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Muskelbepackter Kugelstoßer im orangen Dress mit Kugel an der Halsstelle, angespanntes Wurfgestell vor dunklem Hintergrund. Muskelbepackter Kugelstoßer im orangen Dress mit Kugel an der Halsstelle, angespanntes Wurfgestell vor dunklem Hintergrund.

Mit Disziplin Richtung Olympia: Wie „Fit im Verein“ Kugelstoßer Kevin Reim unterstützt

Vom Erzgebirge bis auf internationale Wettkampfbühnen: Kugelstoßer Kevin Reim verfolgt sein großes Ziel mit beeindruckender Disziplin und Leidenschaft. Er zählt zu den vielversprechendsten deutschen Kugelstoßern und arbeitet täglich daran, seinem großen Traum näherzukommen: einmal bei den Olympischen Spielen zu starten. Unterstützt wird Kevin dabei von unserem Sportförderprogramm „Fit im Verein“. Im Interview erzählt der 24-Jährige, wie er zum Kugelstoßen gekommen ist, welche Momente ihn geprägt haben und warum Unterstützung auf dem Weg nach oben so wichtig ist.

Hallo Kevin, stell dich bitte kurz vor: Wer bist du, welche Disziplin betreibst du und was begeistert dich besonders daran?

Ich bin Kevin und meine Disziplin ist das Kugelstoßen. Viele kleine Details müssen zusammenspielen, damit am Ende die maximale Weite herauskommt. Mich begeistert vor allem die Kombination aus Kraft, Schnelligkeit, Explosivität und Technik, die diesen Sport so einzigartig macht.

Wie bist du zum Kugelstoßen gekommen?

Zur Leichtathletik bin ich durch meine Familie gekommen und habe bereits mit fünf Jahren angefangen zu trainieren. Eigentlich war ich Sprinter. Nach einer Achillessehnenverletzung musste ich allerdings umdenken und entdeckte so die Wurfdisziplinen für mich. Beim Kugelstoßen habe ich schnell gemerkt, dass es perfekt zu mir passt. Mit 16 Jahren habe ich mich dann endgültig darauf spezialisiert.

Kugelstoßer in orange Trikot mit Namenstreifen „Reim“ beim Abwurf, Pulverwolke um die Hand und zuschauende Menge im Hintergrund
Jörg Weichelt Photography

Was hält dich nach so vielen Jahren immer noch jeden Tag im Training?

Ich liebe es, mich kontinuierlich zu verbessern und an meinen Zielen zu arbeiten. Mein großer Traum ist es, eines Tages bei den Olympischen Spielen für Deutschland an den Start zu gehen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Aber genau das motiviert mich.

Was macht dich als Sportler aus, und was gibt dir tagtäglich Power?

Disziplin, Selbstständigkeit und Durchhaltevermögen. Besonders wichtig ist mir, auch in schwierigen Situationen nicht aufzugeben und immer weiterzumachen – im Sport genauso wie im Alltag.

Wie sieht ein typischer Trainingstag aus?

Mein Tag beginnt meist schon gegen 5 Uhr. Unter der Woche bin ich ab 7 Uhr bei meinem Praktikum im Bereich Objekterkennung in der Industrie, worin ich auch meine Bachelorarbeit schreiben werde, danach geht es ab 16 Uhr direkt zum Training ins Sportforum Chemnitz. Dort stehen nach dem Aufwärmen Techniktraining, Kugelstoßen und Krafttraining auf dem Programm. Oft bin ich erst nach 20 Uhr wieder zu Hause. Samstags gehört der Tag komplett dem Sport. In der Wettkampfphase stehen dann statt Training oft Wettkämpfe auf dem Programm.

Und wie bereitest du dich auf Wettkämpfe vor?

Neben dem Training spielt die mentale Vorbereitung eine große Rolle. Ich gehe technische Abläufe im Kopf durch und stelle mir vor, wie ich erfolgreich performe. Im Wettkampf selbst möchte ich vor allem Spaß haben und meine beste Leistung abrufen.

Kugelstoßer in orange Trikot beim Abwurf im Stadion, Kameramann und Mikrofon am Rand des Ringes sichtbar

Was war bisher dein größter sportlicher Moment?

Die Qualifikation für meine erste internationale Meisterschaft in der U18 war ein unvergesslicher Augenblick. Besonders stolz bin ich auf meine Teilnahme am Europäischen Olympischen Jugendfestival 2019 in Baku, wo ich Deutschland erstmal im Nationaltrikot vertreten durfte. Dort belegte ich am Ende Platz fünf und gehörte damit zu den besten Kugelstoßern Europas in meiner Altersklasse. Darauf bin ich bis heute sehr stolz.

Welche Ziele hast du für die aktuelle Saison und die nächsten Jahre?

In dieser Saison möchte ich meine persönliche Bestleistung von 19,19 Metern übertreffen und meine Platzierung bei den Deutschen Meisterschaften der Erwachsenen aus dem Vorjahr verbessern. Langfristig bleibt Olympia mein größtes Ziel und Antrieb.

Du wirst durch „Fit im Verein“ gefördert. Was bedeutet das für dich?

Die Unterstützung bedeutet mir unglaublich viel. Gerade in einer Randsportart wie der Leichtathletik ist finanzielle Förderung nicht selbstverständlich. Deshalb bin ich für diese Hilfe sehr dankbar. Sie hilft mir dabei, meinen sportlichen Weg weiterzugehen und motiviert mich zusätzlich.

Fit im Verein

Mit dem Projekt „Fit im Verein“ unterstützt die enviaM-Gruppe Nachwuchs in Sportvereinen und Talentstützpunkten. Gefördert werden Projekte in den Ballsportarten Basketball, Handball, Volleyball, Fußball und Tischtennis sowie im Turnen, Geräteturnen, Rad-, Lauf-, Behindertensport und in Wintersportarten. Darüber hinaus können sich Vereine um neue Trikotsätze für Ballsportarten bewerben.

Kugelstoßer in orange Trikot hält Kugel an der Schulter und bereitet sich im Stadion zum Abwurf vor.

Warum sind solche Förderungen wichtig?

Sie schaffen zusätzliche Anreize für junge Sportlerinnen und Sportler, ihre Ziele mit Leidenschaft zu verfolgen. Gleichzeitig entlasten sie Familien finanziell und ermöglichen vielen Kindern überhaupt erst die Teilnahme. Das ist ein wichtiger Beitrag für den Nachwuchssport. Gerade weil Leichtathletik nicht zu den Sportarten gehört, bei denen große Sponsorengelder selbstverständlich sind, ist solche Unterstützung für mich besonders wertvoll. Sie gibt mir ein Stück mehr Sicherheit und ermöglicht mir, mich auf meinen sportlichen Weg zu konzentrieren und mir weniger Sorgen um Kosten für Equipment, Reisen und Startgelder zu machen.

Du hast dein großes Ziel klar vor Augen. Was gibt dir dabei die meiste Power?

Ich versuche, Rückschläge als Chance zur Weiterentwicklung zu sehen. Nach einer neutralen Betrachtung der Situation passe ich Dinge gezielt an und nutze die Erfahrungen als Motivation für den nächsten Schritt. So wachse ich sportlich, wie auch persönlich.

In drei Worten: Die Partnerschaft zwischen dir und uns ist …

Ein Privileg. Eine große Hilfe. Eine Überraschung.

Mit Disziplin, Beharrlichkeit und dem klaren Blick auf sein großes Ziel arbeitet Kevin täglich an seiner sportlichen Entwicklung. Die Förderung durch „Fit im Verein“ begleitet ihn auf diesem Weg und unterstützt ihn dabei, seine Leistungsgrenzen immer weiter zu verschieben. Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg für die kommenden Wettkämpfe und die Verwirklichung seines Olympia-Traums.

Große Ziele haben auch Skilangläuferin Maxine aus dem Erzgebirge sowie Skispringerin Emily, die am Olympiastützpunkt Oberhof trainiert. Ebenso wie Kevin freuen sich die beiden jungen Frauen über Unterstützung aus unserem Projekt „Fit im Verein“. In diesem Beitrag liest du das Interview mit Maxine. Und hier erzählt Emily von sich und ihren sportlichen Erfolgen.

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