Kooperation mit HS Mittweida ein voller Erfolg

Studiengänge mit Energiebezug sind voll im Trend und werden an immer mehr Hochschulen angeboten. Die enviaM-Gruppe ist mit einigen von ihnen eine Kooperation eingegangen, um die Mitarbeiter von morgen kennenzulernen und zu fördern. Ein Beispiel ist die Hochschule Mittweida.

Der Beginn einer wunderbaren Kooperation

Start der Zusammenarbeit war im Herbst 2019. Die Hochschule Mittweida hatte Unterstützung durch ein agiles Softwareentwicklungsteam in Form einer studentischen Unternehmensberatung angeboten. Den Vorschlag kommunizierte unser Personalbereich im Intranet der enviaM-Gruppe. Daraufhin bewarben sich envia THERM sowie zwei Fachbereiche von enviaM auf das Projekt. Es folgte ein erster Austausch mit den Studenten des betreffenden Kurses. Anschließend startete das Projekt mit einer Auftaktveranstaltung im November.

Hochschule Mittweida stellt studentische Entwickler

Vier Medieninformatiker haben schließlich drei Monate lang mit envia THERM an dem gemeinsamen Vorhaben gearbeitet. Aus der Industriekooperation ist für die von envia THERM zuvor entwickelte Softwareplattform „connect enlight“ ein Plugin entstanden, welches Nutzern ein einfaches Überwachen von Anforderungen der DIN 50001 Norm in digitaler Form ermöglicht. Außerdem kann die Norm Unternehmen beim Aufbau eines systematischen Energiemanagements im Hinblick auf Verbesserung der Effizienz unterstützen und somit eine ISO-Konformität gewährleisten. Keine Frage: Das Projekt ist zukunftsweisend. Das sieht auch Prof. Dr. Matthias Vodel von der Hochschule Mittweida so:

Ich freue mich besonders über die möglichen Anknüpfungspunkte und weiterführenden Ausblicke.

Nachgefragt: Was ist connect enlight?

connect enlight ist eine cloudbasierte IoT (Internet der Dinge) Softwarelösung zur Vereinfachung und Automatisierung des Berichtswesens gegenüber Dritten. Betreiber von dezentralen Erzeugungsanlagen wie Blockheizkraftwerken, Biogas-, Kessel-, Photovoltaik- und Wasserkraftanlagen können damit ihre aufwendigen, jedoch gesetzlich geforderten, kaufmännischen Berichte ganz einfach per Knopfdruck erstellen. Vorteile von connect enlight sind die Reduzierung von Komplexität und Zeitaufwand im Arbeitsalltag. Interne Prozesse können dadurch optimiert und eine einheitliche Datenbasis für Zähler geschaffen werden. Die Betreiber erhalten einen Überblick über den gesamten Anlagenpark inklusive wichtiger Kennzahlen. Durch ein digitales Ablagesystem für die sichere Aufbewahrung ihrer Berichte nimmt zudem der Dokumentationsaufwand deutlich ab.

Kooperation verlief trotz Corona unproblematisch

Im Rahmen ihres Moduls „Lernfeld Wissenschaft & Wirtschaft“ hielten die Studenten Ende Juni ihre digitale Abschlusspräsentation. Die Zusammenarbeit funktionierte trotz der erschwerten Bedingungen aufrund der Corona-Pandemie problemlos. Die Kommunikation erfolgte hauptsächlich über Skype und E-Mail. Die Studentengruppe arbeitete sich in die DIN 50001 Norm ein, setzte sich mit der energiewirtschaftlichen Thematik auseinander und machte sich mit den Funktionen der Berichtsplattform connect enlight vertraut. envia THERM entwickelte vorab Kennzahlen zur Einhaltung der Norm. Dazu sollten die vier Studenten ein grafisches Konzept entwerfen, abstimmen und umsetzen. envia THERM-Projektleiter Martin Streitz ist stolz auf das tolle Studenten-Team und die Zusammenarbeit:

Das größte Highlight war für mich definitiv die Abschlusspräsentation.

Auch die Zuschauer waren vom Ablauf beeindruckt: Das Einarbeiten in eine fachfremde Thematik, die Skizzierung der Lösung, das Kennenlernen und Arbeiten mit dem zur Verfügung gestellten Toolkit und schließlich das fertige Ergebnis.

Präsentation

Wann haben Sie das letzte Mal im Sandkasten gespielt?

Als wertvoll stellte sich ebenfalls das Feedback zum Arbeiten mit der von envia THERM entwickelten Sandbox-Umgebung dar. Eine Sandbox können Sie sich wie einen Sandkasten vorstellen – also einen isolierten Bereich. In einer sicheren Testumgebung lässt sich neu programmierte Software testen, ohne dass Änderungen auf die Systemumgebung vorgenommen werden. Entwickler können also bauen und sich ausprobieren – ganz wie beim Spielen im Sandkasten. Matthias Sinde, ehemaliger Product Owner von connect enlight ist ebenfalls überzeugt:

Der finanzielle Aufwand war für envia THERM sehr überschaubar und die Studenten konnten jede Menge lernen – gleich zwei große Vorteile, die sich aus der Hochschulkooperation ergaben. Ich denke es macht Sinn, dieses Format in der enviaM-Gruppe noch intensiver zu nutzen.

Alle Fakten zu connect enlight finden Sie hier.

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