Zur Geburtstagssause zurück zu den Wurzeln

Können Sie sich vorstellen, dass das Unternehmen Akzo Nobel Industrial Chemicals am Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen pro Jahr ebenso viel Energie verbraucht wie das sächsische Zwickau mit 100.000 Einwohnern? Ist Ihnen bewusst, dass bei Halogenlampen aufgrund der Wärmebildung sehr viel mehr Energie verloren geht als bei LED-Lampen? Oder, dass zum Beispiel in Nagellack enthaltenes Aceton sogar Styropor zersetzen kann? Solche lehrreichen und unterhaltsamen Fakten erfuhren die Geburtstagsgäste von envia THERM Ende Mai. Zum 10. Betriebsjubiläum des Unternehmens kamen zahlreiche geladene Gäste und Mitarbeiter am Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Bitterfeld-Wolfen zusammen.

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Wo sonst Strom und Dampf für die im Chemiepark ansässigen Unternehmen erzeugt wird, wurde gebührend gefeiert mit Torte, Geschenken und Ständchen – und natürlich zurückgeblickt. Denn hier begann die Geschichte der envia THERM, gegründet durch den Zusammenschluss der Kraftwerk Bitterfeld Wolfen GmbH und einem Teil von enviaM.

Die Gesellschaft bündelt alle wesentlichen Erzeugungskapazitäten der enviaM-Gruppe und versorgt rund 2400 Kunden in Ostdeutschland mit Strom, Wärme, Erdgas, Druckluft sowie energienahen Dienstleistungen. Dazu betreibt sie 116 Anlagen an 49 Standorten – von Mecklenburg-Vorpommern bis Thüringen.

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Im Zuge der Veränderungen auf dem Energiemarkt möchte das Unternehmen in Zukunft seine Geschäftsfelder Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Energiedienstleistungen weiter ausbauen. Dazu startete die enviaM-Gruppe unter anderem jüngst am Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen ein neues Energieeffizienz-Netzwerk mit neun weiteren regionalen Unternehmen. Die Teilnehmerfirmen definieren gemeinsam Ziele und erarbeiten Maßnahmen, um die Energieeffizienz zu steigern und den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu reduzieren.

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Das besagte Gas- und Dampfturbinenkraftwerk am Standort Bitterfeld stand den Gästen und Mitarbeitern zur Geburtstagsfete für einen Rundgang offen. Das Comedy-Duo „Die Physikanten“ bewies zudem, dass Energie auch unterhalten kann. So erzeugten sie mit einem Laserstrahl Musik, brachten Fässer zum Implodieren und bewiesen mithilfe von Mitarbeitern, die sich an den Händen fassten, das Strom fließt. Einen Kollegen ließen sie auf dem Fahrrad demonstrieren, dass die gleiche Menge an Energie wesentlich mehr LED- als Halogenlampen zum Leuchten bringt – nebenbei ein Stromspartipp ganz anschaulich erklärt.

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