Ostdeutsche sagen Ja

Was denken die Ostdeutschen über die Energiewende? Diese Frage stellt enviaM den Bürgern regelmäßig in ihrer Langzeitstudie Energiewelt Ost. Ende 2018 haben wir die Bevölkerung erneut um ihre Meinung zum Wandel der Energieversorgung gebeten. Die Antworten lassen an Deutlichkeit nicht zu wünschen übrig.

Die gute Nachricht: Nach wie vor steht die breite Mehrheit hinter der Energiewende. 69 Prozent befürworten sie. Im Vergleich zur letzten Umfrage hat die Zahl der Ostdeutschen, die die Energiewende ablehnen, mit 20 Prozent (2016: 16 Prozent) allerdings zugenommen. Die Abneigung ist im ländlichen Raum am stärksten. Hier sind die Folgen, wie der Ausbau von Wind- und Solarparks und der damit verbundene Ausbau der Stromnetze, am deutlichsten spürbar.

Studie Energiewelt Ost 2019

Die schlechte Nachricht: Immer mehr Ostdeutsche kritisieren das schlechte Management der Energiewende. Nur 15 Prozent (2016: 35 Prozent) sind mit der konkreten Umsetzung zufrieden. Gleichzeitig glauben immer weniger Bürger an den Erfolg der Energiewende. Lediglich 43 Prozent (2016: 50 Prozent) sind vom Gelingen des Projekts überzeugt. Der enviaM-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Lowis betont.

Ohne die Akzeptanz der Bevölkerung ist die Energiewende in Ostdeutschland nicht möglich. Umso nachdenklicher stimmen die Umfrageergebnisse. Die kritischen Stimmen mehren sich. Wir brauchen eine Akzeptanzoffensive. Dies hat auch die Bundesregierung erkannt. Gefragt ist eine neue Aufbruchsstimmung, die die Menschen mitreißt und den Glauben an den Erfolg der Energiewende stärkt.

Der zentrale Brennpunkt ist und bleibt die Bezahlbarkeit. Sie ist für die Bürger der wichtigste Aspekt. 62 Prozent (2016: 70 Prozent) fordern eine gerechtere Kostenverteilung. Dies gilt umso mehr mit Blick auf die Zukunft. 55 Prozent rechnen in Folge des bevorstehenden Kohleausstiegs mit weiter steigenden Strompreisen.

Studie Energiewelt Ost 2019

Eine Schlüsselrolle für die Weiterentwicklung der Energiewende spielt die Digitalisierung. Deshalb haben wir die Bevölkerung erstmals zu ihren digitalen Gewohnheiten befragt. Das Ergebnis: Die Bürger nutzen schon heute viele digitale Angebote, die ihren Alltag einfacher machen. Bei der Energieversorgung sind sie allerdings noch zurückhaltend. Nur 14 Prozent interessieren sich bislang für digitale Energieanwendungen wie eine intelligente Energiesteuerung im Haushalt (Smart Home). Dr. Stephan Lowis dazu:

Die Ostdeutschen ticken digital. Sie sind viel weiter, als viele denken. Deshalb gilt es, bei der Energieversorgung deutlich mehr Gas zu geben. Hier drücken wir auf’s Tempo. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, einfache und preiswerte digitale Angebote zu entwickeln, die den Kunden attraktive Mehrwerte bieten. Wir wollen damit Lust auf die Digitalisierung und die damit verbundenen Fortschritte bei der Energiewende machen.

Studie Energiewelt Ost 2019

Alle Ergebnisse der Studie Energiewelt Ost sowie ein Video mit einem Interview unseres Vorstandsvorsitzenden sind unter www.enviam-gruppe.de zu finden.

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