Lotta räumt auf: Jeden Tag eine gute Tat

Lotta begleitet uns durch das Jahr 2020 und hat jeden Monat clevere Ideen für Sie parat. Der September steht unter dem Motto „Jeden Tag eine gute Tat“. Die Weisheit hat Lotta von ihrer Oma. Allerdings fehlt uns dafür im Alltag oft die Zeit, während wir von einem Termin zum nächsten eilen. Lotta hat einige Tipps, wie sich dieser gute Vorsatz in die Tat umsetzen lässt.

Kleine Taten für die Liebsten…

Eine schöne Idee, über die sich garantiert jeder freut: Lotta hat einige Postkarten selbst gebastelt und schickt diese an ihre Freunde und Großeltern. Das geht ganz einfach: Bild malen, Karte zurechtschneiden, Briefmarke aufkleben und ab geht die Post. Außerdem hat Lotta sich überlegt, kleine Karten für ihre Liebsten zu gestalten und diese mit netten Worten zu beschriften. Anschließend versteckt sie diese an Orten, an denen sie auch ganz bestimmt gefunden werden. So macht sie allen eine unerwartete Freude im Alltag. Durch das Basteln hat sich auf Lottas Schreibtisch ein großer Müllhaufen angesammelt. Natürlich weiß sie, dass nicht alles in ein und denselben Eimer kommt.

…große Taten für die Umwelt

Im späten 19. Jahrhundert hat der französische Beamte Eugène-René Poubelle Müllbehälter für Städte erfunden, in denen die Bewohner ihre Abfälle getrennt aufbewahren konnten. Diese wurden schließlich von Entsorgungsfirmen geleert. Somit hatte Poubelle eine revolutionäre Idee, nur, weil ihm der Dreck und Gestank in der Stadt zu viel wurden. „Poubelle“ heißt auf Französisch übrigens Mülleimer.

  • Die schwarze Tonne füllt Lotta beispielsweise mit kaputtem Spielzeug, nachdem sie wieder einmal ihr Zimmer ausgemistet hat. In die Tonne kommt alles, was keiner anderen Kategorie zu-geordnet werden kann – der restliche Müll eben.
  • In die gelbe Tonne stopft sie Plastikmüll und alle Verpackungen ohne Papier und Glas. Also alles an Kunststoff und Alu. Der Alu-Deckel beispielsweise sollte aber vor dem Wegschmeißen vom Joghurtbecher abgetrennt werden. Denn die Sortieranlagen können immer nur ein Material erkennen.
  • In die braune Bio-Tonne kommen Essensreste und Küchenabfälle. Auch Überbleibsel aus dem Garten wie zum Beispiel die verwelkte Topfpflanze mitsamt Blumenerde gehören dazu.
    Lotta liebt Bananen. Die Schale packt sie auch immer in den Biomüll. Ihre Eltern schütten jeden Tag ihren Kaffeesatz hinzu. Der Eimer stinkt für Lotta gewaltig. Trotzdem findet sie es spannend zu wissen, dass Müllbetriebe daraus Kompost oder sogar Biogas herstellen können.
  • Aus der blauen Tonne kommt ihr im Gegensatz zur braunen Tonne kein muffiger Geruch entgegen. Darin werden Papier und Pappe entsorgt. Auch Eierkartons finden hier ihren Platz. Kassenzettel und Fahrkarten haben im Altpapier nichts zu suchen. Sie bestehen aus Thermopapier und gehören daher in den Restmüll. Das Gleiche gilt für Backpapier, Post-Its und mit Essensresten verschmutzte Küchentücher und Servietten.
  • Glasflaschen bringt sie in die passenden Glas-Container, welche in ihrer Wohngegend verteilt sind. So kann sie eine gute Tat mit einem Spaziergang verbinden. Hier trennt sie weißes, braunes und grünes Glas voneinander. Übrigens: Buntes Glas, das sie nicht zuordnen kann, schmeißt sie zum Grünglas. Trinkgläser, Spiegel, Fensterglas oder Porzellan gehören nicht in Glascontainer, sondern in den Restmüll. Große Mengen gibt sie ihrem Papa, der damit zum Wertstoffhof fährt.

was kommt wohin

Hochwertige Stoffe zum Recyceln

CDs, DVDs und Bluray Discs bestehen aus Polycarbonat, der als recycelbarer Grundstoff zur Weiterverarbeitung von neuen Datenträgern verwendet werden kann. Am besten zerkratzen Sie diese und bringen sie zu einem Wertstoffhof oder in einen Elektromarkt.
Kork ist ebenfalls ein gefragter Rohstoff. Aus recycelten Korken werden biologische Dämmstoffe und Bodenbeläge hergestellt. Sie können Ihre Korken zum Wertstoffhof oder auch zu einem Weinhändler bringen.

Zahlen, Daten, Fakten zur Abfalltrennung

In den 1980er Jahren entstanden pro Jahr und Einwohner in deutschen Haushalten 239 Kilogramm Restmüll. Laut Angaben des Umweltbundesamtes entstehen heute nur noch 128 Kilogramm Abfall aus Resten. Das ist fast halb so viel Restmüll wie noch vor 35 Jahren. Dadurch, dass häufiger Mehrweg statt Einweg angeboten wird und sich der Verpackungsmüll nach und nach reduziert, sind die Deutschen auf einem guten Weg, die Zahl noch weiter nach unten zu drücken. Altpapier, Altglas, Metalle und Kunststoffe landen schon deutlich seltener in der Restmülltonne als noch vor Jahren. Hier sind Rückgänge von bis zu 80 Prozent zu verzeichnen. Ein Drittel aller Bioabfälle werden jedoch noch immer über den Hausmüll entsorgt.

Nehmen Sie sich ein Beispiel an Lotta. So tun Sie nicht nur im September, sondern bestenfalls das ganze Jahr lang Ihren Liebsten und auch der Umwelt etwas Gutes. Zwei weitere gute Taten für die Umwelt: Heben Sie einfach mal ein Stück Müll von der Straße auf, das nicht Ihnen gehört. Und kaufen Sie sich eine plastikfreie Trinkflasche. So vermeiden Sie viel Müll, da Sie nicht mehr auf Einwegflaschen zurückgreifen müssen.

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