enviaM und MITGAS fördern die Energieeffizienz von Kommunen
Auch 2026 unterstützen enviaM und MITGAS Städte und Gemeinden dabei, ihren Energieverbrauch zu senken und ihre Infrastruktur zukunftsfähig zu machen. Über den Fonds Energieeffizienz Kommunen (FEK) stellen die Unternehmen rund 481.400 Euro bereit. Davon profitieren 130 Städte und Gemeinden in 21 Landkreisen in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Fördermittel fließen in Projekte, die Energie sparen und gleichzeitig die kommunale Infrastruktur modernisieren. Dazu zählen unter anderem LED-Beleuchtung, Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen und moderne Heiztechnik.
So funktioniert der Fonds Energieeffizienz Kommunen
Der Fonds Energieeffizienz Kommunen ist ein gemeinsames Förderprogramm von enviaM und MITGAS. Antragsberechtigt sind Städte und Gemeinden, die einen Konzessionsvertrag mit einem oder beiden Unternehmen abgeschlossen haben.
Gefördert werden Investitionen, die den Strom- und Erdgasverbrauch reduzieren. Auch Energiekonzepte, Teilkonzepte oder Wärmeberichte können bezuschusst werden. Die Kommunen tragen dabei mindestens 15 Prozent der Projektkosten selbst.
Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet eine Jury aus kommunalen Vertretern sowie Vertretern von enviaM und MITGAS. Je nach Vorhaben und Kommune beträgt die Förderung bis zu 7.500 Euro für Stromprojekte sowie bis zu 9.000 Euro für kombinierte Strom- und Gasprojekte.
Die Bandbreite der geförderten Maßnahmen ist groß: Schulen, Sporthallen und Feuerwehren erhalten moderne LED-Beleuchtung, kommunale Gebäude werden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet und Heizungsanlagen durch Wärmepumpen, Batteriespeicher oder intelligente Steuerungstechnik effizienter betrieben.

Erfolgsbilanz: 6,9 Millionen Euro Förderung seit 2007
Allein die in diesem Jahr geförderten Maßnahmen ermöglichen Einsparungen von rund 1,05 Millionen Kilowattstunden Strom und Erdgas pro Jahr.
Auf einem Blick
• 2.790 geförderte Projekte seit 2007
• 6,9 Millionen Euro Fördermittel
• rund 28 Millionen Kilowattstunden eingesparte Energie
Sachsen: Von LED-Technik bis Batteriespeicher
In Sachsen setzt der FEK eine Vielzahl von Projekten um. Ein Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung von Beleuchtungsanlagen sowie dem Ausbau erneuerbarer Energien.
Im Landkreis Zwickau erhalten neun Kommunen 46.500 Euro. Crimmitschau und Lichtenstein modernisieren beispielsweise die Beleuchtung öffentlicher Einrichtungen und bekommen dafür jeweils 7.500 Euro.
Im Erzgebirgskreis investieren 13 Kommunen in moderne Straßenbeleuchtung. Dafür stehen 54.800 Euro zur Verfügung.

In Mittelsachsen profitieren zehn Kommunen von 48.000 Euro. Neben LED-Umrüstungen werden hier elektrische Anlagen modernisiert sowie Energiekonzepte und Effizienzmaßnahmen in Schulen, Sportstätten und Kindertagesstätten umgesetzt.
Auch im Vogtlandkreis, Landkreis Leipzig, Landkreis Bautzen, Landkreis Meißen und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fördern wir zahlreiche Vorhaben. Dazu gehören Batteriespeicher für bestehende Photovoltaikanlagen, moderne Wärmepumpen, PV-Anlagen mit Speichertechnik sowie energieeffiziente Beleuchtungslösungen für öffentliche Einrichtungen.
Brandenburg: Mehr Solarenergie und effiziente Beleuchtung
In Brandenburg liegt der Fokus vor allem auf energieeffizienter Beleuchtung und dem Ausbau erneuerbarer Energien.
Im Landkreis Elbe-Elster statten 15 Kommunen Schulen, Feuerwehren, Freibäder und Dorfgemeinschaftshäuser mit moderner LED-Technik aus. Ergänzt werden die Maßnahmen durch neue Solarleuchten. Insgesamt fließen hier 40.900 Euro Fördermittel.
Im Landkreis Spree-Neiße wird eine bestehende Photovoltaikanlage um einen Batteriespeicher erweitert. Außerdem wird eine Flutlichtanlage auf LED-Technik umgerüstet. Die Förderung beträgt 4.500 Euro.
Die Gemeinde Märkische Heide im Landkreis Dahme-Spreewald investiert mithilfe von 4.500 Euro Fördermitteln in eine energieeffiziente Straßenbeleuchtung.
Sachsen-Anhalt: Energie sparen in öffentlichen Gebäuden
Auch in Sachsen-Anhalt nutzen zahlreiche Kommunen die Förderung für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld setzen vier Kommunen Projekte im Bereich Photovoltaik und Energieeinsparung um. Dafür stehen 21.000 Euro zur Verfügung.
Im Landkreis Harz fließen 10.000 Euro in die Modernisierung von Flutlichtanlagen und den Einbau von Hybridheizungstechnik.
In Mansfeld-Südharz werden Wärmepumpen, moderne Heiztechnik, Gebäudedämmung und LED-Beleuchtung mit 25.000 Euro gefördert.
Neun Kommunen im Landkreis Nordsachsen erhalten zusammen 35.059 Euro. Die Mittel werden unter anderem für Photovoltaikanlagen auf Feuerwehrgebäuden, moderne Heizungssteuerungen und energieeffiziente Schulgebäude eingesetzt.
Im Burgenlandkreis liegt der Schwerpunkt auf der Umrüstung auf LED-Beleuchtung. Neun Kommunen bekommen dafür 34.500 Euro.
Weitere Maßnahmen entstehen im Saalekreis, wo Schulen, Kindertagesstätten und öffentliche Einrichtungen auf moderne LED-Technik umgestellt werden. Dafür stehen 24.500 Euro bereit.
Im Salzlandkreis fließen 4.500 Euro in die Beleuchtung eines kommunalen Objekts. Im Landkreis Wittenberg investieren zwei Kommunen 12.000 Euro in LED-Straßenbeleuchtung und moderne Erdgas-Brennwerttechnik.
Thüringen: Kommunale Gebäude werden effizienter
Im Altenburger Land modernisieren zehn Kommunen ihre Infrastruktur. Kindertagesstätten und Verwaltungsgebäude erhalten energieeffiziente LED-Beleuchtung. Darüber hinaus werden Straßenbeleuchtungsanlagen erneuert. Der FEK unterstützt die Vorhaben mit 24.000 Euro.
So können Kommunen Fördermittel beantragen
Kommunen können jährlich Förderanträge für Energiesparmaßnahmen im Strom- und Erdgasbereich stellen. Pro Kommune ist jeweils ein Antrag pro Förderbereich möglich. Nach zwei Förderungen muss ein Jahr pausiert werden, bevor erneut ein Antrag gestellt werden kann.
Die Antragsunterlagen müssen bis zum 31. März des jeweiligen Jahres eingereicht werden. Anmeldung und Antragstellung erfolgen über das Energieportal von enviaM. Bei Fragen unterstützen die zuständigen Kommunalbetreuer.
Kleine Investitionen, große Wirkung
Die aktuelle Förderrunde zeigt erneut, wie viel bereits mit vergleichsweise überschaubaren Investitionen erreicht werden kann. Ob moderne Straßenbeleuchtung, intelligente Heiztechnik oder Solarstrom auf kommunalen Dächern: Die Projekte senken Energiekosten, reduzieren den Ressourcenverbrauch und machen Städte und Gemeinden fit für die Zukunft. Gleichzeitig profitieren die Bürger von einer modernen, nachhaltigen kommunalen Infrastruktur.
Städte und Gemeinden profitieren auch von einem Teil des Strompreises: Die so genannte Konzessionsabgabe ist eine Art Wegerecht für den Energieversorger. Was sich konkret dahinter verbirgt, liest du in diesem Blogbeitrag. Unsere schöne Region entdeckten im Sommer vier Creator mit dem Fahrrad. Welche Stationen sie bei ihrer Power-Mission einlegten und welche Personen sie dabei kennenlernten, erzählen wir dir hier.

