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Kategorie Energie

Stürmische Zeiten für Netze

Netzsicherheitsmanagement

Wenn draußen ein straffer Wind weht, drehen sich die großen Windräder besonders schnell und erzeugen jede Menge Strom. Das kann aber auch schnell mal zu viel werden, so viel, dass das Stromnetz zusammenzubrechen droht. Dann werden die Mitarbeiter der Schaltleitung des enviaM-Netzbetreibers MITNETZ STROM aktiv. Sie ergreifen sogenannte Netzsicherheitsmaßnahmen.

Netzsicherheitsmanagement wird immer in netzkritischen Situationen angewendet, wenn beispielsweise starker Wind weht oder die Sonne unablässig scheint  und gleichzeitig nur wenige Kunden Strom abnehmen. Tritt eine solche Situation ein, ist schnelles Handeln gefragt. Denn Überlastungen an Stromleitungen dürfen nur kurzzeitig toleriert werden. Komplexe Berechnungen ermitteln die zu reduzierende Leistung, um das Stromnetz rasch zu entlasten.

Bevor es zu einer Netzsicherheitsmaßnahme kommt, sind verschiedene Möglichkeiten zur Regulierung des Stromnetzes zu prüfen. So kann zum Beispiel mittels Umschaltungen der Strom um den Engpass „herumgeleitet“ werden. Erst im letzten Schritt dürfen Netzbetreiber die Erneuerbaren-Energien-Anlagen abregeln, da diese Einspeisevorrang genießen. Werden regulierende Maßnahmen vorgenommen, so ist der Netzbetreiber verpflichtet, diese dem Betreiber der Anlage zu melden.

Netzsicherheitsmanagement

Werden infolgedessen Windkraft-, Solar- oder Biogasanlagen teilweise oder komplett abgestellt, haben die Betreiber laut Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) Anspruch auf eine Entschädigung. Die dabei anfallenden Kosten werden auf die Netznutzungsentgelte umgelegt.

Aufgrund des intensiven Ausbaus des Stromnetzes durch MITNETZ STROM konnte in 2016 die Anzahl regulierender Maßnahmen von 534 im Vorjahr auf 224 reduziert werden.

Mehr Informationen zum Netzsicherheitsmanagement finden Sie unter www.enviaM-gruppe.de.

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