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Person mit kurzen Haaren und Brille lächelt leicht vor einem Gaming-Stuhl, im Vordergrund unscharfer Monitor. Person mit kurzen Haaren und Brille lächelt leicht vor einem Gaming-Stuhl, im Vordergrund unscharfer Monitor.

Im Interview mit Karolin: Zwischen Events, Inklusion und Zusammenhalt

Karolin arbeitet im Veranstaltungsmanagement der enviaM-Gruppe. Sie organisiert, koordiniert Abläufe, unterstützt Kollegen und sorgt dafür, dass Veranstaltungen für Gäste zu gelungenen Erlebnissen werden. Doch hinter ihrem Job steckt weit mehr als Planung und Organisation. Karolin bringt nicht nur Fachwissen und Einsatzbereitschaft mit, sondern auch eine besondere Perspektive auf Zusammenarbeit, Teilhabe und Wertschätzung. Ihr eigener Weg ins Unternehmen war alles andere als selbstverständlich. Nach zahlreichen Bewerbungsabsagen hätte sie allen Grund gehabt, aufzugeben. Stattdessen kämpfte sie weiter, glaubte an ihre Chance und fand schließlich ihren Platz in der enviaM-Gruppe.
Im Interview erzählt Karolin von ihrem ungewöhnlichen Karriereweg, von besonderen Event-Momenten, vom starken Zusammenhalt im Team und davon, warum kleine Gesten im Alltag oft den größten Unterschied machen.

Hey, wer bist du und was ist dein Job in der enviaM-Gruppe?

Ich bin Karolin, 29 Jahre alt und arbeite im Veranstaltungsmanagement. Mein Aufgabenbereich ist vielseitig: Ich unterstütze bei der Planung und Umsetzung von Veranstaltungen, kümmere mich um organisatorische Abläufe und übernehme Aufgaben im Teilnehmermanagement. Außerdem helfe ich dort, wo Unterstützung gebraucht wird – genau das macht meinen Arbeitsalltag abwechslungsreich.

Wie fing deine Reise zur enviaM-Gruppe an?

Mein Weg hierher war nicht einfach. Nach 56 Bewerbungsabsagen hatte ich kaum noch Hoffnung und ehrlich gesagt auch nicht mehr viel Kraft. Trotzdem wollte ich einen letzten Versuch wagen. Ich kontaktierte das MDR-Fernsehen und schilderte meine Situation. In der Sendung „Mach dich ran!“ durfte ich die Aufgabe stellen, mir einen Praktikumsplatz zu organisieren. Das Team nahm die Herausforderung an und schaffte es tatsächlich, innerhalb eines Tages die „Challenge“ zu meistern. Daraus entwickelte sich für mich eine echte Chance. Nach dem Praktikum bei enviaM folgten zunächst befristete Anstellungen, bis ich im Jahr 2021 meinen festen Arbeitsvertrag unterschreiben durfte. Das war ein Moment, mit dem ich nicht gerechnet hatte und den ich bis heute sehr schätze.

Was hat dich ursprünglich an der Welt von Sponsoring und Veranstaltungen gereizt?

Zunächst waren es die Menschen. Ich habe von Anfang an viel Offenheit und Herzlichkeit erlebt. Gleichzeitig hat mich begeistert, wie vielseitig dieser Bereich ist. Kein Tag gleicht dem anderen, ständig gibt es neue Aufgaben und neue Herausforderungen. Ich mag es, Dinge zu organisieren, Ideen umzusetzen und Menschen zusammenzubringen. Besonders schön ist für mich der Moment, wenn eine Veranstaltung erfolgreich läuft, alles funktioniert und die Gäste zufrieden sind. Dann merke ich, dass sich mein Einsatz gelohnt hat.

Welche drei Wörter beschreiben deinen Arbeitsalltag am besten?

Mein Arbeitsalltag lässt sich gut mit drei Begriffen beschreiben: Teilnehmermanagement, Organisation und Unterstützung. Und wenn mein eigener Job ein Event wäre, dann wäre er auf jeden Fall bunt. Es gibt ständig Veränderungen, neue Anforderungen und immer wieder Überraschungen. Genau diese Dynamik macht die Arbeit spannend.

Was passiert hinter den Kulissen, das Außenstehende oft unterschätzen?

Viele sehen bei Veranstaltungen vor allem das Ergebnis: einen reibungslosen Ablauf, zufriedene Gäste und schöne Momente. Was oft unterschätzt wird, ist der Einsatz dahinter. Damit alles funktioniert, braucht es viel Willen, Kraft, Konzentration und Hingabe. Wichtig sind dabei Fähigkeiten, die man vielleicht nicht sofort sieht: technisches Verständnis, Organisationstalent und Flexibilität. Oft müssen wir schnell reagieren, Lösungen finden und gleichzeitig den Überblick behalten. Ebenso wichtig ist die Bereitschaft, Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen und als Team zu arbeiten.

Was war bisher dein spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt?

Ein besonderes Projekt war für mich die Mitentwicklung einer App für die Kinderweihnachtsfeier der enviaM-Gruppe. Es war spannend, an etwas mitzuwirken, das digital unterstützt, Familien anspricht und eine Veranstaltung noch besser macht. Solche Projekte zeigen, wie vielfältig Eventarbeit heute sein kann.

Was macht die Zusammenarbeit in deinem Team besonders?

Für mich ist es vor allem die Herzlichkeit, die Offenheit und das starke Teamgefühl. Ich fühle mich akzeptiert, so wie ich bin. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, gebraucht zu werden und einen echten Beitrag zu leisten. Besonders wichtig ist mir auch, dass nicht auf Einschränkungen geschaut wird, sondern auf Fähigkeiten und Stärken. Das schafft Vertrauen und Motivation. Zudem erlebe ich auch die gesamte Unternehmenskultur als offen, wertschätzend und unterstützend. Menschen begegnen sich respektvoll, helfen einander und ziehen gemeinsam an einem Strang. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, sich einzubringen, Ideen vorzuschlagen und gemeinsam Erfolge zu erreichen. Das macht für mich einen guten Arbeitsplatz aus.

Gab es in deinem Leben oder deiner Karriere einen Moment, bei dem du dachtest: Dafür mache ich das alles?

Ja, diesen Moment gab es. In meiner Vergangenheit wurde mir oft vermittelt: „Du bist zu nichts zu gebrauchen.“ Solche Aussagen aus Schule und Behörden vergesse ich nicht einfach. Heute meinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, selbstständig zu sein und einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, bedeutet mir deshalb sehr viel. Ich möchte zeigen, dass Menschen viel mehr können, als andere ihnen manchmal zutrauen.

Du bist Teil des internen Diversity Circles. Was steckt dahinter und warum engagierst du dich dort?

Der Diversity Circle ist ein bereichsübergreifender, freiwilliger Zusammenschluss von Mitarbeitern, die sich aus eigener Motivation für Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion einsetzen. Ich engagiere mich dort ehrenamtlich, weil ich dazu beitragen möchte, dass sich die Lebensumstände für Menschen mit Behinderung weiter verbessern. Ich bringe meine Erfahrungen als Betroffene ein, gebe Hinweise, mache Vorschläge und unterstütze mit meiner Perspektive als Expertin in eigener Sache.

Was bedeutet für dich ein inklusives Arbeitsumfeld und wie prägt das deinen Blick auf Zusammenarbeit und Veranstaltungen?

Inklusion ist niemals eine Einzelleistung. Sie gelingt nur, wenn viele Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen, offen sind und mitziehen. Im Alltag zeigt sie sich oft in den kleinen Dingen: in verständlich formulierten Aufgaben und Texten, in einem Arbeitsplatz, der selbstständig nutzbar ist, und in einer Umgebung, die ohne unnötige Barrieren zugänglich bleibt. Entscheidend ist für mich, dass auf individuelle Bedürfnisse Rücksicht genommen wird – ohne Menschen auf Einschränkungen zu reduzieren. Diese Haltung prägt auch meinen Blick auf Veranstaltungen. Ich achte darauf, dass wirklich alle teilnehmen können – unabhängig von möglichen Einschränkungen. Deshalb schauen wir zum Beispiel, ob Veranstaltungsorte gut zugänglich sind, ob Einladungen verständlich formuliert wurden und ob Informationen so aufbereitet sind, dass sie für alle nachvollziehbar sind. So entstehen Veranstaltungen, bei denen sich möglichst jeder willkommen fühlt.

Gibt es etwas, das dir hilft, dein Potenzial im Job voll zu entfalten? Und welche Benefits machen dabei für dich den Unterschied?

Was mir besonders hilft, ist das Gefühl: Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein. Ich werde nicht danach bewertet, was ich nicht kann, sondern danach, was ich kann. Das ist enorm motivierend. Im Alltag machen außerdem Gleitzeit und Homeoffice einen großen Unterschied. Wegen meiner Behinderung habe ich häufiger Arzttermine, Therapien oder Termine im Sanitätshaus. Durch flexible Arbeitsmodelle kann ich meinen Tag besser strukturieren und damit Beruf und Alltag gut verbinden.

Was sollten wir unbedingt über dich wissen, das nicht in deinem Jobtitel steht?

Das Thema gesellschaftliches Miteinander begleitet mich schon lange. In einem Schulprojekt habe ich einmal eine „Gesellschaftsklage“ geschrieben. Darin wollte ich ausdrücken, was ich denke, was ich fühle und wie Menschen einander begegnen sollten. Mir ist wichtig: Jeder Mensch verdient eine Chance. Inklusion ist kein Selbstläufer, sondern ein Prozess mit Höhen und Tiefen. Wenn Menschen bereit sind, aufeinander zuzugehen, kann viel Gutes entstehen. Und manchmal braucht es einfach jemanden, der an einen glaubt, Rückhalt gibt und etwas zutraut – das kann im Leben sehr viel verändern.

Gemeinsam Chancen schaffen und Vielfalt leben

Karolins Geschichte zeigt eindrucksvoll, was möglich wird, wenn Menschen Chancen erhalten, Vertrauen spüren und mit ihren Stärken gesehen werden. Ihr Weg war nicht geradlinig, aber gerade deshalb ist er so inspirierend. Karolin oder Karo, wie sie ihre Kollegen nennen, steht für Durchhaltevermögen, Eigeninitiative und den Mut, sich nicht durch Vorurteile definieren zu lassen. Gleichzeitig macht ihr Blick auf den Arbeitsalltag deutlich: Inklusion entsteht nicht allein durch große Konzepte, sondern vor allem im täglichen Miteinander. Durch Offenheit, Respekt, flexible Lösungen und Teams, die einander unterstützen. Genau dort beginnt echte Teilhabe.

Wer weitere Einblicke in die Menschen der enviaM-Gruppe gewinnen möchte, dem empfehlen wir auch unser Interview mit Konstantin über seine Arbeit bei MITNETZ STROM. Dort berichtet er von seinem Berufsalltag und seinem Beitrag zu einer digitalen Energiezukunft. Ebenso lesenswert ist das Gespräch mit Diversity Managerin Renate, in dem es um Vielfalt, Chancengleichheit und die Frage geht, wie moderne Unternehmenskultur aktiv gestaltet und weiterentwickelt werden kann.

Junge Frau mit Brille lächelt an Elektronik-Arbeitsplatz und hält rote Messsonden und Kabel vor Messgeräten.

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