Neuerungen bei der Kraft-Wärme-Kopplung

2017 gab es entscheidende Neuerungen beim Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG). Dies betrifft die Einführung von Ausschreibungen sowie die ausschließliche Förderung von Anlagen auf Basis von Abfall, Abwärme, Biomasse sowie gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen.
Zukünftig werden nur noch neu gebaute Anlagen zwischen 1 und 50 Megawatt gefördert, die in das öffentliche Netz einspeisen und sich zuvor erfolgreich an einer Ausschreibung beteiligt haben.
Eine verbesserte Vergütung erhalten neu gebaute KWK-Anlagen, die ein bestehendes Stein- oder Braunkohle-KWK ersetzen oder Anlagen die dem Emissionshandel unterliegen.

Bereits im Jahr 2015 verabschiedete der Deutsche Bundestag eine Neufassung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes aus dem Jahr 2002. Eine Neuerung stellte dabei das Ersetzen des bisherigen Ausbauziels für 2020, den Strom zu 25 Prozent aus der Kraft-Wärme-Kopplung zu erzeugen, durch ein Mengenziel dar. Bis 2020 soll die KWK-Stromerzeugung bei 110 Milliarden Kilowattstunden liegen, bis 2025 bei 120 Milliarden Kilowattstunden.
Das Fördervolumen wird von derzeit 750 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro jährlich verdoppelt. Höhere Zuschläge werden unter anderem für eingespeisten KWK-Strom gezahlt. Ebenso sieht das Gesetz eine Erhöhung der finanziellen Unterstützung für Bestandsanlagen vor. In erster Linie wird damit die Umstellung von Kohle- auf Gas-KWK bei Bestandsanlagen sowie der Ausbau von Wärme-und Kältenetzen als auch Wärme- und Kältespeichern gefördert.

 

Grafik KWK Vergleich 2015 2017

Die Grafik zeigt die Neuerungen des KWKG 2017 im Vergleich zu 2015.

 

Auch die enviaM-Gruppe leistet mit ihren KWK-Anlagen einen Beitrag zur erfolgreichen Energiewende. envia THERM wird das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Bitterfeld modernisieren, das KWK-Potenzial im eigenen Anlagenbestand weiter ausbauen sowie KWK-Anlagen bei Dritten errichten. Bereits in den vergangenen Jahren hat envia THERM Blockheizkraftwerke an den Standorten Ballenstedt, Lüttow-Valluhn, Bad Dürrenberg, Falkenberg und Plauen installiert.

Mehr Informationen zur Kraft-Wärme-Kopplung finden Sie unter www.enviaM-Gruppe.de.