Wenn Fische wandern

Während bei vielen über die Osterfeiertage traditionell Fisch aufgetischt wurde, befassen wir uns hier mit den lebenden Exemplaren. Unermüdlich schwimmen sie gegen die Strömung an: kleine und große, dicke und dünne.

Lebewesen wie Vögel oder einige Fischarten wollen weiterziehen und verschiedene Lebensräume nutzen, um sich zu entfalten. So gibt es sowohl Zugvögel als auch sogenannte Wanderfische. Für deren Fortpflanzung sind Faktoren wie Strömung, Temperatur und Sauerstoffgehalt des Wassers genauso wichtig wie Ernährung. Nachwuchs ist nur garantiert, wenn sie im kühlen Nass die optimalen Bedingungen für ihre jeweiligen Bedürfnisse vorfinden. Deshalb entwickeln einige Fischarten ein Wanderverhalten.

Fischschwarm im Fluss

Fischtreppen als Auf- bzw. Abstiegshilfe

Diese Wanderfischarten müssen die Möglichkeit haben, den Fluss von der Mündung bis zur Quelle samt Nebengewässern zu durchschwimmen. Falls es zu Barrieren beispielsweise durch Stauwehre oder Wasserkraftanlagen kommt, müssen sogenannte Fischtreppen für die Umgehung erbaut werden. Die Anlage solcher ökologischen Durchgängigkeiten resultiert aus den gesetzlichen Anforderungen bezüglich Wasser in der europäischen Rahmenrichtlinie sowie im Haushaltsgesetz.

Fischtreppe

Um diesen Forderungen gerecht zu werden und den Wirbeltieren eine Umgehung zu ermöglichen, baut envia THERM an den Standorten ihrer Wasserkraftwerke Fischwege, speziell Aufstiegs- und Abstiegshilfen. Da hier der ökologische Anspruch sehr hoch ist, umfasst die Errichtung ein umfangreiches Planungs- und Genehmigungsverfahren. Seit der Jahrtausendwende wurden 12 dieser Anlagen durch das Unternehmen gebaut. An der Zschopau, der Flöha, dem Schwarzwasser und der Zwickauer Mulde befinden sich bereits Treppen für die Schwimmer. Erst im Dezember 2018 wurde beispielsweise eine Fischabstiegs- ergänzend zur bereits bestehenden Fischaufstiegsanlage am Wasserkraftwerk Lichtenwalde in Betrieb genommen. Weitere Umgehungen sind geplant.

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