Von der E-Kutsche zum E-Auto

Die Automobilindustrie befindet sich stärker denn je im Wandel. Innovative Lösungen sind gefragt und Mobilität muss komplett neu gedacht werden. Doch so neu der Wechsel von Verbrennungsmotoren auf alternative Antriebstechniken auch scheint, die technischen Grundlagen dafür existieren bereits seit mehr als 100 Jahren.

E-Autos sind nicht neu

Nachdem der deutsche Erfinder Carl Benz 1886 das erste Automobil mit einem Ottomotor der Öffentlichkeit vorgestellte, ließ die elektronische Konkurrenz nicht lange auf sich warten. Der Coburger Andreas Flocken entwickelte nur zwei Jahre später mit dem „Flocken Elektrowagen“ das erste vierrädrige Elektroauto. Er gilt seitdem als Pionier auf diesem Gebiet. Das hölzerne Fahrzeug soll eine Höchstgeschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde erreicht haben und 400 Kilogramm schwer gewesen sein. Dieser eisenbereifte Kutschwagen war in der Lage, eine Leistung von etwa 0,9 Kilowatt mittels Lederriemen auf seine Hinterachse zu übertragen.

Vorahnungen bestätigt

Bis sich ab ca. 1910 Verbrennungsmotoren in Kraftfahrzeugen durchsetzten, galten Automobile mit Elektroantrieb als durchaus konkurrenzfähig und in vielerlei Hinsicht technisch überlegen. Der Präsident des Mitteleuropäischen Motorenwagen-Vereins Adolph Klose prophezeite bereits 1897:

Die glatte Asphaltfläche der großen Städte wird von mit Sammlerelektrizität getriebenen Wagen belebt sein.

Tatsächlich sollte es fast ein gesamtes Jahrhundert dauern, bis sich diese Voraussicht zumindest teilweise bestätigte. Erst nach der durch den Golfkrieg ausgelösten Ölkrise der 1990er-Jahre sowie durch ein wachsendes Umweltbewusstsein mehrten sich die Forschungen an alternativen Antrieben.

Kostenfrei in alten Zeiten schwelgen

Da Fahrzeuge mit Verbrenner in Zukunft wohl eher die Ausnahme bilden, werden nachfolgende Generationen mit einem anderen Verständnis von Mobilität aufwachsen. Umso wichtiger sind Museen, die Vergangenes ausstellen und Interessierte durch ihre Exponate bilden und begeistern. Eine solche Einrichtung ist das August Horch Museum in Zwickau. Auf einer Ausstellungsfläche von 6.500 Quadratmetern erleben Sie hier eindrucksvoll die facettenreiche Welt der Automobilgeschichte. Im Herzen des alten Audi-Werks vermittelt das Museum ein Flair vergangener Zeiten. Dies gelingt durch historische Fahrzeuge der Vorkriegswirtschaft und Rennsport-Fahrzeuge der Nachkriegswirtschaft.

Zum enviaM-Aktionstag am 27. Dezember erhalten Sie mit Ihrer Familie freien Eintritt in das August Horch Museum Zwickau. Laden Sie dafür den Aktionstage-Coupon herunter.

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