Frohes neues Jahr!

Diesen Gruß rufen sich zahlreiche Menschen weltweit am 1. Januar kurz nach 0 Uhr zu. Doch nicht in allen Ländern wird das neue Jahr zu diesem Zeitpunkt begrüßt.

Das chinesische Neujahrsfest richtet sich gemäß des Mondkalenders nach dem ersten Neumond des Jahres, der zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar liegt. 2018 findet es am 16. Februar statt und läutet das Jahr des Hundes ein. Die Feierlichkeiten dauern 15 Tage, drei davon sind gesetzliche Feiertage. Allerdings beginnt offiziell das neue Jahr in China auch am 1. Januar, aber erst seit der Einführung des gregorianischen Kalenders im Jahr 1911.

In Singapur, wo dreiviertel der fünf Millionen Einwohner aus China kommen, und in Vietnam wird ebenfalls am 16. Februar das neue Jahr begrüßt. Das Neujahrfest heißt in Vietnam übrigens Tet.

In Tibet feiern die Menschen ab dem 16. Februar zwei Wochen lang das neue Jahr mit dem Losar-Fest. Für sie beginnt dann das Jahr 2145.

Auf Bali starten die Einwohner am 17. März ins Jahr 1940. Nyepi, so heißt der balinesische Neujahrstag, ist der wichtigste Feiertag in ganz Indonesien. Er findet immer am Tag nach dem Neumond während der Tag-und-Nacht-Gleiche statt. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern darf aber nicht ausgelassen gefeiert werden. Am sogenannten Tag der Stille müssen alle zu Hause bleiben. Es darf kein Licht eingeschalten werden und Arbeiten ist ebenfalls untersagt. Die Regeln gelten übrigens auch für Touristen.

Im Iran feiert das Volk das persische Neujahrsfest Nouruz. Der Jahresbeginn wird auf einen Märztag festgelegt, an dem die Sonne senkrecht über dem Äquator steht, auch Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche genannt. 2018 ist es der 20. März. An ihm wird das Jahr 1397 eingeläutet.

Ebenfalls am 20. März begrüßen die Menschen in den kurdischen Gebieten der Türkei, in Teilen Chinas, in Afghanistan, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan oder auch im Nordirak das neue Jahr.

Gläubige Buddhisten feiern in Thailand, Myanmar, Kambodscha, Laos und Sri Lanka vom 13. bis 15. April 2018 Songkran. Im heißesten Monat des Jahres übergießen sich die Menschen gegenseitig mit Wasser und begrüßen so das Jahr 2561.

In Indien wird, aufgrund der zahlreichen Religionen, der Jahreswechsel nicht einheitlich gefeiert. Die indischen Christen orientieren sich am gregorianischen Kalender. Hindus feiern am 14. April den Beginn des Jahres 550 und muslimische Inder begrüßen das neue Jahr nach dem islamischen Kalender.

In den islamischen Ländern leben die Menschen nach dem islamischen Kalender. Er ist nach dem Mond ausgerichtet und hat seinen Ursprung im Jahr 622 als der Prophet Mohammed mit seinen Anhängern von Mekka nach Medina wanderte. Dieses Ereignis gilt als Beginn der islamischen Zeitrechnung. In diesen Ländern wird am 12. September in das Jahr 1439 gefeiert.

Im Herbst, zwischen September und Oktober, feiert die jüdische Bevölkerung Israels das Neujahrsfest Rosch ha-Schana. 2018 wird diese Feierlichkeit vom 11. bis 12. September begangen. Damit beginnt bei den Juden das Jahr 5779.