Virtual Reality setzt neue Meilensteine

Virtuelle Realität hält Einzug in vielen Lebensbereichen. Aber wie sinnvoll ist das in der Aus- und Weiterbildung? Das zeigt die enviaM-Gruppe am Beispiel des virtuellen Umspannwerkes. Denn wenn in einem Umspannwerk Schalthandlungen getätigt werden, sind spezielle Berechtigungen und ausreichend Erfahrung notwendig. Unsere Mitarbeiter absolvieren deshalb umfangreiche Trainings und Qualifikationsmaßnahmen. Grundsätzlich ist das aber ein erheblicher Zeit- und Personalaufwand: Nach der regulären Ausbildung benötigen die Mitarbeiter ein bis zwei zusätzliche Jahre bis zum Erlangen der Schaltberechtigung. Zudem erfolgen diese in gesonderten Schulungseinrichtungen und zusätzliches Personal für die Aus- und Weiterbildung ist auch nötig. Also wieso dies nicht zeitsparender und trotzdem effizient durchführen?

Darum macht ein virtuelles Umspannwerk Sinn

Unser Umspannwerk in Falkenberg wurde deshalb in den vergangenen Monaten originalgetreu und digital nachgebaut. Dabei kamen Methoden aus der Computerspieleentwicklung zum Einsatz. Das virtuelle Umspannwerk hilft Monteuren und Auszubildenden mit möglichst realitätsnahen Simulationen verschiedene Arbeitsabläufe zu erlernen und zu üben. Und das ohne sich wirklich in einem Umspannwerk zu befinden. Moderne Technologien steigern die Effizienz bei Schulungsmaßnahmen und mindern die Aus- und Weiterbildungskosten. Die Arbeitssicherheit wird gesteigert, da bei Fehlhandlungen keine gesundheitlichen Auswirkungen entstehen und Arbeitsunfälle vermieden werden. Also insgesamt eine virtuelle Simulation, die viele positive Effekte Inne hat. Nicht zuletzt, Leib und Leben schützt!

Was verbirgt sich im Detail hinter dem virtuellen Umspannwerk?

Zunächst sind unsere Monteure und Auszubildende unabhängig von Ort und Zeit, denn das Umspannwerk wird rein digital betreten. Mit Hilfe einer VR-Brille und Controllern tauchen die Mitarbeiter in die virtuelle Realität ein. Das virtuelle Umspannwerk ist modular aufgebaut und bildet unterschiedliche Szenarien ab, beispielsweise eine 20kV Schalthandlung unter Einhaltung der 5-Sicherheitsregeln. Um das Ergebnis so realitätsnah wie möglich zu gestalten, setzt das Team einen Sprachassistenten ein, welcher Schaltbefehle und -kommandos erkennt und auf Richtigkeit überprüft. Ein Sprecher begleitet den Nutzer bei der Durchführung und gibt wichtige Hilfestellungen. Auch eine virtuelle Muffenmontage gibt es bereits. Bei dieser lernen unsere Auszubildenden den kompletten Montageprozess zur Herstellung einer Niederspannungsverbindungsmuffe.

Zusammenarbeit mit Start-Up OVRLAB

Natürlich arbeitet die enviaM-Gruppe dabei mit jungen Unternehmen zusammen, die sich in der VR/AR Branche auskennen. Das Start-Up OVRLAB aus Leipzig war für die Entwicklung von Virtual- Reality-Anwendungen ein wichtiger Partner in den vergangenen Monaten. Laut Sebastian Wolfermann, Product Owner des virtuellen Umspannwerkes, war die Zusammenarbeit auf beiden Seiten eine wertvolle und interessante Erfahrung. Das sieht auch Stefan Fibig, Projektmanager der OVRLAB GmbH, so:

Der enviaM-Gruppe ist es gelungen, ein Team aufzustellen, welches die Möglichkeiten der neuen Technologien zu nutzen weiß, Kompetenzen bündelt und uns den Weg frei macht für eine Weiterentwicklung zu einer Anwendung, welche für viele Prozesse einen echten Mehrwert schaffen kann.

Start-up

enviaM-Gruppe erweitert digitale Ausbildung

Das virtuelle Umspannwerk ist erfolgreich. Mittlerweile wird es regelmäßig bei der Aus- und Weiterbildung eingesetzt. Eine Innovation, die in den kommenden Monaten ausgebaut wird. Dank der modularen Bauweise können diese mit neuen Inhalten erweitert werden. In Zukunft ist es geplant, dass sich Trainer und Schulungsteilnehmer virtuell treffen können. Weitere Module stehen bereits in den Startlöchern. Die enviaM-Gruppe erweitert unter anderem mit dem virtuellen Umspannwerk ihre digitale Ausbildung. Ziel ist es, die Schulabgänger in allen Berufen bestmöglich auf die neue Arbeitswelt vorzubereiten und sie zu digitalen Experten zu machen. Personalvorstand Ralf Hiltenkamp betont:

In der Arbeitswelt von morgen sind digitale Kompetenzen unersetzlich. Wir haben deshalb Lerninhalte und -methoden an die neuen Anforderungen angepasst. Sie werden von den Auszubildenden sehr gut angenommen.

Sebastian Wolfermanns Projekt #virtuellesUmspannwerk ist Teil unserer Zukunftsvision #enviaM2030. Weitere Informationen und spannende Projekte entdecken Sie in unserem Wimmelbild.

Gefällt Ihnen dieser Artikel?
1