Hilfe für Storchenpaar in Taucha

Ein Storch in Taucha missachtete das derzeit geltende Kontaktverbot und bandelte mit einer rotsockigen Schönheit an. So oder so ähnlich begann die Geschichte, bei der MITNETZ STROM dem Familienglück ein wenig auf die Sprünge half.

Meister Adebar richtete sein Nest zunächst auf einem Schornstein in Taucha an den Höfen ein. Ob dieses seiner Angebeteten nicht wohnlich genug war oder die sich rasant ausbreitenden Nilgänse den Nistplatz für sich beanspruchten, ist nicht überliefert. Jedenfalls suchten die Störche ein neues Heim. Sie wählten ausgerechnet den Mast einer unisolierten Freileitung als Domizil. Das verliebte Storchenpaar baute rege am Nest, da die Eiablage drängte.

Storchennest

Stadt, Landratsamt, MITNETZ STROM und Anwohner arbeiten Hand in Hand

Die Kollegen von MITNETZ STROM setzten alles in Bewegung, um dem künftigen Storchennachwuchs ein sicheres Zuhause zu schaffen und die Gefahr eines elektrischen Schlages zu bannen. Die Leitung wurde kurzerhand freigeschalten und Isolierschläuche angebracht. Die Anwohner hatten deshalb zur Mittagszeit zwar kurzzeitig keinen Strom, aber die Freileitung war nun sicher für die Storchenfamilie. Ende gut, alles gut. Oder?

Storchennest

Die Störche fühlten sich aber offenbar nicht so richtig heimisch auf dem Mast. Deshalb kundschafteten sie über Ostern weitere Brutgelegenheiten aus. Ein Mast „Am Sattelhof“ in Taucha war ganz schick. Probewohnen, einrichten, niederlassen. Doch es war nicht das Gleiche wie auf dem Schornstein. Also zurück ins alte Heim. Jetzt wird das Storchenpaar seine Nachkommen auf dem gewohnten Schornstein großziehen. Es ist nicht bekannt, wie Meister Adebar die Nilgänse vertrieben hat. Wir drücken aber fest die Daumen, dass die Geschichte gut endet und sich bald die Storchenkinder zeigen.

Und was lernen wir daraus?

Gerade in Krisenzeiten gilt es zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu helfen. Die Anwohner haben die Stadt und MITNETZ STROM schnell informiert. Es wurde sich rasch mit dem Storchenbeauftragten des Landratsamtes Nordsachsen abgestimmt und die Arbeiten an der Freileitung konnten dank Rahmenvertragsfirma unverzüglich erfolgen. Außerdem hatten die Anwohner Verständnis für die kurzzeitige Stromunterbrechung. Vielen Dank!

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