoß zeigt. Damit erhalten wir eine transparente Steuerungsgrundlage für unsere Arbeit.

Zusätzlich sind wir verstärkt in der Unternehmensgruppe unterwegs und sprechen über unseren Weg und diskutieren gemeinsam neue Impulse sowie Ideen. Auf dieser Reise nehmen wir alle Mitarbeitenden der Gruppe mit und kommen in den Austausch. Das ist wichtig, weil das Thema so komplex ist und Veränderungen mit sich bringt.

Warum ist Nachhaltigkeit für dich eines der Zukunftsthemen unserer Unternehmensstrategie?

Nachhaltigkeit steckt nahezu in allen unserer Zukunftsthemen: Es zahlt auf die Sicherung und Transformation unseres Bestandsgeschäftes, neue Wachstumsthemen sowie den Kulturwandel ein. Egal ob Wärmewende, Wasserstoff, Netzinfrastruktur, Digitalisierung oder Fachkräftemangel – überall sehe ich eine wesentliche Schnittmenge. Daher ist es gut, dass Nachhaltigkeit bei allen Projekten und Prozessen in der enviaM-Gruppe mitgedacht wird.

Wie werden ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte in der Unternehmensstrategie berücksichtigt?

Ökonomische und soziale Dimensionen denken wir genauso stark mit, wie den allgemein bekannten Klimaschutz. Nachhaltigkeit muss nach außen und innen verankert werden, da es eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist. Diese Transformation gelingt nur gemeinsam. Daher richten wir den Fokus auf die Sicherheit, Gesundheit, Entwicklung, Chancengleichheit und das Wohlbefinden aller Mitarbeiter. Zudem verankern wir Nachhaltigkeit weiterhin verstärkt in unsere Prozesse und Investitionsentscheidungen.

Welche konkreten Maßnahmen hat die Unternehmensgruppe ergriffen, um nachhaltiger zu werden?

Für die Senkung unserer CO2-Emissionen konzentrieren wir uns auf vier Handlungsfelder: Umweltschutz, Erneuerbare Energien, Netze und Elektromobilität.

Um einige Beispiele zu nennen: Bis 2026 wird unsere PKW-Fahrzeugflotte komplett elektrisch, über die Hälfte unserer Hochspannungs-Freileitungstrassen unterliegen einer ökologischen Trassenpflege. Zudem haben wir über 350.000 Stromkunden kostenneutral auf Ökostrom umgestellt und damit rund 400.000 Tonnen CO2 gespart. Wir sind auf vielen Ebenen unterwegs und definieren stets neue Maßnahmen. Dabei sind wir noch lange nicht am Ziel aber auf einem sehr guten Weg. Das macht Mut für die Zukunft.

Welche Auswirkungen haben die Maßnahmen auf die enviaM-Gruppe?

Bisher einen positiven. Wir konnten die CO2-Emissionen im Vorjahr deutlich senken. Das bestärkt uns, dass wir auf dem richtigen Pfad sind und unsere Geschwindigkeit weiterhin halten. Wir bemerken auch, dass Nachhaltigkeit in der Zusammenarbeit mit Dritten immer stärker in das Blickfeld rückt. Das eröffnet uns neue Wachstumsmöglichkeiten.

Was ist in deinen Augen der wichtigste Punkt in der Nachhaltigkeitsstrategie der enviaM-Gruppe?

Innerhalb unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir uns zwei wichtige Meilensteine gesetzt: Bis 2030 planen wir, 75 Prozent unserer CO2-Emissionen gegenüber 2019 zu senken und bis 2040 klimaneutral zu sein. Alle Maßnahmen, die wir bereits umsetzen und zukünftig planen, haben dieses Ziel stets im Blick. Zudem ist es wichtig, dass alle Bereiche ihren Beitrag für unsere Klimaziele leisten und wir dies in unserer Strategie definiert haben.

Wie bezieht die enviaM-Gruppe die Menschen in der Region ein?

Wir möchten Energie für jeden einzelnen noch nachhaltiger gestalten. Gemeinsam mit unseren Kunden, Partnern und Kommunen reduzieren wir unseren CO2-Fußabdruck und setzen auf erneuerbare Energien und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Insbesondere der jungen Generation ist der Klima- und Umweltschutz ein wichtiges Anliegen. Wir gründen derzeit einen Jugendbeirat, um aktiv mit der jungen Generation innovative Projekte in unserer Unternehmensgruppe voranzutreiben. Hier erhoffen wir uns wertvolle Impulse.

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