Ferientipp: Ein Blick in die Glaskugel

Für die Herstellung von Glas werden Sand, Soda, Kalk-Rohstoffe sowie ca. 1.500 Grad Celsius benötigt. Damit gehört die Glasherstellung zu den energieintensiven Industrien.

Vor der industriellen Glasherstellung, wie wir sie heute kennen, gab es allerdings bereits das Handwerk des Glasblasens. Diese Tradition blickt mittlerweile auf eine 3000-jährige Geschichte zurück. Im Museumsdorf Baruther Glashütte in Brandenburg können Sie die 300-jährige Standortgeschichte rund ums Glasblasen hautnah miterleben.

Museumsdorf Baruther Glashütte

Die Räume der Glashütte wurden gemäß ihres früheren Zwecks nachempfunden. Im Foyer befindet sich beispielsweise die Hafenstube. Diese hat ihren Namen erhalten, weil dort kleinere Öfen, auch Häfen genannt, hergestellt wurden. Neben der Ausstellung zur früheren Glasherstellung, können Sie in der Sammlung „Lichtblicke“ Lampenschirme in etlichen Formen und Farben bewundern, für die die Glashütte bekannt ist. In der ehemaligen Schleiferei wird die Lebensgeschichte von Reinhold Burger, dem Erfinder der Thermosflasche, erzählt. Dieser wurde am 12. Januar 1866 als Sohn eines Glasmachers geboren.

Es ist möglich, das geschmolzene Glas mit dem Mund oder auch mit einem speziellen Gerät zu einer Kugel aufzublasen, tatsächlich ist das aber nicht mit der Bezeichnung ‚Glas blasen‘ gemeint. Früher wurde zum Erhitzen des Glases eine Öllampe verwendet. Mit Hilfe eines Blasebalgs wurde das Feuer so stark entfacht, bis es die nötige Temperatur hatte, um das Glas zum Schmelzen zu bringen. In der Baruther Glashütte können Sie sich unter Anleitung selbst einmal als GlasbläserIn versuchen und eine so genannte Glashütter Durstkugel blasen. Diese wird mit Wasser gefüllt in einen Blumentopf gesteckt und kann Ihre Zimmerpflanzen bis zu 14 Tage mit Wasser versorgen. Zusätzlich zum Glasmacherkurs stehen auch weitere handwerkliche Kurse wie Filzen, Töpfern, Glasperlenschmuck anfertigen und Seifengießen auf dem Programm.

Museumsdorf Baruther Glashütte

Während der Sommerferien werden zusätzliche Freizeitaktivitäten angeboten. Noch bis zum 30. August gibt es von dienstags bis sonntags Aktionen, die sich an alle Feriengäste und Ausflügler richten. Hierzu zählen: Mosaike legen, Glas bemalen und Vorführungen an der Töpferscheibe.

Mehr Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen finden Sie unter www.museum-glashuette.de und museumsdorf-glashuette.de.

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