Ziele der Energiewende

Die Energiewende steht für eine sichere, umweltverträgliche und wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft. Dazu wird Deutschlands Energieversorgung grundlegend umgestellt: Der Weg führt weg von nuklearen und fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien und mehr Effizienz. Hauptziel ist und bleibt die Reduktion von Treibhausgasen. Die deutsche Energieversorgung umzustellen, braucht jedoch Zeit, einen präzisen Fahrplan und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.

In den letzten Jahren haben wir schon Einiges erreicht: Über 35 Prozent des Stroms stammen bereits aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse. Damit sind Erneuerbare Energien bereits jetzt eine wichtige Stromquelle in Deutschland.

Ziele der Energiewende

Ziele der Energiewende in Deutschland sind unter anderem folgende:

Treibhausgase

Durch den Ausbau erneuerbarer Energien und den schrittweisen Rückgang der fossilen Energieversorgung sollen die Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent, bis 2030 um 55 Prozent, bis 2040 um 70 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent reduziert werden.

Energieeffizienz und Energiesparen

Energieeffizienz bildet den Grundstein auf dem der Ausbau erneuerbaren Energien erfolgt. Je weniger Energie nötig ist, umso effizienter ist ein Produkt oder eine Dienstleistung. Im Zusammenhang mit der Energiewende ist aber nicht allein die Energieeffizienz entscheidend, sondern eine Verringerung des absoluten Energiebedarfs. So hat sich die Bundesregierung das Ziel gestellt, den Stromverbrauch bis 2020 um 10 Prozent und bis 2050 um 25 Prozent – verglichen mit dem Jahr 2008 – zu verringern.
Bis 2020 soll der Primärenergieverbrauch um 20 Prozent, bis 2050 gar um 50 Prozent sinken.

Verkehr

Der Verkehr verursacht rund 20 Prozent der Treibhausgase. Bisher ließen sich die dabei entstehenden CO2-Emissionen nicht reduzieren. Ganz im Gegenteil: Der Kohlendioxid-Ausstoß stieg in den vergangenen Jahren wieder an. 2017 betrug er 170 Millionen Tonnen. Allerdings soll der Verkehrsbereich mit 40 bis 42 Prozent zum Klimaziel 2030 beitragen. Um dies zu erreichen, müssten die Emissionen um über 70 Millionen Tonnen sinken.

Alternative Antriebe, der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), der Schienen- sowie der Rad- und Fußverkehr werden zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Beispielsweise soll die Zahl der Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2020 auf eine Million und bis 2030 sogar auf sechs Millionen ansteigen. Ergänzend dazu bedarf es einer durchdachten Digitalisierungsstrategie.

Weiterhin braucht es neue Mobilitätskonzepte und ein entsprechendes Verhalten. Es müssen mehr Menschen auf das Fahrrad und auf den ÖPNV oder die Bahn umsteigen. Hier sind Investitionen in die Fahrradinfrastruktur und das Carsharing nötig.

Im Verkehr sollen bis 2050 40 Prozent der Endenergie – verglichen mit dem Energieverbrauch im Jahr 2005 – eingespart werden.

Gebäude

Rund 35 bis 40 Prozent der gesamten Endenergie wird in Gebäuden, insbesondere den eigenen vier Wänden etwa für Heizung und Warmwasser, verbraucht. Die Wärmeversorgung der Gebäude ist für einen Anteil von rund 25 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Bis 2030 soll die Minderung hier 66 bzw. 67 Prozent betragen. Um das Ziel eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestandes bis 2050 zu erreichen, sind sowohl anspruchsvolle Neubaustandards, langfristige Sanierungsstrategien sowie die schrittweise Abkehr von fossilen Heizungssystemen Voraussetzung.

Energiewende in den eigenen vier Wänden

Für Neubauten wird der ab 2021 geltende Niedrigstenergiegebäudestandard schrittweise weiterentwickelt. Eine Neuinstallation von Heizsystemen, welche Erneuerbare Energien effizient nutzen, wird im Vergleich zu Heizsystemen mit fossilen Brennstoffen deutlich attraktiver sein. Zudem steigen die Anreize für Gebäude, die mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen.
Bestandsgebäude sollen durch Energieeffizienzmaßnahmen und eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien so saniert werden, dass sie dem Anspruch eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestands genügen.

Wenn Sie mehr zur Energiewende in den eigenen vier Wänden erfahren möchten, haben wir hier mehr Informationen für Sie.

Erneuerbare Energien

Die tragende Säule der zukünftigen Energieversorgung bilden die Erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind, Biomasse und Erdwärme. Sie sind, im Gegensatz zu fossilen Energieträgern, unendlich verfügbar. Das Angebot übersteigt den Weltenergiebedarf um ein Vielfaches. Doch auch diese Ressourcen können nur in Verbindung mit einer effizienten Nutzung und Erzeugung nachhaltig genutzt werden. Bis 2020 soll der Mindestanteil Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bei 35 Prozent, 2030 bei 50 Prozent und 2050 bei 80 Prozent liegen.

Grafik: Ziele der Energiewende

Es gibt viele Herausforderungen bei der Energiewende. Die Erneuerbaren Energien und die Digitalisierung revolutionieren die Energieversorgung. Daraus resultieren hohe Investitionen in Netze, außerdem sind Innovationen notwendig.
Die Kosten der Energiewende müssen einerseits begrenzt und andererseits gerecht verteilt werden, denn die Energiewende ist ein Gemeinschaftsprojekt. Alle Bürger, Unternehmen und Kommunen müssen einen angemessenen Anteil zur Finanzierung leisten.

Eine Studie am Beispiel von Baden-Württemberg zeigt, dass eine nachhaltige Entwicklung nur dann gelingt, wenn sie die Menschen auch mittragen. Der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad oder die Anschaffung von energieeffizienten Haushaltsgeräten sind erste Schritte in die richtige Richtung.

Mehr Wissenswertes zur Energiewende in Deutschland gibt es unter www.enviaM-Gruppe.de.

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