Energiewende in den eigenen vier Wänden

Der Wandel der Energieversorgung ist für viele Haushalte in Ostdeutschland schon lange keine graue Theorie mehr, sondern gelebte Praxis. Immer mehr Hauseigentümer und Mieter beschäftigen sich mit der Energiewende in den eigenen vier Wänden. Sei es aus Umwelt- oder Kostenbewusstsein, viele möchten unabhängiger von ihrem Energieversorger werden. Strom selbst zu erzeugen und zu speichern, liegt im Trend. Auch die enviaM-Gruppe verzeichnet hier eine steigende Nachfrage. Inzwischen haben wir mehr als 1.000 Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher verkauft.

Laut Experten wird die dezentrale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Wohnhäusern künftig Standard sein. Neben Photovoltaikanlagen sind hier auch Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen denkbar. Eine sinnvolle Ergänzung sind auch Stromspeicher, mit denen sich die Nutzung des eigenerzeugten Stroms verdoppeln lässt. Dieser kann zum Beispiel für den Betrieb einer Wärmepumpe genutzt werden. Sie gewinnt zu Heizzwecken Wärme aus der Luft oder dem Erdreich.

Ähnlich wie für Wärme ist der Energiebedarf für unsere Mobilität sehr hoch. Derzeit wird er fast ausschließlich über klimaschädliche, fossile Energieträger gedeckt. Die Zukunft gehört deshalb dem Elektrofahrzeug, das vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien fährt. Zeitgemäße Wohnhäuser berücksichtigen den Strombedarf der Elektrofahrzeuge und stellen diesen über entsprechend ausgelegte dezentrale Erzeugungsanlagen zur Verfügung.

 

Bei all der Eigenerzeugung ist es natürlich wichtig, diese auch selbst sinnvoll steuern zu können. Grundlage dafür ist eine intelligente Haussteuerung (Smart Home). Sie ermöglicht neben mehr Effizienz auch mehr Komfort und Sicherheit. Die dafür erforderlichen Daten liefern intelligente Stromzähler (Smart Meter), die einen sehr viel besseren Überblick über den eigenen Stromverbrauch bieten als herkömmliche Stromzähler.

Vollkommen autark wird die Energieversorgung in den eigenen vier Wänden allerdings auch künftig nicht sein. Der Anschluss an das Stromnetz bleibt unverzichtbar, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Anders als in der Vergangenheit, als das Stromnetz ausschließlich der Belieferung diente, wird es in Zukunft aber sehr viel stärker die Aufnahme und Verteilung von Strom aus erneuerbaren Energien übernehmen.