Rote Knautschbälle, köstliche Brötchen und jede Menge Blut

Eine lange Menschenschlange steht brav vor einem Raum, der sonst für Seminare und Beratungen genutzt wird. Doch an diesem sonnigen Nachmittag ist hier niemand im Anzug und referiert. Hinter einem kleinen Tisch sitzt eine Frau im weißen Kittel und freut sich über jeden einzelnen, der sich bei ihr anmeldet. Mittendrin steht enviaM-Personalvorstand Ralf Hiltenkamp und wartet geduldig, dass er an der Reihe ist. Nach der Anmeldung geht er weiter zum Arztzimmer und kommt nach kurzer Zeit zurück, um sich auf der Liege lang zu machen. Zum 145. Mal krempelt er seinen Hemdsärmel hoch und knetet fleißig den knallroten Knautschball. Schwester Susann vom Deutschen Roten Kreuz ist zufrieden und der Plastikbeutel füllt sich allmählich mit Blut. Nach zehn Minuten ist alles vorbei. Zur Belohnung gibt es liebevoll geschmierte Brötchen, Obst und Kaffee. Für Ralf Hiltenkamp ist es selbstverständlich, regelmäßig Blut zu spenden. Seinem Beispiel folgen zahlreiche Mitarbeiter der enviaM-Gruppe. So auch 40 Personen zum jüngsten Termin in Markkleeberg.

enviaM bietet mehrmals im Jahr an den Standorten Markkleeberg, Chemnitz, Halle (Saale), Cottbus und Kabelsketal Blutspendetermine an. Der reibungslose Ablauf ist nur dank der Mitarbeiter vom DRK Blutspendedienst Nord-Ost möglich. Seit 2007 kamen so mehr als 8.700 Blutkonserven zusammen. 2011 schlossen die beiden Partner eine Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung der Blutspende. Olivia Köcher vom DRK überreichte als Zeichen für das vorbildliche Engagement von enviaM die Auszeichnung „Helfende Hände“. Die Initiative richtet sich an Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und einen aktiven Beitrag zu den Blutspenden leisten.

Ralf Hiltenkamp muss jetzt acht Wochen warten. Denn Männer dürfen höchstens sechsmal und Frauen maximal viermal innerhalb eines Jahres und mit einem Mindestabstand von acht Wochen Blut spenden. Prinzipiell gilt, dass jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren und mit einem Gewicht von mindestens 50 Kilogramm als Spender in Frage kommt. Allein in Deutschland werden jeden Tag ca. 15.000 Blutspenden benötigt. Jede Konserve zählt und kann Leben retten.