Wandertipp: Zum liegenden Eiffelturm in der Lausitz

In Lichterfeld am Rand des Lausitzer Seenlandes steht eine der größten beweglichen Arbeitsmaschinen der Welt. Sie ist 520 Meter lang, 204 Meter breit und steht seit 1992 still. Die Abraumförderbrücke baute einst Braunkohle ab. Heute beheimatet sie das Besucherwerk F60. Vor der beeindruckenden Kulisse erstreckt sich der künstlich geflutete Bergheider See. Nicht nur im September ist er ein prima Ausflugsziel für Badegäste und Wanderer.

Die Wanderung um den 330 Hektar großen See beginnt direkt vor der mächtigen Förderbrücke am Nordufer. Vom Besucherparkplatz aus geht es westwärts nach links in die Bergheider Straße. In etwa 200 Meter Entfernung kommt eine kleine Kreuzung. Wanderer biegen hier links ab, um zur Straße L 60 zu gelangen. Diese führt um die Westseite des Gewässers herum. Rechter Hand liegt das Naturschutzgebiet Bergbaufolgelandschaft Grünhaus. Etwas abseits der Straße geht es anschließend durch teils mondartige Landschaften immer am Ufer des Bergheider Sees entlang. Auf der Ostseite des früheren Tagebaulochs finden sich einige Grünflächen, Richtung Klingmühl verläuft ein Waldgebiet. Die Tour führt allerdings weiter in Ufernähe, parallel zur Straße Rundweg Bergheide, zurück zur F60. Aus der Ferne mutet die Förderbrücke wie das bekannte Pariser Wahrzeichen an. Deshalb wird sie auch als „liegender Eiffelturm der Lausitz“ bezeichnet.

Nach der Umrundung des Sees lohnt sich eine Besichtigung des Besucherbergwerks und der Aufstieg zu der in 75 Meter Höhe gelegenen Aussichtsplattform. Von dort bietet sich ein herrlicher Panoramablick auf die ehemalige Tagebaulandschaft.

Am 22. September 2018 lädt enviaM übrigens zum Aktionstag nach Lichterfeld und ermöglicht Familien mit entsprechendem Coupon freien Zutritt zu dem Giganten aus 11.000 Tonnen Stahl.