Umzugshelfer gesucht

Die Kollegen der MITNETZ STROM mussten einem Storchenpaar unter die Flügel greifen, da sich dieses im sachsen-anhaltischen Lausigk auf einem Mittelspannungsmast ein Nest gebaut hatte. Diese Wohnungswahl war auf Grund der anliegenden Leitungen für Mensch und Tier sehr gefährlich.

Deshalb musste ein neuer Mast her. Dieser war schnell gefunden: 50 Meter vom eigentlichen Quartier sollte das neue Zuhause entstehen. Zwei Kollegen der MITNETZ STROM bereiteten alles für den Umzug vor. Dabei wurde das von den Störchen bereits zusammengebaute Nistmaterial von einem Strommast mittels Hubsteiger heruntergeholt. Die vor Ort eingebundenen Ornithologen haben dieses auf ein Geflecht von Weidenästen gelegt. Die Monteure statteten den für die Störche gefährlichen Mast mit einem Vogel-Abweiser aus. Danach stiegen sie wieder in acht Meter Höhe und legten die Nisthilfe auf den neuen Mast. Nach einigen Schwierigkeiten mit den alten Isolatoren konnte das Nest befestigt werden.

Umzug Storchennest

Als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten, fragten wir die beiden mutigen Umzugshelfer Matthias Hölzke und Bernd Fritsche, wie es Ihnen und dem Storchenpaar ergangen ist.

Bei der Hitze auf dem Mast? Wird Ihnen da nicht schwindelig?

Matthias Hölzke: Dafür sind wir ausgebildet. Außerdem haben wir schon 9 Uhr begonnen. Von daher wollten wir am Vormittag unsere Arbeiten beendet haben.

Bernd Fritsche: Wir mussten außerdem noch gut aussehen. Uns haben rund 20 Bewohner von Stühlen und Gartenbänken aus beobachtet.

Matthias Hölzke: Aber das war okay. Sie hatten dafür in der Zeit keinen Strom, weil wir den abstellen mussten.

Haben die Störche das Nest gleich angenommen beziehungsweise wo waren diese in der Zeit?

Bernd Fritsche: Die Störche waren unterwegs. Am Abend kamen diese nach Hause. Soweit ich weiß, war der Ornithologe am Abend noch einmal dort und hat das Pärchen im neuen Nest gesehen.

Wie oft mussten Sie denn schon solche Storchen-Umzüge vornehmen?

Bernd Frische: Ich war schon ein paar Mal dabei. Bislang hatte immer alles geklappt.

Matthias Hölzke: Ich habe zum ersten Mal beim Umzug geholfen. Sehr spannende Sache. Ich hoffe, die Störche nehmen das neue Zuhause an.

Umzug Storchennest