Wandertipp: Zwischen verschneiten Pyramiden wandeln

Schneebedeckte Pyramiden? – Das klingt kurios. Doch je nach Wetterlage sind die beiden Wahrzeichen des Branitzer Parks bei Cottbus im Februar wirklich in Weiß gehüllt. Der 622 Hektar große Landschaftspark eignet sich auch im Winter für eine kleine Wanderung, die sowohl Natur als auch Kultur bietet.

Der leidenschaftliche Landschaftsarchitekt Hermann Fürst von Pückler-Muskau begann 1846 den Branitzer Park anzulegen. Die denkmalgeschützte Anlage zählt heute zu einem der schönsten Landschaftsgärten Deutschlands und ist auch von internationaler Bedeutung. Selbst zur kalten Jahreszeit lässt sich erahnen, mit welcher Hingabe der Park, seine Seen und Wasserläufe einst erschaffen wurden.

Der Rundgang startet am großen Parkplatz an der Kastanienallee. Auf dem Robinienweg gelangen Besucher zu einem Gutshof mit Besucherzentrum, Marstall, Kavaliershaus und Gärten. Dahinter liegt das spätbarocke Schloss Branitz. Es hat für Besucher geöffnet und präsentiert die adelige Wohnkultur des Fürsten Pückler-Muskau. Von dort aus geht es rechts entlang über eine der zahlreichen Brücken bis zum klassizistischen Torhaus. Vor dem Torhaus halten sich Besucher links, um auf die geheimnisvollen Erdpyramiden zu treffen.

Branitzer Park im Winter

Zunächst erhebt sich die Landpyramide im Blickfeld. Sie ist begehbar und wird im Winter nicht selten zum Rodelhang erkoren. Rechter Hand befindet sich der Pyramidensee, der die über 13 Meter hohe Seepyramide beherbergt. Sie steht auf einer künstlichen Insel und wurde 1856 als Grabstätte des Fürsten Pückler-Muskau erbaut. Später wurde auch seine Frau in den Grabhügel verlegt. Schlittschuhlaufen ist auf dem zugefrorenen Pyramidensee zwar leider tabu, aber von Mai bis Oktober laden Gondeln zu einer romantischen Rundfahrt auf dem Wasser ein.

Hinter den Pyramiden setzt sich die Wandertour vorbei am Schlangensee bis zum Hermannsberg fort. Danach laufen Besucher in Richtung des Schwarzen Sees und nehmen den Weg zur Parkschmiede. Von da aus ist der Gutshof nicht mehr weit. Wer sich etwas aufwärmen möchte, kehrt zum Abschluss der Besichtigung des Innenparks ins Parkrestaurant Cavalierhaus ein. Innerhalb des noch weitläufigeren historischen Branitzer Außenparks befinden sich heute der Tierpark Cottbus und der Spreeauenpark Cottbus.

Staatstheater Cottbus

Für einen kulturellen Tagesausklang sorgt ein Besuch im Staatstheater Cottbus, das eigene Ensembles für Oper, Schauspiel, Ballett und Orchester unterhält. Für enviaM-Kunden gibt es hier 10 Prozent Rabatt auf Theaterkarten.

Mehr zum Winterspaziergang im Branitzer Park hier.


Die Fotos wurden uns freundlicherweise von Cottbus Service zur Verfügung gestellt.