Michael Voigtmann und Felix Hanke, enviaM, Digitalagenda Michael Voigtmann und Felix Hanke, enviaM, Digitalagenda

Digitalagenda – gemeinsam gestalten wir die Energiezukunft

Im Interview erzählen Michael Voigtmann und Felix Hanke vom internen Ideenwettbewerb der enviaM-Gruppe – oder wie wir es nennen: von unserer Digitalagenda. Diese ermöglicht unseren Mitarbeitenden, ihre eigenen Ideen umzusetzen – unterstützt vom Knowhow und den Ressourcen der gesamten Unternehmensgruppe.

Hallo ihr beiden, stellt euch doch kurz vor.

Michael: Ich arbeite in der Unternehmensentwicklung im Bereich Digitalisierung – und das seit einem reichlichen Jahrzehnt. Schon damals habe ich meine Leidenschaft für Innovationsmanagement entdeckt. Heute bin ich Bindeglied zwischen der enviaM-Gruppe und verschiedenen Start-Up-Unternehmen und unterstütze Mitarbeitende aus der gesamten Gruppe bei der Entwicklung und Umsetzung von Ideen und spannenden Projekten in unserer Digitalagenda.

Felix: Ich bin seit diesem Jahr Nachhaltigkeitsmanager der enviaM-Gruppe. Zuvor habe ich gemeinsam mit Michael die Digitalagenda vorangetrieben. Mit Blick auf mein neues Aufgabenfeld, freue ich mich umso mehr, dass wir die Digitalagenda in diesem Jahr um nachhaltige Themen- und Entwicklungsfelder erweitern.

Was genau ist die Digitalagenda eigentlich? Und wozu braucht sie die enviaM-Gruppe?

Michael: Bei der Digitalagenda handelt es sich um einen Ideenwettbewerb innerhalb der enviaM-Gruppe. Hier bringen sich unsere Mitarbeitenden aktiv ein und setzten ihre Ideen um, um die digitale Transformation im Unternehmen voranzubringen.
Das tut sowohl der Belegschaft als auch der Unternehmensgruppe gut: Kreative Köpfe können sich ausleben und Dinge nachhaltig verändern – und das Unternehmen profitiert von neuen Produkten, Geschäftsfeldern und Dienstleistungen für die Kunden, von schnelleren Prozessen oder auch von geringerem Arbeitsaufwand.
Es ist nicht immer leicht, mit der stetig digitaler werdenden Welt Schritt zu halten. Daher bauen wir als Unternehmensentwickler auf unsere Kollegen.

Und was genau soll mit der Digitalagenda erreicht werden?

Michael: Wir generieren nicht nur viele tolle Ideen, sondern fördern auch talentierte Kollegen und wertschätzen sie als wichtige Know-How-Träger.
Durch die Arbeitsweise in den Digitalagenda-Projekten überwinden wir sogenanntes Silo-Denken, bündeln also Ressourcen und Wissen aus verschiedensten Geschäftsbereichen und Abteilungen. Damit sorgen wir auf sehr effiziente Art und Weise für positive Effekte, die auch mittel- und langfristig anhalten – und zusätzlich zum Kulturwandel beitragen.

Welche Erfolge verbucht die Digitalagenda bisher?

Michael: Puh, schwer sich auf ein Beispiel festzulegen. Seit dem Start 2019 haben wir bereits über 150 Ideen evaluiert und 18 in die agile Entwicklung überführt. Viele Ideen sind bereits voll umgesetzt und wurden in die tägliche Arbeit übernommen.
Ein Beispiel ist das Projekt Drohnen@MITNETZ. Seit 2022 verwendet unser Verteilnetzbetreiber MITNETZ STROM teilweise Drohnen – statt wie bisher Hubschrauber – um an Stromleitungen Inspektionen durchzuführen und Störungen zu identifizieren. Oftmals ist eine Sichtung der Leitungen nämlich gar nicht so leicht, besonders wenn es durch einen Wald oder ein Gebiet mit vielen Teichen geht. Künstliche Intelligenz ist übrigens auch im Spiel: Die Bilder der Anlagen werden automatisiert ausgewertet. Das ermöglicht eine risikoärmere und schnellere Erkennung und Behebung von Schäden an den Leitungen.

Felix: Ein schönes Beispiel ist für mich auch das virtuelle Umspannwerk. Hier erlernen die Azubis der enviaM-Gruppe risikofrei wichtige Schalthandlungen. In der virtuellen Welt können sie sich einen ersten Eindruck von ihrem späteren Arbeitsplatz machen, unter Anleitung Arbeitsabläufe erproben und Dinge ausprobieren, ohne dass Konsequenzen für ihre Gesundheit oder das Stromnetz drohen. Ich finde super, dass sie auch Routineaufgaben wie Schweißen digital proben. Dadurch wird gerade zu Beginn der Ausbildung viel Material gespart.

Michael Voigtmann und Felix Hanke, enviaM, Digitalagenda

Wie läuft die Digitalagenda ab?

Michael: Im ersten Quartal jedes Jahres wird der Auftakt zur neuen Staffel der Digitalagenda gesetzt. Von da an können engagierte Kollegen rund zwei Monate lang ihre Ideen einreichen. Den gesamten Sommer über bis Ende August werden die Ideen dann zu Projekten geformt: Die kreativen Köpfe unterstützen Mentoren und Coaches. Sie erstellen einen Steckbrief und einen Business Case zu ihrer Idee und stehen in regem Austausch zu ihren Anspruchsgruppen.
Ein zentraler Meilenstein ist dann mit dem Pitch im Herbst erreicht. Dort werden alle entwickelten Ideen vorgestellt und über ein Voting bewertet. Das besondere an unserem Format ist, dass alle Mit-arbeitenden abstimmen dürfen – unabhängig von ihrer Position im Unternehmen. Wenn genug Stimmen zusammenkommen und das Projekt auch finanziell und zeitlich gut durchgeplant ist, gibt es grünes Licht. Alle genehmigten Ideen starten dann ab Oktober in die Umsetzung. Diese findet in agilen Teams statt und produziert meist nach kurzer Zeit schon erste Ergebnisse.

Was ist dieses Jahr neu?

Felix: Bisher standen im Wesentlichen digitale Themen im Fokus. Zum fünften Geburtstag hat unsere Digitalagenda ein Plus erhalten: In diesem Jahr können zusätzlich nachhaltige Innovationen eingereicht und entwickelt werden. Das freut mich als Nachhaltigkeitsmanager natürlich besonders.
Der neue Schwerpunkt umfasst dabei die wesentlichen drei Nachhaltigkeitsdimensionen: Klima und Naturschutz, nachhaltige Unternehmensführung und soziale Verantwortung. Den Schwerpunkt Digitalisierung erhalten wir unverändert.

Wir haben viele Zukunftsgestalter in der enviaM-Gruppe. Einer davon ist Sebastian Wolfermann. Im Interview erzählt er über eSports und seinen Werdegang im Unternehmen.

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Die enviaM-Gruppe möchte bis 2040 klimaneutral sein.

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