Klimaschutz

Im November 2016 beschloss die Bundesregierung den Klimaschutzplan 2050. Es ist das erste Regierungsdokument, das den Weg in ein weitgehend treibhausgasneutrales Deutschland beschreibt. Der Plan enthält Klimaziele für die einzelnen Wirtschaftszweige Industrie und Gewerbe, Energiewirtschaft, Landwirtschaft, Gebäude sowie Verkehr.
Mit dem Klimaschutzplan bekennt sich auch die Bundesregierung zum Pariser Klimaschutzabkommen. Die Weltgemeinschaft hat sich auf das Ziel verständigt, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen.

Deutsche Klimaziele

Der Klimaschutzplan sieht vor, dass bis zum Jahr 2030 die Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 verringert werden sollen. Konkret sind für die einzelnen Sektoren folgende Vorgaben vorgesehen.

Klimaschutz: Einsparungsziel Treibhausgase

Von zentraler Bedeutung ist der Umbau der Energiewirtschaft. Die Energiewende sieht vor, dass die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich ausgebaut und im Gegenzug die Stromerzeugung aus klimaschädlichen fossilen Ressourcen zurückgefahren wird. Der Kohleausstieg erfolgt bis zum Jahr 2038.

Europäische Energie- und Klimapolitik

Während die EU die energiepolitischen Eckpunkte für Europa festlegt, entscheiden die Mitgliedsstaaten weiterhin souverän, welche Energiequellen sie nutzen und wie sie ihre Versorgung sichern. Die unterschiedlichen politischen Ansätze der Länder erschweren die Einigung auf verpflichtende Regelungen auf europäischer Ebene.

Im Jahr 2010 verständigten sich die europäischen Staatschefs auf die Energiestrategie 2020, die so genannten „20-20-20-Ziele“. Die Länder verpflichten sich bis 2020:

  • die CO2-Emissionen um mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren
  • den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch auf 20 Prozent zu erhöhen
  • die Energieeffizienz um 20 Prozent zu steigern.

Klimaschutz

Weiterhin beschloss der Europäische Rat im Oktober 2014 einen Rahmen für die Klima- und Energiepolitik bis 2030. Darin sind folgende Ziele verankert:

  • die Minderung der Treibhausgasemissionen um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990
  • eine erhöhte Nutzung erneuerbarer Energien auf 27 Prozent des gesamten Endenergieverbrauches
  • die Steigerung der Energieeffizienz um 27 Prozent

Zwischenstand Energiewende in Europa

Das Ziel zur Reduktion der Treibhausgasemission gilt bereits als vorzeitig erfüllt. Auch um den Ausbau Erneuerbarer Energien steht es nicht schlecht. Laut Europäischer Kommission scheint es realistisch, dass im Jahr 2020 bereits 20 Prozent des Strombedarfs anhand regenerativer Energien abgedeckt werden.

Der Ausbau von Erneuerbaren Energien in Europa erfolgte in den vergangenen Jahren vor allem bei der Windenergie, dahinter folgen Biomasse und Solarenergie. In der EU wurde 2017 zum ersten Mal mehr Strom aus Wind, Sonne und Biomasse als aus Kohle erzeugt.
Deutschland bewegt sich bei der Energiewende im Ländervergleich im Mittelfeld und liegt derzeit noch unter dem EU-Durchschnitt.

Weitere Informationen zur regionalen Energiewende oder zum Winterpaket der Europäischen Kommission finden Sie unter www.enviaM-gruppe.de.

Gefällt Ihnen dieser Artikel?
8