So werden Sie zum Sparfuchs

Rund ein Viertel des Stroms und Erdgases in Deutschland verbrauchen private Haushalte. Wie Sie Umwelt und Geldbeutel noch besser schonen, verraten wir Ihnen mit unseren Energiespartipps für Ihr Zuhause.

So werden Sie zum Sparfuchs

Schlaf- und Wohnzimmer: Energiesparen im Schlaf

Das Heizen macht 70 Prozent des Gesamtverbrauchs eines Haushalts aus und ist damit der größte Energiefresser. Was können Sie tun? Fenster nicht dauerhaft kippen, sondern lieber alle zwei Stunden für fünf bis zehn Minuten stoßlüften. Beim Heizen an die Richtwerte halten: Es genügen 20°C im Wohnbereich und 17°C im Schlafzimmer. Nachts wird der Wärmeverlust um 20 Prozent reduziert, wenn die Rollläden geschlossen sind.
Auch die Beleuchtung lässt sich optimieren: Energiesparlampen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühlampen. Schalten Sie Multimedia-Geräte unbedingt nach der Benutzung aus, um Leerlaufverluste zu vermeiden. Ladegeräte sollten Sie ebenfalls am besten direkt nach dem Ladevorgang aus der Steckdose ziehen.

Badezimmer: Schonprogramm für Wäsche und Geldbeutel

Die Warmwasserbereitung hat einen Anteil von 14 Prozent am Gesamtenergiebedarf im Haushalt. Wenn Sie Bares sparen und die Umwelt schonen möchten, dann sollten Sie auf Vollbäder verzichten. Diese verbrauchen 200 Liter Wasser und damit doppelt so viel wie eine 10-minütige Dusche. Mit einem wassersparenden Duschkopf können Sie den Verbrauch nochmal um 40 Prozent reduzieren.
Achten Sie bei der Benutzung der Waschmaschine auf die optimale Befüllung der Trommel: 5 bis 6 Kilogramm bei Koch- und Buntwäsche, 2 Kilogramm bei pflegeleichter oder Feinwäsche und maximal 1 Kilogramm bei Wolle. Das Vorwaschprogramm sollten Sie nur bei starker Verschmutzung auswählen. Übrigens verbraucht das Trocknen doppelt so viel Strom wie das Waschen: also lieber die Sachen an die frische Luft hängen.

So werden Sie zum Sparfuchs

Küche: Kühler Schrank und kühler Kopf

Haushalts- und Küchengeräte verursachen etwa 10 Prozent des Gesamtenergiebedarfs, aber auch hier gibt es einige Spar-Tricks. Geschirr sollten Sie nicht per Hand vorspülen, sondern nur grobe Speisereste entfernen. Aus einem Wasserhahn laufen durchschnittlich 20 Liter Warmwasser pro Minute. Das entspricht einem Energieverbrauch von mehr als einer Kilowattstunde. Ein moderner Geschirrspüler hat vergleichsweise einen niedrigeren Verbrauch für einen gesamten Spülvorgang. Bestenfalls sollte die Tür der Spülmaschine stets geschlossen bleiben, damit Speisereste nicht antrocknen.

So werden Sie zum Sparfuchs

Stellen Sie Lebensmittel nur abgekühlt und abgedeckt in den Kühlschrank. Die Lüftungsgitter an der Rückwand des Geräts sollten für eine funktionierende Luftzirkulaton stets frei und sauber sein. Beim Kochen gilt: Deckel auf den Topf, denn sonst verbrauchen Sie die dreifache Menge an Energie.

Haben Sie einen Überblick über Ihren Stromverbrauch? Mit der iONA-App sehen Sie jederzeit, wie viel Energie Ihre Geräte verbrauchen und welche Kosten dabei entstehen. Sie können rückblickend Ihren Stromverbrauch vergleichen und den Kostenrückgang errechnen. So geht Energiesparen heute.

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