Zwischen Kundenzentrierung, Respekt und Engagement – im Interview mit Leila
Neue Wege beginnen oft mit einer mutigen Entscheidung. Für Leila führte sie von Tunesien nach Deutschland und schließlich zu envia TEL. Heute ist sie als Referentin für Projektierung und Kalkulation Ansprechpartnerin für Geschäftskunden, engagiert sich für Chancengleichheit und setzt sich dafür ein, Menschen miteinander zu verbinden – beruflich wie persönlich. Im Interview erzählt sie von ihrem Neustart in Deutschland, ihrem Arbeitsalltag und davon, warum Offenheit und gegenseitige Unterstützung die besten Voraussetzungen für gemeinsames Wachstum sind.
Hey Leila, stell dich doch kurz vor: Wer bist du und was machst du bei uns?
Ich arbeite seit Mai 2019 bei envia TEL als Referentin im Bereich Kundenzentrierte Prozesse / Auftrag Lösung. Gemeinsam mit meinem Team betrachten wir unsere Aufträge und Lösungen konsequent aus Kundensicht, entwickeln sie kontinuierlich weiter und sorgen dafür, dass sie sich im Alltag bewähren. Dabei gefällt mir besonders, dass hinter jedem Prozess am Ende immer Menschen stehen – unsere Kunden, aber auch die Kollegen, mit denen wir zusammenarbeiten.
Wie sieht dein Arbeitsalltag aus – und welchen Beitrag leistet deine Arbeit für die Region?
Einen klassischen Arbeitsalltag gibt es für mich eigentlich nicht mehr. Durch das mobile Arbeiten habe ich die Flexibilität, meinen Tag selbst zu gestalten und meine Aufgaben immer wieder an die aktuellen Anforderungen anzupassen. Was viele vielleicht nicht direkt sehen: Hinter einer funktionierenden digitalen Verbindung stecken viel Planung, Koordination und Abstimmung. Genau hier beginnt meine Arbeit. Als Referentin für Projektierung und Kalkulation begleite ich Projekte und Anfragen von der Optionierung bis hin zum Projektmanagement. Ich prüfe technische Ressourcen, kalkuliere Budgets und koordiniere die verschiedenen Beteiligten, damit aus einer Idee am Ende eine erfolgreiche Lösung entsteht. Diese Mischung aus Planung, Zahlen, Technik und Zusammenarbeit macht meinen Job besonders spannend. Gleichzeitig weiß ich, dass meine Arbeit einen Beitrag zu etwas Größerem leistet: Mit unserer Arbeit in der Telekommunikation schaffen wir die Grundlage dafür, dass Menschen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zuverlässig miteinander verbunden bleiben und unsere Region auch in Zukunft digital gut aufgestellt ist.

Dein Weg zu uns begann nicht in Deutschland. Was hat dich hierhergeführt und wie bist du zu uns gekommen?
Mich hat die Suche nach neuen beruflichen und persönlichen Perspektiven nach Deutschland geführt. Ich wollte mich weiterentwickeln, neue Erfahrungen sammeln und meinen eigenen Weg gehen. Später bin ich aus familiären Gründen von Berlin nach Brandenburg gezogen. Bei meiner Suche nach einem Arbeitgeber in der Region bin ich auf die enviaM-Gruppe aufmerksam geworden. Besonders positiv war für mich, wie herzlich ich aufgenommen wurde. Die Unterstützung und Offenheit meiner Kolleginnen und Kollegen haben mir den Einstieg sehr erleichtert. Heute sehe ich diesen Weg als eine wertvolle Erfahrung – sowohl persönlich als auch beruflich.

Der Start in einem neuen Land bringt sicher Herausforderungen mit sich. Was war für dich besonders herausfordernd?
Eine neue Sprache zu lernen, ist nur ein Teil des Ankommens. Für mich war es genauso wichtig, die Kultur dahinter zu verstehen – also die Menschen, ihre Gewohnheiten und die Art, miteinander zu kommunizieren. Da meine Familie nicht in meiner Nähe war, habe ich über Sprachstammtische und ehrenamtliche Tätigkeiten viele neue Menschen kennengelernt. Daraus sind Freundschaften entstanden, die mir geholfen haben, mich Schritt für Schritt zuhause zu fühlen.
Welche kulturellen Unterschiede im Arbeitsalltag sind dir besonders aufgefallen?
Dass Pünktlichkeit in Deutschland eine wichtige Rolle spielt, war mir bereits bekannt. Neu für mich war vor allem die langfristige Planung vieler Themen. Am Anfang war das ungewohnt, heute schätze ich diese Struktur sehr, weil sie Orientierung und Verlässlichkeit schafft. Gleichzeitig bringe ich meine eigenen Erfahrungen und Perspektiven mit. Genau diese Verbindung aus unterschiedlichen Kulturen empfinde ich als Stärke. Besonders der Austausch in externen Netzwerken inspiriert mich. Dort kommen verschiedene Erfahrungen, Best Practices und neue Ideen zusammen, aus denen wertvolle Impulse entstehen.
Du engagierst dich bei uns und auch außerhalb des Unternehmens für Vielfalt und die Förderung von Frauen. Was treibt dich dabei an?
Meine Familie hat mir früh vermittelt, Verantwortung zu übernehmen und nicht nur den eigenen Erfolg im Blick zu haben, sondern auch darauf zu achten, wie man andere Menschen unterstützen und stärken kann. Diese Werte begleiten mich bis heute und prägen auch mein Engagement für Vielfalt und die Förderung von Frauen. Für mich bedeutet dieses Engagement vor allem, Chancen zu schaffen, Menschen zu ermutigen und einen positiven Beitrag zu leisten. Seit über zwei Jahren bin ich außerdem Mitglied in unserem internen Diversity Circle, einer Projektgruppe, die sich mit Vielfalt und Inklusion beschäftigt. Dort geht es darum, Bewusstsein zu schaffen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und eine Unternehmenskultur mitzugestalten, in der sich alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Identität oder persönlichem Weg – wertgeschätzt und willkommen fühlen.

Gab es Menschen, die dich auf deinem Karriereweg besonders unterstützt haben?
Ja, auf jeden Fall. Besonders wertvoll waren Menschen, die ihr Wissen mit mir geteilt, mich ermutigt und mir Vertrauen entgegengebracht haben. Gerade in der Zeit, in der ich mich an neue Arbeitsweisen und die deutsche Arbeitskultur gewöhnt habe, waren die Unterstützung, das Feedback und die Geduld von Kolleginnen, Kollegen und Führungskräften sehr wichtig für mich. Solche Begegnungen zeigen mir, wie viel ein unterstützendes Umfeld bewirken kann.
Was hilft dir dabei, dein Potenzial im Job voll zu entfalten?
Für mich ist ein Arbeitsumfeld entscheidend, in dem offene Kommunikation, Vertrauen und gegenseitiger Respekt gelebt werden. Dort kann ich meine Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und mich weiterentwickeln. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für mich sehr wichtig. Flexible Arbeitsmöglichkeiten, ein gutes Arbeitsklima und die Unterstützung durch mein Team machen für mich im Alltag einen großen Unterschied.

Was sollten wir unbedingt über dich wissen, dass nicht in deinem Jobtitel steht?
Mein Jobtitel beschreibt meine Aufgaben – aber nicht meine Persönlichkeit. Ich bin neugierig, offen für neue Themen und schätze eine wertschätzende Zusammenarbeit. Besonders gerne bringe ich Struktur in komplexe Aufgaben und suche nach Lösungen. Dabei verliere ich aber nie den Menschen hinter den Prozessen aus dem Blick.
Welche Botschaft möchtest du anderen Menschen mit auf den Weg geben?
Zuhause ist da, wo Respekt die beste Sprache ist.
Von neuen Wegen und starken Verbindungen
Leilas Geschichte zeigt, wie wertvoll neue Perspektiven sein können. Ihr Weg von Tunesien nach Deutschland war geprägt von Mut, Neugier und dem Wunsch, sich persönlich wie beruflich weiterzuentwickeln. Was einst ein neuer Anfang war, ist heute die Grundlage für ihre Arbeit und ihr Engagement. Ihre Geschichte macht deutlich: Eine starke Zusammenarbeit entsteht dort, wo Respekt, Vertrauen und Offenheit gelebt werden. Denn genau diese Werte verbinden Menschen – unabhängig von Herkunft, Erfahrung oder persönlichem Weg.
Du möchtest noch mehr über die Menschen hinter der enviaM-Gruppe erfahren? Unsere Kollegin Karolin gibt spannende Einblicke in ihre Arbeit im Veranstaltungsmanagement und zeigt, wie viel Organisation, Kreativität und Teamarbeit hinter gelungenen Events steckt. Im Interview mit Shaishav erfährst du außerdem, wie er in der Zielnetzplanung Strom an der Energieversorgung von morgen arbeitet und welche Rolle moderne Netzkonzepte für die Energiewende spielen. Und unsere Diversity Managerin Renate erzählt hier auf dem Blog, was Vielfalt und Inklusion für sie bedeuten und welche Rolle das Thema im Unternehmen spielt.

