Photovoltaikanlage: Lohnt sich das?

Im Hinblick auf die Klimabilanz, ist die Erzeugung von Solarstrom definitiv zu befürworten. Bevor Sie Ihren eigenen grünen Strom nutzen können, müssten Sie investieren und daraufhin fleißig „ernten“.

Von den Kosten hin zum Gewinn

Zu den Ausgaben zählen selbstverständlich die Anschaffungskosten für die Photovoltaikanlage sowie die Aufwendungen für ihren Betrieb. Zudem fallen weitere Nebenkosten wie zum Beispiel das Abschließen einer Versicherung oder gegebenenfalls Kreditkosten an.

Eine Einnahmequelle ist die Einspeisevergütung, welche vom Netzbetreiber gezahlt wird. Nach erfolgreicher Montage und Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage können Besitzer den Strom selbst nutzen. Zudem erhalten sie 20 Jahre lang eine garantierte gesetzlich festgeschriebene Vergütung für die Einspeisung des Überschusses ins Stromnetz. Diese Regelung ist durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt. Nach aktuellem Stand vom 1. August 2019, bekommen Besitzer einer Dachanlage bis 10 kWp 10,48 Cent (Ct) pro eingespeister Kilowattstunde (kWh) vergütet. Ansonsten fällt keine EEG-Umlage für den selbstgenutzten Strom an, falls die Anlage unter 10 kWp liegt. Die Abkürzung kWp steht für „Kilowatt peak“. Damit wird die Leistung einer Photovoltaikanlage, die sogenannte Nennleistung, unter genormten Bedingungen angegeben.

Mädchen mit Sparschwein

Die Anlage muss erst einige Jahre Strom erzeugen, bis sich die Anschaffung rentiert. Die Amortisationszeit lässt sich durch die Investitionskosten sowie den Ertrag bzw. die Vergütung bestimmen. Für eine durchschnittliche Photovoltaikanlage, die mit Eigenmitteln angeschafft wurde, beträgt die Amortisation zwischen 11 und 13 Jahre. Wird die Photovoltaikanlage über ein Darlehen finanziert, so beträgt die Amortisationszeit durchschnittlich 13 bis 15 Jahre.

Absicherung während eines Stromausfalls

Einen Stromausfall kann niemand gebrauchen. Doch aufgrund von Unwetter, Wartungsarbeiten oder Netzüberlastungen können immer mal wieder Netzausfälle auftreten. Dies zeigt uns, wie ab-hängig wir Menschen vom Strom sind. Wer seine eigene Energie durch eine Photovoltaikanlage produziert und im Batteriespeicher sammelt, ist für solche Notfälle gerüstet. Hierzu ist es wichtig, den Unterschied zwischen Notstrom und Ersatzstrom zu kennen. Wenn nur ein Erzeuger Leistung für eine Steckdose zur Verfügung stellt, ist dies Notstrom. Zu diesen Erzeugern gehören beispielsweise Notstromaggregate. Wenn dagegen bereits einige Sekunden nach einem Stromausfall wieder der gesamte Haushalt mit Strom versorgt ist, geschieht das Dank des Ersatzstroms. Mit einer Photovoltaikanlage und einem passenden Stromspeicher lassen sich Ersatz- bzw. Notstromsysteme, aber auch der Inselbetrieb realisieren. Die Anlage läuft dann vollkommen netzunabhängig, also im Inselbetrieb, wodurch ein Autarkiegrad von hundert Prozent erreicht wird. Jedoch sind längst nicht alle Stromspeichersysteme für den Inselbetrieb geeignet. Zwar bieten viele Hersteller eine Not- bzw. Ersatzstrom-Lösung an, doch nur wenige können auch vollständig netzunabhängig arbeiten.

Vorausschauend planen

Der aktuelle Stromverbrauch wird als Richtlinie genutzt, um die Größe der Anlage auf dem Dach zu bestimmen. Da in absehbarer Zukunft jedoch mehr Strom für zum Beispiel Elektromobilität benötigt wird, ist es für Sie als Verbraucher sinnvoll, gleich eine größere Anlage auf dem Dach zu installieren, um ein Nachrüsten zu umgehen. Dies spart Ihnen nicht nur Aufwand und Nerven, sondern auch Geld. Der Vorteil ist nämlich, dass Photovoltaikanlagen bereits sehr preiswert zu erwerben sind. Individuell auf Ihren Bedarf abgestimmte Solaranlagen und Stromspeicher von enviaM versorgen Ihr Heim langfristig mit Strom.

Solaranlage

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