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Städtewettbewerb: Vom Rathaus auf den Sattel

Falls kürzlich Ihr Stadtoberhaupt an Ihnen vorbei radelte, haben Sie richtig gesehen. Denn auch 2021 veranstalten enviaM und MITGAS ihren Städtewettbewerb. In den Vorjahren traten ambitionierte Kommunen per Fahrrad gegeneinander an, um die meisten Kilometer zu erradeln und Preisgelder für ihre regionalen Projekte zu gewinnen. Da dieses Jahr die traditionelle Durchführung des Events auf Stadtfesten der einzelnen Gemeinden durch die Corona-Pandemie nicht möglich war, haben die Bürgermeister kurzerhand selbst kräftig in die Pedale getreten.

Die Jagd nach den Kilometern

29 Kommunen aus Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt schickten ihre Bürgermeister ins Rennen. Dabei galt es, innerhalb von einer Woche mit dem bereitgestellten E-Bike so viele Kilometer wie möglich zu fahren. Die Vorfreude war groß, denn 2020 fiel die Veranstaltung leider pandemiebedingt aus. Umso zäher mussten die ersten Lokalpolitiker trotz Regen und Kälte fleißig für den guten Zweck radeln. Christiane Gürth ist Bürgermeisterin im sächsischen Cavertitz und freut sich, das erste Mal dabei sein zu dürfen. Mit ihrer Gemeinde beteiligen sich dieses Jahr vier weitere neue Kommunen am sportlichen Wettbewerb. Ungeachtet des schlechten Wetters gab Christiane Gürth Vollgas und entdeckte dank der elektrischen Unterstützung neue Orte:

Als ich erfuhr, dass wir beim diesjährigen Städtewettbewerb dabei sein dürfen, habe ich mich sehr gefreut – vor allem, weil wir sonst aktuell wenig Chancen haben, unseren Vereinen unter die Arme zu greifen.

Radeln für den guten Zweck

Für den ersten Platz hat Bürgermeister Jörg Krakow aus Peitz hart gekämpft. Mit seiner Rekordstrecke holte er Siegertitel und Hauptpreis nach Hause. Mit dem Gewinn finanziert die Gemeinde den Umbau der lokalen Fußballsportanlage, welche CO2-frei und klimaneutral werden soll. Außerdem darf sich die Nachwuchsabteilung des SG Eintracht Peitz und die örtliche Schützengilde über Unterstützung freuen.

Beim Städtewettbewerb 2019 radelten die Golßner zum Sieg. Dieses Jahr erreichte Bürgermeisterin Daniela Maurer den 2. Platz und sicherte sich damit finanzielle Unterstützung für ihren Heimatort im Spreewald. Diese kommt dem Karnevalsverein zugute und wird außerdem in neue Rastplätze an den Fahrradwegen der Gemeinde investiert. Auf der dritten Stufe des Siegertreppchens steht Lars Naumann. Er schwang sich für die Gemeinde Burgstädt in der Nähe von Chemnitz auf den Sattel und kann nun die lokalen Vereinsheime renovieren.

Ein Erfolg für alle

Auch die anderen Kommunen gingen beim 17. Städtewettbewerb nicht leer aus. Sie erhalten mindestens 1.200 Euro für gemeinnützige Vereine ihrer Region. Gemeinsam erradelten alle Teilnehmersportliche 19.280,20 Kilometer und konnten so 45.300 Euro für 69 regionale Ver-eine sammeln. Auch im nächsten Jahr soll der Städtewettbewerb wieder stattfinden und dann hoffentlich direkt in den Gemeinden mit gewohnter Unterstützung der Einwohner und Besucher.

Mehr Informationen zum Städtewettbewerb finden Sie hier. Und warum E-Bikes stark im Trend liegen, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

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