Grünes Licht für die Haushaltsampel

In den eigenen vier Wänden alles im Blick zu behalten, ist oft nicht so einfach. Denn zwischen Familie, Haushalt und Garten vernachlässigen wir schnell unser gesundheitliches Wohlbefinden. Lisa Lipfert ist Produktentwicklerin bei der enviaM-Gruppe und hat mit ihrem Team die Haushaltsampel erfunden. Ein Smart-Living-System, mit dem Mieter zu Hause sicherer und gesünder leben. Dafür wird ein Sensor in der Wohnung installiert, welcher unter anderem Informationen zur Luftqualität sammelt und diese an das Smartphone der Bewohner sendet. Über ein intuitiv verständliches Ampelsystem schlüsselt die dazugehörige App die Daten auf. Daraus entstehen Handlungsvorschläge, um das Raumklima zu regulieren. Seit Mitte Juli wird die Haushaltsampel in der Praxis getestet und hat das Ziel, fester Bestandteil in unseren Wohnungen zu werden.

Die enviaM-Haushaltampel App wird beispielhaft auf einem Smartphone gezeigt.

Smart-Living für die Hosentasche

Um die Funktionen der Haushaltsampel zu nutzen, wird der handtellergroße, quadratische Sensor wie ein Rauchmelder an der Zimmerdecke befestigt. Von hier aus misst er Parameter aus dem gesamten Raum und sammelt Informationen zu Luftfeuchtigkeit, CO2-Gehalt, Temperatur sowie den Bewegungen der Bewohner. Gerade für die Luftqualität ist es wichtig, den CO2-Gehalt zu kontrollieren. Denn zu hohe Werte führen häufig zu Kopfschmerzen. Eine zu gesteigerte Luftfeuchtigkeit wiederum begünstigt Schimmelbildung, welche ein enormes Gesundheitsrisiko darstellt. Die Haushaltsampel schlägt bei bedenklichen Messwerten Alarm und erinnert daran zu lüften.

Lisa Lipfert ist Projektentwicklerin des Smart-Living-Systems und hält ihre Arbeitsmaterialien unter dem Arm.

Immer auf der sicheren Seite

Neben den gesundheitlichen Funktionen unterstützt das Smart-Living-System der Haushaltsampel auch die Gebäudesicherheit. Wenn die Bewohner das Haus verlassen, aktivieren sie per App den Bewegungssensor, welcher auf Reaktionen im Raum reagiert und eine Warnbenachrichtigung bei Einbruchsverdacht sendet.

Bei häuslicher Betreuung von pflegebedürftigen Personen können sich Angehörige außerdem informieren lassen, wenn übliche Bewegungen des Bewohners ausbleiben und Verdacht auf einen Sturz oder andere Unfälle besteht.

Die Haushaltsampel wird im Größenvergleich zu einem Laptop und einem Notizbuch gezeigt.

Gemeinsam profitieren

Produktentwicklerin Lisa Lipfert betont, dass es sich bei der Haushaltsampel um eine intelligente Lösung für die Immobilien- und Wohnungswirtschaft handelt. Die Installation wird vom Wohnungseigentümer beauftragt:

„Mir liegt es sehr am Herzen, dass wir Mieter und Vermieter zusammen in ein Boot holen und für beide Seiten Mehrwerte schaffen.“

Besonders in Ostdeutschland kämpfen Wohnungsgesellschaften mit Leerständen und dem demografischen Wandel. Die Haushaltsampel hilft, Wohnraum attraktiver und moderner zu machen.  Die Anschaffung des Smart-Living-Systems benötigt wenig Investitionen und ist ohne bauliche Veränderung installierbar. Mieter müssen sich dabei keine Sorgen machen, dass der Gebäudeeigentümer Einblick in ihre persönlichen Daten erhält, denn diese werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Lisa Lipfert ist mit ihrer Haushaltsampel unterwegs zu einer potentiellen Kundenwohnung.

Schon bald können interessierte Wohnungseigentümer die Haushaltsampel über die Projektwebseite erwerben und sich zum Produkt informieren.

Noch mehr zum Thema Smart-Living erfahren Sie hier.

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