Drohnen im Einsatz: Wie sie unsere Monteure im Alltag unterstützen
Sie fliegen über Felder, entlang von Freileitungen und liefern gestochen scharfe Bilder aus der Luft: Drohnen sind bei MITNETZ STROM längst mehr als ein Technik-Experiment. Sie gehören heute fest zum Arbeitsalltag vieler Monteure und erleichtern Inspektionen, erhöhen die Sicherheit und sparen wertvolle Zeit. Was das konkret bedeutet und warum das Fliegen mit der Drohne für viele auch ein kleiner Kindheitstraum ist, erzählt Stefan Röder.
Weniger Aufwand, mehr Überblick
Der größte Unterschied durch den Drohneneinsatz zeigt sich direkt draußen im Netz. Besonders bei Freileitungen auf landwirtschaftlichen Flächen bringen die fliegenden Helfer klare Vorteile.
Früher mussten wir für Inspektionen oft direkt übers Feld fahren oder laufen. Das konnte Flurschäden verursachen. Heute bleiben wir einfach am Feldrand stehen und fliegen die Leitung von dort aus an.

Auch schwere Technik wird seltener benötigt, Hubsteiger kommen nicht mehr bei jeder Kontrolle zum Einsatz. Anstatt mit dem Fernglas aus der Entfernung zu arbeiten, liefern Drohnen hochauflösende Bilder aus nächster Nähe. Das macht die Arbeit nicht nur schneller, sondern auch deutlich komfortabler.
Wie oft Drohnen eingesetzt werden, hängt vom jeweiligen Bereich ab. In manchen Abteilungen kommen sie ein- bis zweimal im Jahr zum Einsatz, wohingegen sie in anderen mehrmals pro Woche eingesetzt werden, zum Beispiel bei regelmäßigen Inspektionen oder zur Unterstützung bei Störungen.
Schneller erkennen, sicherer arbeiten
Gerade bei Störungen spielen Drohnen ihre Stärken aus. Denn sie ermöglichen es, Leitungen und Masten schnell zu überfliegen und Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Und das, ohne dass Monteure gefährliche oder schwer zugängliche Bereiche betreten müssen.
Besonders bei Hochspannungsfreileitungen ist das ein großer Vorteil. Während das manuelle Besteigen von Masten reduziert werden kann, können obendrein gleichzeitig mehr Informationen gesammelt werden. Die aufgenommenen Bilder helfen, Schäden gezielt einzugrenzen und Reparaturen besser vorzubereiten.
Drohnen können im Verdachtsfall auch gezielt Hot Spots an Verbindungen und Klemmen erkennen. Insbesondere bei planmäßigen Kontrollen in Umspannwerken, bei denen Temperaturauffälligkeiten früh sichtbar werden.

Drohnenpilot werden: Technikverständnis reicht aus
Drohnen zu fliegen, klingt komplizierter, als es ist. Grundsätzlich kann jeder Monteur Drohnenpilot werden, der Interesse mitbringt. Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein gewisses technisches Verständnis – vor allem für die Steuerung per Joystick. Aktuell verfügen bei MITNETZ STROM 63 Mitarbeiter über einen A2-Drohnenführerschein. Die Zahlen zeigen: Drohnen sind kein Nischenthema mehr, sondern fest im Unternehmen verankert.

Ein wichtiger Baustein der Digitalisierung
Drohnen sind ein zentraler Bestandteil der digitalen Weiterentwicklung bei MITNETZ STROM. Die aufgenommenen Fotos und Videos werden inzwischen durch künstliche Intelligenz vorbewertet. Auffälligkeiten oder mögliche Schäden erkennt die Software automatisch und markiert sie zur anschließenden manuellen Prüfung.
Das spart Zeit und hilft uns, schneller zu reagieren. Die Technik unterstützt uns: Sie ersetzt aber nicht das Fachwissen der Monteure.
Akzeptanz vor Ort: Offen, sichtbar, professionell
Wenn eine Drohne im Einsatz ist, fällt sie natürlich auf. Umso wichtiger ist Transparenz. Die Drohnen von MITNETZ STROM sind klar gekennzeichnet, die Piloten tragen Warnkleidung. Das sorgt für Wiedererkennung und Vertrauen.
Bisher gab es keine behördlichen Meldungen oder Beschwerden weiter. Im Gegenteil: Oft sind Anwohner eher neugierig und interessiert.
Blick in die Zukunft: Wo Drohnen noch helfen können
Das Potenzial der Technologie ist längst nicht ausgeschöpft. In den kommenden Jahren sieht der Drohnenpilot vor allem drei Einsatzfelder:
- den Schutz und die Überwachung von Umspannwerken aus der Ferne
- planmäßige Befliegungen von Hochspannungstrassen
- die Bauüberwachung und Dokumentation von Baumaßnahmen, zum Beispiel in Umspannwerken
So werden Drohnen nicht nur zum Werkzeug im Betrieb, sondern auch zur wertvollen Unterstützung bei Planung und Dokumentation.

Warum das Fliegen begeistert
Bei aller Technik bleibt am Ende auch die persönliche Begeisterung. Auf die Frage, was ihm an der Arbeit mit Drohnen am meisten Spaß macht, muss Stefan Röder nicht lange überlegen.
Das Fliegen selbst. Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Kindheitserinnerung – ein Objekt steuern und abheben.
Mit welchen Fahrzeugen MITNETZ STROM und MITNETZ GAS das Netzgebiet kontrollieren, erfährst du in diesem Blogbeitrag. Wieviel MITNETZ STROM 2026 in das Stromnetz investiert und wofür das Geld verwendet wird, erklären wir dir hier.

