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Versorgungssicherheit Versorgungssicherheit

531 Millionen Euro für unser Stromnetz

Die Energiewende ist längst mitten im Alltag angekommen und stellt unser Stromnetz vor neue Aufgaben. Immer mehr Energie kommt aus Wind und Sonne, dazu wachsen Elektromobilität, Wärmepumpen, Speicher und neue Großverbraucher. Damit all das zuverlässig funktioniert, entwickelt MITNETZ STROM das Netz kontinuierlich weiter. Genau deshalb investiert der Netzbetreiber auch 2026. Insgesamt fließen 531 Millionen Euro in Ausbau, Erneuerung, Instandhaltung und Betrieb des Stromnetzes. Das Ziel ist klar: eine sichere Versorgung heute und ein Netz, das für die Energiezukunft bestens gerüstet ist.

Wenn das Netz unter Strom steht

Wie stark sich das Energiesystem verändert, zeigen die Zahlen der letzten Jahre. Allein zwischen Dezember 2024 und Dezember 2025 hat der Netzbetreiber rund 27.000 neue Photovoltaikanlagen, mehr als 60 Windenergieanlagen und etwa 10.000 Speichermodule an das Netz angeschlossen. Erneuerbare Energien sind damit längst zur tragenden Säule geworden. Gleichzeitig wächst der Strombedarf deutlich.

Solaranlage und Windrad

Industrie, Gewerbe, Rechenzentren und Großspeicher fragen immer häufiger leistungsstarke Netzanschlüsse an. Ende Januar 2026 lagen rund 3.100 Anschlussanfragen mit einem potenziellen Leistungsbedarf von etwa 124 Gigawatt vor. Zum Vergleich: Die gesamte installierte Leistung erneuerbarer Energien im Netzgebiet lag 2025 bei rund 13,6 Gigawatt.

Die Energiewende schreitet im Netzgebiet rasant voran – und wir investieren weiter auf hohem Niveau, um erneuerbare Energieanlagen, Speicher, Wärmepumpen und Elektromobilität zuverlässig zu integrieren. Versorgungssicherheit zählt dabei zu den wichtigsten Erwartungen unserer Netzkunden.

Kai Richter kaufmännischer Geschäftsführer von MITNETZ STROM

Bis 2030 gibt MITNETZ STROM mehr als drei Milliarden Euro für den Ausbau und die Entwicklung des Netzes aus. Das Geld für 2026 fließt unter anderem in folgende Projekte:

Sachsen

  • Bau eines neuen Umspannwerkes in Schkeuditz/West
  • Ersatzneubau einer Hochspannungsleitung in Herlasgrün
  • Neubau des Abzweigs Oberelsdorf der Hochspannungsleitung Röhrsdorf-Burgstädt

Sachsen-Anhalt

  • Ersatzneubau eines Umspannwerkes in Roßla
  • Trafowechsel im Umspannwerk in Aschersleben
  • Bündelbeseilung der Hochspannungsleitung in Lauchstädt

Brandenburg

  • Ersatzneubau des Umspannwerkes in Ragow
  • Erneuerung und Erweiterung des Umspannwerkes in Neuendorf
  • Sanierung der Hochspannungsleitung in Graustein

Insgesamt verteilt sich die Summe auf Brandenburg mit rund 119 Millionen Euro, Sachsen 252 Millionen Euro, Sachsen-Anhalt 140 Millionen Euro und Thüringen mit 20 Millionen Euro.

Monteure in einem Umspannwerk

Eingriffe in das Stromnetz

Wenn viel Wind weht und die Sonne kräftig scheint, gelangt zeitweise mehr Strom ins Netz, als aktuell verbraucht wird. Damit es dabei nicht zu Überlastungen kommt, greifen gesetzlich geregelte Maßnahmen wie das sogenannte Redispatching. Dabei wird die Einspeisung einzelner Anlagen vorübergehend reduziert. Die gute Nachricht: Trotz weiterhin hoher Einspeisemengen ist der Netzbetrieb stabiler geworden. Im Jahr 2025 sank die Zahl dieser Eingriffe leicht auf 1.179 Maßnahmen (2024: 1.277). Insgesamt wurden rund 192 Gigawattstunden erneuerbarer Energie abgeregelt, was ungefähr einem Prozent der Gesamtleistung entspricht. Ein Großteil dieser Maßnahmen erfolgte auf Anforderung des vorgelagerten Übertragungsnetzbetreibers. Hinzu kommen 3.644 Stunden mit Lastflussumkehr. Das bedeutet: Überschüssiger Strom aus unserem Netz wurde aktiv in das übergeordnete Übertragungsnetz zurückgespeist.

Resilienz: Wenn das Netz widerstandsfähig wird

Je komplexer das Energiesystem wird, desto wichtiger wird ein Begriff: Resilienz. Gemeint ist die Fähigkeit des Netzes, auch bei Störungen, Extremwetter oder technischen Ausfällen stabil zu bleiben und schnell wieder voll funktionsfähig zu sein.

Dabei beobachten wir unsere Netze und Anlagen sehr genau. Resiliente Netze sind ein zentraler Faktor für Versorgungssicherheit, gerade in Zeiten wachsender Erzeugung, neuer Großverbraucher und zunehmender digitaler Abhängigkeiten

Lutz Eckenroth technischer Geschäftsführer von MITNETZ STROM

Um die Widerstandsfähigkeit seiner Infrastruktur weiter zu erhöhen, verstärkt MITNETZ STROM 2026 gezielt seine Resilienzmaßnahmen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Ausbau von Schutz- und Sicherungseinrichtungen
  • moderne Überwachungssysteme und digitale Lagebilder
  • schnellere Wiederherstellungsprozesse
  • regelmäßige Schulungen und Übungen für unsere Mitarbeiter

Digitalisierung: Ein Netz mit Überblick

Ein leistungsfähiges Stromnetz braucht heute vor allem eines: Informationen in Echtzeit. Deshalb treibt MITNETZ STROM die Digitalisierung weiter konsequent voran. Digitale Ortsnetzstationen ermöglichen es, Netzzustände laufend zu überwachen und bei Bedarf schnell einzugreifen, oft sogar aus der Ferne.

Allein 2026 plant der Netzbetreiber:

  • den Aufbau von rund 500 neuen digitalen Ortsnetzstationen
  • die digitale Ausstattung von etwa 510 Trafostationen

Insgesamt sind bereits 1.796 digitale Ortsnetzstationen und 595 digitalisierte Trafostationen im Einsatz.

digitale Ortsnetzstation von MITNETZ STROM

Smart Meter: deutlich über dem Durchschnitt

Auch bei intelligenten Messsystemen ist MITNETZ STROM weit vorne. Im vierten Quartal 2025 lag die Ausstattungsquote bei den gesetzlich vorgeschriebenen Einbaufällen bei 31,1 Prozent. Gemeinsam mit optionalen Einbaufällen erreichte der Netzbetreiber sogar 46,6 Prozent. Zum Vergleich: Bundesweit lag der Wert bei 23,3 Prozent. Damit gehört MITNETZ STROM zu den leistungsstärksten Messstellenbetreibern in Deutschland und belegt unter den größten Verteilnetzbetreibern Platz drei.

Intelligenter Stromzähler

Fazit: Investitionen, die Zukunft sichern

Mit den geplanten Investitionen von 531 Millionen Euro setzt MITNETZ STROM 2026 den konsequenten Ausbau und die Modernisierung seines Stromnetzes fort. Die Maßnahmen sorgen dafür, dass Strom aus erneuerbaren Energien sicher transportiert wird, neue Verbraucher zuverlässig angeschlossen werden können und das Netz auch in Zukunft stabil funktioniert.

Um die Versorgungssicherheit aufrecht zu erhalten, werden jährlich die Strom- und Gasleitungen kontrolliert. In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie das genau funktioniert. Was ein „Digitaler Zwilling“ ist und wie er den Arbeitsalltag unserer Kollegen erleichtert, erklären wir dir hier.

Strommasten auf grüner Wiese

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Wir kümmern uns um eine unterbrechungsfreie Energieversorgung.

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